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Probleme mit Ochsner LWP
Verfasser:
schmidtz78
Zeit: 14.06.2019 09:13:15
0
2794779
Hallo, bei unserem Neubau wurde eine Ochsner AIR Basic 211 ( ELW 8 ) verbaut.
Kurz nach dem Einzug begannen die Probleme mit dem Gerät.

Dez.18 Einzug

März.19 MFG Modul defekt ( wurde auf Garantie getauscht )

April.19 über die Lautstärke das Außenteil beschwert lautes brummen/ dröhnen

Sie ist mit Abstand die lauteste Wärmepumpe in unserem Neubaugebiet. Im Vergleich zu Viesmann , Buderus u. AI
Jetzt heizt sie bei Legionellen Schutz Programm nicht mehr auf 60 Grad sondern nur bis 55 Grad, es wird immer wieder das Außengerät eingeschaltet bis auf max 56 Grad geheizt und wieder ausgeschaltet und das zig Mal hintereinander ( Zusatzheizung ist auf Automatik ).

Und mir ist aufgefallen das das Display am Innengerät wenn eigentlich aus ist dennoch leicht Blinkt.

Hier noch einige Daten zum Gerät.
Ochsner AIR Basic 211 C11B G1-1 mit PU300 Warmwasserspeicher ( Anlage hat keinen Puffer )
143 m2 Beheizte Fläche ( KFW55 Haus BJ 2018 )
Betriebsstunden 3832
Schaltzyklen 6780
Erzeugte Wärmeleistung ( inkl. Estrichprogramm und Warmwasser ) 11300 kwh
Warmwasser 2300 kwh
Abtauen 150 kwh
Verbrauchte Energie 5420 kwh
Uns wurde zugesichert dass die Anlage zuverlässig, leise und Effizienz ist. Im ganzen Baugebiet hat keiner mit seiner LWP solche Problem wie wir.

Da kann ich ja jetzt schon Geld für eine neue LWP zurücklegen.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 14.06.2019 10:32:35
0
2794796
Zuerst mal unbedingt dieses unsinnige, energievergeudende und zudem nicht wirklich hilfreiche "Legionellenschutzprogramm" deaktivieren!!!

Dann bitte mal ein bisschen mehr Informationen über die gesamte Anlage berichten.

Ist eine Warmwasserzirkulation vorhanden?
Gibt's Einzelraumregelung und Überströmventile?
Was für eine rechnerische Heizlast bei welcher Norm-Außentemperatur?

Habt ihr in der ersten Heizperiode schon mit dem unbedingt erforderlichen TA (https://www.haustechnikdialog.de/SHKwissen/2711/Thermischer-Abgleich) begonnen?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 14.06.2019 10:45:17
1
2794800
Übrigens sind die vom Hersteller angegebenen minimalen Werte der Verdichtermodulation ...

Betriebspunkt A2/W35
Heizleistung [kW]: 1,3-8,5

Betriebspunkt A7/W35
Heizleistung [kW]: 1,9-10,2

... wohl in der Praxis eher kaum möglich, da W35 in kfw55 sicherlich bei A2 oder A7 kaum erforderlich sein wird!

Die "nur" ~145 qm beheizte Fläche ... hoffentlich komplett ohne ERR!

Verfasser:
schmidtz78
Zeit: 14.06.2019 11:22:02
0
2794807
Hallo,

wir haben keine ERR, es wurde alles über die Durchflussmenge eingestellt.
Wir haben auch keine Warmwasserzirkulation oder Überströmventile.

Eine Heizlastberechnung haben wir leider nicht erhalten.
Das Haus verfügt auch über eine KWL Pluggit Avent P460

Eine richtige einweisung in die Anlage haben wir auch nicht wirklich erhalten.

Die einzigen Änderungen die wir vorgenommen haben sind.

