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zukunft der stromtarife - pro wp?
Verfasser:
dyarne
Zeit: 03.04.2014 14:28:14
2
2063787
in oö ist die umstellung auf smartmeter weit fortgeschritten und es gibt das erste tarifmodell mit tageszeitlich unterschiedlichen preisflächen





die smartmeter lösen den energiebezug tageszeitlich auf; im weiteren ausbau werden die zeitzonen flexibel und verbraucher vom zähler ein- bzw ausgeschaltet werden können.

dies ist wohl erst ein technischer probelauf, die preisspreizung gibt ja noch gar nix her. zukünftig muß man sich aber nur einmal vorstellen daß der unterschied zwischen hoch- und niedertarif durchaus ein mehrfaches sein kann um die bedeutung zu sehen: ein doppelter oder dreifacher strompreis zu ungünstigen zeiten steht dann vielleicht schon vor der tür - genauso ein reiner netzpreis zu günstigen zeiten, sprich wenn tagsüber die sonne scheint oder nachts der wind bläst und die donau rauscht.

schon jetzt gibt es an der strombörse zeiten des gratisstroms im großhandel.

besonders interessant ist die entwicklung für erdwärmepumpen: an einem 'typischen' wintertag läuft eine gut ausgelegte wp 50-60% der zeit; in einem effizienten haus, speziell mit flächenheizung ist es überhaupt kein problem die heizzeit über den tag verteilt dorthin zu legen wo es billig ist bzw global gesehen die verbrauchstäler aufgefüllt werden -> perfekte glättung der verbrauchskurven.

luftwärmepumpen wird es treffen, weil diese in der nacht aufgrund der temperaturen einen schlechteren arbeitspunkt haben (cop mies), tagsüber aber in hochpreiszonen fallen (teure kwh); eine kopplung an eine pv kann das eventuell abfedern. modulierende maschinen werden uninteressanter.

aus nationaler/globaler sicht scheinen erdwärmepumpen perfekt geeignet zu sein um die lastspitzen zu glätten; andere verbraucher wie e-herd, kühlschrank scheinen wenig geeignet zur verschiebung, geschirrspüler, waschmaschine, etc werdens nicht ausmachen...

Verfasser:
molly78
Zeit: 03.04.2014 15:37:29
2
2063836
Wirklich fortschrittlich wäre es erst wenn wirklich das aktuelle Stromangebot zugrunde liegen würde.
So ists ja aktuell gleich ob nun EE grad günstig Energie im Überfluss liefern oder eben nicht.

Die 3ct Unterschied werden auch keinen großen Anreiz ausmachen.

Verfasser:
GMil
Zeit: 05.04.2014 00:44:38
0
2064440
Mir genügt es vorläufig zu konstatieren, daß mein Haushalttarif sich in den letzten 3 Jahren (leider) 2 x erhöht hat, der WP-Tarif aber immer noch der alte ist. Folglich isses für mich nicht rentabel, den PV-Strom für die WP zu nutzen. Ich verdiene mehr dabei, wenn ich den Stromüberschuß tagsüber einspeise und ihn dann nachts für die WP günstiger zurückbeziehe! Damit ist für mich auch das Thema "Stromspeicherung" quasi von alleine hervorragend gelöst.... :-))

Verfasser:
dyarne
Zeit: 19.01.2015 18:00:46
0
2180649
hab grad meiner wp ein neues hirn verpflanzt wg künftiger netzanbindung, unter anderem ist sie jetzt 'smart grid ready', das bedeutet es gibt verschiedene optionen der regelung auf den 'fließenden tarif' des smart grids zu reagieren.

hinterlegt sind da bsplw einmal folgende infos vom netz:
'niedriger preis' und 'überkapazität'

die wp reagiert darauf mit einer anhebung von heizkurve/raumsoll um 1k bzw 2k
und/oder einer erwärmung des brauchwassers bis kompressorgrenze (bei mir 65° vl-temp) bzw heizstab.

wenn man sieht wie langsam ein modernes haus seine temperatur verliert praxiswerte temperaturverlust dann erkennt man daß auf diese simple weise, das haus selber als puffer zu nehmen, durchaus 1-2 tage heizloser betrieb überbrückt werden können wenn sonne & wind & wasser pause machen ...

auch majen hat dazu schon einen praxisversuch gemacht...

ich seh da weiterhin weit und breit nichts was derart gut wie Wärmepumpen verbraucherseitiges lastmanagement umsetzen könnte...

