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EFH Neubau Planungsphase
Verfasser:
ZeroDown
Zeit: 07.01.2017 16:07:09
0
2459474
Hallo zusammen,
erstmal noch allen ein Gesundes neus Jahr :-)

wir sind gerade in der Planungsphase unseres EFH für 2 Erwachsene und einem ganz kleinen Säugling :-)

Ich bin gerade an einem Grundstück (ca 1500 m²) dran und nachdem das in trockenen Tüchern ist gehe ich zu der Architektin meines Vertrauens und lasse einen Plan zeichnen. (PLZ: 95515)

Jetzt hab ich natürlich noch sehr sehr viele Wissenslücken und wollte euch befragen, was ich am besten wie mache.
Folgende Punke möchte ich haben:
EFH Massiv mir sehr viel Eigenleistung (Schwiegervater (leidenschaftlicher Bagger und Kran fahrer) und Schwager sind Maurer; Papa ist Maler und Allround Handwerker)
Keller (Nutzfläche ca 90 m²; unbewohnt); EG, + 1 Stock mit ca 180 m² Wohnfläche; Doppelgarage ca. 40m² (weder unterkellert noch überbaut)
Versetztes Pultdach (komplett vom Zimmerer) mit großer PV Anlage (nach aktuellen Hausgrundriss ca 16 kwp möglich bei Südausrichtung) Planung dafür im PV Forum schon sehr weit :-)
3-Fach Verglaste Fenster
KWL
evtl. KNX
evtl. erweiterbar mit einem kleinen Schwedenofen im Wohnzimmer

Was ich wollte aber mir schon ausgeschlagen wurde:
Pelletsheizung

Was ich als Hintergedanken habe:
möglichst Preiswertes (Preis / Leistung muss passen) Haus (daher sehr viel Eigenleistung)
mindestens auf Stand der Technik


Wo ich eure Unterstützung erhoffe:
1. ab wann schaltet man welchen Engergieberater ein?
1a. was für ein Haus baue ich? KfW 70 / KfW55 / KfW 40 / KfW 40 + (PV Speicher eigentlich nicht wirtschaftlich)
2. wie baue ich das? 24er Kalksandstein + Dämmung / 36er Ytong / oder was ganz anderes?
3. wie heize ich das? was aktuell im PV Forum empfolen wird: Sole WP mit Graben oder Flächen Kollektor.

Soll ich für jede Frage einen einzelnen Thread aufmachen (meist nicht gewünscht) oder können wir das hier alles in einem Verarbeiten?
Welche weiteren wichtigen Infos habe ich vergessen?

Was sind eure Meinungen zu unserem Vorhaben.

Vielen lieben Dank im Vorraus und einen schönen Gruß
Marco

Verfasser:
winni 2
Zeit: 07.01.2017 18:53:20
1
2459547
Hallo,

da ist ja schonmal viel Unterstützung....:-)

Was ich so denke:

Guter Energieberater von Anfang an, damit das gleich in die richtige
Bahn läuft, aber es gibt natürlich auch Architekten/inen, die auf der
Höhe der Zeit sind.

KfW-Standart wird Dir jeder was anderes erzählen. (gleich kommt Bernd..:-)
Es ist zu erwarten, das irgendwann das Passivhaus (in KfW 40 enthalten)
zum Standart erklärt wird, denke ich.
Dann ist alles andere von gestern.
Ist es für mich aber schon heute.
Zumindest nahe daran sollte man kommen und mit der geplanten KWL
bis Du da schon einen guten Schritt zu der Möglichkeit gegangen.
Das heist Heizlast/m2 gegen/gleich 10 Watt und Heizverbrauch/m2/Jahr
gegen/gleich 15 kWh.
Damit bist Du auf jeden Fall für die Zukunft gut aufgestellt. Egal wie sich
Energiepreise entwickeln und üppige Förderungen gibt es auch.

Mit zwei Mauerern in der Truppe bietet sich ein monolitischer Aufbau, ohne
extra Dämmschicht an.
Da solltest Du aber auf U-Wert maximal 0,15 kommen.
Da werden die Steine teuer oder die Wand geht in den Bereich 50 cm Dicke.

