Cookies erleichtern die Bereitstellung der Dienste auf dieser Website. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden.

Alle
Foren
Reihenmittelhaus, LWP statt wieder Gas - kann diese Hydraulik bei Kachelofen u. ST funzen?
Verfasser:
miel13
Zeit: 23.08.2019 18:05:05
0
2815905
Geehrte Forenexperten!

In meinem Reihenmittelhaus, welches in der Zwischenzeit wiederholt renoviert und modernisiert wurde, ist nach 19 Jahren die Viessmann-Therme 300 defekt und ich überlege deshalb, statt neuer Gastherme eine LWP zu installieren. Sie vergisst nach jedem Stromausfall ihre Betriebsparameter und eine neue Systemplatine ist mir mit 1 k€ bei dem Alter zu teuer.

Ich hoffe, dass die Voraussetzungen trotz Heizkörper, die in den vergangenen Jahren von den ehemaligen Guß-HK (Schwerkraft) auf moderne und relativ große (22- u. 33er) PHK getauscht wurden, um den Brennwert besser nutzen zu können, optimal für ein gutes Ergebnis sind.

Daten zum Haus: Baujahr 1961, steht in OWL -12C Temp, wobei im letzten Winter max -8C waren. 2 Geschosse, Wohnfläche 135 qm, 105 qm selbst bewohnt, 30 qm vermietet.
Außenmauern 30er Schaumsteine (Sandbasis), 2006 mit 12 cm Steinwolle außen isoliert, Fenster 0,7er in Parterre neu, im Obergeschoß noch Doppelglas aus 80er Jahren, Austausch geplant. Kellerdecke zur Hälfte mit 8cm isoliert. Dachschrägen mit 14/16 Zwischen-Sparrendämmung Glas-Steinwolle.
Jetzige Heiztechnik: Viessmann Vitodens300 heizt parallel 750l Vistron-Hygienespeicher + Heizkreis mit Mischer. Ebenso heizt die ST auf den Speicher sowie im Winter gibt der wasserführende LEDA-Kachelofen seine Überschuss-Wärme an den Speicher ab. Das Ganze wird durch eine UVR1611 gesteuert. Außerdem befindet sich auf Haus und Garage eine 8,5 Kwp Photovoltaikanlage mit Eigenverbrauch, die der LWP zu niedrigeren Betriebskosten dienen soll.

Verbrauch betrug die letzten Jahre zw. 7- 8000 kwh Gas plus 3 RM Buchen-Holz, im letzten Winter weniger, da ich versucht habe, mit welcher niedrigen VL-Temp mein Haus noch warm wurde. Heizkurve UVR/Therme 0,6, Vorlauf begrenzt auf 38C/27C, ergab bei offenen oder demontierten Th-Ventilen eine Raum-Temp von 21,5/22C bei Dauerlauf der HzKrsPp, wobei der Vorlauf meist um 32C pendelte. Vorlauf/Rücklauf Hysterese ca 2-5C.
Zum Verbrauch wäre noch der solare Gewinn in den Übergangszeiten außer Juni-Sept. hinzuzurechnen, welcher lt. Wärmemengenzähler jeweils ca. 2000 kwh betrug.

Ich habe inzwischen beim Sanitär meines Vertrauens nachgefragt. Angebot steht noch aus. Antwort: Können wir machen. Wir bauen Remko-Fabrikate und empfehlen die neue Remko Monoblock LWM 8,0. was das auch heißt. Auf meine Frage nach der neuen Wolf-Monoblock CH07 ging er nicht ein. Er könne wegen einer Inst. keinen Mitarbeiter zur Einweisung schicken. Die Fa. Remko wohne um die Ecke.
Die Daten der LWM 80 lesen sich nach meiner laienhaften Wissen jedoch nicht schlecht. Oder?

Ich stelle mir vor: die WP wird von der UVR frei gegeben und heizt dann direkt auf den HZKrs. Wenn solare Gewinne entstehen, werden diese der WW-Erzeugung zu Gute kommen oder bei höheren Gewinnen werden diese permanent ebenfalls durch VL-Erhöhung mittels Umschaltung per UVR auf Mischer dem HzKrs zugeführt. Beim Kachelofenbetrieb wird grundsätzlich per Mischer der Hzkrs bedient und Überschuss im H-Speicher gespeichert.

