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Sinnvolle Umbaumaßnahmen
Verfasser:
jumy04
Zeit: 21.11.2018 22:34:29
0
2709314
Hallo,

bei uns steht in einiger Zeit die Restfinanzierung unseres Hauses an. Daher denke ich über Optimierungen nach. Budget 30.000 bis max 50.000EUR. Details am Ende des Posts.

In den letzten Jahren konnte ich unseren Stromverbrauch von ehemals max. 18.000kWh auf immerhin 6.500kWH reduzieren. Die 18.000kWh waren nur für Haus 2, die 6.500kWh verbrauchen wir nun in Haus 1 und 2 zusammen. Unser Bau ist historisch gewachsen und an manchen Stellen mussten wir Kompromisse eingehen
bzw. die Gegebenheiten waren teilweise schon vor dem Besitz beider Häuser so wie sie sind. In 2016 sind die ehemals getrennten Häuser im EG verbunden worden.

Haus 2 ist ursprünglich nur mit der KWL und elektrischen Heizregistern und elektischen FBH in den Bädern beheizt worden. Umrüstung der elektrischen Heizregister auf Wasserregister (2012 - 2013).
Haus 1 ist in 2015 im EG komplett saniert worden. Dreifachverglasung 0,7 W/(m²K). Einbau FBH. Erweiterung der KWL von Haus 2 auf Haus 1 EG.

Optimierungswünsche:
1. Unser DG in Haus 2 wird mit den Wasserregistern maximal 19°C warm (Bei
Außentemperaturen < 5°C). Weitere Wasserregister kann ich im DG nicht
nachrüsten.
Eine Erhöhung der Raumtemperaturen im OG (ca. 55m²) auf 22°C sollte möglich
sein. Optionale Kühlung im Sommer
2. Wasserregister der KWL maximal auf Vorlauftemperatur max = FBH
Vorlauftemperatur. Also deutliche Absenkung der Vorlauftemperatur.
3. Elektrische FBH im DG Bad nur noch im Ausnahmefall benutzen
4. Dach Haus 1 aus dem Jahr 1952. Funktional noch top, sieht aber nicht mehr schön
aus und die Isolierung ist natürlich mies und die Dachfenster sind auch über 40 Jahre
alt. Wenn PV, dann soll das Dach sowieso erneuert werden
5. Photovoltaik
6. In Zukunft, sobald die Therme muckt Umrüstung auf Wärmepumpe (z. B. 2 x
Geisha).
Das ist ein Grund, warum ich mit den Vorlauftemperaturen runter will. Die Therme ist
von 2012. Läuft also noch ein paar Jahre.

Maßnahmen/Fragen:
A. Evtl. eine Klimaanlage nachrüsten, am liebsten Kanalgerät, so dass man nur
Auslässe hat. Keine Innengeräte. Verträgt sich die Klima aber parallel zur KWL?
B. Haus 2 (DG 3 Räume + Bad; EG Wohnzimmer/Flur/Bad) Wandheizung nachrüsten?
Ein Heizkreis könnte relativ einfach die Räume versorgen.
Nachrüstung FBH in Haus 2 kommt für mich nicht in Frage
(vorhandene Böden und Fliesen und Dreck möchte ich nicht haben)
C. Bei der Dachsanierung bin ich mir unsicher. Das Haus werden wir vielleicht noch 20
bis 30 Jahre nutzen. Da das OG in Haus 1 später nicht mehr genutzt wird
(Höchstens Hobby oder so) fällt mir da die Sanierung echt schwer, solange das
Dach dicht ist. Rechnen wird sich das in meinem Leben wahrscheinlich nicht mehr.

Aktuell mache ich ein wenig Brainstorming. Ziel ist ein wenig mehr Unabhängigkeit, Komfort und weitere Energieinsparung. Und mehr Flexibilität, um später evtl. auch mit Wärmepumpe heizen zu können.