Mit PV wäre es für mich keine Frage, das dazu eine Wärmepumpe im Neubau
gehört.

Brauchst Du 90 m2 Keller? Hier könnte man vielleicht sparen.

Grüsse

winni

Verfasser:
winni 2
Zeit: 07.01.2017 19:16:56
0
2459557
Vielleicht interessanter Lesestoff zu KfW-Klassen und Kosten:

https://www.lk-starnberg.de/media/custom/613_26463_1.PDF?1434036703

Grüsse

winni

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 07.01.2017 19:38:24
0
2459575
Zitat von ZeroDown Beitrag anzeigen
... EFH Massiv mir sehr viel Eigenleistung (Schwiegervater (leidenschaftlicher Bagger und Kran fahrer) und Schwager sind Maurer; Papa ist Maler und Allround Handwerker) ...

Dann nutz die Muskelhypothek und Bau ein Haus welches in der Realität einen sehr geringen Wärmebedarf haben wird!
Habe mich selbst in 1999 beim Neubau des Einfamilienhauses viel zu häufig von den altbacken denkenden "Familienältesten" aus der geplanten Bahn bringen lassen.
Wollte eigentlich damals schon als junger Mensch Dämmung unter der Bodenplatte und ein Massivdach mit Dämmung von außen ... der befreundete Architekt der Familie sagte damals nur: "Lass den Unsinn ... die Kosten für soviel Dämmung holst nie wieder rein!"

Würde mir an Deiner Stelle z.b. mal die folgend verlinkten Informationen durchlesen:
... PASSIVHÄUSER SIND BEHAGLICH, ENERGIESPAREND, UMWELTFREUNDLICH UND ZUKUNFTSSICHER

Verfasser:
winni 2
Zeit: 07.01.2017 19:52:38
0
2459589
Verfasser:
ZeroDown
Zeit: 07.01.2017 22:13:05
0
2459654
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen

Guter Energieberater von Anfang an...

muss das ein Lokaler sein, oder gibts auf Überregionale welche man empfehlen kann?

Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen

Da solltest Du aber auf U-Wert maximal 0,15 kommen.
Da werden die Steine teuer oder die Wand geht in den Bereich 50 cm Dicke.

Wow, an 50 cm hab ich nicht gedacht... dachte mit 36 komme ich weit.

Ich kenne die Tabelle, aber dass ich wirklich 0,15 brauche hätte ich nicht geglaubt.

Gibts alternativen? Was ist von gefüllten Ziegelsteinen zu halten?
Was ist gut bei Preis/Leistung?

Wenn am Ende raus kommt, dass ein 24er Kalksandstein-Mauerwerk mit WDVS (10 bis 20 cm) günstiger kommt, dann kann ich damit auch leben.

Mein Vater sein Haus haben wir auch vor ein paar Jahren selbstständig mit 10cm Styropor eingehüllt, wie gesagt, er ist Maler und hat das auch schon 2-3 mal dienstlich an einer Fassade gemacht (Kundenwunsch, normalerweise sind Spezialfirmen günstiger)

Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen

Mit PV wäre es für mich keine Frage, das dazu eine Wärmepumpe im Neubau
gehört.

OK, dann wäre das ja schon mal besiegelt. Das haben jetzt schon so viele gesagt.

Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen

Brauchst Du 90 m2 Keller? Hier könnte man vielleicht sparen.

Sehr gute Frage. 2 Punkte dazu die mir im Kopf schwirren:
gibt es nicht Probleme (Risse, unterschiedliches Setzverhalten etc.) wenn ich nur halb unterkellere?
Da ich keinen Dachboden bekomme, brauche ich Stauraum.

Ja, Passivhaus hab ich natürlich auch schon gehört, aber eben auch dass die Kosten exponentiell steigen. Vielleicht muss es kein Passivhaus werden, aber KfW 40 wäre auf jeden Fall mal anzustreben finde ich!

Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen

...Muskelhypothek...

das ist Pflicht. Auch wenn der Bau 2 Jahre dauert, ist kein Problem :-)

Lesestoff ist gut, ich finde im Netz irgendwie nur Werbung wenn ich mich informieren will. Sehr schön wenn ihr ein paar Links habt.

