Die Europäische Zentralbank (EZB) hat heute beschlossen, die Leitzinsen vorerst auf dem aktuellen Niveau zu belassen. Doch angesichts der Lage im Nahen Osten und der damit verbundenen Energiepreis-Rallye rechnen Marktbeobachter bereits im Juni mit einer ersten Zinserhöhung durch die Notenbank, um die drohende Inflationswelle zu brechen.
- Marktdynamik: Geopolitische Spannungen treiben Kapitalmarktrenditen; Bauzinsen bleiben trotz EZB-Pause volatil auf erhöhtem Niveau
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Jörg Utecht, Vorstandsvorsitzender der Interhyp Gruppe, ordnet die Lage ein:
"Die EZB hat den Leitzins wie erwartet unverändert gelassen. Doch eines ist klar: Die Inflation ist zurück auf der Agenda. Der Kapitalmarkt hat eine mögliche Leitzins-Erhöhung im Sommer bereits eingepreist. Mit Blick auf die Bauzinsen gehe ich davon aus, dass wir uns in den kommenden Wochen weiter um das Niveau von 4 Prozent für 10-jährige Darlehen bewegen werden. Wer eine passende Immobilie gefunden hat, sollte Fakten schaffen."
Drei Empfehlungen für die aktuelle Marktphase:
- Den richtigen Indikator beobachten: Schauen Sie nicht auf den EZB-Leitzins, sondern auf die Entwicklung der 10-jährigen Bundesanleihe - sie zeigt Ihnen, wohin die Reise bei den Bauzinsen geht.
- Zinssicherheit schlägt Spekulation: Angesichts der geopolitischen Lage im Nahen Osten bleibt die Inflation ein Risikofaktor. Lange Zinsbindungen bieten Schutz vor unvorhersehbaren Sprüngen.
- Individueller Vergleich statt Marktwarten: Da die Banken unterschiedlich auf die Renditeschwankungen der Bundesanleihen reagieren, lassen sich durch einen Vergleich oft deutlich bessere Konditionen finden als bei der Hausbank.