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was bringt C02 Besteuerung
Verfasser:
Benn1904
Zeit: 22.04.2019 18:27:00
4
2775280
Hallo,
ich grüble die letzten Tage, was die CO2-Besteuerung wirklich bringt und bei welchem Preis pro Tonne sich ein Umstieg lohnen würde.

Rechenmodell:
Eine Firma steigt von Gasmotoren auf E-Motoren um. Annahme sie hat ca. 1TWh Gasverbrauch pro Jahr, also ca. 200.000t CO2.
Wenn sie jetzt auf Elektromotoren umsteigt, die "doppelt" so effizient sind braucht sich nur noch 500GWh Strom.

Also fallen 1TWh Gas weg und es kommen 500GWh Strom zusätzlich.
Da der EE-Strom bereits jetzt nicht für eine 100% Versorgung der Verbraucher reicht, werden auch der zusätzliche 500GWh Strom nicht mit EE sondern mit Fossil erzeugt werden müssen.
Meines Wissens hat der fossile Strom in D im Mittel ca. 1000gCO2/kWh
Also werden die 500GWh zusätzlicher Strom ca.500.000t CO2 erzeugen (300.000t zusätzlich)

Für die Firma lohnt sich also der Umstieg auf Strom nicht. Je teurer die CO2-Besteuerung gemacht wird, desto mehr wird die Firma am Gas festhalten. Das gilt solange bis 100% EE im Netz ist und der Zusatzbedarf bedient werden kann.

Alternativ kann die Firma natürlich das CO2 sozialisieren, indem sie nicht den Schaden ihres zusätzlich verursachten CO2s bezahlt, sondern behauptet sie kaufe ja nur einen deutschen Strommix ein.

Ich habe den Verdacht, dass die aktuell diskutierte CO2-Besteuerung nach hinten losgehen kann.

Gruss
Benni

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 22.04.2019 19:10:46
23
2775297
Der einzige "Profiteur" der CO2 Abgabe ist der Finanzminister (ist ja nur wieder eine neue Steuer unter dem "Umweltmanterl"!

Verfasser:
MaJen
Zeit: 22.04.2019 20:35:53
6
2775312
... weniger CO2-Ausstoß, da Lenkungseffekte bei Investitionsentscheidungen, zumindest wenn die CO2-Abgabe nicht langfristig im homöopathischen Bereich liegt. Das Modell kleiner anfangen und festgelegte, jährliche Steigerung scheint mir der beste Kompromiss zur Sozialverträglichkeit zu sein, da technische Entwicklung und Investitionen Zeit benötigen.

Verfasser:
de_koepi
Zeit: 23.04.2019 06:38:53
7
2775368
Dein Wissen ist deutlich unbrauchbar. Schon der erste Google-Treffer zu "Strommix Deutschland CO2" zeigt, dass deine Prämisse von 1.000g CO2/kWh voll daneben liegt.

Wir müssen den Strommix annehmen und nicht irgendwelche esoterischen Betrachtungen - die Annahme, aus deiner Steckdose käme nunmal brauner Strom, weil in den anderen Steckdosen der EE-Strom schon verbraucht wurde, ist schlichtweg falsch.

Wir liegen bei 489g/kWh in 2017, stetig weitrer sinkend:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/38897/umfrage/co2-emissionsfaktor-fuer-den-strommix-in-deutschland-seit-1990/

2018 dann nur noch 474g CO2 je kWh:
https://www.umweltbundesamt.de/themen/co2-emissionen-pro-kilowattstunde-strom-sinken

Und schon sieht man, dass deine Betrachtung nur dann sinnvoll ist, wenn man sich irgendwelche Rahmenbedingungen ausdenkt, die mit der Realität nichts zu tun haben. Bei deiner Rechnung gehst du pro Gas sogar nur von 200g CO2 je kWh aus, wo 220g real anliegen. Also da noch mal geschönt.

Deine Wirkungsgrad-Annahmen sind ebenfalls Banane. Elektromotoren liegen im schlechten Fall bei 90%, eher bei 95% Effizienz. Ein Gasmotor (wovon reden wir überhaupt? Benzin- oder Diesel ist doch klassisch in den Firmenflotten anzutreffen?) schafft 50, in guten Fällen vielleicht 60%. Otto-Motor hingegen 25-40%. Also hier ebenfalls noch mal schauen, ob da nicht doch wesentlich mehr CO2 anfällt für das klassische Gas als in deiner Rechnung angenommen. Gehen wir aus irgend einem Grund nicht von Autos aus, ist eine Effizienzsteigerung 1:2 realistisch, sonst ist es eher 1:3. https://www.energie-lexikon.info/wirkungsgrad.html

Wenn du Milchmädchen rechnest, dann sag das auch.

