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Tipps für drainback Solarthermie
Verfasser:
Hallenmeister
Zeit: 09.02.2020 16:00:13
0
2911002
Hallo Blechdeckel und andere Mitleser,
ich hatte mich ja hier gut informiert und nun möchte ich mich kurz melden: Die Anlage ist in den letzten Tagen in Betrieb gegangen und im groben läuft alles wie gewünscht.

Bei mir ist es auch ein DrainBack-System mit 2 Röhrenkollektoren mit 9 qm Bruttofläche, eine Steuerung mit einem Raspberry Pi (in Phyton programmiert) und die Wärmeübertragung ins Heizungssystem erfolgt über einen etwas überdimensionierten Plattenwärmetauscher. Insgesamt verrichten 3 Pumpen ihren Dienst. Das im groben.
Ist schon eine Menge Arbeit gewesen. Ich bin mir nicht so sicher, ob ich dass so nochmal machen würde. Aber gut. Vielleicht melde ich mich hier später nochmal oder falls jemand eine konkrete Frage hat natürlich auch gerne.
Schönen Sonntag noch und viele Grüße
Axel

Verfasser:
Blechdeckel
Zeit: 09.02.2020 21:13:48
0
2911225
Hallo Axel,

schön, nun nach einiger Zeit wieder von Dir zu lesen! Freut mich sehr, dass Du Deine Anlage jetzt soweit aufbauen und in Betrieb nehmen konntest, herzlichen Glückwunsch!
Die Leser hier sind bestimmt, und ich ganz sicher gespannt auf Details, was Du wie gelöst hast, wo es vielleicht noch hakt und wenn Du möchtest, auch gerne ein paar Bilder?
Gestern Abend habe ich endlich noch den Überdruckschalter in meine Anlage integriert und dabei einen kleinen Fehler gemacht. Der Normale Überdruck im Kreis liegt bei 1bar, einfach deshalb, damit sich kein Vakuum bilden kann (Dampfblasen, Kavitation). Bei Überschreiten von 2bar soll er abschalten. Obwohl ich die Anleitung des südeuropäischen Herstellers nicht verstanden habe (muss wohl mit der Kugel übersetzt worden sein), kam ich nach einiger Zeit des Herumprobierens schließlich zu der gewünschten Einstellung. Als ich dann die Anlage starten wollte, löste der Schalter sofort aus. Zu dem einen bar Anlagendruck kommt auf der Vorlaufleitung ja noch der Pumpendruck der Starterpumpe, zusammen 2 bar... Also werde ich morgen noch mal löten und den Schalter in den Rücklauf setzen.

Ist der angekündigte Orkan schon bei Dir angekommen? Hier am südlichsten Ende herrscht noch die Stille vor dem Sturm...

viele Grüße, Blechdeckel

Verfasser:
Mitch33
Zeit: 11.02.2020 23:38:40
0
2912558
Hallo Axel, Glückwunsch zu deiner Anlage. Bilder immer gerne willkommen! Ich bin auch noch in der Planung, habe im alten Jahr noch eine Bafa Förderung beantragt. Mal schauen was draus wird. Grüße Mitch

Verfasser:
Hallenmeister
Zeit: 13.02.2020 16:23:30
0
2913652
....besten Dank!!!
Alles noch auf dem Dach, der Sturm hat nichts kaputt gemacht ; )
Ich bin nun erst einmal für eine Woche weg, danach werde ich Bilder und ggf. meine Dokumentation der Anlage liefern.
Kurze Frage noch: Bei der momentanen Wettersituation, habt Ihr da Erträge, wie ist da ein Februartag einzuschätzen?

Viele Grüße
Axel

Verfasser:
Blechdeckel
Zeit: 13.02.2020 16:38:27
0
2913664
Hallo Axel,

auch ein Tag im Februar kann ergiebig sein!
Wenn die Sonne scheint, kann der 850l-Speicher in fünf Stunden von, sagen wir mal durchschnittlich 35° auf bis zu 60° komplett hochgeheizt werden.
Nur haben wir hier am Bodensee im Winter viele Tage mit Nebel / Hochnebel, da kommen oft nur wenige Sonnenstunden zusammen.
Leider kann ich keine Angaben in kWh machen,
da ich noch keinen Wärmemengenzähler eingebaut habe.
Die Stunden der solaren Einspeisung werden aber gezählt ( sog. Funktionskontrolle, um der Bafa- Anforderung gerecht zu werden).

