Ihre Cookie-Einstellungen
Diese Webseite verwendet Cookies. Mit einem Klick auf "Zustimmen" akzeptieren Sie die Verwendung der Cookies. Die Daten, die durch die Cookies entstehen, werden für nicht personalisierte Analysen genutzt. Weitere Informationen finden Sie in den Einstellungen sowie in unseren Datenschutzhinweisen. Sie können die Verwendung von Cookies jederzeit über Ihre anpassen. Ihre Zustimmung können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen.

Ihre Cookie-Einstellungen

Um Ihnen eine optimale Funktion der Webseite zu bieten, setzen wir Cookies ein. Das sind kleine Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden. Dazu zählen Cookies für den Betrieb und die Optimierung der Seite. Hier können Sie auswählen, welche Cookies Sie zulassen:
Erforderliche Cookies
Diese Cookies sind notwendig, damit Sie durch die Seiten navigieren und wesentliche Funktionen nutzen können. Dies umschließt die Reichweitenmessung durch INFOnline (IVW-Prüfung), die für den Betrieb des HaustechnikDialogs unerlässlich ist. Wir benutzen Analysecookies, um die Zahl der individuellen Besucher auf Basis anonymer und pseudonymer Informationen zu ermitteln. Ein unmittelbarer Rückschluss auf eine Person ist dabei nicht möglich.
Optionale analytische Cookies
Diese Cookies helfen uns, das Nutzungsverhalten besser zu verstehen.Sie ermöglichen die Erhebung von Nutzungs- und Erkennungsmöglichkeiten durch Erst- oder Drittanbieter, in so genannten pseudonymen Nutzungsprofilen. Wir benutzen beispielsweise Analysecookies, um die Zahl der individuellen Besucher einer Webseite oder eines Dienstes zu ermitteln oder um andere Statistiken im Hinblick auf den Betrieb unserer Webseite zu erheben, als auch das Nutzerverhalten auf Basis anonymer und pseudonymer Informationen zu analysieren, wie Besucher mit der Webseite interagieren. Ein unmittelbarer Rückschluss auf eine Person ist dabei nicht möglich.

Alle
Foren
Vorausschauende Kesselsteuerung, warum nicht erhältlich?
Verfasser:
HAL 9000b
Zeit: 18.01.2021 12:02:16
0
3090983
Hallo Gemeinde
Ich habe hier ein neues 3 Familienhaus von 2016 mit Heizkessel und Kombispeicher für Heizungswärme und Warmwasser, und ärgere mich darüber, dass ich den Speicher immer stark überhöhen muss, um unvorhergesehenen Wärmebedarf ab zu sichern (mehre Personen Badewanne gleichzeitig).

Die Überhöhung des Speichers ist auch nötig, weil das Startsignal zum Wärmeproduzieren von einem Fühler im Wärmespeicher gegeben wird.
Dieser reagiert zwangsläufig stark verzögert und indirekt zu volllaufenden Badewannen oder plötzlich aufgedrehten Radiatoren im Haus.
Dazu addiert sich dann nochmals die Verzögerung des Kessels beim Zünden.
Mein Pellet Kessel braucht zB zwischen 10-25 Min, um von Null bzw ab Startsignal auf erkennbare Leistung am Speicher zu kommen.

Da die Wohnungen der Liegenschaft mit digital verbundenen (BUS) Verbrauchsmesser/Wärmezähler ausgestattet sind (WW Zähler, Heizungszähler), stelle ich mir die Frage, warum diese Verbrauchsmesser nicht direkt mit der Heizungssteuerung Kommunizieren können.
Der Wärmezähler kann doch innert Minute feststellen, dass in einer Wohnung eine Badewanne (200L) voll gelaufen ist und hat auch sonst im Blick, was im momentan an Wärme gebraucht wird.
Wenn auf der Basis ein Startsignal an den Kessel aus geht, könnte die Reaktionszeit massiv verkürzt werden, was wiederum erlauben die Überhöhung des Speichers (Wärmereserve) deutlich zu reduzieren.