Verfasser:
dyarne
Zeit: 11.12.2015 09:21:21
3
2306275
smartgrid ist da!

endlich!

es gibt in A ein prämiertes startup, das erstmals stundenvariable strompreise für wp und haushalt anbietet.

aWATTar

gefällt mir sehr gut was die machen - nur pioniere bringen uns weiter.

bin gespannt wie meine wp mit dem awattar modem (syncer) plaudern wird.
werd euch natürlich berichten.

ich habe derzeit 3 stromzähler (haus, wp, pv), die beiden letzteren sind seit 5 jahren smart.

ich wohne im zentralraum oö. habe gerade mit meinem netz gesprochen (energie-ag, netz-oö), in den nächsten 3 monaten wird bei uns die flächendeckende umstellung auf smartmeter umgesetzt und bei 80% umstellungsquote je rayon wird die kommunikation freigeschalten und laufendes auslesen des verbrauchs möglich.

damit kann man dann den stundenvariablen tarif 'hourly' von awattar nutzen, der ein motor ist um mehr grünstrom ins netz zu bringen und dieses gleichzeitig zu entlasten.

man bekommt dann eine 24h preiskurve für den jeweils nächsten tag auf den schirm und kann anhand der seine geeigneten verbraucher einsetzen.

bei der wp wird das dann automatisch gehen und hier ist natürlich auch mit abstand am meisten potential. diese muß dazu nur smartgrid-ready sein.

ich hoffe meine wp wird schon diesen winter helfen lastspitzen zu kappen und täler zu füllen.

und ein paar stunden mit negativpreisen ernten ...

Verfasser:
Entropie
Zeit: 11.12.2015 12:49:01
0
2306383
Ich finde auch, der WP Tarif sollte mindestens von der EEG Umlage befreit werden.

http://www.waermepumpe.de/politik/energiepreise/

Verfasser:
eloisa
Zeit: 11.12.2015 13:03:39
0
2306386
Hallo dyarne,

kurze Zwischenfrage was hast Du an Deiner WP verändert?

Danke
eloisa

Zeit: 12.12.2015 03:08:23
8
2306563
In Deutschland diskutieren wir lieber über Datenschutz, statt den Leuten einen Anreiz zu geben sich auf die regenerative Stromerzeugung einzustellen. Naja macht scheinbar Spaß die Energiewende kaputt zu regeln...

Grüße aus dem traurigen D

Verfasser:
HFrik
Zeit: 12.12.2015 20:36:54
4
2306766
Nun, in D wird diskutiert, warum ein Dumb-Meter uasgerechnet den Verbrauch harklein zeitlich ermitteln und dem EVU übermitteln soll, für das diese WErte völlig wertlos sind.
Statt einfa ch aktuelle Preise entgegenzunehme, und Euro zu saldieren. Sowie kWh. Mehr geht den NEtzbetreiber nichts an, der Rest wäre in einem zweiten, völlig getrennten Bereich zu erfassen, der dann durchaus Ganglinien für den Verbraucher bereitstellen kann. Kopplung zwischen dem EVU-Bereich und dem Kundenbereich über einige dumme register, die Zahlen austauschen können, aber keine Code (IT-Sicherheit). Im Kundenbereich eventuell auch vom Kunden ausführbare Logik, die dann Geräte des Kunden schalten kann. Geräte durch das EVU schalten wäre eine extreme Ausnahme mit ganz besonderen Verträgen, im regelfall ist der Preis als Steuerelement viel wichtiger.
Damit das funktioniert, sind, wie im Papier zum strommarkt 2.0 schon erwähnt, die Aufschläge - EEG-Umlage, stromsteuer, NEtzentgelt, Konzessionsabgabe - in % des Börsenstrompreises zu erheben, Aufkommensneutral umgestellt. Geht dann der Börsenpreis um 1 ct hoch oder runter, geht der Endkundenpreis um 4-5ct hoch oder runter, und darauf zu reagieren lohnt dann.
Das was aktuell al s "smart meter herumläuft, ist eher ein dumbmeter, denn es kann viel zu viele unnötige bis gefährliche Dinge, und wichtige Trennungen wiedie zwischen eVU und Kunden fehlen in den vorgesehenen Gesetzestexten. Ebenso wie der Code des Smartmeters in einen ROM gehört. Damit HAcker draussen bleiben. Kritische Systeme müssen auf intelligente Weise dumm sein, damit sie nichts falsches machen können.