eine gute Woche Dir und viele Grüße,

der Blechdeckel

Verfasser:
Hallenmeister
Zeit: 14.03.2020 12:03:31
0
2930425
Hallo Blechdeckel und andere Leser,
nun habe ich endlich mal Zeit gefunden um den Beitrag zu verfassen. Ein paar Bilder und etwas Erklärungen finden sich in einer pdf-Datei: Doku-Solarthermie

Es waren doch einige Hürden, aber jetzt läuft es soweit. Zwei Punkte beschäftigen mich noch:

1. Förderung bei BAFA und progress NRW erhalten - ich muss es einfach angehen.

2. Die Steuerung optimieren. Da ich alle Pumpen und Schaltgrenzen recht frei per Software verändern kann experimentiere ich, um das Optimum herauszuholen. Gibt es eine Art generelle Formel dazu? Ich kenne das nur von der PV-Technik. Um die optimale Energie zu ernten wird das ganze mit MPP-Tracking gemacht. So etwas stelle ich mir auch für die Solarthermie vor.

Blechdeckel, ich habe einfach mal deine letzten Angaben 850l, 25 °C Temp.erhöhung berechnet, kommen ca. 24,7 kWh raus - nicht schlecht.
Neben der Optimierung habe ich auch das "Problem", dass die Anlage doch recht häufig befüllt aber die Energie nicht reicht um den Speicher zu laden (ich brauche mind. 50°C). Dann fängt aber recht schnell das ganze wieder von vorne an, da die Kollektoren auch an einem trüben Tag 50°C - 55°C erreicht - eigentlich eben Voraussetzungen für das Laden.

Das dazu zunächst. Es gibt noch ein Dokument mit Schaltplänen und eletr. Anschlüssen. Wen es interessiert, oder wenn sonstige Fragen vorliegen, sehr gerne immer,
viele Grüße und schön viel Sonne wünsche ich
Axel

Verfasser:
Blechdeckel
Zeit: 14.03.2020 22:25:52
0
2930648
Hallo Axel,

nochmals herzlichen Glückwunsch zu Deiner Anlage!
Und vielen Dank für die Bilder und die weiteren Infos dazu.
Sehr schön, wirklich. Interessante Steuerung!

Den MPP zu tracken ist eine Überlegung wert. Der Vorteil Deiner Lösung mit dem PWT ist, dass Du den Wärmeabfluss aus dem Kollektorkreis mit der Speicherpumpe
beeinflussen und in gewissem Rahmen (weil abhängig von der Speichertemperatur) auf der optimalen Temperatur halten kannst. Ich frage mich auch, wo dieser liegt bzw. wie man ihn berechnet. Du müsstest die Einstrahlungsintensität wahrscheinlich auch irgendwie erfassen, dafür liefert Dir Deine PV vielleicht einen Wert? Im Grunde müsstest Du aber zwei MPP betrachten, für den PWT gilt doch Ähnliches, oder? Leider sind beide voneinander abhängig, das ist die Herausforderung an die Regelungstechnik!

Das wiederholte Durchstarten lässt sich wohl leider nicht ganz vermeiden; meine Anlage hat heute bei dem Mix aus Sonne und Wolken auch 2x nachgepumpt. Wie oft ist häufig bei Dir? Es hängt auch von der Startbedingung ab. Wie hast Du das gelöst? Ich habe mir einen Sonnensensor gebastelt, der bei einer einstellbaren Strahlungsintensität die Anlage startet. Dann läuft die Anlage so lange, bis der Kollektorkreis wärmer ist als der Speichereingang, dann schaltet das Ventil um. Passiert das 1/2 Std lang nicht (mehr), geht die Anlage aus. Wenn der Strahlungssensor dann aber noch durchschaltet, läuft sie nochmal an. Ich habe mit meiner Relaissteuerung nicht die Möglichkeit, den Grad der Einstrahlung mit dem Wärmebedarf im Speicher zu vergleichen. Du schon!
Flachkollektoren haben aber auch andere Eigenschaften als Röhren. Sie liefern den höchsten Energieertrag, wenn die Differenz von Vorlauftemp. zu Umgebungstemp. möglichst klein ist. Bis etwa 40K Differenz soll der Ertrag (W/m²) des FK über dem des RK liegen. Deshalb fahre ich auch mit niedrigen Temperaturen ganz gut. Am Morgen z.B. ist die Einstrahlung noch nicht so hoch, aber die Speichertemperatur im unteren Bereich auch noch nicht. Also wird auch schon bei 25°C solarer VT Energie geerntet. Wenn die solare Energieausbeute an trüben Tagen nicht ausreicht, wird mein Speicher abends von der Gastherme nachgeladen. Je wärmer aber der Speicherinhalt war, desto weniger Gas wird benötigt und deshalb kann ich auch mit niedrigen Temperaturen etwas anfangen.
Übrigens wird tagsüber der ST Vorrang gegeben; ist sie aktiv, können Ofen und Therme nicht einspeisen.

