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Wilo AF-22 / Niveausensor bzw. Füllstandssensor defekt?
Verfasser:
Technixx
Zeit: 07.02.2009 14:37:33
0
1055568
Seit einiger Zeit bekomme ich am Steuergerät die Meldung, dass der Niveausensor ein Problem hat. Die Anlage läuft seitdem auch im Trinkwasserbetrieb. Im Handbuch steht hierzu, dass er defekt ist oder gesäubert werden muss. Habe dann bei Wilo angerufen und auch zunächst einen kooperativen Techniker gesprochen. Er meinte, ich solle am Steuergerät prüfen ob Spannung anliegt und den Sensor in heißes Wasser zur Reinigung legen. 24V Spannung liegen an. Die "Reinigung" hatte allerdings nichts gebracht.
Dies hatte ich dann mitgeteilt. Ich sollte dann noch die genaue Typ- und Art.Nr der Anlage durchgeben, man würde sich dann melden. Nichts passiert. Habe dann einen anderen Mitarbeiter erreicht. Der wollte sich dann auch darum kümmern und mir mitteilen, was ein Ersatzteil kostet und wie es mit der Lieferzeit aussieht. Er meinte dann auch, dass man vorsorglich auch gleich das Steuergerät austauschen solle. Dies liegt nun auch schon 4 Wochen zurück und keine Antwort.

Der Niveausensor 0....5 mWs hat die Art.Nr. 2513349.

Hat jemand dieses Problem auch schon gehabt? Der erste Techniker sagte mir dass der Sensor selbst eigentlich selten kaputt geht. Habe ich bei der Reinigung was falsch gemacht?

Kann man messen, ob der Sensor defekt ist?

Wo kann man sich den oben genannten oder einen vergleichbaren Niveausensor kaufen? Kennt jemand Quellen im Internet?

Würde mich über Tipps sehr freuen.

Verfasser:
Technixx
Zeit: 29.01.2010 16:56:20
0
1300579
Scheinbar war der Füllstandssensor doch defekt. Habe mir dann einen neuen gekauft (wurde von meinem Händler direkt bei Wilo bestellt). 159,- €. Der Austausch ist ja unkompliziert. Falsch machen kann man dabei nichts.

Nach 6 Wochen hatte ich allerdings wieder die gleiche Fehlermeldung. Anruf bei meinem Händler mit der Bitte um Garantieaustausch. Überraschenderweise kam dann ein Anruf von Wilo so nach dem Motto: so ein Sensor geht eigentlich nie kaputt. Sie müssten vorbeikommen, um sich das anzuschauen. Habe dem dann zugestimmt und allerdings gesagt, dass ich nicht bereit wäre für diesen Einsatz zu bezahlen, da ich von einem Garantiefall ausgehe und es mir eigentlich reicht, wenn sie mir den Sensor austauschen. Nein - er will vorbeikommen. Also Termin vereinbart. Der Wilo-Servicetechniker hat dann den Sensor gemessen und meinte er sei tatsächlich kaputt. Da diese eigentlich ja nie kaputt gehen, müsste das Steuergerät schuld sein, zudem müsste man an der Anlage noch einen Kondensator austauschen. Ob er das gleich alles erledigen soll? Geschätzte Kosten 800 € (Sensor + Steuergerät + Kondensator tauschen). Ich habe zunächst abgelehnt und darauf bestanden, dass mir der Sensor getauscht wird, da ich davon ausging, dass ein Materialfehler vorlag. Nach einigem hin und her tauschte er aus und verwies natürlich darauf, dass Wilo das technisch überprüft und ggfls. eine Nachforderung stellt. Bis heute habe ich nichts von denen gehört. Allerdings hat mein Händler der mir den Sensor verkaufte Post von Wilo mit einer Rechnung für den Zeitaufwand des Serviceeinsatzes bekommen. Da muss man sich schon wundern!?

Die Geschichte geht noch weiter!

