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hach Überschwemmung Versickerung evaluieren
Verfasser:
Auriane
Zeit: 19.07.2013 14:18:13
0
1943256
Hallo!

nach dem schlimmen Regenfällen Ende Mail hatten wir (Grund-)Wasser im Keller stehen, da anscheinend das Grundwasser nicht richtig auf dem Grundstück versickert (Lehmboden, nach Aussagen der Nachbarn bis 15m Tiefe).
Wir sind erst kürzlich in das Haus gezogen und können noch nicht viel über z.B. das Versickerungskonzept sagen, außer, dass die vorhandenen Pläne nicht richtig sind, (da sie nicht mit der Realität übereinstimmen ;) ). Die Voreigentümer hatten damit wohl keine Probleme, allerdings gab es in den letzten Jahren ja auch nicht solche Regenfälle :P.

Was wir herausgefunden haben, ist dass wenig bis kein Wasser im Verrsickerungsschacht versickert. Daher möchten wir uns jetzt gerne mit einem Fachmann besprechen, was evtl. aktuell kaputt ist bzw. nicht tut und wie wir zukünftig das Wasser effizient versickern lassen können (oder auffangen und verwenden, je nachdem), um nicht nochmal Wasser im Keller zu haben.

Leider wüsste ich gar nicht, an welchen Fachmann wir uns hierfür wenden müssten (die meisten Haustechnik-Betriebe machen Energie in allen Varianten, ggf. Sanitär, etc, aber ich kann nirgends was mit "Wasser" finden...). Ich wäre Euch daher dankbar, wenn ich mir ein paar Hinweise oder auch gerne direkt Tipps für Unternehmen im Lkr. Ebersberg geben könntet.

Vielen Dank,
Auriane

Verfasser:
Solarzelle
Zeit: 19.07.2013 19:04:35
0
1943350
Hallo,

hier bei mir hatten in den 60er Jahren alle Häuser das Problem und nicht nur bei Starkregen, alles Lehmböden.

Abhilfe:

1. Haus ringsrum bis unter die Bodenplatte aufbuddeln.
2. Abstand Erdboden zur Hauswand etwa 80cm lassen.
3. Kellerwände mit Teer/Bitumen streichen und Perimeterdämmung drauf machen, oder nicht dämmen
4. Erdbereich mit Filterflies auslegen
5. Drainagerohr unter der Bodenplatte verlegen und wenn möglich an den Regenwasserkanal anschließen oder per Sammelschacht und Tauchpumpe einbauen, damit dann das Wasser in den Garten laufen lassen.
6. Alles mit Rollkies auffüllen
7. Obere 30cm mit Mutterboden füllen oder Platten legen oder Ziersteine auflegen.


Infos auch hier, anders werdet ihr dieser Problematik nie Herr;

D1










Selber machen ca 5000€

Sowas machen TIEFBAU Firmen, wie Fink u Stauf oder Kessel

Kostet dann sicher 20.000€

Gruß

Verfasser:
winni 2
Zeit: 19.07.2013 19:48:17
0
1943358
Was Solarzelle vorschlägt, ist sicher eine ordentliche
Sache.
Wäre mir aber für ein Problem, das nur alle paar Jahre
auftaucht, zu aufwendig, wenn es nicht auch ständige
Probleme mit feuchten Kellerwänden gibt?

Ich würde an geeigneter Stelle einen Pumpensumpf
in den Kellerboden einbauen lassen.
Darin eine Tauchpumpe mit Schwimmerschalter.

Sollte dann mal wieder Wasser in den Keller ein-
dringen, könnte es wohl nur wenige Millimeter
im Keller stehen, bevor es abgepumpt wird.
Wenn der Boden einigermassen eben ist.

Grüsse

winni

Verfasser:
Dieter C.
Zeit: 21.07.2013 12:00:52
0
1943715
Das von Solarzelle vorgeschlagene System ist nur machbar, wenn Du auch eine Ablaufgelegenheit hat, wo das gesammelte Wasser hin kann.
Optimal einen Regenwasserkanal, Bach oder Graben, dessen HW-OK tiefer ist als Deine UK Drainage.

ansonsten ist der Vorschlag sinnlos, weil Du das Wasser jetzt wohl gesammelt hast, aber nicht losbringst. Ausser, Du pumpst es weg in eine Mulde, denn auch lehmiger Boden lässt eine Versickerung zu, wenn auch langsam. Wäre mir aber wegen weniger Fälle zu aufwendig.

Machs System Winnie und gut ist es

Verfasser:
Solarzelle
Zeit: 21.07.2013 12:07:06
0
1943719
Ja das sollte beachtet werden mit dem Kanal, hatte ich ja auch geschrieben.

Allerdigs glaube ich nicht, dass das Problem mit einem Pumpensumpf behebbar ist.

