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Pultdach Dach oder Decke dämmen....tausendmal
Verfasser:
2wheels1love
Zeit: 08.02.2019 05:51:45
0
2747704
Moin,

ich habe gegoogelt bis zum erbrechen, konnte aber wohl nicht die richtigen Wörter eingeben um das gewünschte zu finden. Wir fangen im April an zu bauen. Pultdachbungalow versetzt. Große Dachhälfte richtung Süden, ergo die andere gen Norden. 22° Dachneigung.
Geplant war das Dach zu dämmen. 36cm WLG035 Zwischensparrendämmung. Dachdecker möchte jetzt die Sparen verschlanken auf 24cm und auch Zwischensparrendämmung mit 8 cm Aufsparendämmung. Das gefällt mir auch besser, da günstigerer Aufbau und wegen den Wärmebrücken.
Jetzt zu meiner Frage. Die Betondecke wollen wir erstmal "nackt" lassen. Der Raum oben wird mit Betontreppe zu erreichen sein und soll erstmal als Abstellraum fungieren und später zu Gästezimmer oder "Wellnessbereich" erweitert werden.
Ist es sinnvoller die Decke zusätzlich auch zu dämmen? Oder reicht die Dachdämmung? Hab irgendwie immer dieses gedämmte Gebäudehülle im Kopf, kann darüber aber nichts zielführendes finden. In erster Linie geht es uns um Energiekosten sparen.

Es tut mir jetzt schon leid, da ich glaube, dass diese Frage schon so oft kam und ich einfach zu dumm zum gucken bin. Bitte entschuldigt das.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 08.02.2019 06:18:06
0
2747707
Nun, das ist das Thema Kondenswasserbildung im gedämmten Spitzboden.
Man könnte die decke auch dämmen, müsse aber dann den Dachraum extra belüften um den Feuchteeintrag sicher hinauszuschaufeln, da dann die Temperatur im Dachraum unter den Taupunkt fallen könnte.

Verfasser:
kadauz
Zeit: 08.02.2019 07:56:59
0
2747727
Bei meinem Neubau wurde das Dach überm (unbeheitzen) Spitzboden auch gedämmt. Die Betodecke nicht. Der Raum wird als Abstellraum genutzt.

Folgendes konnte ich über den Winter feststellen:

1. Die Temperatur im Spitzboden lag auch bei -10C° AT bei 16-17°C.
2. Die Temperatur im OG war im Schnitt ca. 1-1,5K kälter wie im EG

-> Ich schließe daraus, dass durch die ungedämmte OG Decke einiges an Wärme in den Spitzboden gelangt.
Da ich im Spitzboden (nur Abstellraum) keine 17°C benötige, werde ich eine dünne Dämmung auf den Spitzboden auflegen (2cm XPS + Laminat). Eventuell verhindert das zumindest etwas die Wärmewanderung.

Vielleicht hilft es DIr etwas.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 08.02.2019 08:19:19
1
2747731
Nun dagegen hilft, das Dach gleich auf einen U-Wert kleiner 0,1 zu dämmen und sorgfältig dicht zu machen. 150m² Dach brauchen dann bei -10° draussen und +17° drinnen noch 405W um die Temperatur zu halten. Es werden sich dann ca. 1° unter OG Temperatur einstellen, was aber nichts kostet. Dämmen am Boden wird daran nur wenig ändern, kann aber Kondensationsprobleme bringen.

Verfasser:
kadauz
Zeit: 08.02.2019 08:28:59
0
2747732
Kondensationsprobleme auch, wenn es keine Feuchtigkeitsquelle gibt?

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 08.02.2019 10:46:40
0
2747784
Macht den evtl. Photovoltaik Sinn auf dem Dach, oder ist das geplant? Dann müsste man den Statiker bemühen, ob das mit dem günstigeren Dachaufbau noch möglich ist...
Nur als Randnotiz.
Man muss beim Bauen an soviel denken, und dann kann einem eine solche Entscheidung etwas anderes "vermiesen"... Nur ändern lässt sich das im nachhinein dann nicht mehr.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 08.02.2019 10:51:07
0
2747787
Zitat von kadauz Beitrag anzeigen
Kondensationsprobleme auch, wenn es keine Feuchtigkeitsquelle gibt?

Die Feuchtigkeistquelle ist das Haus darunter mit seinen bewohnern, Pflanzen, etc. Luftaustausch dorthin ist kaum zu verhindern, und, einmal oben angekommen, kommt die Feuchte kaum mehr raus wenn es keine Lüftung gibt. Womit sie sich dann über lange Zeiten akummuliert.
Gleiche Temperatur oben wie unten ist eine Lösung für das Problem, dann kondensiert nix.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 08.02.2019 10:58:47
0
2747791
Ja, gedämmter, unbelüfteter Dachraum kann in Verbindung mit der
Dämmung der obersten Geschossdecke Feuchteprobleme machen.
Interessant dazu ist diese Untersuchung:
https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=6&ved=2ahUKEwiGn9z47qvgAhXSUlAKHdqTB0oQFjAFegQICRAC&url=https%3A%2F%2Fwww.ib-scheffler.de%2Ffileadmin%2Fdocuments%2FDer-Bausachverstandige-15-1-Scheffler-Raumklima.pdf&usg=AOvVaw1EhyVpFctimjfXWfcJK3lL

Also lieber die Dachdämmung sehr gut ausführen und die Dämmung
des Bodens weglassen, wenn später ausgebaut werden soll.

Grüsse

winni

Verfasser:
kadauz
Zeit: 08.02.2019 11:24:08
0
2747804
Ok, was empfiehlt sich dann als Bodenaufbau unter dem Laminat? Dampfsperre und Trittschall? Oder nur Trittschall?

Verfasser:
HFrik
Zeit: 08.02.2019 11:31:12
0
2747807
Trittschall sollte reichen - und irgendwann man eine bessere Dachdämmung damit es da oben nicht mehr so kalt ist :-) :-p
Dampfsperre sperrt ja in beide Richtungen, das kann nach hinten losgehen.
Auf Luftdichtheit achten. (oder oben nen Bayernlüfter oder gleichwertig rein)

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