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OldBo
24.09.2016
Wasserschlagdämpfer werden vor Geräten mit schnellschließenden Armaturen (z. B. Waschmaschinen, Geschirrspüler, automatischen Druckspüler, Gas-Kombiheizer, Einhebelarmaturen) eingesetzt, um Druckspitzen auf ein zulässiges Niveau zu dämpfen.
Wasserschlagdämpfer
 Wasserschlagdämpfer
Quelle: Reflex Winkelmann GmbH
Wasserschlgdämpfer Antishock<br />
 Wasserschlgdämpfer Antishock
Quelle: Quelle: Caleffi S.p.a.
Einbau WSD
 Einbau WSD
Quelle: Quelle: Caleffi S.p.a.
Trinkwasser-MAG als Wasserschlagdämpfer
 Trinkwasser-MAG als Wasserschlagdämpfer
Quelle: Pneumatex
Montage des WSD<br />a) Wasser fliesst durch offene Leitung.<br />b) Absperrorgan wird geschlossen. Das Wasser strömt in das Gefäß und komprimiert mit seiner Energie das Gaspolster.<br />c) Momente später erfolgt der Ausgleich, das Gaspolster drückt das "erschöpfte" Wasser ins Leitungssystem.
 Montage des WSD
a) Wasser fliesst durch offene Leitung.
b) Absperrorgan wird geschlossen. Das Wasser strömt in das Gefäß und komprimiert mit seiner Energie das Gaspolster.
c) Momente später erfolgt der Ausgleich, das Gaspolster drückt das "erschöpfte" Wasser ins Leitungssystem.
Quelle: Pneumatex
Minimal nötiger Gefäßinhalt
 Minimal nötiger Gefäßinhalt
Quelle: Pneumatex
Massgebende Leitungslänge a. L = l1 + 1/3 l2<br />b. L = l1
 Massgebende Leitungslänge a. L = l1 + 1/3 l2
b. L = l1
Quelle: Pneumatex
Wasserschlagdämpfer werden vor Geräten mit schnellschließenden Armaturen (z. B. Waschmaschinen, Geschirrspüler, automatischen Druckspüler, Gas-Kombiheizer, Einhebelarmaturen) eingesetzt, um Druckspitzen auf ein zulässiges Niveau zu dämpfen. Unter ungünstigen Verhältnissen können für eine 1/100 Sekunde Drücke bis 90 bar auftreten.

Die Wirkungsweise der Wasserschlagdämpfer ist relativ simpel: Basis ist ein Zylinder, der von einem Kolben mit doppelter Ringdichtung in zwei Kammern unterteilt ist. In der geschlossenen Kammer befindet sich komprimierte Luft. Die offene Kammer ist direkt mit der Trinkwasseranlage verbunden und mit Wasser gefüllt. Bei Wasserschlägen wird der Druck im Dopplereffekt von beiden Kammern und einer Gegenfeder ausgeglichen. Die Wasserschläge werden bis zu 60 Prozent reduziert. Um die beste Wirkung erzielen zu können, müssen die Dämpfer so nah wie möglich hinter dem Auslöser der Wasserschläge installiert werden. Dabei spielt es keine Rolle ob der Dämpfer hängend, senkrecht oder waagrecht eingebaut wird. Übrigens: Eine optimale Funktion wird erreicht, wenn am Anfang des Verteilernetzes ein richtig dimensioniertes Druckminderventil installiert ist.

Ständige Wasserschläge führen nicht nur zu lästigen Geräuschen, sondern auch zu Kaltbrüchen in den Rohrnetzen. Vor allen Dingen an hartgelöteten Bogen.

Gegenmaßnahmen
Der Wasserschlagdämpfer muss in der Nähe der Mischvorrichtungen (z. B. Einhebelmischer), Magnetventile von Waschmaschinen, Geschirrspüler, Druckspüler und Kugelventile bzw. -hähne installiert werden, um das Weiterleiten des Wasserschlages zu mindern.
Außerdem muss am Hauswasseranschluss ein Druckminderer zu montieren werden, der den Anlagendruck auf 3 bis 4 bar reduziert. Ein verringern der Fließgeschwindigkeit durch eine fachgerechte Rohrauslegung der gesamten Anlage sollte selbstverständlich sein.

Wenn eine in Bewegung befindlichen Wassermasse schlagartig gestoppt wird, so z. B. bei schnell schließenden Armaturen, dann führt das zu einer kurzzeitigen Druckspitze (Schlag) am Ort, an der die Wassermasse auftrifft.

Druckschläge (Wasserschläge) können auch bei starker Beschleunigung von Wasser (so z. B. Einschalten von Pumpen) oder durch plötzliche Richtungsänderung von strömendem Wasser hervorgerufen werden.