Derzeit sind wir offensichtlich bei Gleichstand bezüglich CO2-Kosten bei effizienterem E-Motor zu Gasturbinen, bis hin zu einem kleinen Vorteil der E-Technik. Wenn wir mit echten Zahlen hantieren anstatt irgendwelcher Annahmen, die man sich aus dem Allerwertesten zieht ;)

Verfasser:
sukram
Zeit: 23.04.2019 08:55:45
3
2775385
Zitat von Hannes/esbg Beitrag anzeigen
Der einzige "Profiteur" der CO2 Abgabe ist der Finanzminister (ist ja nur wieder eine neue Steuer unter dem "Umweltmanterl"!


Man könnte das schon sinnvoll gestalten, aber



ich ahne schon, was beim zweitgrößten Parlament der Welt am Ende hint'n 'rauskommt:

Noch mehr Sch...

Sinnvolles hat bei der Kleptokratie unter Mutti Seltenheitswert.

Verfasser:
crink
Zeit: 23.04.2019 09:49:16
7
2775393
Moin,

CO2-Abgaben bieten ja vielfältige Möglichkeiten. Ich bin gespannt, welche bei der konkreten Ausgestaltung genutzt werden und wie die Ungleichbehandlung von Strom und Gas in Bezug auf die Abgaben dabei abgebaut wird:

- Energiesteuer für Gas liegt bei 0,55 Cent/kWh, Stromsteuer bei 2,05 Cent/kWh
- EEG-Umlage auf Gas bei 0 Cent/kWh, auf Strom bei ca. 6,4 Cent/kWh
- Konzessionsabgabe auf Gas ist weniger als die Hälfte als auf Strom
- CO2-Zertifikate kosten für Gas 0 Cent/kWh und für Strom momentan 1,3 Cent/kWh


Eine sinnvolle CO2-Abgabe müsste diese Kriterien erfüllen:

- Sektorübergreifend ein einheitlicher Preis, damit dort am meisten CO2 gespart wird wo die Ersparnis am leichtesten erreicht werden kann.

- Abschaffung der bisherigen Energie-/Stromsteuer, der Bundeshaushalt bekommt die bisherige Summe aus der CO2-Abgabe bezahlt

- EEG-Umlage wird von der CO2-Abgabe finanziert

- Konzessionsabgabe wird angeglichen (oder gleich abgeschafft und die Gemeinden werden kostenneutral direkt an der CO2-Abgabe beteiligt)

- CO2-Zertifikate werden von der CO2-Abgabe bezahlt

- Das ganze aufkommensneutral, so dass in Summe durch die Verbraucher keine zusätzlichen Kosten gezahlt werden müssen.

- Da durch die CO2-Abgabe in Zukunft die CO2-Emissionen sinken und die Einnahmen deshalb sinken muss ein ausgleichender Mechanismus die Höhe der CO2-Abgabe langsam steigern. Diese Steigerung wird durch sinkende EEG-Ausgaben ab 2021 gebremst.

- Die initiale Höhe so einer Abgabe sollte mit mindestens 60 EUR/t CO2 beginnen - damit ließen sich die oben genannten Punkte gut abdecken.

- Überschüsse wären für die Akzeptanz sinnvoll - mit direkter Rückzahlung pro Kopf.

Schaun wir mal was bei der aktuellen Diskussion herauskommt...

Viele Grüße
crink

Verfasser:
Karl-Heinz Groß
Zeit: 23.04.2019 10:09:02
5
2775396
Wisst ihr wie Prohibition entsteht? Genau so. Ich fahre dann mit meinem Anhänger nach Luxenburg oder Polen zum Einkaufen von Heizöl.

Verfasser:
Benn1904
Zeit: 23.04.2019 10:31:45
0
2775401
Zitat von de_koepi Beitrag anzeigen
Dein Wissen ist deutlich unbrauchbar. Schon der erste Google-Treffer zu "Strommix Deutschland CO2" zeigt, dass deine Prämisse von 1.000g CO2/kWh voll daneben liegt.