Den neuen Sensor also angeschlossen und alles funktionierte wieder prächtig. Nach 8 Wochen wieder genau das gleiche Problem. War ziemlich frustriert und habe den Sensor abgeklemmt, aus der Zisterne geholt und erst mal im Trockenen gelagert. Traute mich nicht bei Wilo anzurufen. Die hätten sicher triumphiert.
Nach 2 Wochen hatte ich Zeit mich wieder darum zu kümmern, schließe den Sensor an und sieheda es funktioniert wieder - ohne dass etwas geändert wurde. Also wieder rein in die Zisterne. 2 Tage funktioniert auch alles, dann wieder die Störungsmeldung.

Ich hätte nun 2 Fragen:
1) Kann sich das Phänomen jemand erklären, oder hat jemand ähnliche Probleme?
2) Habe eigentlich die Nase voll von diesem Sensor. Gibt es nicht einen robusteren Weg mit einem Schwimmerschalter o.ä. Es ist nur so, dass das Steuergerät einen Steuerstrom von 4-20mA erwartet, der quasi den Füllstand der Zisterne angibt. Mit welcher Lösung läßt sich so etwas realisieren?

Auf meine ersten Eintrag hat leider niemand geantwortet. Würde mich wirklich sehr über jeden Tipp freuen. Danke schon mal.

Verfasser:
salü
Zeit: 29.01.2010 18:02:38
0
1300628
Hallo

Ihre Anlage kenne ich nicht, aber die Probleme mit den Sensoren schon etwas.
Im Prinzip bildet sich eine dünne Schicht am unteren Teil des Sensors.
Ich denke, dies Problem wird sich bei Ihnen bis zur Änderung Ihrer Wasserqualität nicht ändern.
Versuchen Sie um dies zu umgehen, bei Wilo auf einen versteckten Mangel der Anlage hinzuweisen. Die kennen offensichtlich das Problem mit der Verschmutzung, deshalb auch der Hinweis mit warmem Wasser zu reinigen.

Persönlich würde ich lieber einen mechanisch elektrischen Schwimmer einsetzen.

Stellen Sie sich vor das Teil läuft ohne Ende voll durch. Ist auch möglich.

Diese Sensoren sind schlicht zu empfindlich. Dies ist meine Meinung

Salü

Verfasser:
Technixx
Zeit: 01.02.2010 17:05:48
0
1303035
Hallo Salü und vielen Dank für die schnelle Antwort.

Ich versuche das nochmal mit dem Reinigen. Die Qualität des Wassers würde ich als Standard bezeichnen. Was allerdings sein kann sind Ablagerungen am Zisternenboden. Das muss ich prüfen.

Wilo bzw. deren Servicetechniker behauptet ja, dass das Steuergerät defekt wäre und dadurch die Sensoren zerstört würden. Auf der anderen Seite bekam ich bei deren Hotline die Aussage, dass diese Sensoren eigentlich nie kaputt gehen würden. Seltsam, seltsam.

Das mit dem mechanisch elektrischem Schwimmer hört sich recht unkompliziert an. Was würden Sie hier empfehlen? Aber das muss ja dann auch ein Teil sein, das dem Steuergerät eine Spannung liefert, da diese sonst davon ausgeht, dass die Zisterne leer ist, bzw. wieder einen Sensorfehler anzeigt.

Schon mal danke für eine Antwort im voraus.

Verfasser:
salü
Zeit: 01.02.2010 17:57:22
0
1303065
Hallo

da würde ich auf jeden Fall den Hersteller ansprechen, welche Lösung welche mechanisch elektrische Lösung er anbietet. Sonst wird er immer bei Ausfall der Steuerung auf Ihren Eigenbau verweisen. Also den Vorschlag zur Lösung des Problems von Wilo anfordern. Im Internet Googeln gibt es ja einige Hinweise auf Probleme mit den Sensoren. Also werden Sie mit Sicherheit weiterdenken und Lösungen anbieten können. Hoffe ich ?

Ich habe schon Pumpstationen gesehen, welche sich aufgrund von Sensoren Schaltungen mit Rohrleitungen bis zu DN 300 teilzerlegt haben. Dauerlauf und Trockenlauf.
( Die Elektroden sind ja so modern als diese alten mechanischen elektrischen Schaltern. Leider verschmutzen Sie leicht und dann ist es vorbei ).