Meine Frage: Sind diese Voraussetzungen für eine LWP in Ordnung? Oder fehlen noch Angaben?
Ich habe 1 Schema entworfen und werde es noch senden.
Gibt es Verbesserungen?
Danke im voraus für Ihre Antworten!
Grüße miel 13

Verfasser:
miel13
Zeit: 23.08.2019 18:23:34
0
2815909
Anbei der Link zur Hydraulik

https://www.directupload.net/file/d/5553/c3ashi2d_jpg.htm
Grüße miel13

Verfasser:
Guber
Zeit: 23.08.2019 21:31:48
2
2815945
Ohne die Hydraulik genau studiert zu haben scheuen die bauleichen Vorsaussetzungen für WP hervorragend aus. Vieleicht kann Low einmal einen BLick auf die Hydraulik werfen? Das Konzept scheint grundsätzlich zu passen.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 24.08.2019 13:47:51
0
2816032
Die Hydraulik sieht für den geplanten Einsatz der Wärmepumpe grundsätzlich ganz okay aus ... ob es aber in der Realität sinnvoll ist ...?

Die Remko läuft mit Kältemittel R454B ... ob's Wärmepumpen bei bis zu 7 k Spreizung (HK mit 35/28) dann wirklich effizient funzt ...?


Verfasser:
miel13
Zeit: 24.08.2019 16:10:05
0
2816059
Danke Löw - für deine Antwort!

ob es aber in der Realität sinnvoll ist ...?
Wie meinst du das?
Sind die 28/35 Vorlauftemp. bei der WP nicht möglich? Ich habe diese Temp. im letzten Winter bei meinen Tests als regelmäßige Vorlauf-Temp. je nach Außentemp. ermittelt, wobei sehr häufig nur mit 32 C gefahren wurde, was sich als ausreichend herausgestellt hat. Die Spreizung zum Rücklauf betrug in der Regel um 5C, bei niedrigem Vorlauf auch weniger.
Lt. techn. Daten beträgt die Standardspreizung bei der Monoblock 2C, ist aber bis 10C einstellbar.
Oder ist die Wolf Mono (R290) für mich besser geeignet?
Gr von miel 13

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 24.08.2019 17:37:25
0
2816072
Zitat von miel13 Beitrag anzeigen
... ob es aber in der Realität sinnvoll ist ...?
Wie meinst du das?
Sind die 28/35 Vorlauftemp. bei der WP nicht möglich? ...
Ob bei den Geräten von Remko eine solch große Spreizung möglich ist weiß ich nicht, das sollte dir im Idealfall der Verkäufer verbindlich beantworten können.

Bei unserem modulierenden 5 kW Luft-Wasser-Wärmepumpenmonoblock, der mit R410a befüllt ist, funzt nur 5 Kelvin Spreizung am Verflüssiger zwischen Vor- und Rücklauf.
Meist läuft die aber nur mit etwas mehr als 3 Kelvin Spreizung.

Verfasser:
miel13
Zeit: 24.08.2019 19:59:21
0
2816089
Aha, so ist die Sachlage, dann sieht es wohl nicht so schlecht aus; denn bei mir lag die Spreizung bei meiner damaligen Testreihe meistens unter 5K. Ich habe gerade meine Winsol-Daten aus jener Zeit verglichen. Kommt etwa hin. Zeitweise Überschwinger resultieren aus meiner Therme, die vor 19 Jahren mit ihren 8kw Mindestleistung doch reichlich überdimensioniert war und zu heftigen Takten neigte. Ich werde diesen Punkt bei meinen Planungen versuchen zu berücksichtigen.
Nochmals Danke an Löw!
Grüße miel13

Verfasser:
OliverSo
Zeit: 24.08.2019 20:08:00
2
2816092
Ich würde ja erst einmal der Viessmann eine neue Batterie verpassen. Damit gewinnst du Zeit. Denn ob du vor der Heizsaison noch was neues eingebaut bekommst, ist sehr fraglich.

Oliver

Verfasser:
miel13
Zeit: 25.08.2019 08:32:33
0
2816138
Leider gibt es auf der Platine keine Batterie. Die einzige Batterie dient der Beleuchtung des Paneels, und diese ist neu; Sonst bleibt das Paneel schwarz und es sind keine Eingaben möglich.
Gr miel13

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 25.08.2019 08:36:09
0
2816142
Zitat von miel13 Beitrag anzeigen
... dann sieht es wohl nicht so schlecht aus; denn bei mir lag die Spreizung bei meiner damaligen Testreihe meistens unter 5K ...
Musst halt dafür sorgen, dass die thermische Energie möglichst effizient und konsequent aus dem Kältemittelkreis der Wärmepumpe abgeführt werden kann.

Dazu brauchst nur ausreichend hohen Volumenstrom und ein entsprechend niedriges Heizwassertemperaturniveau im Rücklauf zum Verflüssiger.

👍

Verfasser:
E_TE_T
Zeit: 27.08.2019 13:16:50
0
2816851
Wenn Gas schon vorhanden ist, dann kostet ein neuer Gaskessel ca. 4000€ plus Montage. Bei Gas kostet die kWh ca. 6 Cent, bei Strom ca. 26 Cent. Die Wärmepumpe muss, aus wirtschaftlicher Sicht, einen COP > 4 erreichen.