Die Filterblase von Google steuert das Denken;)
Ich denke es war offensichtlich, dass ich mit groben Daumenwerten gerechnet habe. Die genaueren Werte setzen wir dann in die Rechnung ein, wenn es relevant wird.

Genau deine Argumentation habe ich mit "sozialisieren" der Kosten gemeint. Das klappt natürlich prima. Dann muss der Verursacher nicht für die echten Kosten aufkommen, sondern die Allgemeinheit zahlt.
ich will aber nicht für das CO2 zahlen, das andere verursachen.

Da ist eine "Firma", die Verantwortet die Erzeugung von zusätzlichen 300.000t CO2 und sollen nur für ein Drittel davon zahlen?
Der EE Strom ist begrenzt und reicht nichtmal für den aktuellen Strombedarf. Wenn einer 500GWh zusätzlichen Strom zieht, hat man nicht automatisch 200GWh mehr EE im Netz, damit der Google-Wert stimmt, sondern der Zusatz wird in D fossil erzeugt. (Die Mittelwerte der fossilen Strom-Erzeugung kannst du gerne Googeln).

Anders sieht es natürlich aus, wenn "die Firma" zum Wechsel auf Strom zeitgleich entsprechende EE-Quellen aufbaut. Dann stimmt auch die Google-Zahl wieder.

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 23.04.2019 10:43:36
0
2775408
@ sukram
Bei deiner schönen Balkengrafik fehlt Österreich, denn wir sind Abgabenmäßig noch höher als D angesiedelt!!
Wobei die darin getroffene Aufzählung noch nicht einmal die ganzen Abgaben enthält, denn bei uns gibt es besonders im KFZ Bereich noch einige sehr wesentliche Abgaben obendrauf!

Verfasser:
rman
Zeit: 23.04.2019 12:19:42
3
2775434
Zitat von Karl-Heinz Groß Beitrag anzeigen
Wisst ihr wie Prohibition entsteht? Genau so. Ich fahre dann mit meinem Anhänger nach Luxenburg oder Polen zum Einkaufen von Heizöl.

Das Ganze soll natürlich EU weit eingeführt werden.

Mir ist es Recht wenn die Flüge sich ums das dreifache verteuern. Das Kilo Fleisch dann keine 2,49€ kostet und der liter Benzin sich auch verteuert.

Aber bitte dieses Geld sinnvoll anlegen und nicht wie einige Linke eine Bürgerdividende an alle ausschütten wollen.

Sinnvoll wäre:
- Schulen / Unis /Ausbildung
- Digitalisierung, Infrastruktur


Aber nicht:
- Bürgergeld
- Schneeballsysteme wie Rente
- Entwicklungshilfe nach Indien oder China
- Waffenhilfe
- Agrarsubventionen
- etc.

Probleme die ich sehe:
- die unfähigen von Lobbyverbänden infiltrierten Politiker werden nix sinnvolles auf die Reihe bekommen
- Geld verschweindet irgendwo
- EEG Umlage und weiterer Unsinn werden nicht abgeschafft

Verfasser: Hannes/esbg
Beitrag entfernt. Grund: Nicht zum eigentlichen Thema gehörig (siehe Forumsregeln)
Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 23.04.2019 21:17:50
5
2775607
Zitat von rman Beitrag anzeigen
Aber bitte dieses Geld sinnvoll anlegen und nicht wie einige Linke eine Bürgerdividende an alle ausschütten wollen.



Hier irrst du aber gewaltig. Damit eine CO2-Steuer ihre Lenkungswirkung entfalten kann muss sie hinreichend hoch genug sein. Weil arme Haushalte einen viel höheren Anteil ihres Haushalteinkommens für Energie ausgeben und nur begrenzt ihren Konsum reduzieren können, würde ohne Ausgleichmechanismus dies die soziale Lage der unteren Schicht(en) massiv verschlechtern.

Dies würde auch die Akzeptanz für eine derartige Steuer reduzieren.

In der idealtypischen Variante ziehst du die Steuer ordentlich nach oben und verteilst das Geld gleichmäßig wieder auf. Wer dann besonders CO2-arm lebt, kriegt dann eben mehr wieder, als an erhöhten Steuern gezahlt wurde und die entsprechende Lenkung stellt sich ein.