Wenn ich es richtig angelesen habe, hat Wilo ja einen Schutz zur Verhinderung genau dieses Zustandes Dauerlauf in Ihrer Steuerung eingebaut. ? Weil ein Dauerlauf führt über lang oder kurz zum Ausfall / Zerstörung der Pumpen

Salü

Verfasser:
rewalux
Zeit: 02.02.2010 11:36:01
0
1303663
@ salü,
wenn man die Anlage nicht kennt, sollte man auch keine Ratschläge erteilen, die dann sehr falsch sein können und den Ratsuchenden auf einen falschen Weg führen!

Mit einem "mechanisch elektrischen Schwimmer" kann man keinen Füllstand messen, deshalb ist dieser Hinweis schlichtweg Blödsinn.

@Technixx,
leider hat Wilo - die keine Regenwasserfachhleute sind und Komponenten für ihre Regenwasseranlagen fremd zukaufen - im Laufe der Zeit bei der AF-22 diverse Sensoren mit unterschiedlichen Messsystemen verwendet.

Hier ein paar Fragen zur Analyse: Hat der Sensor einen Koaxialstecker als Anschluss an das Steuergerät?

Wie sieht der Sensor aus?
Doppelkabel im Wasser (kapazitive Messung) oder eine längliche Dose am Kabelende im Wasser (Druckmessung)?

Verfasser:
salü
Zeit: 03.02.2010 09:09:51
0
1304397
Hallo

es wird ein Niveau Sensor IP 68 Messbereich 0 -1 mWS mit 4-20 mA sein.
Also eine Elektrode. Dies ist auch der Grund mit der Empfehlung von Wilo zur Reinigung. Vermutlich wird nur ein Impuls gegeben Zeitgesteuert.

Gehen Sie auf die Seite von Wilo.ch dort finden Sie Ihn und brauchen nicht fragen,
ob da in dem durchströmten Behälter eine Glocke oder Glocke mit Membrane hängt.


Salü

Verfasser:
rewalux
Zeit: 03.02.2010 12:22:29
0
1304600
@ salü,
in jeder Bedienungsanleitung von Wilo steht: "Niveau Sensor IP 68 Messbereich 0 -1 mWS mit 4-20 mA".

Geliefert wurden aber sowohl Kapazitive Sensoren, wie auch Drucksensoren!

Soweit Theorie und Praxis!

Verfasser:
rewalux
Zeit: 03.02.2010 12:25:26
0
1304604
Nachtrag salü,
"Vermutlich wird nur ein Impuls gegeben Zeitgesteuert."

Beide Sensoren geben keinen Impuls zur Zeitsteuerung, sonder zwischen 4 mA - 20 mA stromverbrauch ab, um damit die Füllstandshöhe zu ermitteln.

Soviel zum Fachwissen!

Verfasser:
Technixx
Zeit: 12.02.2010 15:52:08
0
1312587
Vielen Dank für die vielen Beiträge.

@revalux
Hier ein paar Fragen zur Analyse:
Hat der Sensor einen Koaxialstecker als Anschluss an das Steuergerät?
Antwort: Nein. 2-adriges Kabel + dünner Schlauch (ich glaube hiermit wird der Druck der Athmosphäre gemessen)

Wie sieht der Sensor aus?
Doppelkabel im Wasser (kapazitive Messung) oder eine längliche Dose am Kabelende im Wasser (Druckmessung)?
Antwort: längliche Dose. Ich schätze ca. 10 cm lang und 2 cm im Durchmesser. Kann ich aber noch im Detail nachreichen.

Kann es sein, dass so ein Sensor durch das Steuergerät zerstört wird? Der erste Sensor hielt ja fast 10 Jahre. Der hatte auch noch eine völlig andere Bauform. Seit dem neuen Modell habe ich damit Probleme und seitdem will ja Wilo nicht nur den Sensor sondern gleich auch das Steuergerät austauschen. Das gab mir halt zu denken. Passen vielleicht Steuergerät und neuer Sensor nicht zusammen?

Vielen Dank für weitere Informationen.

Verfasser:
rewalux
Zeit: 14.02.2010 13:36:55
0
1313947
Hallo Technixx,
nach der Beschreibung handelt es sich um einen Druckmess-Sensor.
Dieser Sensor ist vom Prinzip wie folgt aufgebaut: Innerhalb der "Dose" befindet sich eine Membrane, die je nach anstehender Wassersäule auf einen Druckumformer presst und dadurch einen Stromfluss von 4 mA - 20 mA, je nach Wasserstand, an die Steuerung meldet.