Gibts so eine art Musterhaus/Empfelung:
Was ich mir Vorstelle:
Wenn du KfW40 haben willst, dann musst du a) Wandaufbau mit xxx Stein yy cm; alternatvie zzz Stein und yy Dämmung etc. b) Dach...

Was ich mir auch überlegt habe:
Das Haus im Sommer kühlen.
3 Punkte was ich dazu schon aufgeschnappt habe:
über KWL nur minimal möglich (Kondensierung)
über WP minimal möglich (auch Kondensierung?)
wenn kühlen dann über Splitgerät (PV Überschuss im Sommer)

Vielen Dank schonmal,
schönen Abend noch!

Gruß
Marco

Verfasser:
winni 2
Zeit: 08.01.2017 01:07:32
0
2459691
Ich denke, Du solltest einen lokalen Energieberater-Kontakt haben,
wenn der nicht nur irgendwelche Papiere unterschreiben soll.
Aber ich würde erstmal mit meinem/er Architektin darüber reden.

Was Du an Wand U-Wert brauchst, ist Deine Entscheidung.
Ich gebe Dir nur meine Einschätzung wieder.
Man kann auch sagen, wenn ich eine grosse PV-Anlage habe
und eine Wärmepumpe, ist das nicht mehr so wichtig.
Für mich ist jede kWh, die ich nicht brauche, eine gute kWh.
Was gut bei Preis,Leistung ist, weiss ich nicht.
Würde mal vermuten, dicke Leichtbetonwände oder Kalksandstein,
plus Neopor?

Keller kleiner?
Setzungen, den Gedanken hatte ich auch, als ich das schrieb.
Sicher eine Frage des Untergrundes und an den Statiker.

Passivhaus, nein, die Kosten steigen nicht mehr so erheblich,
da Du die KWL schon gesetzt hast.
Unter dem Strich der laufenden Kosten, inkl. Finanzierung,
eher im Gegenteil. Siehe Links.

Musterhausempfehlung?
Nein, es gibt viele Wege zum Ziel, aber in den Links findest Du U-Werte
der einzelnen Bauteile, die man anstreben sollte.

Die Kühlung kann ein Splitgerät am besten, da es auch entfeuchtet
und zur Not, oder in der Übergangszeit, kann man damit auch heizen...

Grüsse

winni

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 08.01.2017 07:59:57
1
2459702
Zitat von ZeroDown Beitrag anzeigen
... Passivhaus hab ich natürlich auch schon gehört, aber eben auch dass die Kosten exponentiell steigen. Vielleicht muss es kein Passivhaus werden, aber KfW 40 ...
Wie Du den Standart letztendlich nennst ist doch völlig egal ... wichtig ist m. M. ein in der Realität möglichst niedriger H't-Wert (Transmissionswärmeverlust) des Gebäudes insgesamt.

Ich würde in der heutigen Zeit definitiv eine "schlanke" massive Statik bauen wollen ... gerade bei höherem Eigenleistungsanteil beispielsweise die tragenden Wänden aus 17,5er KS-Stein und mit 200mm Neopor von außen Dämmen.

Dann natürlich Fenster und Außentüren mit möglichst kleinem Gesamt-U-Wert nehmen und diese dann auch entsprechend vorteilhaft innerhalb der Dämmebene montieren ... siehe:
Optimierte Fenstermontage in der Dämmebene

Sowie Dämmung unter der Bodenplatte, die idealerweise als BKA ausgeführt wird, Massivdach mit Dämmung von außen, bei dem die PV-Eigenverbrauchsanlage den größten Teil der Dacheindeckung erübrigt, automatische Lüftung mit Wärme- und Feuchterückgewinnung per Enthalpie-Wärmetauscher, konstruktive Verschattung und natürlich für Wärmepumpentechnik entsprechend optimale wasserführende Wärmeaustauschflächen installieren.

