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Wie Qp für KfW 70 kleiner machen?
Verfasser:
thunderhead
Zeit: 22.08.2019 17:39:21
0
2815635
Mein Thema ist als Crossover zwischen Wärmepumpe und Solar schwer einzuordnen, ich bitte um Entschuldigung und Verschieben, falls hier unpassend.

Ihr habt mich im Faden über meinen Entscheisungskonflikt zwischen verschiedenen KfW-Effizienzhaus-Niveaus überzeugt, bei der Dämmung nach dem Motto "wenn schon, denn schon" zu verfahren. Es wird jetzt auf KfW 70 saniert statt 100 oder 115. Dass mehr nicht geht, liegt u.a. daran, dass der Schorni möglichst bald die Reparatur der Gastherme (macht auch WW) wegen Undichtigkeit verlangt, auf die wir noch eine Weile angewiesen sind. Einige Wärmebrücken lassen sich ökonomisch vertretbar auch nur minimal verbessern, Sparren- und Deckenhöhe geben weitere Einschränkungen vor, so dass der Weg über Dämmung ausgeschöpft ist.

Jetzt stellt sich die Frage: Wie kann ich mit Gas das Qp mit so geringer Investition wie möglich pimpen, um mit Gas bei der Primärenergie den Sprung von KfW 85 auf KfW 70 zu schaffen? Es wird "semizentrale" KWL-Geräte mit WRG geben, aber das reicht noch nicht. WP für Heizung kommt dann in 10-15 Jahren (s.u.). Der Energieberater schweigt jetzt, nachdem der von ihm beschworene Rauswurf der Gastherme pratkisch und ökonomisch nicht mehr sinnvoll ist.

Optionen?

- Geisha bivalent einbinden: Zwar nicht günstigste Variante (?), aber reizt mich ja immer noch. Frau legt aber Veto gegen einen straßenseitig vor der neuen anthrazitfarbenen Fasssade aufgestellten Brummer ein. Andere Aufstellung wegen Hang nicht möglich. Bei den in ein paar Jahren anstehenden Gartenarbeiten versuche ich aber schonmal, für nach dem Ableben der Brennwerttherme einen Grabenkollektor vorzubereiten (Herausforderung Hanglage). Zwischenzeitig kann ich wegen der Unklarheiten bei der Gebäudehülle die tatsächliche Heizlast herausfinden.

- BWWP mit Innenaufstellung ist mir suspekt, weil Aufstellungsort zwar in thermischer Hülle, aber unbeheizt ist und nach Wanddurchbruch im Raumverbund mit der Keller-Werkstatt. Ich will als ständig Sinusitis-Geplagter nicht Staub und Sägemehr rumschweben haben (und die WP wohl auch nicht). Ich bezweifle auch, dass der Keller nach 5cm Multipor Innendämmung erheblich wärmer wird als die jetztigen 17-18°C im Sommer. Ich will eine BWWP aber nicht völlig ausschließen. Bei den hier im Baugebiet per dreister Nachfrage recherchierten aufgerufenen Preisen (inkl. Installation 3500-4000€ für ein Einstiegsmodell) allerdings nur, wenn das mit Eigenleistung geht.

- Solarthermie will ich nicht, mit Installation zu teuer für das was es bringt, und aufs vom Voreigentümer mit unbekannter Sorgfalt neu abgedichtete Dach will ich nichts draufstellen.

- PV-Thermie mit Heizstab ohne Netzanschluss: Aktuell favorisierte Version. Die 4-5 Module passen aufs Garagendach, und 15m Entfernung bis zum Speicher einem Stromkabel egal. Eine Einbindung von PV mit Netzanschluss scheidet aus! Gründe habe ich im o.g. Faden dargelegt.

