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Perimeterdämmung an unebener Wand
Verfasser:
winni 2
Zeit: 01.09.2011 19:53:41
0
1575900
Hallo,

ich bräuchte eine Idee, wie ich eine sehr unebene, gegossene Beton-Keller-
wand mit einer Perimeterdämmung versehen kann?

Die Wand ist zum Teil eben, z.T. gibt es größere Bereiche,
die vielleicht mehr als 5 cm vorstehen.
Abstemmen wäre eine Heidenarbeit....

Meine Idee wäre, Perimeterplatten mit Nut und Feder als eine
Art Schalung davor zu stellen, und den Hohlraum mit Perlite-
schüttung auszufüllen.
Gefällt mir nicht so richtig, weil da könnte ja auch mal
Wasser in die Perliteebene laufen.


Die betroffene Kellerwand ist Teil eines offenen Treppenhauses, das
ein optimistischer Architekt in den Zeiten des billigen Öls ohne
Dämmung ausführte.

Grüsse

winni

Verfasser:
LordCong
Zeit: 01.09.2011 20:34:43
0
1575919
Ein ähnliches Problem hatte ein Bekannter von mir auch, die Kellerwand glich einer Berglandschaft.

Laut baubegleitenden Architekt müsste die Perimeterdämmung aber an der Wand anliegen, sonst würde die zerdrückt. Also haben die eine Schalung gestellt und die Wand "geradegegossen" und dann die Dämmung angebracht.

Verfasser:
Sickboy123
Zeit: 01.09.2011 22:12:31
0
1575950
Wie wärs mit Betonspachtel die Wand zu begradigen ?

Verfasser:
Bernd S
Zeit: 01.09.2011 23:04:55
0
1575960
Hallo Winni

um die Unebenheiten am Fundament auszugleichen haben wir die größten Vorsprünge und Nasen abgebrochen und anschließend die Perimeterdämmung davor gestellt. In den Bereichen, die zum Ankleben geeignet waren wurde die Perimeterdämmung ans Fundament geklebt und mit Dübeln befestigt. Plattenstöße und vorhandene Fugen wurden ebenfalls verklebt. Beim Anfüllen der Grube vor der Drainagematte wurden gleichzeitig die Lücken zwischen Dämmung und Fundament/Mauerwerk reihenweise mit Beton ausgegossen.

Wie groß sind die Unebenheiten und die gesammte Fläche?

Grüße
Bernd S

Verfasser:
Jojo_
Zeit: 02.09.2011 08:05:51
0
1575980
Hallo,

ich könnte mir durchaus vorstellen, dass man ohne Begradigen das ganze dämmen kann. Man müsste sich mal schlau fragen, wie weich Perimeterplatten überhaupt sein dürfen. Unterm Strich denke ich, dass die Platten durch den Erddruck so fest an die Wand gedrückt werden, dass sie sich den Unebenheiten anpassen. Wenn irgendwo nur kleine spitze Bereiche hervorstehen, so würde ich diese Abschlagen, da die ansonsten ggf. durch die Platten durchstossen. Wenn es eher wellenförmige Unebenheiten sind, so denke ich, dass moderat dicke Platten sich denen anpassen.

Das ist zumindest die Erfahrung, die wir beim Kellerdämmen gesammelt haben.

Grüße,

Jojo_

Verfasser:
RoBIM
Zeit: 02.09.2011 10:20:55
0
1576021
Zitat von Jojo_ Beitrag anzeigen
Unterm Strich denke ich, dass die Platten durch den Erddruck so fest an die Wand gedrückt werden, dass sie sich den Unebenheiten anpassen.


Selbst bei einer sehr geringen Dämmstärke ist das keine gute Idee, bei Unebenheiten bis zu 5 cm! Zudem ist es bei einer so unebenen Wand unmöglich die Platten fachgerecht auf dem Untergrund zu verkleben ( Verdübelungen bei vorhandener Wandabdichtung sind ein No-go!) Eine Verklebung ist in jedem Fall erforderlich.

Die Idee mit dem Vorstellen einer Schalung und dem Ausbetonieren ergibt am Ende das professionellste Ergebnis.

Mit ist keine Perliteschüttung bekannt, die für diesen Anwendungsfall eine Zulassung besitzt.

