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News vom 10.05.2006

Allgäu vorbildlich beim energiesparenden Sanieren von Gebäuden

Das Allgäu entwickelt sich zu einer Musterregion für energiesparende Gebäudesanierungen. 7 Häuser werden hier in den kommenden Monaten so modernisiert, dass sie im Durchschnitt doppelt so gute Energiestandards aufweisen wie Neubauten.

Der Sozialbau Kempten in Kempten vor der Sanierung.
Der Sozialbau Kempten in Kempten vor der Sanierung.
Planungen für das Gebäude der SWW Oberallgäu in Oberstdorf.
Planungen für das Gebäude der SWW Oberallgäu in Oberstdorf.
Vorgestellt wurden einige dieser Projekte 26.04.06 in Kempten bei einer Veranstaltung der Deutschen Energie-Agentur (dena) und des Energie- und Umweltzentrums Allgäu (eza!), an der rund 90 Architekten, Planer und Eigentümer aus ganz Bayern und Baden-Württemberg teilnahmen. Einen Schwerpunkt der Veranstaltung bildete das Thema Gebäudeenergieausweis, der dieses Jahr mit der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV 2006) bundesweit eingeführt werden soll.

"Die energetische Sanierung von Gebäuden birgt enormes Potenzial", so Christian Stolte von der dena. "Sie ist die beste Antwort auf steigende Energiepreise. Außerdem erhöht sie den Wohnkomfort und macht die Bestandsgebäude dauerhaft attraktiv auf dem Immobilienmarkt. Das wird sich vor allem dann zeigen, wenn Eigentümer, Käufer und Mieter demnächst anhand von Energiepässen den Energiebedarf eines Gebäudes genau einschätzen können." Aus diesem Grund wird auch für die sieben Pilotprojekte im Allgäu nach der Modernisierung ein Energieausweis ausgestellt.

Zu den Allgäuer Sanierungsprojekten gehören unterschiedliche Gebäudetypen aus den Jahren 1900 bis 1971, vom Einfamilienhaus mit knapp 60 Quadratmetern in Waltenhofen-Oberdorf bis zum Mehrfamilienhaus mit über 700 Quadratmetern Wohnfläche in Oberstdorf. Weitere Projekte befinden sich in Kempten, Buxheim, Immenstadt, Hopferau und Füssen. Im Schnitt wird der Primärenergiebedarf um über 90 Prozent reduziert - dank optimaler Dämmung, hochwertiger Verglasung, effizienter Heizung und Lüftung. Die Mehrzahl der Projekte setzt zum Beispiel auf Holzpellets zum Heizen, Sonnenkraft zum Erwärmen des Brauchwassers und innovative Lüftungsanlagen, die die Wärme der Abluft zurückgewinnen.

Auf dem Energieausweis wird sich der hervorragende Standard der Gebäude auf den ersten Blick bemerkbar machen: Sie sind auf der "Energiebedarfsskala" optimal im grünen Bereich dargestellt. Die Eigentümer profitieren somit nicht nur von der erzielten Energieeinsparung, sondern können ihre energetisch vorbildlichen Gebäude auch mit Hilfe des Energieausweises besser vermarkten.

"Die Sanierungsprojekte geben zukunftsweisende Impulse für die ganze Region", sagte Martin Sambale vom eza. "Je mehr sie Schule machen, desto mehr wird davon auch die Bauwirtschaft profitieren. Gleichzeitig leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, wenn wir die Einsparpotenziale bei der Gebäudesanierung nutzen und damit den Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren."

Im Rahmen des dena-Modellvorhabens "Niedrigenergiehaus im Bestand" werden derzeit insgesamt 143 Wohngebäude mit innovativer Sanierungstechnik auf einen besonders energieeffizienten Stand gebracht. Die Veranstaltung in Kempten bildet den Auftakt einer Reihe von 16 regionalen Fachworkshops, in denen die dena zusammen mit regionalen Partnern die Sanierungsprojekte vorstellt und über den Gebäudeenergieauweis informiert. Eigentümer, die sich bereits jetzt für einen Gebäudeenergieausweis interessieren, können auf den in der Praxis erprobten dena-Energiepass zurückgreifen. Bundesweit sind mehr als 16.000 Fachleute registriert, die ihn ausstellen können.
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