Warum gibt es bei namhaften Heizungsbauer keine Heizungssteuerung, oder zum Mindestens eine Schnittstelle, die die aktuellen Werte der Wärmezähler mit berücksichtigen?
Hal

Verfasser:
passra
Zeit: 18.01.2021 12:10:27
1
3090991
Musst du halt die Verkopplung von Pelleter und Wasserspeicher auflösen, eine UVR mit den passenden Erweiterungen einbauen, die Zähler damit auslesen und dann eine Logik programmieren, die das gewünschte umsetzt.

Da es hier zig Standards, Schnittstellenprotokolle und Anforderungen gibt, wir das nie ein Kesselsteuerungshersteller machen, zu teuer, zu aufwendig und dann trotzdem in 95% der Fälle wieder nicht passend.

Außerdem sprechen die Zähler über den Bus ja schon mit jemanden, ob man sich da einfach mit einem Drittpordukt draufhängen kann, wäre auch zu klären.

Da ist dann Eigenprojektierung gefragt...oder eine Firma beauftragen, die ihr Geld mit sowas (Haustechniksteuerungen) verdient...

Verfasser:
HAL 9000b
Zeit: 18.01.2021 12:22:12
0
3090999
Ganz so negativ bin ich da nicht :-)

Ein Kesselhersteller könnte ja bestehende Wärmezähler mit dem eigenen proprietären Protokoll herstellen lassen. So teuer sind digitale Wärmezähler ja nicht mehr, selbst wenn der Preis sich verdoppelt.
Der Bauher hat damit ja auch den doppelten Nutzen:
Er bekommt Wärmezähler, die er in vielen Fällen sowieso einbauen muss, und dazu noch die Efizienzsteigerung der Heizung, weil die Wärmezähler mit der Heizung Kommunizieren.

Hal

Verfasser:
passra
Zeit: 18.01.2021 12:34:58
1
3091010
Zitat von HAL 9000b Beitrag anzeigen
Ein Kesselhersteller könnte ja bestehende Wärmezähler mit dem eigenen proprietären Protokoll herstellen lassen

Genau, damit man dann das Zeug wieder nur mit genau EINEM Produkt auslesen kann und sich auf ewig und 3 Tage an genau DIESEN Hersteller bindet.
Gott sei Dank fährt da der Zug mittlerweile in die andere Richtung mit standardisierten Protokollen und Bussystemen. Selbst da ist die Vielfalt noch schwierig genug.

Verfasser:
borgplasma
Zeit: 18.01.2021 12:59:00
4
3091035
Oder du versetzt deine Fühler am Puffer etwas tiefer, so dass diese "früher" melden, wenn Wärme vom Wärmeerzeuger benötigt wird. Damit kannst du auch schon was kompensieren ....

Muss ja nicht alles gleich hyperkompliziert sein ...

Verfasser:
Karl Napf
Zeit: 18.01.2021 13:04:39
3
3091042
Ich glaube du hast da nicht erfüllbare Erwartungen, denn die Regelung müsste nicht vorausschauend sondern hellseherische Fähigkeiten haben.

Bei den Raumregelungen kann das nur funktionieren wenn ein Zeitablauf irgendwo hinterlegt ist so das die Regelung im voraus weiss z.B. in 30 Minuten gibts in x Räumen ne Sollwertänderung und kann dann ausrechnen oder abschätzen wieviel Leistungsüberschuss im Puffer dafür taugen könnte oder vorhanden sein sollte.

Beim Warmwasser ists noch blöder. Gibt der Nutzer kein Signal (am besten : in 15 Minuten will ich baden !) woher soll die Anlage wissen dass *jetzt* nicht blos das Waschbecken kurz genutzt wird, einer duscht oder grade die Wanne einläuft.
Ohne *Anmeldung* geht das nur über die Entnahmezeit, heisst wird länger als 8 bis 10 Minuten am Stück gezapft ----> Badwanne ! ---> *Alarmstart* :-)

Dann kommts noch drauf an wieviel Puffer fürs WW vorhanden ist, sprich wo sitzt der Fühler. Sitzt er ziemlich tief im Speicher kriegst viele Brauchwasseranforderungen.
Sitzt er ziemlich hoch wird der Speicher bei erhöhtem Bedarf überfahren.