Wenn mit zeitweilig aufstauendem Sickerwasser zu rechnen wäre, würde eine durch Hohlräume mögliche Hinterströmung die Dämmwirkung minimieren/aufheben.

Gruss
Frank F.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 02.09.2011 11:39:49
0
1576056
Dank an alle für die Anregungen!

Das Aufstellen einer Schalung und anschließendes
Vergiessen mit Beton scheint mir auch die
professionellste Lösung oder das vergiessen
hinter der Perimeterplatte.

Da es sich aber um einen Bereich von nur ca.
7 m2 handelt, werde ich, trotz fehlender
Zulassung wohl bei der Perlite-Idee
bleiben.
Das ist vom Handling wesentlich einfacher,
da der Bereich für Bagger oder Betonmisch-
fahrzeuge nicht anfahrbar ist und ich die
Sache in Eigenleistung bearbeite.

Der Bereich ist maximal erdfeucht und
Sickerwasser wird wohl nicht auftreten.
Vielleicht lege ich noch eine Perimeterplatte
im oberen Bereich schräg ein, um Oberflächen-
wasser vom Haus weg zu führen.
(In Art einer Frostschürze)

Grüsse

winni

Verfasser:
Rohrmuffel
Zeit: 02.09.2011 11:52:17
0
1576059
wenn du die wannd verfüllst, kannst doch immer schritt für schritt die hohlräume mit feinen sand füllen. die dämmwirkung vom styrodor bleibt dabei ja erhalten. dann brauchst keine teures zeug kaufen.
eventuell musst du deine abdichtung vor beschädigung schützen. das ist das eigentliche problem.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 02.09.2011 12:22:32
0
1576068
Zitat von Rohrmuffel Beitrag anzeigen
wenn du die wannd verfüllst, kannst doch immer schritt für schritt die hohlräume mit feinen sand füllen. die dämmwirkung vom styrodor bleibt dabei ja erhalten. dann brauchst keine teures zeug kaufen.
eventuell musst du deine abdichtung vor beschädigung schützen. das ist das eigentliche[...]


Stimmt, mit Sand ging das eigentlich viel preiswerter.
Manchmal denkt man(n) zu kompliziert..

Für die Dämmwirkung könnte man die Perimeterplatten
entsprechend dicker wählen.

Ich hatte die Schüttung aber eben schon bestellt, da mein
örtlicher Baustoffhändler die nicht vorrätig hatte.
Mal sehen, ob ich die wieder abbestelle?

Abdichtung ist kein Problem, weil es keine gibt. :-)
(weiße Wanne)

Danke und Gruss

winni

Verfasser:
clevertherm
Zeit: 02.09.2011 13:41:50
0
1576095
Moin!

Vor dem gleichen Prblem stand ich vor drei Monaten auch. Nur ging es nicht um eine unebene Betonwand sondern ein Fundament aus Grantitblöcken. "Das" ist wirklich uneben.
So habe ich es gemacht:
Die Dämmplatten wurden eine Nummer dicker als berechnet eingekauft. Bei der Montage wurde jede einzelne Platte von Hand entsprechend den Unebenheiten exakt ausgehöhlt. Bei kleineren "Löchern" ging das mit dem Messer (Kratzen bzw. Schaben und NICHT scheiden); bei größeren "Löchern" wurde mit einem Winkelschreifer mit extrem grober Scheibe (Widia-bestückte Beton-Schruppscheibe) vorgearbeitet.
Die Befestigung erfolgte mittels Bitumen-Dickbeschichtung (Remmers 2K). Keine Dübel....

Das war natürlich eine Sauarbeit, die man nur einmal im Leben auf sich nimmt. :-)

Im Ergebnis ist die Wand eben und gut isoliert.

In deinem Fall dürften die Unebenheiten "relativ gerade" sein und man könnte die Platten evtl. auch mit einem Plattenschneider (= heißer Draht) vorbereiten.

viele Grüße
Arnt

Verfasser:
R.B.
Zeit: 02.09.2011 14:01:18
0
1576104
Bei 5cm verwendet man ein Montagesystem für WDVS. Google liefert Hersteller und Details dazu.

Gruß
Ralf

Verfasser:
Sickboy123
Zeit: 02.09.2011 14:19:27
0
1576115
Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
Bei 5cm verwendet man ein Montagesystem für WDVS. Google liefert Hersteller und Details dazu.