Da der Anteil der Brauchwassererwärmung, durch gute Dämmung der Häuser, am Gesamtenergiebedarf steigt (durchaus 30-40%), sinkt der Wirkungsgrad der Wärmepumpen, da Vorlauftemperaturen zwischen 45 und 55 °C angestrebt werden. Ob sich vor diesem Hintergrund solch eine Aufwändige Installation lohnt?

Gruß
Ernst

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 27.08.2019 19:24:07
0
2816985
@E_TE_T.
Stillstand ist Rückschritt!

Solltest das Ganze nicht so kurzfristig betrachten - die finanzielle Bestrafung für CO2-Ausstoß wird kommen und die Wärmeerzeugung per Verbrennung von Öl oder Gas wird um einiges teurer werden.

Verfasser:
Poeggsken
Zeit: 27.08.2019 20:03:57
1
2816997
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
@E_TE_T.
Stillstand ist Rückschritt!

Solltest das Ganze nicht so kurzfristig betrachten - die finanzielle Bestrafung für CO2-Ausstoß wird kommen und die Wärmeerzeugung per Verbrennung von Öl oder Gas wird um einiges teurer werden.


Ich sehe die Investition in eine Wärmepumpe als eine Versicherung gegen höhere Preise in der Zukunft
Gruß Philipp

Verfasser:
E_TE_T
Zeit: 27.08.2019 21:49:07
0
2817036
Zitat von Poeggsken Beitrag anzeigen
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
[...]


Ich sehe die Investition in eine Wärmepumpe als eine Versicherung gegen höhere Preise in der Zukunft
Gruß Philipp



Wenn eine CO2-Steuer kommt, dann trifft es auch die fossile Stromerzeugung.

Somit wird nicht nur Gas oder Öl teurer sondern auch der Strom.

Strom hat um das Jahr 2000 14 Cent / kWh gekostet, heute um die 26 Cent / kWh!

Gas hat um das Jahr 2000 4 Cent / kWh gekostet, heute um 6 Cent / kWh!

Zum CO2-Ausstoß, ja der muss drastisch sinken!



1kWh Gas, die ich in meinem Haus verbrenne, steht zu 95% als Wärme im Haus zur Verfügung.



Verbrenne ich 1kWh Gas im Kraftwerk (Dampturbine) dann hat das Kraftwerk plus Energieübertragung Verluste von ca. 67%.


Also 33% der ursprünglichen Energie stehen mir als elektr. Energie für die Wärmepumpe zur Verfügung mit einem Cop von 4 wird dann daraus 1,32 kWh an Wärmeleistung.


Mit einer PV-Anlage sieht es natürlich wieder besser aus.

WP sind sicherlich die Lösung für die Wärmeerzeugung.

Gruß
Ernst

Verfasser:
miel13
Zeit: 28.08.2019 09:18:19
0
2817140
Guten Morgen an alle Mitleser!
Ich kann den Aussagen von Low und Poeggsken sehr gut folgen!
Denn was nützt der Geiz, wenn wir unser Geld nur zur Bank tragen? Wenn wir jedoch diese Handlungsweise durchbrechen und für Investitionen sorgen, sollten diese in heutiger Zeit von Nachhaltigkeit geprägt sein.
Im übrigen soll meine WP demnächst auch vom eigenen PV-Strom profitieren und im Sommer braucht diese, solange die ST funzt, auch kein warmes Wasser erzeugen.
Gr. miel13

Verfasser:
muscheid
Zeit: 28.08.2019 09:56:36
0
2817155
Zitat von E_TE_T Beitrag anzeigen
Zitat von Poeggsken Beitrag anzeigen
[...]



WP sind sicherlich die Lösung für die Wärmeerzeugung.[...]


Nein. Sie sind nicht "die" Lösung, sondern nur "eine" Möglichkeit. Denn nicht jede hausheizung ist WP-geeignet.

Eine andere Lösung ist Kraft-Wärmekopplung mit Brennstoffzelle oder ein KleinBHKW. Das vermindert auch die Netzbelastung.

Aktuelle Forenbeiträge
micha_el schrieb: Kann man die BW-Bereitung zu einem Zeitpunk starten wenn das Geräusch nicht stört? ich vermute die Funktion ist dazu da, kein heisses Wasser zu den Heizkörpern/FBH zu lassen. Mit max Pumpendrehzahl...
lukashen schrieb: Hi, Deine Einrohrheizung könnte mit Saugdüsen realisiert sein (ist im verlinkten Artikel sehr gut beschrieben). Das Prinzip sollte man so lassen. Damit ein neuer Heizkörper funktioniert, muss ein passendes...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
ENERGIE- UND SANITÄRSYSTEME
Hochleistungsfähige, intelligente Systeme und Produkte für Bad und Sanitär
Mit Danfoss ist alles geregelt
Website-Statistik