Grade Verzugszeiten beim Wärmeerzeuger von 15 Minuten und größer sind dann nur über eine entsprechende Pufferüberhöhung abdeckbar. Denn die vorausschauendste Regelung kann nur den Überschuss minimieren aber eben keine Energie erzeugen wenn Bedarf die vorhandene Speichermenge überschreitet.

Das ist so ähnlich wie beim Klopapier und den Coronahamstern .... wenns am Nachschub zur richtigen Zeit klemmt und die Lagervorräte knäpplich vorgesehen sind .... dann wirds eng. Wenn Regal leer .... guckst du nur :-).

Verfasser:
kloetzer
Zeit: 18.01.2021 13:21:42
0
3091059
Kombispeicher ist die einfachste Lösung.
Da muss man Kompromisse bei der Leistung und Komfort machen.

Drehzahlgeregelte Pumpen, Frischwassersation, Schichtung im Speicher gibt viel mehr Warmasser für die Badewannen her.
Hab auch einen Kunden mit riesigem Whirpool.

Warmwasser ist auch sofort verfügbar, wenn Kessel auf 50° kommt.
schicht

Verfasser:
HAL 9000b
Zeit: 18.01.2021 14:07:03
1
3091114
Frischwassersation werden hier in der Schweiz von Sanitär- und Planer mehrheitlich abgelehnt, ob aus Vorwärz- oder Rückwärts gerichtetem Denken, weiss ich nicht, aber das Thema möchte ich hier gerne aus lagern...

Bezüglich meiner beschriebenen Situation ist es so, dass es am efizientesten wäre, die WW blasse um 50c zu halten und den Rest des Speichers (unterhalb der WW Blase), der für die Radiatoren zuständig ist, nur ein paar Grad über die geforderte Temperatur der Heizkurve.
Je schneller der Kessel auf Wärmebedarf anspringt, je weniger Reserve (50c plus Reserve) muss eingeplant werden.
Das Umplazieren der Temperatursensoren ist bei einem Kombispeicher auch nicht so einfach, da für die WW Blasse nur eine Position vorgesehen ist. Das Versetzendes WW Sensors unterhalb der Blase ist dann auch heikel...

Es geht mir auch nicht darum, dass die Steuerung vorausschauend agiert, im Sinn von Zukunft, was in der Tat schwierig ist, sondern darum der Zeit Lag zwischen Verbrauch an der Zapfstelle und Anspringen des Kessels zu verkleinern.

Die Heizungssteuerung, die weiss wieviel „Wärme“ im Kombispeicher enthalten ist, kann dann von Minute zu Minute berechnen, ob es Sinn macht den Kessel zu zünden (oder runter zu fahren).
So muss nicht erst gewartet werden, bis der Sensor im Kombispeicher eine definierte Temperatur unterschreiten, dann der Kessel gezündet wird und nach weiteren 20 Minuten erst wieder WW produziert wird.

Beispiel: in Wohnung A wird die Badewanne voll gemacht. Innerhalb von 6-8 Minuten fliessen 180-200Liter aus der Kombispeicher Blasse.
Nach nach Wärmebestand im Kombispeicher kann die Steuerung nach ca. 3-4 Minuten, berechnen, ob der Kessel mit voller Kraft anspringen soll oder nicht.
Über den Sensor in der WW Blase, dauert das deutlich länger, desweiteren weiss das System dann nicht, mit welcher „Steilheit“ es abkühlt.

Verfasser:
reglerprofi
Zeit: 18.01.2021 16:48:35
0
3091267
Das Stichwort hier wäre wohl "Energiebasierter Regler" statt "Temperaturbasierter Regler", was bedeutet, dass nicht stumpt irgendwelche ungenauen Temperaturen gemessen werden und dann danach auch noch geregelt wird. So etwas ist für mich veraltete Technik, aber leider noch in den meisten Reglern zu finden.