Die Besonderheit bei diesen Drucksensoren ist, dass sie einen Druckausgleich benötigen, der durch den dünnen Schlauch erfolgt und sich immer oberhalb der Wasseroberfläche befinden muss (keine Druckmessung der Athmosphäre).
Ist dieser Druckausgleich gestört, (z.B. Quetschung, Verschmutzung oder Wassereinbruch im Druckausgleichsschlauch) kann es in der Messdose zu einem Vakuum und zu Fehlfunktionen kommen. Ebenso kann Wassereinbruch in der Messdose oder ein Schaden an der Druckmembrane zu Fehlern führen.

Zu prüfen ist, ob die Steuerung 12 V oder 24 V an den Sensor gibt (Spannung am Sensoranschluss/-eingang messen) und ob der Sensor dazu passt. Ansonsten kann man den Sensor einzeln mit 12 V beschicken und den Stromfluss bei unterschiedlichen Eintauchtiefen messen, ob er zwischen 4 mA und 20 mA beträgt.

Mit diesen Tests kann man eingrenzen, ob ein Fehler im Sensor liegt oder an der Steuerung, anstelle nur auszutauschen.(neuer Sensor = Gewährleistung!)

In der Regel kann eine Steuerung keinen Drucksensor zerstören, falls nicht wesentlich zu hohe Spannung von der Steuerung abgegeben wird.
mfG
Detlev Steinle

Verfasser:
Rene Streubel
Zeit: 03.05.2010 14:17:16
0
1357286
Hallo!
Ich habe eine AF11 Comfort MC304 und bei mir ist auch der Drucksensor defekt.
Ich habe zum Test einen 3,3kOhm Widerstand an die Steuerung anstatt des Drucksensors angeschlossen und sie zeigt ca. 1,35m Füllstand an.
Somit lässt sich ausschließen dass die Steuerung defekt ist.

Bei Messung der Spannung ergaben sich bei mir 27,6V. Das hat mich etwas erschreckt, denn auf dem Drucksensor steht eine maximale Spannung von 28V. Somit könnten Spannungsspitzen, die mein Multimeter nicht erfasst über der maximal zulässigen Spannung des Sensors liegen.

Bei 3,3kOhm ergeben sich bei bei einer Spannung von 27,6V etwa 8,4mA. Dies würde dann bei dem Messbereich von 0..5m (4..20mA) eine Höhe von 1,37 ergeben. Was ja auch angezeigt wurde.
[Berechnung: Höhe=(8,4mA-4mA)*5m/(20mA-4mA)]

Nun bin ich mir nicht sicher, ob ich den Drucksensor austausche? Vielleicht ist ja auch nur die Spannung zu hoch. Bzw. würde die hohe Spannung den nächsten Sensor wieder zerstören.

Meine Idee wäre, einen Widersand zu dem Drucksensor in Reihe zu Schalten. Über diesen würde dann etwas Spannung abfallen und somit die Spannung am Drucksensor niedriger sein. Man könnte hier einen 250 Ohm Widerstand nehmen. Über diesen würden dann bei vollem Strom (20mA) ca. 5 Volt abfallen. Da der Drucksensor einen Bereich von 12V-28V abdeckt, müsste dieser noch funktionieren. Theoretisch könnte man auch noch höher gehen. Bei mir wird die Zisternesowieso nur max. 2m voll.

Wie ging denn die Sache aus? Läuft Dein RainSystem wieder?

Verfasser:
Technixx
Zeit: 30.06.2010 18:58:44
0
1380646
Hallo!

Ich hab in der Zwischenzeit einige der Tipps probiert. Letztendlich war der Effekt immer der, dass mir das Steuergerät nach dem Aus- und wieder Anschalten erst einen Füllstand von z.B. 80% angab, was nachgemessen auch hinkam. Allerdings schaukelte sich die Angabe immer weiter hoch und irgendwann (bei 120%) meldet das Gerät dass das Niveau überschritten wäre und schaltete dann auch wieder in Trinkwasser-Betrieb um.