Du schreibst, dass Du mindestens 50°C benötigst, um den Speicher zu laden.
Welche VT braucht Dein Heizkreis? Wie groß ist Dein Speicher? Wie ist er aufgebaut? Wovon wird er noch gespeist? Wo / wie speist Du die Solare Wärme ein?
Wie erwärmst Du Dein Trinkwasser?

Ich habe gerade nochmal gelesen, dass Deine Kollektoren auch an trüben Tagen auf 50-55°C kommen - ist das die Temperatur, die sie im leeren Zustand erreichen?
Ist Deine Startbedingung die Überschreitung der 50°C-Marke? Wenn sie dann geflutet werden, wird die Temperatur erst einmal absinken. Geht die Anlage dann wieder aus, weil die 50° nicht mehr gegeben sind, werden die Kollektoren entleert, und das ganze Spiel wiederholt sich, mehrfach...

Deine Schaltpläne fände ich interessant, magst Du sie hochladen?
Und auch ein hydraulisches Schema Deiner gesamten Heizungsanlage?

Viele Grüße,
Blechdeckel

Verfasser:
Blechdeckel
Zeit: 14.03.2020 23:07:17
0
2930665
Das
Steuerung
ist übrigens ein Bild meiner Relaissteuerung.
Ich bin noch dabei, die Verdrahtung übersichtlicher zu gestalten :-)
Die drei Platinen unter dem Betriebsstundenzähler sind Bausätze von Conrad Nr. 194360, Temperaturdifferenzschalter. Der linke steuert den Ofenkreis, Mitte: Temperaturvergleich DB-Gefäß - Speicher, rechts: Sonnensensor.
Die gute alte Siemens Schaltuhr von 1954 schaltet die Gastherme frei.
Der Wahlschalter ist so belegt:
0: Anlage aus
1: Ofen + Therme
2: Solar + Therme
3: Ofen + Solar + Therme
4: nur Therme
Kippschalter links: Therme Dauerbetrieb
Kippschalter rechts: Pumpe Heizkreis
Drehknopf links: Mindesttemperatur im Speicher; wird sie unterschritten: Therme ein
Drehknopf Mitte: Max. Temp. ST
unten rechts: Netzteil, Akku- Ladesteuerung, "Spannungsweiche"

Verfasser:
der wastl
Zeit: 14.03.2020 23:45:52
0
2930687
Hallo Blechdeckel,

Lese sehr interessiert mit - feine Sache.
Ein Frage aber doch: Wenn das Ausgleichsgefäß nicht unten im Heizkeller sondern nahe am Kollektor höher angebracht wird (innerhalb der Hülle, also warm) dann ist die Pumpe beim ersten Füllen ja auch nicht so im Stress - die normale kleine Umwälzpumpe könnte das schon machen. Wenn man das kann (Platz hat im Haus unter der Dachschräge) dann wäre 1-2 m vielleicht eine reele Höhe für die Pumpe.
Heßt das im Haus der Füllstand höher ist im Stillstand, also mehr Flüssigkeit und weniger Luft - hat etwas Einfluß auf Ausdehnung etc. - das sollte aber nicht das Problem sein.

Ist das ein Denkfehler? Hängt natürlich alles von Gegebenheiten im Haus ab.
Das 3-Wegeventil zum Vorwärmen des Kreises kann ja weiter am Speicher angebracht werden.

Gruß - Wastl

Verfasser:
Hallenmeister
Zeit: 15.03.2020 12:26:28
0
2930825
Moin Blechdeckel,
das ist ja mal ein zünftige Steuerung. Finde ich ausgezeichnet das ganze "analog" zu verdrahten. Einige Bauteile sehen auch so aus, als ob sie schon etwas älter sind (ah, sehe gerade, 1954) . Ich mag solche technischen Artikel mit Charme. Und wenn die dann noch in Betrieb sind ist das wirklich exzellent (und mega nachhaltig). Wirklich toll!