Hier im konkreten Fall wäre ein Weg, den Durchfluss im TWW(Trinkwarmwasser)-Rohr direkt am Speicher zu messen. TWW-Istwert sollte bekannt sein und Kaltwasserzulauf kann man zusätzlich messen. Daraus wird der Energieverlust (hier evtl. auch die "Steilheit") berechnet, man kennt den Energieinhalt des Speichers und kann damit entsprechend zeitnah nachladen. Auch das Öffnen einer Wannenarmatur würde erkennbar sein, wenn die Volumenstrommessung nur fein genug wäre und der Regler dafür eine Mustererkennung hätte. Dann macht man den Temperaturfühler der Speichers "schaltbar", inden man mit Relais und Widerstand den Widerstandswert des Temperaturfühlers "manipuliert". So habe ich bereits vor über 20 Jahren den Wärmebedarf an einem alten Öl-Kessel mit meinem Regler ausgelöst.
Fazit: Man baut sich also einfach selber einen "intelligenten Temperaturfühler".

An alle Skeptiker/Kritiker im Forum:
Warum wir das machen sollten? Weil wir es können!

Die Regeltechnik sollte besser nicht auf dem Stand von vor Jahrzehnten hängen bleiben, nur weil sich große Konzerne möglicherweise gegen Entwicklungen sträuben.

Viele Grüße
Jürgen Beisner

Verfasser:
HAL 9000b
Zeit: 18.01.2021 18:19:36
0
3091363
@reglerprofi: Danke, sehr interessant! :-)

Kann man sowas auch irgend wo halbwegs fertig kaufen oder bei jemand bauen lassen, der das schon mindestens ein mal erfolgreich umgesetzt hat?

Hal

Verfasser:
chieff
Zeit: 18.01.2021 19:34:19
0
3091425
Was soll das denn bitte energetisch bringen?

Wo setzt du da die Kriterien? wie oft willst du den zusätzliche Nonsens reparieren und wieviel Euros würdest du dafür investieren wollen?
Wie oft darf einer deiner Mieter dich rausklingen wegen fehlendem Warmwasser bis du wieder zuückkherst zum heutiger Ausgangslage?

Nehmen wir an, wir bekommen eine Meldung aller Wasserzähler für Warmwasser in den Keller, frei verfügbar zum auslegen...
Ab wann soll der Kessel anlaufen? Ab 50 Liter? ab 100 Liter? oder ab 200 Liter?
Nehmen wir an, die grenze wird bei 50Liter gesetzt.
Soll das dann die absolute Menge sein, oder eine Teilmenge innerhalb eines Zeitfenster? 1h, 3h? Nehmen wir 3h an.
Haben wir also innerhlab von 3h eine Entnahme von 50 Ltr, wird der Kessel gestartet und füllt den Speicher nach. Wird weniger als 49 Liter verbraucht, bleibt er stehen.
Wird innerhlab der nächsten 3h 50 Liter oder mehr verbraucht, startet der Kessel.
Wenn nicht, dann bleibt er weiterhin ungeladen. Ah, merkst du was? nach 6h noch keine Nachladung. Sollten wir doch noch einen Fühler wie bisher mit integrieren?
JA?
ok. Was soll die Regelung mit dem Wert machen? Momentan steht er auf 70°C .
Nachladen? nein, zu hoch.? ok. Warten wiir bis 3h durch sind für die 50 Liter Regel.
Ok. es wurden 47Liter gezapft, Ergo, keine NAchladung. Temperatur liegt noch bei 65!C. ergo bliebt alles stehen. Also weitere 3h warten. Da nacht ist, wurde nichts gezapft. aber die Temperatur ist trotzdem gefallen auf 59°C. Nachladen? Eigentlich nicht. Aber die Temperatur ist zu niedrig. ALso doch nachladen. auf 70°C.
Im nächsten Messfenster werden 80 Liter gezapft. Temperatur fällt auf 60°C. Nachladen aktiviert. ergo 70°C. im nächsten Messfenster werden wieder 90Liter gemessen.Kessel läuft an. Endtemperatur 70!C.
Funktioniert ja wunderbar..... Allerdings wird dich bei der nächsten Wartung irgendjemand erschlagen. 500-1000 Kesselstarts mehr als bisher pro Saison bei gleichen Verbrauch.

Mein Tip, Mehr Sensoren am Speicher einsetzen. Die Kosten nicht die Welt und können je nach Regelung das verhalten Maßgeblich verbessern, ohne irgend einen Steuerungswahnsinn für Tausende von Euros aufzubauen. Dazu die Grenzwerte sauber einstellen und gut ist.

