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News vom 22.04.2008

Brennwerttechnik bei Heizöl

Durch Anwendung der Brennwerttechnik lassen sich im Vergleich zu konventionellen Systemen mit üblichen Abgaswärmetauschern Brennstoffmenge (damit Brennstoffkosten) und Schadstoffausstoß um mehr als 10 % reduzieren.

Wärmebilanz eines ölbefeuerten Wärmebilanz eines ölbefeuerten Hochdruckdampfkessels mit Economiser zur Speisewasservorwärmung und nachgeschaltetem Abgaskondensator zur Brauchwasser-/ oder Zusatzwasservorwärmung. Grafik: Loos
Wärmebilanz eines ölbefeuerten Wärmebilanz eines ölbefeuerten Hochdruckdampfkessels mit Economiser zur Speisewasservorwärmung und nachgeschaltetem Abgaskondensator zur Brauchwasser-/ oder Zusatzwasservorwärmung. Grafik: Loos
Zur Brennwertnutzung müssen die Abgase aus der Verbrennung durch Abkühlung unter den Abgastaupunkt zur Kondensation gebracht werden, um die dabei anfallende Abwärme nutzen zu können.
 
Vergleicht man die für die Brennwertnutzung relevanten Kenndaten gebräuchlicher Brennstoffe, so bietet Erdgas das höchste Nutzungspotential. Durch den hohen Wassergehalt im Abgas, den hohen Abgastaupunkt und den hohen pH-Wert des Abgaskondensates ist die Nutzung der Brennwerttechnik bei Verwendung dieses Brennstoffes einfach und äußerst effektiv.
 
Brennwerttechnik bei Nutzung des Brennstoffs Heizöl EL ist problematischer. Das anfallende, aggressive  Abgaskondensat greift selbst Edelstahlwärmetauscher an, bedingt häufiges Reinigen und muss anschließend aufwendig neutralisiert und entsorgt werden. Aus diesen Gründen wurde auf die Nutzung von Brennwerttechnik bei Heizöl EL bisher verzichtet.
 
Um auch für diese Bereiche Lösungen anbieten zu können wurden von LOOS in Zusammenarbeit mit Shell intensive Versuchsreihen durchgeführt. Hierbei zeigte sich, dass bei Nutzung der Brennwerttechnik und der Verwendung von schwefelarmen Heizöl eine ähnlich hohe Verfügbarkeit erreicht werden kann wie bei Erdgas. Der geringe Schwefelgehalt im Brennstoff (maximal 50 ppm = 0,005 Gewichts-% im Vergleich zu 0,1 Gewichts-% Schwefel bei Heizöl EL) begünstigt einen praktisch korrosionsfreien Betrieb von kondensierenden Abgaswärmetauschern, so dass die Brennwerttechnik auch bei schwefelarmen Heizöl genutzt werden kann.
 
Die Entschwefelung als zusätzlicher Verfahrensschritt der Herstellung macht schwefelarmes Heizöl etwas teurer - jedoch werden die höheren Brennstoffkosten durch den Wirkungsgradgewinn und der damit verbundenen Brennstoffeinsparung mehr als wettgemacht. Hinzu kommt, dass zukünftig in verschiedenen Ländern der Steuersatz nach dem Schwefelgehalt bemessen wird, was zu einer steuerlichen Begünstigung gegenüber konventionellem Heizöl EL führt.
 
Die Entwicklung des Brennstoffs wird in Zukunft noch weiter gehen. In den Versuchsreihen im Hause LOOS konnte ebenfalls festgestellt werden, dass durch Zugabe von Performance-Additiven die Verbrennungseigenschaften deutlich beeinflusst werden konnten. Weitere Untersuchungen wurden angestoßen, um die Ergebnisse exakt zu validieren.
 
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