Priorität:
- Punkte 1, 2, 3
- Punkt 5
- Dachsanierung eher mal optional

Selber machen würde ich übrigens am liebsten nichts :-)
Vielleicht hat da jemand nochmal andere/bessere Anregungen. Ansonsten danke für das Lesen dieses Monstrums.
Wären die Immobilienpreise nicht so kaputt, käme für mich auch ein Bungalow mit 120m² in Frage mit 400m² Grund und Doppelgarage. Aber da wo ich dann hin wollte, lohnt sich der Tausch nicht mehr unbedingt. Scheidet also aktuell noch aus.

Gruß
Martin

Hier nochmal kurz ein paar Detailinfos:

Aktuell läuft ein (überdimensionierter) Gas Brennwerter mit drei Heizkreisen.

Haus 1 BJ 1952 (Dreifachverglasung 2015, 8cm Dämmung 2001 Dachdämmung nur rudimentär aus den 50ern und 70er, im Spitzboden Styropor 4 bis 6cm)
Haus 2 BJ 2001/2002 (Zweifachverglasung 2001, 120cm Dämmung, Dach weiß ich nicht mehr exakt, Steinwolle zwischen 140-180mm)

Langjähriger Durchschnittsverbrauch
Verbrauch Gas
27.000kWh Gesamtverbrauch ohne Warmwasser
18.000kWh Verbrauch Heizkreis 1, 2 - Haus 1
9.000kWh Verbrauch Heizkreis 3, Haus 2

Haus 2 zusätzlich rund 1000kWh elektrisch für elektrische FBH in den beiden Bädern.
In Summe also rund 10000kWH im Bau von 2001

Haus 1 - Wohnung 2 - OG + Spitzboden
Heizkreis 1 Radiatoren, hier könnten evtl auch radiatoren getauscht werden, um etwas niedrigere Vorlauftemperaturen zu errichen.
Beheizte Wohnfläche ca. 75m²; bei Aussentemp. -8°C Vorlauf ist max 52°C
Diese Wohnung wird max. noch 10 Jahre ganzjährig genutzt. Anschließend wahrscheinlich nur noch für Wäsche und Hobby.

Haus 1/2 - Wohnung 1 EG + OG
Heizkreis 2 FBH
Beheizte Wohnfläche ca. 75m²; bei Aussentemp. -8°C Vorlauf ist max 34°C

Heizkreis 3 KWL mit 3 Wasserregistern - elektrische Heizregister außer Betrieb genommen
Beheizte Wohnfläche ca. 160m²; bei Aussentemp. -8°C Vorlauf ist max 76°C

Kesseltemperatur max bei 76°C. Höher darf er nicht.

Es handelt sich dabei um ehemals zwei einzelne Häuser (quasi zwei Reihenhäuser). Haus 1 und 2 sind 2015 im EG verbunden worden.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 21.11.2018 23:31:58
0
2709329
tja, da müsste man die Auslegungstabelle hier im Forum füttern um wirklich genaue Daten liefern zu können.
Der Spitzboden ruft nach einer ordenltichen Dämmung die sollte leicht einzubringen sein. In den Dachschrägen sollte man unter den Putz eine Dampfbremse einbringen und asuber lufdicht durchziehen, eigentlich auch unter dem SPitzboden durch. Macht dreck beim Ausbau des alten Putzes. Bei der Gelegenheit könnte man eine Deckenheizung einbringen, bei Aufdoppeln der Sparren und kräftiger Dämmung eventuell auch eine Schrägen-Heizung. Damit sich der Dreck auch lohnt.
Wo wohnt denn das Haus?

Verfasser:
jumy04
Zeit: 22.11.2018 19:35:02
0
2709703
@Hfrik Sorry für die späte Antwort. Bin ein wenig busy - wie immer vor Weihnachten :-)
Das Haus befindet sich im nördlichen Ruhrgebiet.