Ich möchte noch so einiges mehr steuern - z.b. die Zirkulationspumpe, Gartenbewässerung..., daher habe ich mich für den Computer entschieden. Heute Nacht gab es dann einen kleinen Schock: Ich schaute nochmal kurz nach und erhielt diese Werte

Programm Standby an, Bedingung Kollektor 7°C über Speicher nicht erfüllt 2020-03-14 23:15:57.540535
Kollektor: 14 °C Speicher: 45 °C Temp. Vorlauf: 16 °C Flow: 0 l/min

Programm Standby an, Bedingung Kollektor 7°C über Speicher nicht erfüllt 2020-03-14 23:16:16.608119
Kollektor: 466 °C Speicher: 655 °C Temp. Vorlauf: 1 °C Flow: -4 l/min

Kam mir doch etwas spanisch vor, dass der Speicher 655°C hat ; )

Nun ja, ein Netzteil hat sich verabschiedet, nichts großes Gott sei dank.

Bei mir ist die Logik nicht ganz anders. Zentrale Steuerung ist die Kollektortemp. vs. Speichertemp. Ersteres muss 6 Grad über Speicher liegen, dann geht es los und läuft mind. 20 Min. Dann gilt 2°C Tempdelta als Bedingung (Das ist halt nicht der Durchschnitt, da es "Temperatursenken" gibt). Ist das alles nicht erfüllt dann geht es wieder zurück in den Standby, also wenn die Kollektortemperatur 6°C über Speicher liegt beginnt das Spiel von vorne. Und da kann ich auch keine Wartezeit einplanen, da die Röhren flott auf 80°C hochgehen (wenn die Sonne kommt) und ab 100°C habe ich dann mein Chance verpasst. Ich würde denken das kann auch 10 x am Tag stattfinden - je nachdem. Ist ja auch nicht furchtbar, aber es zu minimieren wäre trotzdem gut. Wenn die Anlage erst mal auf Temperatur ist läuft sie eigentlich recht gut durch. Ich zwacke dann recht wenig Energie ab (die Speicherpumpe läuft dann ca. 1/4 der Zeit auf 20%).

Unser Speicher ist ein druckloser Rotexspeicher mit Wärmpumpe und das WW wird per Trinkwasserhygienewellrohr gezapft (https://de.rotex-heating.com/heizsysteme/waermepumpe/luft-wasser-waermepumpe/hpsu-compact.html). Da liegt die Temp. zwischen 43°C und 48°C.

Deine Überlegungen zur Steuerung kann ich gut nachvollziehen und sehe ich ebenso, nur gibt es noch nicht so recht eine Lösung. Ich werde mich da mal per try and error ran arbeiten.

"Flachkollektoren haben aber auch andere Eigenschaften als Röhren. Sie liefern den höchsten Energieertrag, wenn die Differenz von Vorlauftemp. zu Umgebungstemp. möglichst klein ist. Bis etwa 40K Differenz soll der Ertrag (W/m²) des FK über dem des RK liegen. " -> Demnach liege ich mit den Röhrenkollektoren wohl nicht ganz falsch - zumindest wenn es kühl draußen ist.


@Wastl: Stimmt, wäre hydraulisch bestimmt sinnvoll, bezüglich Aufbau und Wartung natürlich nicht so ganz - je nach den örtlichen Gegebenheit wie du schon schreibst.

Hier noch der "Hydraulikplan" haha und der Schaltplan Link
Viele Grüße und einen schönen Sonntag
Axel

Verfasser:
Hallenmeister
Zeit: 15.03.2020 12:29:34
0
2930828
...kurzer Nachtrag. Die Digitalsensoren sind nichts, es läuft alles über die guten alten Analogsensoren. Und der analoge Wiedereinschaltschutz hat nicht so 100% funktioniert. Ich habe noch einen 110°C Schalter am Kollektor eingebaut, der soll dann als Backup das schlimmste verhindern.