Verfasser:
TOP COP
Zeit: 12.12.2015 23:31:13
0
2306820
Hallo

Da solltest du mal meine HP lesen .
Kapitel: simple grid*

Keine Angst da gibts nix zu kaufen.
Rein ideell

TOP COP

Verfasser:
TOP COP
Zeit: 12.12.2015 23:37:32
1
2306822
Hallo Entropie

Entropie:
Ich finde auch, der WP Tarif sollte mindestens von der EEG Umlage befreit werden.

Da bin ich nicht Deiner Meinung:

Ist der Strompreis zu hoch, ist die WP zu schlecht !

TOP COP

Zeit: 13.12.2015 02:04:12
1
2306848
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Nun, in D wird diskutiert, warum ein Dumb-Meter uasgerechnet den Verbrauch harklein zeitlich ermitteln und dem EVU übermitteln soll, für das diese WErte völlig wertlos sind.
Statt einfa ch aktuelle Preise entgegenzunehme, und Euro zu saldieren. Sowie kWh. Mehr geht den NEtzbetreiber nichts[...]


Wenn du wissen willst, wann du günstigen Strom verbrauchen kannst und dich darauf einstellst, muss der Netzbetreiber das doch genauso wissen. Wenn wir in Richtung Netzspeicher usw. gehen, wird es immer wichtiger genaue Daten zu haben. Je genauer hier die Daten sind, desto effizienter kann man regenerative Energie nutzen. Genaue Lastprofile sind hier wichtig, das könnt ihr mir glauben (vielleicht auch nachvollziehbar).

Bezüglich der Sicherheit ist noch viel Luft nach oben, jedoch sehe ich das eher gelassen. Absurd, ich weiß, aber ein Hacker/IT-Profi der richtig was auf dem Kasten hat, kommt eigentlich überall rein. Da wäre selbst das Beste, was die zuständigen Heinzelmännchen durch bringen, einfach nur sinnlos. Wichtig ist natürlich, dass nicht jeder Amateur irgendeinen Blödsinn anstellen kann.

Über ein Smart Home System im Haus würde ich mir persönlich mehr Gedanken machen, als über einen Smart Meter. Alles was über das Internet passiert (Online-Banking usw.) ist ja theoretisch der Höhepunkt der Unsicherheit.

In dem Sinne, keep cool, alles hat seine Nachteile. Gläserne Menschen sind wir sowieso schon, da sollten wir uns lieber an anderer Stelle aufregen. Meine Meinung ist diesbezüglich zwar etwas speziell, aber die muss ja keiner teilen.


Ich würde mir ja das Grünstrom-Markt-Model wünschen, aber dieser Wunsch wird wohl vergebens sein...

Grüße

Verfasser:
simplify
Zeit: 13.12.2015 08:10:13
1
2306859
So wie die derzeitige Zusammensetzung des Strompreises aussieht , bleibt nur nach oben großer Spielraum.

Flexible Strompreise wirken sich deshalb in der Summe kaum nach unten aus.

Wer heute mit Strom heizt soltte anfangen über "Vermeidung" nachzudenken.

Alle wollen was vom Stromkuchen haben , die Produzenten, Leitungseigner , Abrechner , Kommunen , EEG-ler , Fiskus und und und.....

Und jetzt wollen uns auch noch die schmutzigen Energien an den Kragen.
Die KWh Heizöl liegt aktuell bei 4 , 6 Cent , Strom bei ....... ihr wisst ja selbst.

Meine nächste Wp muss deshalb nicht mit viel Geld noch effizienter sondern kleiner werden , dank Vermeidungsanstrengungen.

Verfasser:
cirion
Zeit: 13.12.2015 10:43:18
0
2306899
@simplify: da gebe ich dir sehr recht - ich befürchte die meisten Heizungen verschwenden unnötig Energie. In dem Zustand wie mein Heizungsbauer meine WP hinterlassen hatte, hatte ich einen Jahresverbrauch von 3300kW Strom. Nachdem ich mich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt habe liegt der Jahresverbrauch nun bei 1700kWh, also knapp die Hälfte. In milden Wintern sind es auch schon mal nur 1500kWh ...