Verfasser:
reglerprofi
Zeit: 18.01.2021 20:11:06
0
3091462
Ich mache so etwas nur für meinen privaten Eigenbedarf, aber für einen Elekronik-Bastler sollte das kein grosses Ding sein. Die Funktionsweise kann man hier ja auch noch detailierter diskutieren.

EDIT:
@chieff
So wie Du schreibst, hast Du meine Vaiante sicherlich schon einmal umgesetzt oder zumindest das Fachwissen dazu.
Hast Du wenigstens gemerkt, dass mein Satz zuvor ironisch gemeint war?

Viele Grüße
Jürgen Beisner

Verfasser:
HAL 9000b
Zeit: 18.01.2021 23:05:14
0
3091639
Zitat von chieff Beitrag anzeigen
(...)
Mein Tip, Mehr Sensoren am Speicher einsetzen. Die Kosten nicht die Welt und können je nach Regelung das verhalten Maßgeblich verbessern,

[...]


Ja, mehr Sensoren ist theoretisch sicher ein sehr guter Ansatz...
Leider haben Wärmespeicher, vorallem Kombispeicher, nur eine festdefinierte Anzahl Sensorenplätze, also abgedichtete Schachtöffnungen ins Innere des Speichers. Natürlich kann man aussen an der Stahlwand Sensoren anbringen, aber was die dann genau angeben, ist auch nicht immer ganz klar...

Dazu kommt, dass die Kesselsteuerungen der üblichen Hersteller auch nur mit einer beschränkten bzw vorgegebenen Anzahl Sensorenwerte arbeitet. Mit zusätzlichen Zwischenwerten kann die Steuerung leider nichts anfangen...

@chieff: Leider verstehe ich deine anderen Argumente und Überlegungen nicht ganz, ausser, dass du die geäusserten Gedanken ablehnst.

Verfasser:
reglerprofi
Zeit: 19.01.2021 10:37:44
1
3091832
Besonders toll finde ich immer "sachkundige" Aussagen, wie: "Das kostet Tausende von Euros". Der gerichtlich bestellte Sachversändige hat bei uns auch etwas in der Art behauptet. Ein passend anpassbarer Regler als "Ersatz" für den Herstellerregler, so dass die zugesagten Eigenschaften der Heizungsanlage erreicht würden, hätte nach seiner Meinung auch über 20.000 Euro kosten sollen. Ob dem klar war, das eine frei programmierbare UVR mit Zubehör für ca. 1.000 Euro zu haben ist? Und das ist dann preisgünstiger als der Herstellerregler mit allem Zubehör! Natürlich wird bei einen frei programmierbaren Regler noch die Programmierung dazu kommen.

Aber zurück zum Thema hier. Was braucht man:
- zwei Temperatursensoren
- einen Durchflußmesser
- "programmierbare Elektronik"
- Elektronik-Kleinkram, wie Relais, Widerstände, Platine, Leitung ...
- einen "Elektronik-Bastler"

Zugegeben, die Kosten sind schwer abzuschätzen, gerade wenn man keinen "Elektronik-Bastler" an der Hand hat. In meinem Anwendungsfall war die "programmierbare Elektronik" mit Temperatursensoren schon da, ein Durchflußmesser nicht notwendig und der Rest lag in der Kramkiste. Die Kosten gingen also gegen NULL.

Die Umsetzung, wenn sie denn richtig gemacht wird, wird auch nicht das "normale" Betriebsverhalten des vorhandenen Reglers beeinträchtigen. Der vorhandene Temperatursensor wird so modifiziert, dass er nur in dem Fall, wo man einen zusätzlichen Bedarf auslösen möchte, die dazu passende Temperatur an den Regler meldet, also z. B.:
- Speichersoll ist 70°C
- Speicherfühler meldet 70°C
- "elektronischer Zusatzfühler" stellt hohe Zapfleistung fest
- "elektronischer Zusatzfühler" schaltet Widerstandswert des Speichfühler auf "50°C"
- Speicherladung beginnt unmittelbar und nicht erst, wenn Speicher < 65°C
Die Programmierung des "elektronischer Zusatzfühlers" muss natürlich, neben den elektronischen Anforderungen, sicherstellen, dass auch eine zum Wärmeerzeuger passende Speicherladung möglich ist. Daher mein Vorschlag mit Durchflußmesser und Energiebilanz des Speichers.