Verfasser:
Hallenmeister
Zeit: 15.03.2020 17:39:59
0
2930936
Ich bins nochmal, denn irgendwie habe ich doch meinen Hauptpunkt vernachlässigt. " ... Ich zwacke dann recht wenig Energie ab (die Speicherpumpe läuft dann ca. 1/4 der Zeit auf 20%)." Das ist die Situation - ich nenne sie mal getaktet, bei schwacher solarer Energie. Das habe ich schon recht gut raus. Wenn das Temp.delta größer wird (ab 6°C) verkürzen sich die Pause-Zyklen. Um so höher, um so stärker. Ich habe das Gefühl, dass ich möglichst dicht mit der Kollektortemperatur an der Speichertemperatur "dran sein sollte", um einen guten Ertrag zu erzielen.

Ich denke ab einer bestimmten solaren Energie kann dann die Speicherpumpe durchlaufen, dann kann ich noch die prozentuale Leistung hoch regeln: Ganz grob Temp.delta proportional zur Pumpenleistung. Und hier sehe ich ein Verhältnis bzw. einen Faktor, den es zu ermitteln gilt. Bei z.B. Temp.delta 10°C = 20%, Tempdelta 20°C = 60%. Leistung.

Nach einer Stunde habe ich es nun raus: (Temp.delta - 5 ) * 4 = Leistung in Prozent.

Sowohl der "Offset" (die -5), aber vor allem der Faktor (4) müssten getestet werden.

Ist das so sinnvoll, oder bin ich da völlig auf dem Holzweg?

Verfasser:
der wastl
Zeit: 15.03.2020 19:21:28
0
2930970
so wie der Rücklauf vom PWT in den Speicher "oben" rein geht brauchst Du mind. Solltemperatur bevor der Speicher geladen werden kann. Du könntst den inneren Kreis auch "eimern" lassen und außen versuchen Solltemp. zu fahren.
Dieses ganzen Takten - ist das gut für die Pumpen und Schütze? Ich finde das Takten also riskant - habe aber mit Deiner Hardware keine Erfahrung und halte besser den Mund!

Verfasser:
Blechdeckel
Zeit: 15.03.2020 19:47:26
0
2930983
Hallo Wastl,

schön, dass Du hier dabei bist!
Ja, das was Du oben bezüglich des DB-Gefäßes auf dem Dachboden gefragt hast, funktioniert wohl genau so.
Im Zustand der entleerten Kollektoren ist der DB-Behälter auf dem Dachboden gefüllt, also auch die Leitungen vom Keller bis unters Dach. Das muss berücksichtigt werden, wenn die Leitungen außerhalb der thermischen Gebäudehülle verlaufen oder der Dachboden nicht frostfrei ist. Und man sollte abwägenen, ob das typische Plätschern im Betrieb als störend empfunden werden könnte.
Die Pumpe hat dann nur noch die 2m zu überwinden, bis zum höchsten Punkt am Kollektor. Ventil im Keller passt auch.
Da die Leitungen immer voll sind, kann das DBG auch kleiner ausfallen, da dieses Volumen darin nicht aufgenommen werden muss. Allerdings muss er immer noch groß genug sein, um als MAG-Ersatz dienen zu können, da brauchts dann kein separates mehr.
Wenn der Überdruck im Sicherheitsfall abgeblasen werden muss, würde bei Unterbringung im Keller Wasser verloren gehen; wenn das Ü- Ventil unterm Dach ist, auf der DBG- Seite, kommt (fast) nur Dampf heraus. In beiden Fällen müsste nachgetankt werden, entweder Wasser oder Luft.
Wichtig ist auch die Zugänglichkeit des DBG, um den Wasserstand im Blick behalten zu können. Ein Manometer kann oben oder unten montiert werden.
Nicht ganz so einfach ist das Füllen der Anlage, entweder ist man zu zweit auf Zuruf, oder man nimmt einen Eimer Wasser mit nach oben und eine Luftpumpe für den Überdruck. Aber das macht man eigentlich nur einmal.
Ich lese mich nun weiter nach unten durch und gehe dann auf die anderen Punkte ein.

Viele Grüße, Blechdeckel.

Verfasser:
Blechdeckel
Zeit: 15.03.2020 21:20:07
0
2931017
Hallo Axel,

Danke für Deine guten Worte :-)

Bezüglich des häufigen Anlaufens: stelle die Zeit der Abschaltbedingung doch einmal höher, z.B. auf eine Stunde. Dann sollte sich die Anzahl der Starts doch schon auf 1/3 reduzieren. Der Preis dafür, dass die kleine Pumpe länger läuft, ist ja nicht sehr hoch, aber die Anlage läuft länger durch.
Hat Dein Speicher 300 oder 500l? Mit Trinkwasserwellrohr brauchst Du bei dem kleinen Volumen eine relativ hohe Temperatur im ganzen Speicher, d.h. nahe der Zapftemperatur.