Clever geplant und mit eigenem Hand- und Kopfeinsatz umgesetzt, wird's sicherlich langfristig gesehen ein durchaus preiswertes Objekt! .>)

Verfasser:
Lupo1
Zeit: 08.01.2017 08:20:13
0
2459710
Hallo Marco,

im wesentlichen schließe ich mich winni und lowenergie an.
Wie man baut, also Ausführung und hier zähle ich die KFW hinzu ist ein wesentlicher Bestandteil im gesamten Vorhaben. Übrigens in Bayern gibt es ein 10000 Dächer Programm, bitte informiere dich hier über die Förderungen denn diese sind nicht unerheblich.
Aus meiner Sicht sollte man min. KFW55 besser KFW40 erreichen. Dies ist auch monolitisch möglich, eine Dämmung außen aufbringen würde ich aus mehreren Gründen nicht, Entsorgung, unterschiedliche Stoffe, Mehrarbeit, Verarbeitungsfehler unsw. Ein hochwertigen gefüllter Ziegel kann auch mit einer 36,5cm dicken Wand einen U-Wert von 0,17, ungefüllte muss man 42,5cm mauern um 0,18 erreichen. Mit diesem U-Wert ist man aus meiner Sicht schon sehr gut aufgestellt, denn mit einem sehr gut isolierten Dach mit einem U-Wert von 0.1, sehr gut isoliertem Keller, Fenster 0,8 sollte bei fachgerechten sowie dokumentierten Wärmebrücken KFW40 erreichbar sein.
Der Wärmebrückenzuschlag von 0,05 ist ein Faktor jener pauschal auf jedem äußeren Bauwerk hinzu gerechnet wird. Bei einer Mauer mit einem u-Wert von 0,17 W/mK wird diese mit 0,22W/mK, Dach mit 0,1W/mK mit 0,15W/mK gerechnet. Daher ist es wichtig die Wärmebrücken zu planen sowie zu dokumentieren. Für vieles gibt es schon errechnete Wärmebrücken jene man verwenden kann, Sonderlösungen müssen errechnet werden.
Mit einem Pultdach, geplanter Wohnfläche und nur Richtung KFW40 wird KWL unbedingt nötig, dafür reicht eine 6KW WP völlig aus. Der pure Luxus an jedem Haus ist ein Kamin nebst Ofen wie auch immer dieser ausgeführt ist. Der Ofen in einem Haus mit KWL zu betreiben erfordert einen Unterdruckmessgerät, die Gesamtkosten von Kamin, Kamineinfassung, Ofen unsw. sind höher eine Sole WP. Wenn ich mich nicht irre gibt es bei PV und deren Größe einiges zu beachten, hier gibt es besser informierte als mich, wir haben eine kleine 6KW Anlage.

Wolfgang

Verfasser:
ZeroDown
Zeit: 09.01.2017 21:34:59
0
2460730
Hey zusammen,

erstmals danke für die klasse Antworten. Ich habe das Wochenende viel gelesen, aber ehrlich gesagt, hab ich auch noch keine Musterlösung für meine Wünsche bekommen :-(

Hallo Wolfgang,
das 10.000 Häuser Programm in Bayern ist aktuell voll wenn ich richtig gelesen habe.

Monolitisch gefällt mir trotzdem noch am besten!

Zitat:
Mit einem Pultdach, geplanter Wohnfläche und nur Richtung KFW40 wird KWL unbedingt nötig, dafür reicht eine 6KW WP völlig aus.

Ist ein Pultdach wohl energetisch so schlecht?
Zitat:

Der Ofen in einem Haus mit KWL zu betreiben erfordert einen Unterdruckmessgerät, die Gesamtkosten von Kamin, Kamineinfassung, Ofen unsw. sind höher eine Sole WP.

Es muss kein Kaminofen oder Schwedenofen sein. gibt's nicht günstige Pelletsöfen welche Raumluftunabhängig sind? Kann man das ohne Unterdrucksensor betreiben?

Zitat:
Wenn ich mich nicht irre gibt es bei PV und deren Größe einiges zu beachten, hier gibt es besser informierte als mich, wir haben eine kleine 6KW Anlage.