Da denke ich mir schon manchmal: was wenn das bei allen Heizungen so ist. Was wenn man hier überall Vermeidungsstrategie und Optimierung fahren würde - da wäre doch das Pipi in den Augen der Energieversorger vorprogrammiert!

Ob es bezüglich der Kosten was bringt wenn nun alle Heizungen intelligent nach günstigstem Preis regeln weis ich nicht. Das wird doch vermutlich über Zeit zu einer Egalisierung der Preise führen, da bei erhöhter Nachfrage in "Billigzeiten" dort die Preise steigen werden. Ich würde fürchten die Preise zu Schwachlastzeiten nähern sich dann eher den Preisen der Hochlastzeiten, nicht umgekehrt.

Fraglich ist auch ob das gescheit funktioniert wenn jeder Haushalt das individuell regelt. Denn die Regelschleife ist anhand dem Beispiel von aWATTar nunmal 24 Stunden lang. Wenn alle nun zu der Zeit heizen an der es am Vortag billig war haben wir dann am darauf folgenden Tag zu dem Zeitpunkt eine Lastspitze. Funktionieren kann das m.E. nur wen hier vom Energieversorger Energiebudgets an die Haushalte verteilt werden um solche Probleme zu umgehen.

Gruß

Verfasser:
Dampfheizung
Zeit: 13.12.2015 14:06:23
0
2306977
Hallo,

was das smart Metering anbetrifft, finde ich folgende Lösung am besten: Babelbee.

Kommt vor allem ohne Datenübertragung aus und ist nicht auf IP-Dienste angewiesen.

Grüße und schönes Wochenende

Verfasser:
Entropie
Zeit: 13.12.2015 17:02:15
0
2307042
Es ist auch ein Irrglaube zu denken, dass bei sinkendem Verbrauch die Preise fallen. Wenn in großem Stil eingespart , werden die Preise erhöht, da Unternehmen dahinter stehen die gezwungen sind Gewinnsteigerungen zu erwirtschaften. Kommt nicht genug Geld herein wird auch die EEG erhöhtda sonst nicht finanziert werden kann.

Verfasser:
dyarne
Zeit: 05.03.2016 12:24:52
0
2347979
ui, da sind mir ein paar antworten durchgerutscht, sorry...

Zitat von eloisa Beitrag anzeigen
kurze Zwischenfrage was hast Du an Deiner WP verändert?
ich habe einen upgrade-kit eingebaut, da werden die steuerplatinen getauscht.

die wp ist damit am letztstand der regelung, hat einen netzwerkanschluß und ist smartgrid-ready

Verfasser:
dyarne
Zeit: 05.03.2016 12:35:19
2
2347982
aWATTar rollt gerade mit betatestern aus dem energiesparhausforum ihre syncer aus.

damit kann die wp von außen in den zweiten und in den dritten gang geschalten werden.

das eu-weite smartgrid-rollout ist ja terminlich fixiert, bevor pönale gezahlt wird werden auch die nachzügler gas geben.

ich hab das glück daß A dabei weit vorne ist, speziell mein netzbetreiber in oberösterreich.

ich hab am letzten wochenende auf der energiesparmesse in wels von aWATTar den syncer bekommen...







das gateway hängt im netz, das schaltrelais sitzt bei der wp und steuert ihre beiden smartgrid eingänge an.

diesen montag hat der netzbetreiber an der tür geklingelt und meinen hausstromzähler auf einen smartmeter umgestellt.

wenn jetzt in den nächsten tagen bei uns im rayon 80% umgestellt sind wird die kommunikation aufgeschalten und viertelstündlich ausgelesen.

kann man dann am webportal des netzbetreibers anschauen und den eigenen strombezug verstehen.

damit wird es möglich den stündlich abgerechneten stromtarif hourly von aWATTar zu nutzen.

dabei bezahlt man eine fixe grundgebühr, davon lebt aWATTar. die strompreise werden 1 : 1 weitergegeben, bis zu negativpreisen in der nacht...

dieses system pumpt grünstrom ins netz, hilft superteure spitzenreserven zu minimieren und ermöglicht auch häusern die keine geeigneten pv-flächen haben von sonnen- wind- und wasserkraft direkt zu profitieren

Verfasser:
Tommeswp
Zeit: 05.03.2016 13:17:53
0
2348004
Also beneiden tue ich dich nicht bzgl. variabler Tarife und der gläsernen Technik, bzw. freiwillig würde ich mir das nicht antun. Da zahl ich dann doch lieber ein paar Euro mehr im Jahr.