Verfasser:
SolarMB
Zeit: 23.04.2019 21:26:28
1
2775609
Ähm, wann hatte eine Steuer in diesem Land jemals eine steuernde Wirkung? Wohin wandern z.B. die KFZ-Steuer und Maut? In den Straßenbau? ...

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 23.04.2019 22:24:50
0
2775636
Zitat von SolarMB Beitrag anzeigen
Ähm, wann hatte eine Steuer in diesem Land jemals eine steuernde Wirkung? Wohin wandern z.B. die KFZ-Steuer und Maut? In den Straßenbau? ...


Du vermengst hier etwas. Steuern sind per Definition zweckungebunden. Und abgesehen davon:


- Wieso ist der Dieselanteil in Deutschland (Europa) viel höher als in anderen Ländern / Kontinenten?

- Welche Wirkung hatte die Einführung der Alkopopsteuer, Erhöhung der Tabaksteuer?


Der Lenkungszweck ist sicherlich nicht der einzige Zweck (Fiskal-, Umverteilungszweck), aber im Regelfall gegeben, häufig sogar unerwünscht (Verzerrungseffekte).

Verfasser:
SolarMB
Zeit: 23.04.2019 23:05:02
1
2775648
Nun, wenn Steuern zweckungebunden sind macht eine CO2-Steuer noch weniger Sinn. Wir sollten daher vorsichtig sein jede weitere Steuer herbeizudiskutieren. Wir alle zahlen eh schon viel zuviel an unserem Staat.

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 23.04.2019 23:29:24
2
2775653
Zitat von SolarMB Beitrag anzeigen
Nun, wenn Steuern zweckungebunden sind macht eine CO2-Steuer noch weniger Sinn. Wir sollten daher vorsichtig sein jede weitere Steuer herbeizudiskutieren. Wir alle zahlen eh schon viel zuviel an unserem Staat.


Nur als Steuer macht so was Sinn, weil du das kaum als Beitrag oder Gebühr rechtskonform verordnen lassen kannst. Außerdem ist dies die (rechtliche) Voraussetzung dafür das Geld möglicherweise wieder zurückzubezahlen.

In Deutschland haben wir außerdem weniger ein Steuer-, sondern vielmehr ein Sozialabgabenproblem, was u.a. auch daran liegt, dass man bestimmte Dinge (GRV,GKV) nicht aus Steuermittel bezahlt, was pro Kopf wesentlich günstiger wäre.

Die CO2-Steuer soll ja aber weitgehend aufkommensneutral sein, d.h. hier geht es ja wirklich nur um die Lenkung.

Außerdem sollte man bei allem gejammer über die Steuer und Abgabenlast nicht vergessen, dass man dafür auch einiges geliefert bekommt. Die Abgaben- und Staatslast mag höher sein als in den USA. Aber werde da mal krank oder schaue dir da mal die Infrastruktur an. Da gibt es Gegenden, da sieht es so aus, wie man sich ein Dritte-Welt-Land so vorstellt.

Verfasser:
rman
Zeit: 24.04.2019 07:44:18
3
2775677
Steuern sind Zweckgebunden?

Wird die Kaffeesteuer für die Unterstützung des deutschen Kaffeeanbaus verwendet?
Oder gibt es eine Sozialsteuer um den Sozialhaushalt zu füllen?


Steuern werden zweckgebunden erhoben, dann wandert das viele Geld in einen großen Topf und wird an den am lautesten schreienden Minister verteilt.


Das Geld aus der CO2 Steuer,so sie kommt, sollte vernünftig angelegt werden und nicht im Giesskannenprinzip verteilt, damit sich einige mehr Konsum leisten können.

Z.B könnte man auf Lebensmittel des täglichen Bedarfs die MwSt auf 0% senken. Schulen/Kindergärten könnten wirklich kostenlos gemacht werden.

Und wenn sich der ein oder andere keinen Urlaub auf Malle leisten kann, dann ist das gut so.

Verfasser:
rman
Zeit: 24.04.2019 07:47:45
1
2775679
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
Außerdem sollte man bei allem gejammer über die Steuer und Abgabenlast nicht vergessen, dass man dafür auch einiges geliefert bekommt. Die Abgaben- und Staatslast mag höher sein als in den USA. Aber werde da mal krank oder schaue dir da mal die Infrastruktur an. Da gibt es Gegenden, da sieht es so aus, wie man sich ein Dritte-Welt-Land so vorstellt.



