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Autoren
OldBo
28.10.2018
Der Vordruck in einem Membrandruckausdehnungsgefäß (MAG) ist der Gegendruck, der getrennt durch eine Membrane dem Ausdehnungswasser einer Anlage entgegenwirkt.
Kappenventil mit Entwässerung
 Kappenventil mit Entwässerung
Quelle: AFRISO-EURO-INDEX GmbH
Schnellkupplung
 Schnellkupplung
Quelle: Bosy
Schraderventil
 Schraderventil
Quelle: Staffanlincoln

Der Vordruck in einem Membrandruckausdehnungsgefäß (MAG) ist der Gegendruck, der getrennt durch eine Membrane dem Ausdehnungswasser einer Anlage entgegenwirkt. Dadurch wird ein starker Druckanstig vermieden. Ein Druckanstieg zwischen 0,1 bis 0,5 bar wird als normal angesehen. Wenn eine Druckerhöhung unter 0,1 bar gewünscht wird, dann muss das Gefäß entsprechend vergrößert werden.

Der Vordruck wird über ein Gaspolster (Stickstoff) aufgebaut. Bei dem Temperaturanstieg in der Anlage dringt das entstehende Ausdehnungswasser gegen den Gasdruck in die Blase (Gefäß) ein. Bei der Abkühlung und damit verbundener Volumenminderung stellt der auf die Blasenwandung wirkende Gasdruck sicher, dass der Anlage das Ausdehnungswasser wieder zugeführt wird.

Die Gasfüllung wird durch ein Schraderventil auf der Gasseite vorgenommen. Hier wird auch der Vordruck bei Wartungsarbeiten überprüft. Dabei muss das MAG wasserseitig drucklos gemacht werden. Hierzu ist das Kappenventil zu schließen.

Der Vordruck muss mindestens dem hydrostatischem Druck (Anlagenhöhe über dem MAG) angepasst werden. In der Praxis sollte der Vordruck 0,3 bar über dem hydrostastischen Druck liegen, da je nach der Art bzw. Material der Membrane mit Druckverlusten zu rechnen ist. Ein zu niedriger, aber auch zu hoher Vordruck kann zu Betriebstörungen führen.

Inzwischen haben sich in der Praxis wohl die Regeln für den Vordruck eines Membrandruckausdehnungsgefäßes (MAG) dahingehend geändert, dass bei Anlagen bis 10 m Anlagenhöhe grundsätzlich ein Vordruck von 1 bar eingesetzt werden sollte. Dadurch wird die Kavitation am Pumpenlaufrad verhindert.

In der Praxis wird ein Vordruck von 1,5 bar in Verbindung mit einem 3-bar-Sicherheitsventil als sinnvoll angesehen Dies besonders in Anlagen mit hohen Temperaturen (z. B. Solar-Pufferspeicher) und wenn der Wärmeerzeuger (und Pufferspeicher) im Dachgeschoss steht.

Der Anlagendruck im kalten Zustand sollte  0,3 bar über dem Vodruck liegen, damit eine ausreichende Wasservorlage vorhanden ist, weil über Undichtigkeiten (z. B. undichte Armaturen, automatische Be- und Entlüfter, Sicherheitsventil) Wasserverluste auftreten können, die dann zu einem Druckverlust führen. Der Anlagendruck im vollaufgeheizten Zustand muss 0,5 bar unter dem Ansprechdruck des Sicherheitsventiles liegen, damit es nicht zu "Leckverlusten" kommen kann.

Besonders in größeren Heizungsanlagen muss das Ausdehnungsgefäß genau berechnet werden. Dies ist besonders in Kühl- und Solarsystemen notwendig, weil hier Frostschutzmittel eingesetzt werden, die zu einer erheblich höheren Ausdehnung gegenüber Wasser führen.

Eine einwandfreie Funktion in einer Trinkwasserinstallation ist nur gegeben, wenn durch einen Druckminderer am Hauswasseranschluss ein konstanter Ruhedruck im Wassernetz sichergestellt wird. Die Anschlussleitungen zum Gefäß sollen mindestens die gleiche Nennweite aufweisen wie die Gefäßanschlüsse, wenn es kein vollständig durchströmten Gefäß ist.
Wichtig ist, dass der Vordruck 0,2 bis 0,3 bar unter dem Ruhedruck eingestellt ist (Wasservorlage).

Das MAG sollte einmal im Jahr gewartet bzw. überprüft werden.
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lowenergy schrieb: Bei ausschließlich Fußbodenheizung benötigst bei entsprechender Bauart der Hydraulik definitiv keinen zusätzlichen Pufferwasserspeicher im Hausheizkreis! Daher nochmal die Frage für wieviele Personen...
schorni1 schrieb: Der Wärmebedarf ist an sich linear zur Außentemperatur. Bei der örtlich festgesetzten niedrigsten Norm-Außentemperatur ist dieser 100% und läuft gegen Null an der Heizgrenze (zwischen 12 und 20 Grad außen)....
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