Viele Grüße
Jürgen Beisner

Verfasser:
jogi54
Zeit: 19.01.2021 16:18:24
0
3092117
Hallo Hal,
ich hab mal nen Vorschlag.
Für die UVR16x2 kannst du dir die Software für die Programmierung und sogar einen Simulator kostenfrei herunterladen - die gesamte Doku sowieso. Hardware- oder andere Kosten fallen erstmal nicht an!
Und dann kannst du ja mal üben.

Und wenn ich lesen muss, dass da Thermostaten auf und zu gemacht werden, empfehle ich dir, erstmal mindestens einen hydraulischen, besser jedoch thermischen Abgleich zu machen.

LG jogi

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 19.01.2021 16:32:19
4
3092126
In einem Mietobjekt setzt ein abgeglichener Heizkreis sachkundige oder zumindest einsichtige Mieter voraus, die nicht ständig an ihren TVs herumdrehen und Krach schlagen, wenn bei TV auf Stufe "5" die Heizkörper nicht sofort glühen und genau da fangen die Probleme meist an...

Verfasser:
reglerprofi
Zeit: 19.01.2021 16:32:58
0
3092127
Bei meiner "programmierbare Elektronik" habe ich eigentlich nicht so eine "Kanone" für > 500 Euro gemeint, die ja auch absolut ihre Berechtigung hat, sondern eher in Richtung arduino, also Mikrocontroller für < 50 Euro.

Viele Grüße
Jürgen Beisner

Verfasser:
jogi54
Zeit: 19.01.2021 20:30:41
1
3092361
Zitat von reglerprofi Beitrag anzeigen
Bei meiner "programmierbare Elektronik" habe ich eigentlich nicht so eine "Kanone" für > 500 Euro gemeint, die ja auch absolut ihre Berechtigung hat, sondern eher in Richtung arduino, also Mikrocontroller für < 50 Euro.

Viele Grüße
Jürgen Beisner

Hallo Jürgen,
ich würde mal sagen, eine UVR kann jeder nach lesen der Beschreibungen programmieren, der mit einem Smartphone umgehen kann, ich bezweifle, dass das mit einem Arduino genauso einfach geht.

Zudem soll er doch einfach erstmal ganz ohne Hardware das ausprobieren - dann wird er erkennen, dass seine Wünsche kaum erfüllbar sind. Und als unerfahrener Anfänger werden ihm dann auch kaum die Möglichkeiten bekannt sein, wie man sowas dann doch lösen kann.

LG jogi

Verfasser:
reglerprofi
Zeit: 19.01.2021 21:43:35
1
3092447
Es gibt sicherlich genügend Hobbybastler, die so ein Ding aus der "kalten Hose" heraus zügig hinbringen. Die regelungstechnischen Aspekte kann man hier klären und wer programmieren kann, der wird sich bei einem Mikrocontroller leichter tun als bei einer UVR.

Würdest Du einem Interessenten für eine neue Heizung auch sagen, dass er doch bitte erst einmal umfangreiche Literatur zu Wärmelehre, Heiztechnik, Lüftung und Klimaschutz konsumieren sollte, weil nicht wenige Fachhandwerker nur sehr unzureichend ihre Projekte umsetzen?

Viele Grüße
Jürgen Beisner

Verfasser:
jogi54
Zeit: 20.01.2021 00:58:43
0
3092549
Zitat von reglerprofi Beitrag anzeigen
Es gibt sicherlich genügend Hobbybastler, die so ein Ding aus der "kalten Hose" heraus zügig hinbringen. Die regelungstechnischen Aspekte kann man hier klären und wer programmieren kann, der wird sich bei einem Mikrocontroller leichter tun als bei einer UVR.[...]