Dafür gibt es in Deutschland Gegenden die wie aus dem Ei gepellt aussehen, nur wohnt da keiner.
Weil die klugen Politiker das viele Geld in strukturschwache Regionen gesteckt haben wo die jungen Leute keine Arbeit finden.

Es gilt: weniger Abgabenlast -> mehr Verantwortung in privater Hand -> besser für alle.

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 24.04.2019 08:15:07
3
2775685
Ich hatte es schon öfters geschrieben , eine co2 Steuer würde mehr bewirken wie jede Förderung.

Dazu stehe ich immer noch .

Eine Förderung hat fast immer nur einen Mitnahmeeffekt , der aus Steuermitteln finanziert wird.

Eine co2 Steuer würde Finanzmittel bringen.

Was würde denn bei einer gerechten Steuer nach umweltschädlichkeit geschehen , wenn diese planbar teurer werden würde ,,?

Ich meine sie würde viele Menschen bewegen diese Steuer einzusparen bzw. Zu verringern in dem sie sich umweltbewusste verhalten würden .

Manche würde etwas an ihrem Haus verbessern was Energie spart.

Manche Mieter würden vielleicht etwas energiesparende leben und vielleicht auch mal auf eine Flugreise verzichten , auf der deutschen liebstes Hobby.

Aber es wird auch Menschen geben , die es sehr hart treffen würde und da müsste der Staat also wir ausgleichend helfen .

Wie war die Aussage von freyday for Future?

Die können nur fordern , die Politik muss es umsetzen .

Kohle wird verströmt, weil dies billige Energie liefert . Gruss könnte verströmt werden , wäre sauberer aber leider etwas zu teuer .

Der Preis für co2 zertifikate steigt und sollte dies ändern , aber da wird die Politik garantiert aus Steuermitteln helfen .

Weil die Versorger mit der Sicherheit drohen, haben sie unsere Regierung in der Hand wie Marionetten.

Wie gesagt nur die Meinung eines einfachen Handwerkers.

Verfasser:
wpibex
Zeit: 24.04.2019 08:22:38
0
2775687
ich hätte nichts gegen eine CO2-Steuer,
wenn dafür die Bagatellsteuernabgeschafft würden
und natürlich die CO2-freie nukleare Stromerzeugung von Steuern wie "Stromsteuer",...
befreit würde.
Zusätzlich könnte man noch alle CH4 erzeugende Tierhaltung besteuern.
Also Kuh- und Pferdesteuer,...

Verfasser:
Benn1904
Zeit: 24.04.2019 08:57:48
0
2775695
Noch mal ne Zusammenfassung, damit das Thema nicht zerfasert:

1) CO2-Besteuerung ohne Zusatzmaßnahmen führt in D wegen dem hohen CO2-Anteil im Grenzstrom zu einer falschen steuernden Wirkung, weil die CO2-Verursacher nicht mit den vollen CO2-Kosten beaufschlagt werden, sondern eine "Sozialisierung" stattfindet. Die Masse zahlt für die Verursacher, der CO2-Ausstoß erhöht sich.

2) Um neben dieser Ungerechtigkeit noch weitere Ungerechtigkeiten zu vermeiden (zu erzeugen?) sollten andere Steuern und Gebühren reduziert werden.

3) Um einer Erhöhung des CO2-Ausstoßes wegen 1) und 2) entgegenzuwirken, sind zusätzliche Regelungen notwendig, wie z.B. die Effizienzsteigerung muss höher sein als das Verhältnis von Grenzstrom-CO2-Ausstoß zu aktuellem CO2-Ausstoß.

oder

4) Jeder, der durch Wechsel von Fossil zu Strom oder durch zusätzliche Stromverbraucher (z.B. Neubau EFH) eine Erhöhung des CO2-Ausstoßes verursacht (Grenzstrom-CO2), ist verpflichtet entsprechend mit einer eigenen zusätzlichen EE-Erzeugung dagegen zu wirken, damit sich der deutsche Strommix beim CO2 nicht verschlechtert. (Bevorzugt mit WKA, weil gleichverteiler)

Damit das hier nicht zu langweilig wird ;);)

Gruß
Benni

Verfasser:
rman
Zeit: 24.04.2019 09:08:45
0
2775697
Zitat von wpibex Beitrag anzeigen
]
Also Kuh- und Pferdesteuer,...