Ich habe dann mal den Sensor aus der Zisterne genommen, ihn direkt an das Steuergerät angeschlossen und ihn in einen Eimer Wasser gelegt. Und siehe da, ich habe 80% Füllstand - konstant. Das ist mir zwar ein Rätsel, aber ich lasse es zunächst so. Ich überprüfe halt öfters mal den Füllstand der Zisterne auf konventionelle Art. Kürzlich lief die Zisterne leer, ohne dass ich das sofort bemerkte. Allerdings hat die Pumpe eine Sicherheitsfunktion, so dass diese sofort auf Störung ging. Ich habe dann manuell auf Trinkwasser umgestellt. Die Pumpe nahm beim Trockenlauf wohl keinen Schaden.

Kommentar zu Wilo:
Irgendwas funktioniert halt immer noch nicht richtig. Allerdings verzichte ich darauf dies bei Wilo zu reklamieren. Bei der letzten Aktion, das hatte ich ja schon geschildert, wollten die gleich das Steuergerät + Sensor austauschen - und das natürlich gegen Bezahlung inkl. des Dienstleistungsaufwandes. Da ich aber auf einen Garantieaustausch nur des Sensors bestand (und deren Techniker hat ja angeblich auch festgestellt, dass der alte defekt war), zog der Techniker frustriert wieder ab. Den Garantieaustauch musste ich damals über einen Wilo-Vertriebspartner veranlassen. Hier arbeitete sogar neuerdings ein Bekannter von mir. Anstatt dass mir ein neuer Sensor im Austausch geliefert wurde rief ein Servicetechniker von Wilo an und meinte er müsse das vor Ort austauschen. Ich sagte ihm, dass ich das nicht für notwendig erachte, da ich es mir zutraue ein 2-adriges Kabel zu wechseln. Er bestand aber darauf. Ich sagte ihm hier schon und auch bevor er dann frustriert wieder abzog, dass das für mich ein Garantieaustausch ist und ich nichts dafür bezahlen werde. Eine Woche später erfahre ich dann von meinem Bekannten, dass Wilo an seine Firma eine Rechnung über den Einsatz geschickt hat. Es war mir sehr peinlich, dass diese Firma, die mir geholfen haben einen Austauschsensor zu besorgen, dann auch noch Stress bekam.
Also, so gut manche Wilo-Produkte auch sein mögen - ich werde kein Wilo-Produkt mehr kaufen.

Danke an alle, die mit ihren Beiträgen helfen wollten.

Verfasser:
FB2003
Zeit: 02.07.2010 08:29:36
0
1381150
Ich hatte mal Probleme mit einer solchen Anlage, da war dann der Reed-Kontakt zu überbrücken, genaueres muss ich mal nachschlagen, ob ich noch Unterlagen habe - Kostet nichts und hilft 100%

Grüße!

Verfasser:
Peter Reckers
Zeit: 06.07.2010 14:31:07
0
1382581
Meide ca. 12 Jahre alte Regenwasseranlage AF-22 pumpt kein Zisternenwasser mehr. Ich habe deshalb zunächst auf den normalen Wasserkreislauf umgeschaltet.
Die WILO-Pumpe ist ok, aber das Umschalten haut nicht mehr hin.

Ich weiß, doofe Frage: Woran kann das liegen? Manche "Experten" tippen auf die Steuereinheit, manche auf den "Fühler" in der Zisterne.

Danke für Tipps!

Verfasser:
Technixx
Zeit: 04.12.2010 14:53:00
0
1450428
Hallo!

Nach längerer Ruhe mit meinem Wassereimer-Eperiment bekomme ich nun wieder Fehler 4.04 Fehler am Füllstandssensor, obwohl in der Anzeige ein Füllstandsniveau von 16% angezeigt wird!?
Der Sensor scheint ok zu sein. Das habe ich mit dem Tipp oben getestet.
Da ich eigentlich den Füllstand meiner Zisterne gut im Blick habe, würde ich gerne das Wilo-System dauerhaft auf Regenwasser einstellen. Das geht aber nicht? Ich kann nur Automatik einstellen und dann bekomme ich sofort wieder den Fehler angezeigt und es wird auf Trinkwasser umgestellt. Das man das nicht fest auf Regenwasser einstellen kann verstehe ich nicht.
Dann werde ich wohl mal den Tipp mit dem Widerstand (siehe Beitrag oben) testen. Den muss ich mir allerdings erst noch beschaffen. Wenn also jemand noch einen Tipp hat, wäre ich sehr dankbar.