Das (fast) nicht isolierte Dach mit Spitzboden wird durch einen Mieter bewohnt. Da kommt für mich eigentlich nur eine Aufsparrendämmung + neuem Dach in Frage. Die Nachrüstung möchte ich der alten Mieterin nicht zumuten.

Deine Auslegungstabelle versuche ich mal zu befüllen. Dauert aber noch ein wenig. Muss ich mir mal ein wenig zusammensuchen, da ich Teile an Informationen haben müsste. Melde mich dann nochmal.

Das ganze ist etwas komplex durch ganz alt/alt/neu, den verschiedenen Baujahren der Gebäude.

Unabhängig davon wäre eine prinzipielle Frage vorweg interessant: Kann eine Klimaanlage parallel zur zentralen KWL laufen. Multisplit, Kanalgerät auch erst mal außen vor gelassen.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 23.11.2018 10:08:17
0
2709961
Also Splitgerät kann immer laufen. Ist ja einfach eine Heizung.
Mit Kanalwärmetasucher geht das auch innerhalb der KWL.
Die KWL würde ich dann aber auf einen erheblichen Umluftanteil umstellen wenn das nicht bereits der Fall ist. Sprich umluft je nach wärme /Kältebedarf, Frischluft /Fortluft je nach CO2-Gehalt der Abluft (Abluft der nicht stinkenden Räume, die andere Abluft geht direkt über den WT nach draussen). Als Anregung zum Nachdenken.

Verfasser:
jumy04
Zeit: 23.11.2018 23:48:20
0
2710358
Das ist wirklich interessant. Das schaue ich mir auch mal an. Da künnte für das OG wirklich was gehen. In die Richtung habe ich noch gar nicht gedacht.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 28.11.2018 18:39:34
0
2712547
Schreibe dann wie's weiter geht oder welche Fragen auftreten.

Verfasser:
jumy04
Zeit: 12.05.2019 21:20:56
0
2782936
So langsam kommt ein wenig Struktur in das Ganze Thema.

Wir werden wohl das alte Dach sanieren. Außerdem werden wir PV installieren. Es wird so zwischen 13 und 27 kWp werden. Ist aktuell alles noch in einem frühen Stadium.
Nach Abschluß werden wir wohl bivalent eine Geisha (oder vergleichbares) an die Brennwerttherme anschließen. Vielleicht Geisha 2 x 5kW.

Anbei die Datenerfassung Gasverbrauch (Primärenegie Gaszähler) vom
05.03.2017 14:00 - 11.05.2019 21:00
19135 h erfasst

11174 h <= 5 kW
3934 h > 5 kW <= 7 kW
3584 h > 7 kW <= 10 kW
392 h > 10 kW <= 12 kW
42 h > 12 kW <= 14 kW
8 h > 14 kW <= 16 kW
1 h > 16 kW <= 18 kW

Die Verbräuche > 10kW sind alle im Zusammenhang mit Warmwasserverbrauch und geringen Aßentemperaturen aufgetreten.

Ein Problem bildet halt der KWL Heizkreislauf mit den hohen VL Temperaturen. Im Rahmen der Dacharbeiten muss ich mir das mit dem Splitgerät nochmal genauer anschauen.

Verfasser:
jumy04
Zeit: 13.05.2019 15:04:41
0
2784175
Hallo,

Auf der Haushälfte aus dem Jahr BJ 1952 (Dach original 1952) soll das Dach erneuert und gedämmt werden.

Ist Zustand:
In der oberen Dachhälfte Zwischensparren Styropor ca. 40 bis 60mm, Mitte 70er Jahre. Verkleidung Fichtenbretter. Keine Folien. Untere Dachhälfte Heraklit, mehr ist mir nicht bekannt.

Soll Zustand - wie ich es mir aktuell so zusammen reime :-) :
Bevor ich einen Dachdecker anfrage und etwas vorbereitet bin:
Mir schwebt Aufsparrendämmung z. B. Braas clima comfort plus vor. Dachpfanne vom Stil wie Braas Tegalit, Ergoldsbacher Linea oder Creaton Domino.

