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News vom 21.06.2016

Energiewende im Gebäudebestand (2)
Freies Lüften für freie Bürger

Die Deutschen lüften am liebsten „selbstbestimmt“ mit dem Fenster. Mechanische Lüftungsanlagen betrachten sie hingegen mit einer gewissen Skepsis. Insgesamt ist ihnen ein gutes Innenraumklima jedoch sehr wichtig. Das ist eines der Ergebnisse der Studie „Velux Healthy Home Barometer 2016“, aus der wir in loser Folge berichten.

Die fünf Schritte zum gesunden Wohnen: Die prozentualen Angaben vergleichen das Verhalten der Deutschen mit dem ihrer europäischen Nachbarn. Grafik: Velux Deutschland GmbH
Die fünf Schritte zum gesunden Wohnen: Die prozentualen Angaben vergleichen das Verhalten der Deutschen mit dem ihrer europäischen Nachbarn. Grafik: Velux Deutschland GmbH

Neben dem ausgeprägten Wunsch nach thermischem Komfort (siehe Teil eins vom 14. Juni) sind die Deutschen auch äußerst sensibel, wenn es um ein gutes Innenraumklima geht. Zwar sind drei Viertel mit ihrer Raumluft zufrieden, auf Nachfrage hätten aber 60 Prozent doch ganz gerne ein noch besseres Raumklima in den eigenen vier Wänden, so das Wohnbarometer 2016.

Der Wunsch nach einem prima Klima in den eigenen vier Wänden ist wohlbegründet, denn „schlechte“ Luft in Innenräumen wirkt sich unmittelbar auf das Wohlbefinden aus: gereizte Augen, Rachen und Nase, Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Kopfschmerzen können daraus resultieren.

Das „Recht“ zu lüften…

Am liebsten lüften die Deutschen mit dem Fenster; interessanterweise auch diejenigen, die über eine mechanische Lüftungsanlage verfügen. Und sie legen großen Wert auf die Freiheit, das auch selbstbestimmt tun zu können. Ihnen eine Lüftung zu verkaufen mit dem Argument, die Anlage nehme ihnen das Lüften ab, ist der Studie zufolge keine allzu gute Idee. Überhaupt „steht eine Mehrheit der Deutschen mechanischen Lüftungssystemen skeptisch gegenüber.“ Diese Ablehnung teilen Mieter und Eigentümer gleichermaßen. Dabei spielt das Alter der Wohngebäude keine Rolle. Im Winter sind die Nutzer mechanischer Lüftungsanlagen zufriedener mit der Qualität ihrer Raumluft. Das ändert sich im Sommer – da werden sie deutlich unzufriedener. Ein Grund dafür wäre laut Studie: „Die Zahlen legen nahe, dass insbesondere Mieter nicht für die optimale Bedienung des Lüftungssystems sensibilisiert sind, was zu schlechteren Lüftungsergebnissen führt. 71 Prozent der Eigentümer fühlen sich ausreichend informiert über die Bedienung, aber nur 50 Prozent der Mieter.“

Lüftungsanlage kein Mittel gegen Feuchte?

Ein nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa ernst zu nehmendes Problem ist die Feuchte in Innenräumen. Sie beeinflusst nicht nur Wohlbefinden und Gesundheit der Bewohner im negativen Sinne, sondern kann auch das Gebäude selbst beschädigen. Das Problem wird durch zunehmend „luftdichte“ Gebäude infolge energieeffizienten Bauens und Sanierens eher noch verstärkt. Lüftungsanlagen seien allerdings nicht das Nonplusultra: „Die verbreitete Annahme, dass mit Einbau einer mechanischen Lüftungsanlage die Feuchteprobleme automatisch gelöst sind, lässt sich nicht belegen“, sagt die Studie, jedoch ohne diese gewagte Behauptung zu begründen. Auftraggeber der Studie ist schließlich der Fensterhersteller Velux. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…  

Fazit

Das Fazit der Studie zu dem komplexen Thema Innenraumluft: „Wenn unsere Gebäude künftig zunehmend luftdichter ausgeführt und damit mechanische Lüftungsanlagen obligatorisch werden, gleichzeitig aber 60 Prozent der Bevölkerung mechanische Lüftungsanlagen ablehnen und teilweise auch zu Recht enttäuscht sind (sommerlicher Wärmeschutz, Feuchte- und Schimmelprobleme), dann sind das denkbar schlechte Voraussetzungen sowohl für die Akzeptanz von Sanierungsmaßnahmen in diesem Bereich als auch für die Aufrechterhaltung eines guten, gesunden Wohnumfelds. Aufgabe für die Bewohner wird es sein, zu erkennen, dass die Technik sie sinnvoll unterstützen kann. Aufgabe der Technik(er) wird es sein, die Bewohner bei ihren Bemühungen um ein gesundes Zuhause optimal zu unterstützen und ihnen dabei trotzdem alle Freiheiten zu lassen.“

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