Viele Grüße

Verfasser:
rewalux
Zeit: 04.12.2010 17:06:14
0
1450493
Wenn man am Sensoranschluss des Gerätes den Plus- und Minusanschluss überbrückt (Kurzschluss), simuliert man 100% Stromfluss am Sensor und damit 100% Füllstand.

Verfasser:
Hugostolz
Zeit: 04.12.2010 18:39:44
0
1450564
Hallo,
ich habe genau die selbe Konstellation wie Technixx (AF22 mit Drucksensor 5mWs, 5-20mA, 2-adrig + Schlauch) mit exakt dem selben Fehleraufkommen (nach 9 Jahren Fehlermeldung zum Sensor, Sensor raus und wieder rein, Fehler weg, kurz danach wieder da, 80% Füllstandsmeldung mit Aufschaukeln des Messwertes auf ca. 120% mit anschließender Fehlermeldung).
Habe zwischenzeitlich mit Widerstand 3,3KOhm halbe Füllstandshöhe (1m) simuliert, damit die Anlage betriebsfähig bleibt.
Jetzt weis ich natürlich ohne hinzusehen nicht, wann die Anlage leer ist (außer ich höre zufällig das Frischwasser in die AF22 rauschen).
Darum habe ich den Sensor wieder angeschlossen und die Konfiguration der AF22 geändert: die maximale Füllstandshöhe ist bei mir 2m. Die habe ich in der Konfiguration auf 3m erhöht. Damit stimmt jetzt zwar der angezeigte prozentuale Messwert nicht mehr, aber ich habe einen (wenn auch sehr ungenauen) Anhaltspunkt, wann die Zisterne langsam leerer wird.

Übrigens: ich will nicht sagen, dass der Tipp mit dem Kurzschluss des Sensoranschlusses nicht stimmt. Aber macht der Sensor bei 5mWs wirklich Kurzschluss? Könnte ja sein, dass ein Restwiderstand bleibt (und sein muss). Deshalb würde ich, wenn es nicht zum Abgleich o. ä. unabdingbar ist, lieber die 3,3KOhm oder anderen Zwischenwert hier einsetzen. Denn im Grunde ist es ja egal, welcher Wert statisch angezeigt wird.

Es wäre schön, wenn jemand weitere Erfahrungen mitteilen könnte (oder vielleicht die Lösung des Problems).

Gruß Hugo

Verfasser:
rewalux
Zeit: 04.12.2010 19:48:26
0
1450606
Die Sensoren haben eine kapazitive Messung mit mA.

Verfasser:
Technixx
Zeit: 06.12.2010 18:36:39
0
1451746
Ich habe einen 3,9kOhm Widerstand eingesetzt und habe nun 18% Füllstand. Den echten Füllstand habe ich gut im Blick.

Was ich immer noch nicht verstehe - was ist denn nun an der Anlage defekt? Das Steuergerät wohl nicht. Es liegen 27V an und durch den Widerstand wird ja der Sensor simuliert. Der Sensor auch nicht, das habe ich gemessen. Ziemlich mysteriös.

Ich möchte allen für die guten Tipps hier im Forum danken.

Hätte ich den Wilo-Service kommen lassen, wäre das sicher ein teurer Spaß geworden. Die wollten ja das Steuergerät gleich tauschen.
Wie mir der Service-Techniker sagte und das las ich auch hier im Forum, ist ein weiterer Schwachpunkt des Systems der Kondensator in der Pumpe. Also bis demnächst!