1. Kann man zwischen den Sparren alles so belassen, wie es aktuell dort ausgeführt ist? Oder muss das alles entfernt werden?

2. Wenn z. B. Braas clima comfort plus eingesetzt wird (laut Doku ja diffusuionsoffen), reicht das für den Feuchtigkeitsaustausch innen nach außen? u-Wert Rechner sagt 36 Tage Trocknungszeit.

3. Was muss ich evtl. bei den zu sanierenden Dachgauben beachten?
Fenster in den Gauben sind schon dreifach verglast und aus BJ 2015/2016. Die werden nicht getauscht.

4. Sollte noch irgendetwas bei den Dacheinführungen beachtet werden?

5. Wir haben 3 Velux Dachfenster. BJ 1974, BJ 1984, BJ 2002. Alles relativ kleine Fenster (ca. 50 x 70). Liegen auf der Nordseite, Außenrolladen nicht benötigt. Habt ihr da Empfehlungen. Dreifachverglasung? z. B. Roto oder Velux?

6. Welchen Dachüberstand würdet ihr mindestens empfehlen? Das Haus ist aktuell nur mit 8cm isoliert. Da könnte es sein, dass wir vielleicht nochmal 12-15cm Dämmung nachrüsten. Damit man dann nicht gleich wieder das Dach anpassen muss.

Ziel ist es, mindestens ENEV zu erreichen (muß man ja eh). Falls mechanisch machbar 200mm dicke Aufsparrendämmung. Laut u-wert Rechner dann irgendwas um die 0,16 W/(m²K).

Auf dem Haus BJ 1952 haben wir zwei Dachflächen, auf einer davon wird auch PV installiert.

Auf was muss ich evtl. achten. Welche groben Fehler schwirren da so in meinem Kopf?

Verfasser:
jumy04
Zeit: 13.06.2019 22:19:38
0
2794720
Ich hoffe, dass in den nächsten Tag oder Wochen genauere Zahlen in Form von Angeboten zum Thema Photovoltaik und Dacherneuerung.

Ich habe da aber jetzt nochmal ein paar Fragen zur Klimaanlage:

Anforderung:
- Haus 2 im Winter heizen, rund 160m²
- Heizlast rund 4 KW (derzeit über Wasserregister + KWL)
Die Auslegungstabelle nach HFRIK ist n noch nicht ganz korrekt befüllt, da komme ich aber auch auf 3,7KW
- Dadurch bedingt sehr hohe VL Temperaturen notwendig (auf 76° bei -8°C)
- Die Wasserregister würde ich gerne nur noch mit der VL Temperatur der FBH beschicken
- Den Rest der Wärme sollte die Klima dann erzeugen
- sekundär wichtig wäre die Kühlung im Sommer, damit die Temperaturen nicht > 25°C werden
Ich hatte mir jetzt z. B. die Daikin Emura angeschaut, Termin mit Klimabauer steht noch aus. Die Emura wg. der Innengeräte (Design).
Ich bräuchte vielleicht ein paar Hinweise, worauf ich achten sollte bei einer Anfrage.
Innengeräte in 3-4 Zimmer a 15m² (OG), ein Flurbereich (EG), Küche 19m² (EG), Wohnzimmer 1 mit 30m² (EG). In Summe wären das ja 5 bis 7 Innengeräte.
Aber die Multisplit Außengeräte, die in Frage kommen, z. B Daikin Multisplit Außengerät 2MXM40M - 4,00 kW können ja nur zwei Innegeräte versorgen. Außengeräte für mehr Innengeräte sind dann ja schon echte Trümmer.
Hat da vielleicht jemand einen Tipp?

@HFrik
Die Sache mit dem Umluftbetrieb der KWL würde ich mal mit dem Klimaanlagenbauer durchsprechen. Steuerung der KWL über CO2 (Fortluft) und co wäre kein Problem, das könnte ich selbst erledigen.

Danke euch.

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