Die PV-Thermie ließe sich mit Materialkosten um die 1500€ in Eigenleistung gut realisieren, senkt das Qp hinreichend, und entlastet die Therme im Sommer. Problem ist aber, dass mein WW-Speicher keinen Anschluss für einen Heizstab hat, also nochmal 500-600€ dazu kommen (eventuell zzgl. Installation). Wollte den aus Altersgründen aber sowieso mal tauschen. Von 600€ für einen Speicher ist es zu 1700€ für eine BWWP mit Unterbauspeicher dann aber auch nicht mehr weit... und man könnte den PV-Heizstab theoretisch zusätzlich noch integrieren.

Theoretisch könnten wir bei Wechsel des Kaminofens auf raumluftunabhängig auch wasserführend machen, aber ihr hattet mich schon überzeugt, dass das auf Dauer zu nervig ist.

Was haltet Ihr von PV-Thermie vs. BWWP unter dem Gesichtspunkt "mehr Förderung (bis zu 10.000€) bei geringstmöglichem Invest?

Verfasser:
Poeggsken
Zeit: 22.08.2019 21:03:05
0
2815691
Was spricht denn dagegen die Gastherme sofort rauszuschmeißen? Wenn man einmal anfängt zu reparieren bleibt man oft dabei.

Gruß Philipp

Verfasser:
thunderhead
Zeit: 23.08.2019 11:59:49
0
2815816
Zitat von Poeggsken Beitrag anzeigen
Was spricht denn dagegen die Gastherme sofort rauszuschmeißen? Wenn man einmal anfängt zu reparieren bleibt man oft dabei.


Ich will sie ja nicht reparieren. Sie soll von Alters wegen gleich durch das Nachfolgemodell ersetzt werden, dass anschlussgleich ist (= geringe Installationskosten).

Warum keine WP? Ich hätte nichts dagegen, gleich umzusteigen, aber die Situation spricht dagegen:

- Es muss wegen des Defektes möglichst zügig ein neuer Wärmeerzeuger rein. Wir haben zwei kleine Kinder, die (außer natürlich auch uns) täglich warm geduscht werden.
- Es liegt noch keine Planung für die FBH vor, in einem Geschoss ist der Estrich schon draußen, das andere muss mit Heizkörpern bewohnt bleiben, bis wir runter ziehen und oben weiter machen können.
- Eine WP ließe sich in unserem Fall vorab schwer passgenau auslegen, da das tatsächliche Ht (also nicht das schöngerechnete für die KfW) wegen Unklarheiten bei diversen nicht ohne weiteres beseitigbaren Wärmebrücken und beim U-Wert des Bestandsmauerwerks noch unklar bleibt, das Nutzerverhalten (v.a. Frau und Kinder) noch nicht absehbar ist, die mögliche Dichtheit nach Sanierung unklar ist, und sich der Umfang der Belüftung durch KWL mit WRG erst im Laufe der Sanierung klärt wegen der möglichen Leitungswege.
- Wegen Verzögerungen (u.a. mangelnder Heizungsbauer für die leider nur etappenweise mögliche Sanierung in bewohntem Zustand) mussten wir von einem KfW55 Kredit zurücktreten und können jetzt nur noch max. KfW70 beantragen. Dadurch gibt es 10.000€ weniger Förderung, was den Umstieg auf WP unwirtschaftlicher macht.
- BAFA Förderung fiele geringer aus weil max. KfW 70 und gute JAZ nicht nachweisbar wäre (fertig gedämmt wäre erst 1,5 Jahre später), so dass eine WP i.V.m. dem letzten Punkt derzeit (v.a. mit festem Gaspreis von 5,5Cent bis mind.2021) unwirtschaftlich ist.

Verfasser:
thunderhead
Zeit: 23.08.2019 12:07:16
0
2815818
Ich glaube ich habe die Überschrift unglücklich und missverständlich gewählt...

Mir geht es nicht um den "Bautrüger-Trick", fehlende Dämmung durch Einsatz regenerativer Energie zu kompensieren! Ich dämme soviel ich unter den gegebenen Bedingungen ökonomisch und praktisch vertretbar kann, und das sogar mit teurem Resol. Es fehlt eben nur noch ein Quäntchen beim Qp, um nur mit Gas und KWL auf KfW 70 zu kommen.

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