Jupp, da gibt's ein paar Sachen, aber da bin ich bereits bestens Informiert.
Eine kurze Zusammenfassung zu PV was ich weiß:
je größer die Anlage, desto günstiger der Preis/kWp
ab 7 kWp muss ein Smart Meter eingebaut werden (ca. 100€ im Jahr)
ab 10 kWp muss EEG Umlage (40%, ca. 2,x Cent) je selbst verbrauchten KWh gezahlt werden
ab ca. 12 kWp egalisiert sich das dann wieder mit dem Mehrertrag
KfW 40+ / Speicher nicht Wirtschaftlich ;-)

Viele Grüße
Marco

Verfasser:
Bernd 79
Zeit: 09.01.2017 21:45:11
0
2460737
Ne, winni, ich komm dann nicht ;).

Aber die Infos zur PV sind nicht ganz richtig oder es hat sich ganz kurzfristig was geändert?

Smartmeter ab 7kW? Wo soll das stehen bzw. was definierst Du darunter? Vor allem mit einer jährlichen Gebühr?

Und wieso lohnt sich KfW40+ nicht? Abgesehen davon, dass sich umgerechnet jegliches KfW-darlehen kaum wirklich lohnt, sondern immer nur einen Anreiz darstellen soll (wenn man es so bauen will, kann es sich lohnen), ist doch gerade das Programm mit dem Zuschuss gerade in Bezug auf den Speicher schon lohnenswerter, oder? Allerdings meine ich, dass Du nicht mehr einspeisen darfst (also gegen Vergütung)?

Verfasser:
passra
Zeit: 09.01.2017 22:03:21
0
2460752
Den Kaminofen würde ich auf jeden Fall raumluftunabhängig machen, das geht auch bei "normalen" Scheitholzöfen. Dann braucht es keine Verbindung zur Lüftung oder zur Dunstabzugshaube.

Verfasser:
passra
Zeit: 09.01.2017 22:05:38
0
2460755
Das mit den Smartmetern ist seit kurzem Gesetz, die 100 Eur sind erste Angaben von diversen Versorgern. Am besten mal im PV-Forum nachlesen.

Verfasser:
ZeroDown
Zeit: 09.01.2017 22:14:22
1
2460760
Bernd, mich würde trotzdem gerne deine Meinung dazu interessieren :-)

Jepp, das Gesetz ist Neu, soll ab 2017 greifen, wenn ich nicht irre.
https://www.bmwi-energiewende.de/EWD/Redaktion/Newsletter/2015/16/Meldung/smart-meter.html

du darfst Stand heute nach EEG 70% Einspeisen, was bei einem perfekten Dach ca. 3-5 % Ertragsverlust (also man knackt die 70% selten) bedeutet. Durch KfW40+ wird dies auf 60% runter gesetzt. Also bekommst du weniger Einspeisevergütung.
Zusätzlich hat ein Speichersystem (egal ob Blei oder Li) einen Wirkungsgrad von Bestenfalls 80% (das sind IST Daten, keine Beschönigten Hersteller Angaben).
Bei 60 % Anlagenwirkungsgrad:
Beispiel 4KWh nutzbarer Speicher, 250 Vollzyklen p.a. (technisch begrenzt)
Anstatt 1000kWh Einspeisevergütung = 123€
1000kWh in Batterie gespeichert, 600 entladen= 150€ (bei 25ct pro kWh Bezugsstrom)
das heißt du Sparst ca. 27 € im Jahr, Anschaffungskosten ca? 5.000 € Lebensdauer? 10-20 Jahre...
Also weder Wirtschaftlich noch sinnvoll
zusätzlich höhere Steuerbelastung (Betriebsentnahme)

Viele Grüße
Marco

Verfasser:
chappi73
Zeit: 09.01.2017 22:29:15
1
2460765
Zitat von ZeroDown Beitrag anzeigen
evtl. KNX
Du willst doch preiswert bauen - dann vergess das.
Du kannst genau so schaltbare Steckdosen realisieren wenn Du statt 3adrig alles 5adrig anfährst. Und da Du billige Arbeitskräfte hast kannst Du auch ein paar Strippen mehr in den Keller zu einem zentralen Verteiler ziehen und notfalls dort nach Bedarf umverdrahten.

