News vom 13.11.2017

Das Schöne Bad

Wie man ein Bad im Neubau richtig plant

Unsere aktuelle Serie auf HaustechnikDialog dreht sich um das schöne Bad. Darauf legt fast jeder Hausbesitzer wert. Im Gegensatz zur Heizung geben die Deutschen gern Geld aus, um sich ein neues Bad anzuschaffen oder in einem neuen Haus gleich eine Wellness-Oase zu errichten. In unserem ersten Teil soll es genau darum gehen: Wie plane ich ein Bad in einem neuen Haus?

Schick, aber unpraktisch, wenn man Kinder hat: Die freistehende Wanne.<br />Bild: Rainer Sturm/pixelio.de
Schick, aber unpraktisch, wenn man Kinder hat: Die freistehende Wanne.
Bild: Rainer Sturm/pixelio.de

Zunächst einmal wäre wichtig, wie viele Personen das Bad einmal benutzen werden. Und was für Personen sind es? Es ist eben, und das leuchtet jedem ein, ein Unterschied, ob ich ein Bad für eine Familie mit schon vorhandenen oder kommenden Säuglingen und Kleinkindern plane oder für ein älteres Ehepaar mit abgeschlossener Familienplanung und dem absehbaren Bedürfnis nach Barrierefreiheit.

Barrierefreiheit, wenn sie gebraucht wird

Aus der Anzahl der Nutzer ergeben sich schon ganz praktische Fragen: Reicht ein einzelnes Waschbecken? Oder ist ein Doppelwaschbecken besser? Wer sich ein Bidet wünscht, muss an den nötigen Platz, idealerweise neben dem Klosett, denken. Leben ältere Personen im Haushalt, sollte bei Duschen und Wannen auf Barrierefreiheit geachtet werden, also ebenerdige Einstiegsmöglichkeiten. Das wiederum bedingt eine besondere Berücksichtigung bei der Planung der Ablaufrohre für das gebrauchte Wasser. Denn bei einer ebenerdigen Dusche müssen die Leitungen dafür tiefer liegen, aber weiterhin geneigt bleiben. Sonst fließt nichts ab. Zu begegnen ist dem meist mit einem Aufbau, der sich aber – und da sind wir wieder bei de Barrierefreiheit - über die Badtür in den Flur fortsetzen muss.

Auch die Beheizung des Bades spielt eine wesentliche Rolle. Standard im Neubau sind heute Heizmatten (wenn nicht schon eine Fußbodenheizung eingebaut wurde) sowie Heizkörper, die sich gleichzeitig als Handtuchtrockner eigenen. Dennoch bedarf es auch hier einer Heizlastberechnung. Soll nur mit Heizkörpern gearbeitet werden, müssen diese groß genug ausgelegt sein. Sonst wird’s kalt im Bad und nichts ist es mit Wellness-Oase.

Auch die Beleuchtung ist ein wesentlicher Faktor, um das schöne Bad ins rechte Licht zu setzen. Hier sind zudem einige besondere rechtliche Aspekte zu beachten, etwa bei den Elektroinstallationen. Dazu kommen wir auch noch in einem späteren Teil der Serie. Möglichkeiten sind Schrankbeleuchtungen, zentrale Leuchten an der Decke, aber auch Illuminationen der Fliesen oder der Dusche mittels LED.

Zeitlos besser

Sind solche grundsätzlichen Fragen geklärt, geht es um das schöne Bad, sprich um den Stil. In späteren Teilen der Serie erläutern wir noch aktuelle und zukünftige Trends. Dennoch sollte hier schon erwähnt werden, dass es nicht nur allein darum geht, zur Keramik und den Armaturen passende Fliesen auszuwählen. Die Frage ist hier, ob das Bad halbhoch, wandhoch oder komplett gefliest werden soll. Letzteres ist eher bei öffentlichen Bauten mit hoher Warmwassernutzung praktisch. Zu Hause sieht das eher komisch aus. Und: Ein Bad hält gut 20 Jahre. Man sollte also lieber auf zeitloses, sprich dezentes Design setzen als auf das, was gerade hip und grell ist.

Bei der Keramik sticht meist die Badewanne ins Auge. Soll die zentral im Raum aufgestellt werden? Entspricht dem Zeitgeist, ist aber wahnsinnig unpraktisch. Wer Kinder hat, sollte das lieber vermeiden und die Wanne schön an die Wand rücken. Denn so entsteht Ablageraum. Und den braucht der planschverliebte Nachwuchs unbedingt.

Hier noch eine Checkliste, die wir dem Portal Die Badgestalter entnommen haben und das wir an dieser Stelle wärmstens empfehlen.

  1. Wie viele Personen nutzen das Bad?
  2. Haben Sie Kleinkinder oder ein Baby?
  3. Leben Personen mit körperlichen Einschränkungen im Haus?
  4. Nutzen manchmal zwei oder mehr Personen das Bad gleichzeitig?
  5. Haben Sie Haustiere?
  6. Gibt es ein separates Gäste-Bad?

Im nächsten Teil unserer Serie am 15.11.2017 zeigen wir, wie man ein Bad im Falle einer Wohnungssanierung richtig plant. Und wir verraten schon an dieser Stelle, dass dies ungleich schwieriger ist als im Neubau.

Bisher erschienen:
1.Wie man ein Bad im Neubau richtig plant

Erscheinen demnächst:
2. Wie man ein Bad im Bestand richtig plant
3. Welche Handwerkerleistungen sind nötig
4. Rechtliches/Vorschriften/Fallstricke
5. Energieeffizienz
6. Trends I
7. Trends II
8. Das altersgerechte Bad
9. Do it Yourself? Sollte man ein Bad selbst einbauen? Oder besser nicht?
10. Beispiele für schöne Bäder

 




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