Tja Reglerprofi,

ich konnte ein grottenschlecht laufendes UVR Programm (30Takte/Tag eines Gaskessels auf einen 1000l Speicher mit dem Erfolg, dass das Haus <17°C kalt war) innerhalb eines Wochenendes (48h) dank grafischer Programmierung so umprogrammieren, dass der Kessel, wie energetisch möglich und vorgesehen, danach 1- 3 Takte pro Tag (je nach Bedarf bzw AT) lief und wie gewünscht warm war.
Ich kann/konnte (als Rentner vergisst man solches mangels Bedarf gerne) diverse Prozessleitsysteme S5/S7, Teleperm, DP800, Freelance 2000, Procontrol P13 und 14 programmieren.
Da ist eine low-level Programmierung a la Mikrocontroller nicht mehr state of the art. Hätte ich auch im Leben nicht hinbekommen, auch wenn ich früher mal Pascal und was weiß ich alles mal programmieren konnte.
Einer meiner Hauptjobs war jedoch nicht die Programmierung an sich, sondern die Vorgabe der kompletten Steuerung/Regelung/Schutz in Form von Funktionsplänen gemäß VGB für ganze Anlagen (z.B. MVA Weißweiler, 3 straßige Müllverbrennungsanlage).
Nur mal so
LG jogi

Verfasser:
reglerprofi
Zeit: 20.01.2021 19:37:31
1
3093003
Hallo jogi,
ich wollte Dir auch nicht die Komperenz absprechen!
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
Da ist eine low-level Programmierung a la Mikrocontroller nicht mehr state of the art.

Das hatte ich auch nicht mit Mikrocontroller gemeint. Deshalb habe ich auch den arduino als Beispiel dazu geschrieben. Heute wird in den meisten Fällen nicht erst eine Platine entwickelt, ein Mikrocontroller nebst "Zubehör" aufgelötet und dann in Maschinen-Code oder Assembler programmiert. Die Hardware gibt's für schmales Geld schon fertig und die Programmierung erfolgt in Hochsprachen incl. Entwicklungsumgebung und fertigen Bibliotheken für die verschiedensten Problemstellungen.
Vor über 20 Jahre habe ich aus so einem Zeugs und Programmierung in Basic-Light einen Heizungsregler gebastelt, der gegenüber dem Herstellerregler ca. 20% Energie eingespart und viel besseren Komfort gebracht hat. Daten-Logging zum PC hatte der auch noch drauf. Und die paar Blätter Papier mit den wenigen Zeilen Basic-Code konnte man locker in der Hosentasche stecken.
Die UVR ist übrigens auch nur ein Mikrocontroller mit ein bischen Schnick-Schnack drum herum und einer grafischen Programmieroberfläche für den PC.

Viele Grüße
Jürgen Beisner

Verfasser:
jogi54
Zeit: 20.01.2021 21:08:28
0
3093065
Zitat von reglerprofi Beitrag anzeigen
Die UVR ist übrigens auch nur ein Mikrocontroller mit ein bischen Schnick-Schnack drum herum und einer grafischen Programmieroberfläche für den PC.[...]

Hallo Jürgen,
das bischen Schnick-Schnack drum herum und einer grafischen Programmieroberfläche für den PC macht es aber gerade aus.
Bis du an einen Arduino all das zusammengesucht und zusammengebaut hast, was so eine UVR16x2 bietet, bist du wahrscheinlich beim selben Preis. (PWM-TRIAC-, Stell/Regelventil- und Schalt-Ausgänge - PWM-Signal und 0...10V Ausgänge, DL-Bus, Can-Bus, Eingänge mit Volt, mA, Widerstand, Temperatur (weit konfigurierbar), Zähler-, Binäreingang.
Die Funktionsblöcke der neuen Version UVR16x2 bieten jetzt eigentlich alles, was ein Anlagenprogrammierer so braucht. Zwischenzeitlich sind auch die Grundrechenarten implementiert und sogar 3-dimensionale Stützstellenkurven.

Mir ist vor ~8 Jahren der Universalregler meine Gaskessels gestorben, einen Ersatz gab es vom Hersteller nicht mehr.
Ich hatte 30Jahre lang nicht mehr gebastelt hatte und kannte Arduino nur vom Namen nach. Da ich nur an den Wochenenden zu Hause war, musste ich den Reglertausch inkl. Verkabelung an der UVR1611, Programmierung und Inbetriebnahme an einem WE hinbekommen.
OK, die Urprogrammierung hatte ich machen lassen. Die war aber, trotz genauer Beschreibung, total daneben (30Takte/Tag und Haus kalt und WW auch kalt => nach Vorgaben programmiert gab es dann 0 bzw. 1 - 4 Takte/Tag ).
Hier gibt es die Beschreibung
und hier das Ergebnis vom Programmierer und das Ergebnis nach der Umprogrammierung durch mich.

