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Schlechte Warmwasserqualität im Haushalt
Verfasser:
Nina Breyer
Zeit: 08.11.2002 13:56:29
0
4194
Hallo an alle,
Ich habe ein Problem mit der Warmwasserqualität in meinem Haus: es riecht äußerst unangenehm (nach Moder und Fäulnis), obwohl eine Chlorung vorgenommen worden ist, eine Trinkwasserprobe genommen wurde (ohne Befund auf Legionellen, Escherichia coli, Schimmelpilze und- sporen etc.), und sogar das Ausdehnungsgefäß meiner Heizungsanlage auf diese Bakterien und Keime hin untersucht worden ist und zusätzlich das Wasser zwischenzeitlich bis auf 80°C erhitzt worden war. Mein Heizungsbauer hat mittlerweile resigniert, doch ich möchte nicht auf Dauer mit stinkendem Wasser duschen.
Für einen Tipp oder eine Idee, wie das Problem zu lösen ist, wär ich echt dankbar!

Verfasser:
Udo Rostek
Zeit: 09.11.2002 07:11:36
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4195
In den letzten Wochen sind zu diesem Thema zig Beiträge hier im Forum geschrieben worden.
Haben Sie schlechte Kunststoffleitungen ?
Das Kaltwasser, Trinkwasser genannt, stinkt nicht ?
Udo Rostek

Verfasser:
Tino Winkler
Zeit: 09.11.2002 08:41:35
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4196
Guten Tag Frau Breyer,
der von Ihnen beschriebene Geruch stammt aus Stoffwechselprodukten von Bakterien.
Diese Bakterien sind in Ihrem Warmwasser auch nachweisbar, man muß sie nur finden !
Lassen Sie doch mal vom Installateur eine "Kupferprobeleitung" vom Speicher bis an eine Zapfstelle aus Wicu-Rohr, ohne zwischendurch installierte Fittings legen.
Testen Sie diese Leitung, ob da auch Gerüche entstehen.
Falls ja, ist der Speicher der Verursacher....
Viel Erfolg
Tino Winkler

Verfasser:
JBellmann
Zeit: 09.11.2002 20:59:53
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4197
Hallo,
unklar ist mir im Beitrag von Frau Breyer, warum ihr Heizungsmensch, ich zitiere: das Ausdehnungsgefäß meiner Heizung untersucht hat.
Heizung und Warmwasserbereitung sind zwei in sich geschlossene Systeme. Und wenn dieses nicht mehr so wäre, durch Undichtigkeit, würde sich Brauchwasser (Ww) mit Heizungswasser mischen.
Da aber die Brauchwasserleitung einen höheren Druck hat als der Betriebsdruck der Heizung wäre dieses am Manometer erkennbar bzw das Überdruckventil der Heizung
würde öffnen.
Wie würde ich bei meiner Anlage zwecks Prüfung vorgehen:
Kaltwasserentnahme /Wasser i.Ordnung ?
Manometer/Überdruckventil Heizung /zeigt normal ?
Absperrventil an Wasseruhr sperren und jetzt sowohl an tiefster Entnahmestelle des Hauses (Paterre) Kalt und Ww-Leitung öffnen. Sollten die zwei in sich geschlossenen Kreise undicht sein, würde mit der Zeit aus der Ww-Entnahmestelle meist schmutziges häufig übel richendes Heizungswasser drücken, natürlich nicht in dem üblichen starken Warmwasserstrahl, logisch.
Weiterhin könnte ich auf dem Manometer der Heizung den Betriebdruck absinken sehen.
Wäre es so, ist die jetzt teure Ursache gefunden.
Test bestanden also weiter:
Warmwasserentnahmestelle am Speicher demontieren, die Leitung abdichten.
An die Entnahmestelle am Speicher eine kurze feste (CU)Verbindung montieren auf der anderen Seite einen Wasserhahn.
Hier kann ich nun Warmwasser zwecks Kontrolle direkt aus dem Speicher entnehmen.
Würde an dieser Stelle die Qualität des Ww nicht stimmen, würde ich den Speicher spülen, demontieren, je nach vorhandener Möglichkeit.
Mit welchen Zusätzen spülen, könnte ein anderes Thema sein.

Sollte auch an bezeichneter Stelle die Warmwasserqualität in Ordnung sein, so bliebe als Ursache noch die zu den Zapfstellen führenden Leitungen. Die Antwort des Warum kenne ich nicht.
Jedoch ließen sich die Leitung über die bereits demontierte Leitung am Speicher mittels Pumpe (die zum Abdrücken verwendet wird) und Zusätzen im Wasser reinigen und spülen.

Die geschilderte Vorgehensweise um die Ursache festzustellen, wäre keinesfalls zeit- oder kostenaufwendig (außer genannter ev. Undichtigkeit).

Frau Breyer kann für sich die Fragen beantworten, ob sie als Brauchwasser z.B. eigenes Brunnenwasser verwendet, dass möglicherweise erst bei Erhitzung Gerüche freisetzt, aus welchem Material ihre Brauchwasserleitungen sind und natürlich auch wie alt der Speicher ist.

Mich würde der Forgang sehr interessieren.

MfG
JBellmann





Verfasser:
JBellmann
Zeit: 09.11.2002 22:54:38
0
4198
Nachtrag

Ich habe mir die Beiträge Rubrum: Stinkendes Wasser durch Metallverbundrohre v. 27.11.2001 und davor

durchgelesen. Wenn Frau Breyer diese Beiträge auch vielleicht nicht gelesen hat. So hätten derartige
Vorkommnisse ihrem Heizungsmenschen bekannt sein müssen. Auch wenn er kein Internetanschluss hat.

Und auch er hätte erkannt, was für Rohre dort verlegt sind. So hoffe ich zur Ehrenrettung des Handwerkers, dass dort keine Metallverbundrohre verlegt sind.

Zu Metallverbundrohre fand ich, u.a.
--rasche einfache Montage
--dauerhafte dichte Verbindung

--hygenisch + toxikologisch unbedenklich !!

Zum Letzteren könnte man nach den angef.Beiträgen
hinzufügen, aber -siehe Rubrum-

und handwerkliche Fähigkeiten sind vermutlich auch out.

JBellmann






Verfasser:
Udo Rostek
Zeit: 10.11.2002 08:27:21
0
4199
Frau Breyer,

aus welchem Material bestehen Ihre Warmwasserleitungen ? Hat Ihre Warmwasserleitung ein Ausdehnungsgefäß und wenn ja, welches ?
Welchen Warmwasserspeicher (Material, Aufbau usw.)haben Sie ?
Für eine einigermaßen stimmige Ferndiagnose müssten wenigstens diese Daten vorliegen ansonsten bleiben die fachlich guten Antwort mehr eine Spekulation, wenn auch auf der Basis von Erfahrung mit ähnlichen Vorkommnissen.
Stinkiges Warmwasser stinkt nach Bakterien ...

MfG Udo Rostek

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