Außerdem: Mit frischem Nachwuchs und jetzt noch Hausbau ... wirst Du keine Muße haben, Dich in KNX einzuarbeiten. und dann nutzt Du es auch nicht ...

Verfasser:
ZeroDown
Zeit: 09.01.2017 22:38:03
0
2460771
da ist viel wahres dran ;-)
Es wäre eben eine Spielerei, die ich mir mal vorgestellt hab ;-)
darum eben auch das "evtl"

Verfasser:
Lupo1
Zeit: 09.01.2017 22:56:33
0
2460780
Hallo Marco,

die Förderung wurde überzeichnet, man hat zu wenig Mittel zur Verfügung gestellt, behalte dies aber immer im Auge.
Ein Pultdach ist nicht schlechter als ein anderes, je nach Dachneigung und restlicher Planung sollte die Hüllfläche kleiner werden als ein Haus mit Sattel- bzw. Walmdach. Auch wenn die Feuerstelle raumluftunabhängig ist muss ein Unterdruckmessgerät eingebaut werden. Hier kenne ich nur drei Hersteller, Huber, Brunner und Leda und keiner ist hier wirklich günstig. Ein Holzofen kann wunderschön sein aber auch unnötiger Luxus. Ohne dem Teil dürfte fast jeder Kaminkehrer den Ofen bei einer installierten KWL nicht abnehmen.
Wie bereits mitgeteilt sind die Wärmebrücken ein großer Faktor der gesamten ENEV und späteren Heizlastberechnung. Letzeres nimmt man als Bonus gerne hin, die ENEV ist für die Einstufung und Föderung relevant. Auch wenn man eine Förderung nicht beantragt sollte man auf die Wärmebrücken achten, denn über die bauliche Ausführung kann ab einen bestimmten Punkt leichter ein hochwertigeres Haus bei gleichen Gesamtkosten erreichen.
Du findest hier im Netz einige kostenlose Infos.

Wolfgang

Verfasser:
Bernd 79
Zeit: 09.01.2017 23:33:54
0
2460793
Von einem gültigen Gesetz lese ich in dem Link noch nichts...?

Druckdifferenzmesser kostet von Huber 400 Euro - so viel find ich das nun nicht? Bin zufrieden damit.

Verfasser:
Lupo1
Zeit: 10.01.2017 00:04:33
0
2460805
Hallo Bernd,

dein Betrag wäre schon ein sehr guter Preis, nur man sollte hier auch die Anschlusskosten berücksichtigen.
Auf der homepage von Huber findet man andere Preise.
Habe mich aus einem wesentlichen Grund zum Leda entschieden, man liest nichts negatives über diesen.
Beide anderen funktionieren auch und wenn alles funkt dann ist es gut.

Wolfgang

Verfasser:
passra
Zeit: 10.01.2017 07:06:18
0
2460830
Verfasser:
Bernd 79
Zeit: 10.01.2017 07:56:02
0
2460845
Ich habe das Gerät über meinen Lüftungsmann gekauft und da auch nen guten Preis für bekommen.

Anschlusskosten hatte ich keine - das sind vier Luftschläuche, die innen/außen verlegt werden - plus natürlich das Teil mit Strom versorgen.

@passra:

Weiterhin kein umgesetztes Gesetz - alles noch schwammig ohne konkretes Datum. Bin schon etwas aufgeschreckt gewesen, denn ich hab meine Anlage zwar seit Oktober drauf, aber werde sie erst zum 01.02. anmelden und dann auch nen neuen Zähler bekommen ;).

Verfasser:
crink
Zeit: 10.01.2017 09:16:18
2
2460873
Hi,

das "SmartMeter" teilt sich in folgende Komponenten: Das sogenannte intelligente Messsystem (iMSys) und ein Smart Meter Gateway (für die Kommunikation und die Verschlüsselung).