Da war dann mit der Zeit noch einiges an Optimierung zu machen - und ich konnte die UVR1611 und deren Möglichkeiten kennenlernen.

Mit einem nackten Arduino und der Notwendigkeit von Bastellösungen >Schnick-Schnack drum herum< wäre ich maximal gescheitert....

LG jogi

Verfasser:
reglerprofi
Zeit: 20.01.2021 21:31:14
0
3093095
Hallo jogi,
wir reden auch ein bischen aneinander vorbei. Die UVR als programmierbaren Regler für eine komplette Heizungsanlage einzusetzen, ist sicherlich eine sehr gute Idee. Das wird wohl auch mein Weg in der Zukunft. Aber die UVR hat auch Grenzen. Ich habe mich schon tiefer in die Programmierung eingearbeitet.
Für Problemstellungen wie in diesem Thema halte ich die UVR für zu teuer. Für einen "intelligenten Fühler" würde ich eben einen anderen Weg einschlagen, genau so, wie ich "meine" UVR auch mit etwas mehr zusätzlicher Intelligenz ausstatten würde. Das führt hier zu weit vom eigentlichen Thema ab. Meine Anlagenplanung bringe ich ins Forum, wenn ich sie dann auch zeitnah umsetzen kann.

Viele Grüße
Jürgen Beisner

Verfasser:
jogi54
Zeit: 20.01.2021 23:17:31
0
3093165
Zitat von reglerprofi Beitrag anzeigen
Hallo jogi,
wir reden auch ein bischen aneinander vorbei. Die UVR als programmierbaren Regler für eine komplette Heizungsanlage einzusetzen, ist sicherlich eine sehr gute Idee. Das wird wohl auch mein Weg in der Zukunft. Aber die UVR hat auch Grenzen. Ich habe mich schon tiefer in die[...]

Hallo Jürgen,
können wir gerne in meinem threadweiter diskutieren, weil ers da um alles geht, was ich so mache, und dazu gehört jetzt halt auch die UVR16x2.

Wo siehst du Grenzen bei der UVR16x2 ???

Ich sehe Grenzen beim Canbus-Format ( +/- 2^15 Format für kWh) bei Datenübernahme vom Modbus (6Byte Format) bei Energiezählerwerten. Denke, das gibt nen work arround: Wertänderung abfragen und jeweils einen Impuls ausgeben und dann auf einen Zählerbaustein schalten (statt z.B. eines S0 Impulses). Bei max. 4kW Heizleistung und einer Auflösung von 0,1 kWh gibt es max 40 Impulse/h - so what ??? Der Datenlogger ist da dann im Wertebereich wohl nicht mehr begrenzt.

LG jogi

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 20.01.2021 23:24:52
0
3093167
Dann müsst ihr halt auf eine SPS gehen....

Mehr ne s7 1200 hat Dank Profinet Eingänge ohne Ende... Im Dachgeschoss sitzt eine Wago als IO Extender (pt1000 ist Wago billiger) und auch der Wechselrichter mit eigenem Protokoll ist per tcp abgefragt

Für normale Programmierung gibt es KOP.... Also grafischen Stromlaufplan und für kompliziertere Sachen ein Pascal Derivat.

HMI entweder Original oder aus dem Zubehör....oder integrierter Webserver.


Aber ardurino..... Ne ne.... Lass mal.... Das nehme ich für kleine nette Basteleien xber keine Heizungssteuerung

Aktuelle Forenbeiträge
macgyver73 schrieb: Leider hat der TE keine wichtigen Informationen nachgereicht... Wie...
S211 schrieb: Hallo wir haben ca 20 Anlagen mit Außenaufstellung der Marke...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
 
Hersteller von Tanks und Behältern aus
Kunststoff und Stahl
Website-Statistik