Wichtig: wird Dein warmes Trinkwasser von einem Thermostaten mit Kaltwasser auf die max. Temperatur heruntergemischt? Sonst besteht Verbrühungsgefahr!

Mir kommt beim Betrachten Deines Hydraulikschemas ein verwegener Gedanke:
Du könntest ja auch den PWT zur FriWa umbauen und das Wellrohr als Solar-WT nutzen...

Schade, dass Dein analoger Wiederanlaufschutz so nicht funktioniert; ich fand die Lösung ganz elegant. Aber ehrlich, ich würde dem auch nicht ganz trauen. Gut finde ich, dass Du den Temp. Schalter eingebaut hast, er dient der Sicherheit auf jeden Fall. Deswegen habe ich ja auch keine PTs in den Kollektoren, sondern Temperaturschalter. Du solltest den 110°C Schalter aber gegen einen 90°C austauschen oder ergänzen und hättest dann einen "noch analogeren" Wiederanlaufschutz. Denn Dein Anlagendruck ist bei 110°C wahrscheinlich schon über alle Berge.
Bau' Dir auch einen Druckschalter ein, dann hast Du hier mehr Sicherheit. Aber nicht auf der Druckseite der Pumpe...
Den PT1000 würde ich softwaremäßig abfragen auf Plausibilität, dann hast Du schon eine Redundanz.
Hast Du eigentlich auch einen Anlaufschutz für Temperaturen unter 10°C, falls ein Sensor ausfällt?

Ah, und noch etwas: Du vergleichst Kollektortemperatur und Speichertemperatur?
Vergleiche doch mal die Wassertemperatur im DBG mit dem Speicher.
Die Anlage läuft dann wahrscheinlich ruhiger.

Als Startbedingung wäre ein Strahlungssensor besser. Kann Dir mal eine Anleitung dazu hochladen. Für den Anfang kannst Du auch mit einer Zeitschaltuhr Deine Anlage starten und durchlaufen lassen, gerade dann, wenn Du den optimalen Betriebspunkt der Speicherpumpe ermitteln willst. Oder einfach von Hand einschalten, wenn die Sonne scheint. Das haben wir beides anfangs so lange gemacht, bis es uns genervt hat und der Sonnensensor endlich auf dem Dach war.

Wastl gibt einen guten Hinweis bezüglich Deiner Speichereinspeisung oben.
Ich würde damit versuchsweise weiter hinunter gehen, mit einem verlängerten Rohr oder so, dass Du in einer kühleren Region einspeisen kannst. Aber wahrscheinlich ist Dein Puffer im Normalfall eh fast durchgewärmt?
Das "Eimern" machst Du ja schon so, erst wenn der Solarkreis wieder warm genug ist, läuft bei Dir die Speicherpumpe. Die darf ruhig takten; im Idealfall ist sie Drehzahlgeregelt und könnte dann fast durchlaufen. Das Takten könntest Du noch beeinflussen durch das Wasservolumen im Kollektorkreis. Mehr Wasser = weniger Taktung, oder? Wieviel Liter hast Du eingefüllt?

Viele Grüße von der warmen Ofenbank, die ich heute mit dem Solarüberschuss aufgeladen habe,
der Blechdeckel

Verfasser:
Hallenmeister
Zeit: 16.03.2020 10:42:34
0
2931133
Danke für all die Anregungen. Es ist der 500l Speicher, der zwischen "oben" und "unten" oft so 10°C Unterschied hat, daher könnte man damit schon die "Einspeisetemperatur" etwas senken, wenn man tiefer einspeist. Aber ich bin mir unsicher, ob ich das will. Ich müsste tatsächlich mit einem Rohr in eine tiefer Region, da es sonst keine Einspeisepunkte gibt.
Und ja, ich habe die maximal mögliche Menge an Wasser - so 25 - 30 Liter im gesamtem System - eingefüllt. Das gleicht natürlich schon etwas aus.
Ach ja, die FriWa-Idee ginge bestimmt, aber ob das irgendwie einen Vorteil bring steht mal auf einem anderen Blatt. Seid gegrüßt

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