Verfasser:
Hugostolz
Zeit: 06.12.2010 20:49:01
0
1451875
Wenn ich demnächst so zu Weihnachten etwas mehr Zeit habe, werde ich ein Poti statt des Fixwiderstandes einbauen und einen Füllstand von etwas über 80% simulieren. Gleichzeitig sollte die Spannung an den Kontakten stabil bleiben. Bin gespannt, ob sich die Anzeige anschließend wieder selbständig nach oben schraubt. Wenn nicht, so sollte das Steuergerät o.k. sein. Mich macht nur unsicher, dass mit dem neuen Sensor von Technixx nach kurzer Zeit auch wieder der selbe Fehler auftrat. Ist da sicher kein Schmutz oder Wasser von oben in den Schlauch gelaufen? Vielleicht hat Technixx ja vorher schon Zeit und Lust zu probieren? Dann bin ich natürlich auf das Ergebnis gespannt!

Verfasser:
hilftnix
Zeit: 10.01.2011 18:29:04
0
1471700
Der Sensor sollte nach der EBA eingebaut werden, dann funktioniert der einwandfrei. Das Teil ist etwas empfindlich was Schläge anbelangt, ansonsten aber zuverlässig. Die Zuleitung enthält ein Kapillarrohr, das den Druckausgleich gewährleistet. Ist das nicht offen, durch Feuchtigkeit(Abzweigdose in der Zisterne), abgeknickt oder durch Kabelbinder gequetscht, durch Ratten angefressen, findet der Ausgleich nicht statt und die Füllstandshöhe steigt ständig an. Der Sensor/RCE kann nur bis 5m messen, deshalb zeigt das RCE dann Störung "Füllstandsensor". Das erklärt auch, warum der Sensor im ausgebauten Zustand funktioniert. Die Leitung kann auch nicht beliebig verlängert werden. Die richtige Polung am Anschluß muß beachtet werden. Der Sensor muß auch nur gereinigt werden, falls der auf dem Zisternenboden liegt(sollte 25cm vom Boden weg hängen) und die Zisterne stark verschmutzt ist. Einfaches Abspülen reicht!!! Ab 10cm sollte das Sediment dann auch entfernt werden. Dass das RCE den Sensor zerstört kann nicht sein. Was vorkommen kann, ist Überspannung durch Blitzschlag. Dann geht aber nichts mehr. Messen kann man natürlich mit einem geeigneten Messgerät die 4-20mA.
Ich hoffe, der Rat für den Kurzschluß wurde nicht befolgt. Für einen kurzfristigen RW-Betrieb, einfach den Stecker vom Magnetventil abziehen! Dann kann kein TW mehr entnommen werden. Durch das RCE ist die Pumpe vor Schäden durch Trockenlauf bei leerer Zisterne geschützt. Falls das längere Zeit beibehalten werden sollte, muß der TW-Behälter entleert und der Schlauch zum Magnetventil verschlossen werden. Das TW-Trinkwasser- würde zu stinken anfangen.
Viel Erfolg

Verfasser:
Hugostolz
Zeit: 12.01.2011 13:56:26
0
1472760
Hallo Hilftnix,

danke für Deinen fundierten Beitrag.
Kannst Du (oder auch jemand anderes) sagen, wie ich denn das Kapillarröhrchen von evtl. Verunreinigungen befreien kann?
Sollte Wasser eingedrungen sein (in meinem Fall gut möglich), so wird es sich schon wegen der Kapillarwirkung wahrscheinlich bis in den Sensor ziehen.
Kann das Kabel mit dem Kapillarröhrchen am Sensor demontiert/ ersetzt werden? Ich habe noch einen langen Rest übrig.


Gruß Hugo

Verfasser:
hilftnix
Zeit: 18.01.2011 19:36:55
0
1476384
Das Anschlußkabel ist mit dem Sensor vergossen und kann deshalb nicht ausgetauscht werden. Das Kapillarrohr ist zu dünn, um da was zu machen. Ich würde das Kabel vom Schaltgerät her 1m kürzen, wieder anschließen und Testen. Geht nichts, solange immer ein Stück abschneiden, bis das übrige Kabel nicht mehr reicht. Geht dann immer noch nichts, bleibt nur den Sensor zu tauschen. Beim Abschneiden das Kapillarrohr schräg anschneiden, damit die Öffnung gewährleistet ist.
Viel Erfolg