Denn gerade Lehm lässt das Wasser an das Haus treten, wo es kommt.

Das ist oft an den Wänden.

Bedeutet also, dass das Wasser an die Hauswand dringt, bevor es unter das Haus läuft und abgepumpt werden kann.

Das alles sollte sich vor Ort mal jemand anschauen, wenn es passiert ist.

Sollte ansich jede Tiefbaufirma machen können.

Lieben Gruß

Verfasser:
chappi73
Zeit: 22.07.2013 15:44:43
0
1945074
Meinst Du mit Versickerungsschacht die Drainageschächte außen ums Haus?
Also ich würde die Drainage(kontroll)schächte mal aufmachen und spülen bzw. spülen lassen.
Wenn die nie gereinigt wurden ist da gerne auch mal irgendwo was verstopft ... und es läuft nicht ab.
Da kann man selbst schon einiges machen - und wenn man nur rausfindet von wo das Wasser wohin läuft ... und dann kannst Du ja schon mal einen Plan zeichen.
Alles andere ggf. über eine Kamerabefahrung machen.

Tiefbaufirma wird da sicher billiger sein als Rohrreiniger.

Verfasser:
chappi73
Zeit: 22.07.2013 15:47:13
0
1945077
Kam das Wasser denn durch die Wand? Durch Fugen, an denen sich Wände berühren? Oder durch Bodenabläufe?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 22.07.2013 16:05:47
0
1945082
Zitat von Solarzelle Beitrag anzeigen
Ja das sollte beachtet werden mit dem Kanal, hatte ich ja auch geschrieben.

Allerdigs glaube ich nicht, dass das Problem mit einem Pumpensumpf behebbar ist.

Denn gerade Lehm lässt das Wasser an das Haus treten, wo es kommt.

Das ist oft an den[...]



Nicht das ich da falsch verstanden werde:

Ich würde mich nicht trauen, das Wasser unter
der Bodenplatte in einem zur Erde offenen
Pumpensumpf zu fördern.

Evtl. würde mit der Zeit Substanz unter den
Fundamenten und der Bodenplatte gefördert.
Aber selbst eine nachhaltige Veränderung
der Feuchtigkeit könnte vielleicht statische
Konsequenzen haben?

Als Laie traue ich mir nur die Empfehlung zu,
bereits in den Keller eingedrungenes Wasser
in einem zur Erde dichten Pumpensumpf zu
entfernen.

Grüsse

winni

Verfasser:
Solarzelle
Zeit: 22.07.2013 19:41:01
0
1945148
@winni

Jetzt habe ich dich verstanden :O)

Bei dem Wetter geht schonmal was durch :O)

Lieben Gruß

Verfasser:
AbakusderEchte
Zeit: 22.07.2013 20:53:15
0
1945183
Zitat von Auriane Beitrag anzeigen
Hallo!

Hallo Auriana,
bei dem Lehmboden bildet sich durch Starkregen vermutlich Schichtenwasser.
D.h.: Die gesamte Versicherung ist überflutet, die Keller stehen voll im Wasser. Da wird nur helfen, die gesamte Lehmschicht zu durchdringen, um damit dem Versickerungsvolumen eine Ablaufmöglichkeit in Richtung aufnahmefähiger Schichten zu verschaffen.
Ich empfehle, dazu bei der Kreisverwaltung / beim Landratsamt die Mitarbeiter der unteren Wasserbehörde zu befragen.
Die können möglicherweise zu den Bodenverhältnissen der betroffenen Wohnlage auf Basis bekannter Bodengutachten genaueres sagen und wertvolle Tipps zur Versickerung geben.
Ich habe bei unserer hiesigen Kreisverwaltung in Heinsberg damit beste Erfahrungen gemacht.

Wenn man mit Durchdringen des Lehms die Versickerung zum Funktionieren bringt, kann zwar nicht auf Solarzelles Drainage des Hauses, vielleicht aber doch auf die Pumpe und die Zahlung von Regenwassergebühren verzichtet werden.

Viel Erfolg weiterhin!

Verfasser:
Auriane
Zeit: 23.07.2013 13:38:00
0
1945433
Hallo :)

vielen lieben Dank für die wertvollen Antworten!

@Solarzelle: ich vermute stark, dass der Vorbesitzer so etwas in der Art gemacht hat: er hat rings ums Haus aufgebuddelt und dort so eine "genoppte Folie" an die (unterirdische) Hauswand angebracht.

@chappi73: wir haben alle Drainagen in den Kellerschächten kontrolliert und saubergemacht.

Da das Wasser an den Fensterbrettern der Kellerfenster (sowohl oberhalb und unterhalb, wie auch außen und innen) herauskam, lag es nicht an den Drainageschächten.