Verfasser:
PatrickK
Zeit: 05.03.2016 19:00:58
0
2348197
Vor allem das dann noch mit PV auf dem Dach zu koppeln wird schwer. Bzw wird es dazu führen, dass sich wohl keine eigene PV Anlage mehr auf dem Dach rechnet (was ja auch ein Vorteil sein kann)
In DE geht hier echt kaum was voran bei diesem Thema. Finde es einerseits schade, andererseits aber auch gut weil ich die Kontrolle selbst haben kann.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 05.03.2016 20:41:15
4
2348235
Naja, zu Grundgebühr+Börsenstrompreis ürften noch Netzengelte &Co mit draufkommen soweit ich das sehe.
Ansonsten: LAsgänge erhält man nicht sinnvoll über einige Smarteter die genau messen, und viele parallele Ferariszähler die unbekannt bleiben, sondern durch eine Messung der Abgänge des Ortsnetztrafos, die heute fast nie gemessen werden, aber deren Daten direkt die tatsächlichen Lasten im _Netz sowie die Kabelbelastungen ausweisen. Ganz ohne das Verhalten jedes einzelnen Verbrauchers kennen zu müssen, und mit viel weniger Equipment und IT-Sicherheitsproblemen.

Verfasser:
dyarne
Zeit: 06.03.2016 13:37:24
1
2348462
Zitat von Tommeswp Beitrag anzeigen
Also beneiden tue ich dich nicht bzgl. variabler Tarife und der gläsernen Technik, bzw. freiwillig würde ich mir das nicht antun. Da zahl ich dann doch lieber ein paar Euro mehr im Jahr...
gläsern fühl ich mich eher bei email und internet.

mein stromzapfprofil macht mir da weniger sorgen. dazu braucht man eh nur auf den wetterbericht schauen ... ;-)

ich seh beim lastmanagement beim kunden enormes potential für uns alle. die verbraucher und das netz und die ökostromerzeuger.

wir kommen langsam vom erzeugungs- zum verteilthema. und da können wp enormes für das netz leisten.
und sparen nebenbei für den betreiber...

ich freu mich schon sehr daruf wenn beim heizen das erste mal der zähler rückwärts läuft ... ;-)

hier ein interessanter link von einem selbstversuch ala majen wie gut ein modernes haus puffern kann...

>>> praxiswerte temperaturverlust <<<

Verfasser:
dyarne
Zeit: 21.06.2016 12:15:32
4
2385408
so, ein paar neuigkeiten zur praxis im smart grid

es hat bei meiner wp plug&play funktioniert, das modem wird auf die weichen eingänge gelegt, diese werden den funktionen smartgrid-A und smartgrid-B zugewiesen.









so weit so gut....


fehlt ja noch die smartmeter umsetzung der netzbetreiber. meiner war ja schon vor wochen da den letzten unsmarten zähler austauschen.



österreich ist da ziemlich voraus, es gibt aber einen eu-weiten harten fahrplan.
in 3 jahren müssen mindestens 80% der stromzähler intelligent sein.


nach dem rollout wird bei uns rayonsweise die kommunikation aufgedreht...




ich hab jetzt ein webportal bei meinem netzbetreiber, in dem ich viertelstündlich aufgelöst meinen strombezug sehen kann.



ww-takt mit ein bissl restheizen, viertelstündlich aufgelöst...


und so schaut das angebot von aWATTar aus:
sonne und wind führen zu variabel niedrigen preisen...




bis zu deutlichen negativpreisen die 1:1 an die kunden weitergegeben werden.




aWATTar bastelt aus diesre 24h strompreisvorschau ein signal daß meine wp bekommt.




und das macht sie daraus...



die rot eingekreisten bereiche sind die zeiten in denen der vorlauf per smart grid angehoben wird...


und so wirkt sich das ganze aus...



stromrechnung von aWATTar, ein monat aufgefädelt, die blaue fieberkurve ist der stundenvariable strompreis, die grüne fieberkurve ist mein wp-strombezug;

hier noch mit einigem heizanteil, die einzelnen kräftigen zacken sind der reine warmwasserbetrieb.

die strichlierte linie ist der von mir durch 'smarte nutzung' erzielte monatsdurchschnittspreis.


und eine woche mit reinem ww-betrieb rausgezoomt.




man sieht sehr schön wie der eine tägliche ww-takt mit dem preistief (= stromüberangebot) zusammenfällt.

win/win für kunde und netz

smarte wp als wesentlicher baustein der energiewende...