Klar doch. Natürlich wird man nicht die Zahnarzttochter zur Kasse bitten weil sie einen Gaul auf der Wiese hält, aber die kommerzielle Fleischproduktion muss auch mit dieser Steuer belegt werden. Dabei rechnet man das Methan in CO2 Äquivalent um.

Dadurch wird das Fleisch teurer.

Und hier sehen wir schon das Problem. Man müsste für alle Produkte die CO2 Äquivalente bestimmen und auch ständig aktuell halten.
Wenn z.B. eine neue Rasse Kuh erdacht wird, die weniger pupst, dann muss auch die CO2 Steuer dafür sinken.


PS: kann mir jemand erklären warum der Zahnwalt seinen Gaul/Jacht mit einem unversteuerten Anhänger ziehen darf ich aber für meinen Anhänger KFZ Steuer zahlen muss?

Das deutsche Steuersystem muss zuerst entschlackt und revolutioniert werden. Dann kann man sich Gedanken um eine CO2 Steuer machen.

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 24.04.2019 09:12:16
0
2775699
"Jeder, der durch Wechsel von Fossil zu Strom oder durch zusätzliche Stromverbraucher (z.B. Neubau EFH) eine Erhöhung des CO2-Ausstoßes verursacht (Grenzstrom-CO2), ist verpflichtet "

Ah ja , wenn man von einer fossilen Heizung auf eine Stromleitung umstellt , so wie ich es getan habe , erhöht man den Stromverbrauch und damit den co2 Ausstoß bei der Stromerzeugung bei der fossilen Stromerzeugung.

Der eingesparte co2 Ausstoß durch das nicht mehr verbrannte Erdgas im eigenrm Haus darf also nicht gegen gerechnet werden ?


Wie kommt man eigentlich 1000g/ kWh fossilen strom ?

Angegeben wird für diesen Bereich ein Wert von 640g/ kWh co2 und das auch noch für 2014 . Seitdem hat sich in diesem Bereich nicht mehr viel getan an co2 Reduzierung?

Übrigens rechne ich auch mit dem strommix für meine Wpen , mein eigener pv Strom verbessert diesen Wert noch einmal .

Ps: wenn so manche Firma nicht den Strom so billig in den arsch geblasen bekommen würde , sondern eigenen EE Strom ohne Abgaben nutzen dürfte , würde sich da auch eine Menge tun .

Verfasser:
Karl-Heinz Groß
Zeit: 24.04.2019 09:16:42
0
2775702
Zitat von wpibex Beitrag anzeigen
ich hätte nichts gegen eine CO2-Steuer, wenn dafür die Bagatellsteuernabgeschafft würden und natürlich die CO2-freie nukleare Stromerzeugung von Steuern wie "Stromsteuer",... befreit würde. Zusätzlich könnte man noch alle CH4 erzeugende Tierhaltung besteuern. Also Kuh- und Pferdesteuer
Und in jede Toilette kommt ein Methanzähler, der die Raumbelastung mist und direkt per Smartphone die Steuer an den Finanzminister überweist.

Utopisch!

Verfasser:
gnika7
Zeit: 24.04.2019 09:46:10
0
2775712
Zitat von Georg Fiebig Beitrag anzeigen

Ps: wenn so manche Firma nicht den Strom so billig in den arsch geblasen bekommen würde , sondern eigenen EE Strom ohne Abgaben nutzen dürfte , würde sich da auch eine Menge tun .[...]

Naja, bereits jetzt ist es mehr als sinnvoll.
Viessmann baut Zwei-Megawatt-Solarpark ohne EEG-Förderung
Würde der Gesetzgeber die Rahmenbedingungen für die Netznutzung entsprechend gestalten, würden das viel mehr machen.

Grüße Nika

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was bringt C02 Besteuerung
Verfasser:
gnika7
Zeit: 24.04.2019 09:46:10
0
2775712
Zitat:
...

Ps: wenn so manche Firma nicht den Strom so billig in den arsch geblasen bekommen würde , sondern eigenen EE Strom ohne Abgaben nutzen dürfte , würde sich da auch eine Menge tun .[...]
Naja, bereits jetzt ist es mehr als sinnvoll.
Viessmann baut Zwei-Megawatt-Solarpark ohne EEG-Förderung
Würde der Gesetzgeber die Rahmenbedingungen für die Netznutzung entsprechend gestalten, würden das viel mehr machen.

Grüße Nika
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