Ca. drittes Quartal 2017:
- Ab 10.000 kWh Verbrauch pro Jahr wird iMSys+Gateway im Neubau Pflicht und in Altbauten nach und nach umgerüstet
- Ab 7 kWp Erzeugungsleistung

Der Starttermin ist kein festes Datum, sondern dann, wenn es mindestens drei unabhängige Hardware-Anbieter gibt, die die volle Spezifikation erfüllen und lieferfähig sind. Das wird für den Herbst dieses Jahres erwartet.

Ca. 2020
- Pflicht für alle (mit Umrüstung in Altbauten bis 2032)

Danach
- Senden von Preissignalen und variable Tarifmodelle

Für den Betrieb des iMSys+Gateway dürfen folgende Kosten jährlich oben auf Deine Stromrechnung draufkommen (minus den Kosten für den alten Zähler):
- 0-2000 kWh: 23 EUR
- 2000 - 3000 kWh: 30
- 3000 - 4000 kWh: 40
- 4000 - 6000 kWh: 60
- 6000 - 10000 kWh: 100
- 10000 - 20000 kWh: 130

Bei Erzeugungsanlagen gibts diese Kosten:
- 7 - 15 kWp: 100
- 15 - 30 kWp: 130
- 30 - 100 kWp: 200

Quellen: Finanztip und die Stadtwerke Kiel.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
Bernd 79
Zeit: 10.01.2017 09:49:04
0
2460886
Danke für die Aufklärung - dann leg ich mich nieder :).

Verfasser:
ZeroDown
Zeit: 27.01.2017 13:15:38
0
2469739
Servus zusammen,

es gibt Neuigkeiten. Das Grundstück ist beschlossen und der Kauf wird vorbereitet...
Daher haben wir einfach mal unseren "Wunsch Grundriss" eingezeichnet und jetzt wollte ich euch mal nach der Heizung fragen. SWWP ist noch aktuell, da jetzt mehr vom Grundstück feststeht wollte ich fragen, was für einen Erdwermekollektor ich am besten verbaue?
Flächenkollektor oder Grabenkollektor?

Von der Heizlast geh ich einfach mal von einem gut Gedämmten Haus aus mit ca 6 bis 8 kW. Beheizte Fläche ca 180-190 m²; 3 Personen für WW, das sollte so in etwa realistisch sein, oder?



Schwarz: Reserve für ein Gartenhaus,
Blau: Garagen einfahrt, gepflastert;
Rot: Technikraum, WP geplant, im Keller
Gelbe Linie oben: Hilfsline für breitenmaß;
Rote Linie, Grundstücksgrenze;
Ausrichtung Nord=oben

Über die Bauart bin ich noch nicht ganz schlüssig, da ich hier mit ein paar Häusle Bauern um die Ecke gesprochen haben und wir haben einen verdammt guten Zimmerer um der Ecke der sehr gute Häuser in Holzständerweise baut :-) Klasse Fertigung mit CNC usw. Aber das ist ein anderes Thema.

Danke für eure Meinungen!
Gruß
Marco

Verfasser:
winni 2
Zeit: 27.01.2017 13:38:42
2
2469749
Hallo Marco,

schön gross, das Grundstück...

Grabenkollektor, weil der erschließt mehr Boden, bei weniger
Aushub und Platz hast Du mehr als genug dafür.

Bei "gut gedämmt" mit KWL würde ich mal eher 4 - 6 kW
Heizlast anpeilen.
Eigentlich 1,9 = Passivhaus....

Dem käme die Holzständerwerkbauweise entgegen, weil sehr
gute Dämmwerte, mit relativ schlanken Wänden, erreichbar.

Grüsse

winni

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EFH Neubau Planungsphase
Verfasser:
winni 2
Zeit: 27.01.2017 13:38:42
2
2469749
Hallo Marco,

schön gross, das Grundstück...

Grabenkollektor, weil der erschließt mehr Boden, bei weniger
Aushub und Platz hast Du mehr als genug dafür.

Bei "gut gedämmt" mit KWL würde ich mal eher 4 - 6 kW
Heizlast anpeilen.
Eigentlich 1,9 = Passivhaus....

Dem käme die Holzständerwerkbauweise entgegen, weil sehr
gute Dämmwerte, mit relativ schlanken Wänden, erreichbar.

Grüsse

winni
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