Da die Druckspitzen ein Mehrfaches der  vorhandenen Leitungsdrücke erreichen (bis zu 90 bar), ist abgesehen von Lärm auch mit der Zerstörung von Anlagenteilen (Kaltbrüche) zu rechnen.

Bei Druckschlägen kann neben den spezielle Wasserschlagdämpfern, auch mit einem TW-MAG, Abhilfe geschaffen werden.

Natürlich wäre der Versuch, die Störquelle zu beseitigen, die beste Möglichkeit. Ist das aber nicht möglich, so z. B. durch Fehler im Rohrsystem, so muss das einzusetzende Gefäß berechnet werden.

Da die Berechnung von Druckschlägen ist sehr komplex und kompliziert ist, empfiehlt es sich, die exakte Berechnung durch ein spezialisiertes Ingenieurbüro durchführen zu lassen.

Es gibt auch eine Methode, das Gefäß durch eine überschlägige Berechnungen durchzuführen. Dabei wird die im fließenden Wasser vorhandene (kinetische) Energie errechnet. Daraus kann die nötige Gefäßgröße bestimmt werden, dass das Gaspolster fähig ist, die Energie des Wassers innerhalb der zulässigen Druckgrenzen in Kompressionsenergie umzuwandeln.

Erforderliche Angaben:

  • Nennweite der Leitung, in der sich die Absperrarmatur befindet
  •   Volumenstrom/Pumpenleistung Q (m3/h)
  • Fließdruck pfl (bar). Daraus Vordruck po des Gaspolsters pfl –0,2 bar
  •   Zulässiger Druck pmax (bar) im System. Entspricht normalerweise dem Ansprechdruck psv des Sicherheitsventils
  •   Maßgebende Leitungslänge L (m)

Bei der Berechnung muss eine Annahme bezüglich der zu berücksichtigenden Leitungslänge getroffen werden. Maßgebend ist die Länge gemessen vom Absperrorgan zurück zum Punkt, an der die Leitung eine Querschnittserweiterung aufweist.

Falls die Querschnittserweiterung weniger als 2 Nennweiten beträgt, wird vom erweiterten Leitungsabschnitt 1/3 der Länge bei der Berechnung berücksichtigt.

Minimal nötiger Gefäßinhalt (Bild - Formel)

Wenn

  •   Maßgebende Leitungslänge = 100 m
  •   Fließgeschwindigkeit im Rohr = 2 m/s
  • Fließdruck pfl = 6 bar bei psv 10 bar = 10 bar bei psv 16 bar gilt die Regel, dass der Gefäßinhalt (in lt.) mind. 1/3 des Durchmessers der Leitung (in mm) entsprechen sollte.

Die Errichtung einer Trinkwasserinstallation und wesentliche Veränderungen an diesen dürfen nur von Installationsbetrieben durchgeführt werden, die in das Installateurverzeichnis eines WVU eingetragen sind.
Geräusch- und Druckschlagdämpfer
Geräusch- und Druckschlagdämpfer - "Pax" Adapter für Einloch-Armaturen (Aufsatz zu Eckventil), Aufputz- und Unterputz-Armaturen
 Geräusch- und Druckschlagdämpfer - "Pax" Adapter für Einloch-Armaturen (Aufsatz zu Eckventil), Aufputz- und Unterputz-Armaturen
Quelle: AW SA

Dieser Geräusch- und Druckschlagdämpfer kann Druckstöße und Fließgeräusche mindern, die aufgrund von knapper Leitungs-Dimensionierung, ungenügenden Befestigungen, schwierige Verlegungen bei komplexer Bausituation, Schnellschluss von Keramikscheiben-Mischern, defekten Magnetventilen und schwingenden Druckminderern entstehen können.

Dies ist besonders wichtig, wenn die Druckstöße und Geräusche nachträglich nicht mehr zu orten und zu beheben sind. Außerdem bieten sich diese Bauteile an, wenn kein Platz für Wasserschlagdämpfer (WSD) vorhanden ist (z. B. Badewannen- und Duscharmaturen).

Die AW Pax reduzieren Fliessgeräusche um bis zu 5 dB(A) und Druckstöße um bis zu 25 bar. Die auftretenden Geräusch durch Druckstöße werden stark gemindert. Es gibt Adapter für Aufputz-, Unterputz- und Einloch-Armaturen.

Weitere Funktionen
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micha_el schrieb: Kann man die BW-Bereitung zu einem Zeitpunk starten wenn das Geräusch nicht stört? ich vermute die Funktion ist dazu da, kein heisses Wasser zu den Heizkörpern/FBH zu lassen. Mit max Pumpendrehzahl...
lukashen schrieb: Hi, Deine Einrohrheizung könnte mit Saugdüsen realisiert sein (ist im verlinkten Artikel sehr gut beschrieben). Das Prinzip sollte man so lassen. Damit ein neuer Heizkörper funktioniert, muss ein passendes...
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