Verfasser:
Hugostolz
Zeit: 04.04.2011 19:13:14
0
1517430
Achtung, sehr elektronisch:
bei den angenehmeren Temperaturen habe ich mich jetzt mal wieder um die Regenwasseranlage gekümmert. Günstigerweise war es mir möglich mit einem mobilen Oszi ein paar Daten aufzunehmen:
1. die Spannung am Niveausensor beträgt 25V und hat eine Wechselspannung von 1,6V! beaufschlagt. Wenn es sich nicht um ein besonderes Messverfahren handelt, darf das meiner Ansicht nach nicht sein!
2. Daraufhin habe ich die Versorgungsspannung gleich nach dem Gleichrichter (also am ersten 100µF-Elko) gemessen: 26,5V mit 1,7V Wechselanteil. Auch das ist mir ein viel zu hoher Wechselanteil.
3. 100µ-Elko ersetzt. Geringfügig geringerer Wechselanteil, aber mit 1,5V immer noch zu hoch.
4. probehalber 220µ eingesetzt: Welligkeit ist jetzt fast weg, aber: trotzdem die Versorgungsspannung jetzt einigermaßen "sauber" ist, hat die Spannung am Sensor immer noch die hohe Welligkeit.

Nun frage ich mich natürlich, ob das Absicht ist. Es gibt natürlich für Otto- Normal keinen Schaltplan für die Steuerung, so dass man sich kein richtiges Bild machen kann. Rückwärts aus dem Layout einen zu erstellen, ist extrem schwierig, da doppelseitige Platine mit SMDs.

Wenn ich in den Sensor polrichtig messe, so habe ich 131kOhm (viel zu hoch). Trotzdem zeigt die AF22 nach einigen Minuten Sensoralarm einen (überprüften) richtigen Wert an (z. Zt. ca 15%). Wenn sich die Anlage füllt, treten aber wieder Probleme auf (aufschaukel bis 120% plus anschließendem Alarm). Ich vermute mittlerweile wirklich einen Doppelfehler. Vielleicht kann der Sensor durch die Wechselspannung auf Dauer zerstört werden. Das würde auch die Probleme von Technixx erklären.

Hat jemand noch eine Idee?

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Wilo AF-22 / Niveausensor bzw. Füllstandssensor defekt?
Verfasser:
Hugostolz
Zeit: 04.04.2011 19:13:14
0
1517430
Achtung, sehr elektronisch:
bei den angenehmeren Temperaturen habe ich mich jetzt mal wieder um die Regenwasseranlage gekümmert. Günstigerweise war es mir möglich mit einem mobilen Oszi ein paar Daten aufzunehmen:
1. die Spannung am Niveausensor beträgt 25V und hat eine Wechselspannung von 1,6V! beaufschlagt. Wenn es sich nicht um ein besonderes Messverfahren handelt, darf das meiner Ansicht nach nicht sein!
2. Daraufhin habe ich die Versorgungsspannung gleich nach dem Gleichrichter (also am ersten 100µF-Elko) gemessen: 26,5V mit 1,7V Wechselanteil. Auch das ist mir ein viel zu hoher Wechselanteil.
3. 100µ-Elko ersetzt. Geringfügig geringerer Wechselanteil, aber mit 1,5V immer noch zu hoch.
4. probehalber 220µ eingesetzt: Welligkeit ist jetzt fast weg, aber: trotzdem die Versorgungsspannung jetzt einigermaßen "sauber" ist, hat die Spannung am Sensor immer noch die hohe Welligkeit.

Nun frage ich mich natürlich, ob das Absicht ist. Es gibt natürlich für Otto- Normal keinen Schaltplan für die Steuerung, so dass man sich kein richtiges Bild machen kann. Rückwärts aus dem Layout einen zu erstellen, ist extrem schwierig, da doppelseitige Platine mit SMDs.

Wenn ich in den Sensor polrichtig messe, so habe ich 131kOhm (viel zu hoch). Trotzdem zeigt die AF22 nach einigen Minuten Sensoralarm einen (überprüften) richtigen Wert an (z. Zt. ca 15%). Wenn sich die Anlage füllt, treten aber wieder Probleme auf (aufschaukel bis 120% plus anschließendem Alarm). Ich vermute mittlerweile wirklich einen Doppelfehler. Vielleicht kann der Sensor durch die Wechselspannung auf Dauer zerstört werden. Das würde auch die Probleme von Technixx erklären.

Hat jemand noch eine Idee?
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