Zeit: 21.06.2016 17:16:47
2
2385505
Alles ganz nett.

Hier wurde die Energiewende und ihr scheitern angesprochen. Sie ist nicht gescheitert. Sie machte das was sie sollte. Es ging nur nicht um die "Energiewende".

Smartmeter sind in der Kritik, weil man sie zwanghaft durchsetzen will zu Lasten der Kunden, obwohl für den behaupteten Zweck Alternativen bestehen die dem Behaupteten Ziel gleichwertig oder gar besser dienen.

Netzmanagment ist zwar an sich sinnvoll, aber durch Smartmeter wird es nicht billiger. Wird mehr Strom verbraucht, steigt der Preis mit der Begründung des erhöhten Verbrauches. Wird weniger verbraucht, steigt der Preis mit der Begründung der veringerten Verbrauches. Warum steigt der Preis wirklich? Weil man es so entschieden hat, nicht um die Kosten zu decken.

Bei der absurden Preisstruktur ist kaum Raum nach unten gegeben. So müßte auch auch das Netzentgeld je nach Auslastung sinken. Auch andere Umlagen sind fix. Was soll da günstiger werden? Es kann bestenfalls ein Teil eines kleinen Teils billiger werden. Aber man kann es immer teurer machen und unübersichtlicher. Dafür wird ein gewaltiger Wasserkopf installiert und Daten erhoben die für das genannte Ziel nicht erforderlich sind. Da gibt es bessere Ansätze.

Ich sehe auch das technische Potential, das eine bessere Abstimmung von Angebot und Nachfrage bietet. Aber das geht auch viel einfacher, zielführender und ohne derartig viele Daten aus dem Privatbereich unkontronliert über den Brückenkopf Smartmeter an Fremde zu funken.

Außerdem:

Was nützt mir dieser Tarif wenn die Geräte den Verbrauch nicht anpassen können? Kühl- und Heizanlagen können ihre thermische Reserve als "Strompuffer" anbieten. Das ist einfach. Elektroautos gibt es noch nicht so viele und sie sollen auch bei Bedarf bereit stehen. Dann könnte man noch die ganzen Ladegeräte aufmotzen. Da tut der Markt sich aber schon schwer Geräte anzubieten die vernünftig ihre Funktion erfüllen. Wie soll das dann werden wenn es stromtarifabhängig sein soll? Was gibt es sonst noch für Nischen?

Die meisten anderen Geräte im Privatbereich sollen auf Kommando ihren Zweck erfüllen. Das ist genau so schick und nützlich wie einer Fernsteuerung der Klobrille per Smartphone. Wann bringt das wirklich einen Nutzen?

Kaum einer rennt um 22:47 zum Staubsauger, weckt unterwegs Junior und setzt ihn vor die Spielekonsole, während er mit der anderen Hand der Frau den Lockenwickler zuwirft, blos weil dann der Strom 2 Cent weniger teuer ist. Wer reißt sich und seiner Frau um 10:24 Uhr die Kleider vom Leib damit die Waschmaschine was zu tun hat weil der Strom ...? Das hat dann schon eher andere Gründe. Und wenn ich Hunger habe will ich nicht unbekannt lange warten bis das nächste Stromtif vorbeizieht, vermutlich in 2 Stunden und 43 Minuten, vielleicht aber auch erst in 4 Stunden und 28 Minuten.

Zeit: 21.06.2016 17:23:10
0
2385506
ups, es sollte heißen:

Das Smartmetering ist genau so schick und nützlich wie eine Fernsteuerung der Klobrille per Smartphone.

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zukunft der stromtarife - pro wp?
Zeit: 21.06.2016 17:23:10
0
2385506
ups, es sollte heißen:

Das Smartmetering ist genau so schick und nützlich wie eine Fernsteuerung der Klobrille per Smartphone.
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