Gruß
Ralf


welches dann auch für Erddruck ea ggf. eo (Verdichtungserddruck) zugelassen ist?

Ich hatte die 5cm überlesen, dann würde ich auch zu Franks Methode tendieren, aber die Schale sollte dann konstruktiv mit Ankern an die Wand "angehangen" werden.

Verfasser:
R.B.
Zeit: 02.09.2011 14:44:59
0
1576127
Zitat von Sickboy123 Beitrag anzeigen
Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
[...]


welches dann auch für Erddruck ea ggf. eo (Verdichtungserddruck) zugelassen ist?


Müsste man anfragen. Falls dies durch die Zulassung nicht abgedeckt ist, haben die vielleicht noch einen anderen Vorschlag.

Gruß
Ralf

Verfasser:
Rincewind
Zeit: 02.09.2011 17:41:17
0
1576179
Hallo,

misapor bietet so wallbags an. Vielleicht kann man das benutzen.

http://www.misapor.ch/sites/index.php?PID=23-49-0&NID=23-49-0&lyd=1&lang=DE

Wenn man natürlich mit nassem Schaumglassschotter rechnen muss, bleibt nicht mehr so viel vom U-Wert übrig...

Gruß
Timm

Verfasser:
RoBIM
Zeit: 02.09.2011 17:57:32
0
1576185
Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
Bei 5cm verwendet man ein Montagesystem für WDVS. Google liefert Hersteller und Details dazu.


Bei diesen groben Unebenheiten gibt es ein System: Dies hier (fast ganz runterscrollen).
Das ist aber nicht für die Montage unter der Erde gedacht und zugelassen (Erddruck, Beständigkeit des Materials).

Gruss
Frank F.

P.S.: Arnts Idee, mit dem schräg zuschneiden, könnte man auch andenken.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 02.09.2011 19:56:31
0
1576220
Zitat von Rincewind Beitrag anzeigen
Hallo,

misapor bietet so wallbags an. Vielleicht kann man das benutzen.

http://www.misapor.ch/sites/index.php?PID=23-49-0&NID=23-49-0&lyd=1&lang=DE

Wenn man natürlich mit nassem Schaumglassschotter rechnen muss, bleibt nicht mehr so viel vom U-Wert[...]



Das scheint wirklich die perfekte Lösung für unebene
Kellerwände zu sein.
Merk ich mir für den nächsten Keller...

Danke

winni

Verfasser:
clevertherm
Zeit: 02.09.2011 20:02:02
0
1576223
Moin!

Zitat von RoBIM Beitrag anzeigen
P.S.: Arnts Idee, mit dem schräg zuschneiden, könnte man auch andenken.


Das ist aber eine Sauarbeit (wenn´s gut werden soll) und macht wegen der Styrodur-Schnipsel auch reichlich Dreck.
Wie oben schon geschrieben:
Das war natürlich eine Sauarbeit, die man nur einmal im Leben auf sich nimmt. :-)

viele Grüße
Arnt

Verfasser:
RoBIM
Zeit: 03.09.2011 11:18:20
0
1576312
Zitat von clevertherm Beitrag anzeigen
Das ist aber eine Sauarbeit (wenn´s gut werden soll) und macht wegen der Styrodur-Schnipsel auch reichlich Dreck.


Bei der hier betrachteten Wand wohl mit einem heißen Draht und ohne "Schnipsel" machbar. Bruchsteinmauern sind ein anderes "Kaliber" ;-)

Gruss
Frank F.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 03.09.2011 11:49:53
0
1576318
Die betroffene Wand ist wirklich sehr uneben.
Dazu läuft sie auch noch unten schräg nach aussen.

Das spricht gegen ein ursprüngliches Vergiessen des Betons gegen
Erdreich. Keine Ahnung, was die Betonbauer da als
Schalung gebraucht haben?

"Schnitzen" scheidet aus.

Ich werde an den Enden Plattenstreifen quer zur Wand
mit Kleber setzen, dazwischen die Perimeterplatten aufstellen
und wechselseitig Perlite-Schüttung und Erdreich einfüllen.
Oben schließt die Sache dann an eine vorhandene Perimeter-
dämmung an, die schon ca. 40 cm ins Erdreich ragte.

Grüße

winni

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