Das gesamte Regenwasser vom Dach wird in einen Versickerungsschacht im Garten geleitet. Dort ist es jedoch nicht versickert, so dass dieser Versickerungsschacht übergelaufen ist und das Wasser dann wieder ans umliegene Erdreich abgegeben hat, das zu unserem Haus abfällt, so dass das Wasser direkt zum Haus hingelaufen ist. Daher denken wir, dass, wenn der Versickerungsschacht das Wasser wieder tatsächlich versickern ließe, das Problem eventuell gar nicht mehr besteht. (Evtl. kann man im Garten noch Drainagen anlegen, die zusätzlich das Wasser zum Versickerungsschacht leiten.)
Leider versickert das Wasser im Schacht trotz "Durchspülung" durch eine Firma immer noch nicht, so dass wir es inzwischen zur Gartenbewässerung hernehmen können :)

So, wie ich das hier verstanden habe, wäre ein "Fachmann für Versickerungsschächte" eine Tiefbaufirma, richtig? Macht die dann auch Zisternen?

@AbakusderEchte: dem Tipp mit der Wasserbehörde werde ich gleich mal aufgreifen :)

Vielen Dank nochmal!
Auriane

Verfasser:
chappi73
Zeit: 23.07.2013 14:11:40
0
1945443
Zitat von Auriane Beitrag anzeigen
Da das Wasser an den Fensterbrettern der Kellerfenster (sowohl oberhalb und unterhalb, wie auch außen und innen) herauskam, lag es nicht an den Drainageschächten.
Wenn das Wasser zum Haus floß - ja stand es dann direkt am Fenster? Fenster überirdisch? Sonst ist da doch ein Lichtschacht davor ...

Sickerschacht ... naja, könnte korrekt dimensioniert sein - aber die sehen solche Extremregenfälle eben nicht vor.

Stell doch einfach eine Tauchpumpe mit Schwimmerschalter rein und beregne den Garten hinter/neben dem Haus. Oder im Notfall ins Abwasser damit (net ganz legal - aber in so einem Fall ...)

Verfasser:
Auriane
Zeit: 23.07.2013 15:08:29
0
1945453
Hallo chappi73,

nene, Fenster unterirdisch und es stand auch nicht in den Lichtschächten davor (weil es ja da in den Abflüssen verschwand)...

Sickerschacht ist sehr groß (die Firma, die den abgepumpt hat, kam zu klein dimensioniert an und musste dann erst mal Wasser wegfahren und dann wiederkommen und den Rest abpumpen.)

Prinzipiell tun wir ja gerade das, was Du sagst, ist aber halt keine Dauerlösung, weil wenn es so stark regnet, nimmt der Garten auch kein Wasser mehr auf (Stichwort Lehmboden...)

Verfasser:
Rosenow Dieser Benutzer hat eine rote Karte erhalten
Zeit: 23.07.2013 16:37:45
0
1945466
die Bilanz Wasserzugang zu Wasserabgang scheint ungünstig zu sein. Zum Thema Niederschlagsmengen und Abflussbeiwerte habe ich etwas beigefügt. Die Abflussbeiwerte sind bei knochentrockenem Boden und bei wassergesättigtem Boden hoch, will heißen, das meiste fließt auf der Oberfläche weiter. Zum Weiteren hat Lehmboden schlechte, also geringe Versickerungsbeiwerte, sodaß auch ein Sickerschacht nicht viel bringt, es sei denn, er hätte ein gewaltiges Volumen. Hier könnte ein großvolumiger Rigolengraben Entlastung bringen, der speichert und versickert.
Regenspende
Versickerung1
Versickerung2
Versickerung3

Verfasser:
Rosenow Dieser Benutzer hat eine rote Karte erhalten
Zeit: 24.07.2013 12:03:05
0
1945724
Achtung!

Von Westen her setzen heute kräftige Gewitter ein. Dabei ist mit Starkregen bis 25 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit, kleinkörnigem Hagel und Sturmböen zu rechnen.

Verfasser:
chappi73
Zeit: 24.07.2013 16:29:13
0
1945819
Zitat von Rosenow Beitrag anzeigen
Dabei ist mit Starkregen bis 25 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit
Genau für solche Tage haben wir auch schon Regenrückhaltebecken mit 200m³ und Wirbelbremse für einen gedrosselten Abfluss gebaut ...

Aktuelle Forenbeiträge
reglerprofi schrieb: Der Preisunterschied zwischen Cat5e und Cat6/Cat7 beträgt nur ca. 0,25€ pro Meter. Der Arbeitsaufwand ist identisch und da stellt sich die Frage nach 100Mbit oder 1000Mbit nicht mehr! Viele Grüße Jürgen...
donnermeister schrieb: Ja, bei Heizkurve und Heizzeiten muss man probieren. Bei den Heizzeite muss du auch bedenken, daß 9 bis 19 Uhr nur 10 Stunden sind. Abzüglich ca. eine Stunde WW bleiben nur noch 9 Stunden heizen übrig....
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