Warmwasserbeladung nur zwischen 10Uhr und 17:00Uhr
Warmwassertemperatur von 55 auf 43Grad gesenkt
Raumtemperatur von 25 auf 20Grad gesenkt Tag/Nacht
Vorlauf von 40 auf 33Grad gesenkt
Nachtabsenkung aus

zu einem TA hat uns bis jetzt keiner was gesagt

Verfasser:
schmidtz78
Zeit: 14.06.2019 11:36:52
0
2794811
Mir ist ein Fehler unterlaufen.

Beheizte Fläche sind 163m2 nicht 143m2
Gebäudenutzfläche ist 244m2 inkl. Keller

Verfasser:
schmidtz78
Zeit: 14.06.2019 14:06:33
0
2794847
Anbei ein paar Bilder der Anlage beim Einbau

https://photos.app.goo.gl/2qRQScU8Hr4C7zyu8

Verfasser:
heizerhermann
Zeit: 14.06.2019 15:48:41
0
2794864
Hallo schmidtz78,
Sie haben also keinen Pufferspeicher und keine ERR- aber Sie haben doch an den Verteilerabgängen im Rahen des Hydr.Abgleichs die Durchflussmengen der einzelnen Heizkreise der jeweiligen Raumheizlast gemäß einstellen lassen.
Zu bedenken ist dabei, dass die Gesamtdurchflußmenge aller Heizkreise etwa der Mindestdurchflußmenge der WP entsprechen sollte. Aus Q/t= c x m/t x dT ergibt sich bei einer WP- von 10 kW und einem dT von ca. 7 K ein
m/t [m³/h] = 10 [kW] / (1,16 [kWh/m³K] x 7K]) = 1,2[m³/h]
Je nach der zur parallelen Versorgung des längsten Heizkreises notwendigen Drosselung der "kurzen" Heizkreise(= hydr.Abgleich) ist ein entsprechender Differenzdruck nötig, den die UP bei dem Mindestdurchfluß schaffen muß! An neuen Hocheffizienzpumpen kann man den Durchfluß alternativ zur Leistungsaufnahme angezeigt bekommen!
Übrigens: die meisten WP sind Rücklauftemperatur-geregelt- dementsprechend muß die Heizkurve um die WP-Spreizung niedriger angewählt werden.
Wenn Durchflussmenge und Heizkurveneinstellung stimmen, dann muß bei richtig dimensionierten Heizkreisen eine WP auch zufrieden stellend funktionieren.Die bisher erreichte, schlechte Arbeitszahl von 11300 kWh/5420kWh = 2,08 lässt vermuten, dass das Gebäude mit zu hoher Heizmitteltemperatur erst Trocken geheizt werden mußte!
MfG heizerhermann

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 14.06.2019 16:46:01
1
2794873
@schmidtz78.
Die Verlegeabstände der Heizrohre finde ich zum Teil recht weit ... hoffentlich sind die wasserführenden Wärmeaustauschflächen nicht starrköpfig mit völlig irrsinnigen Parametern nur zu der jeweiligen Raumheizlast gerechnet ... sind die Längen der einzelnen Heizkreise bekannt?

Gibt's in den Bädern zusätzlich mit Heizrohr belegte Quadratmeter Wand- oder Deckenfläche?

Würde definitiv versuchen die Berechnungen in schriftlicher Form zu bekommen!

@heizerhermann.
Ganze 7 Kelvin Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf bei Niedrigsttemperaturwärmeverteilung?

Dieser Wert wird bei solch einem Neubau ja wohl höchstens im tiefsten Winter bei geöffneten Fenstern gegeben sein!

Würde persönlich bei 5 K schon denken, dass das in Richtung Schmerzgrenze geht!

Verfasser:
schmidtz78
Zeit: 14.06.2019 17:20:33
0
2794878
In den Bädern sind noch zusätzliche Handtuchheizkörper.

Die Länge der einzelnen Heizkreise
DG
K1 98m K2 87m K3 87m Schlafen 119m Flur 27m
Bad 86m

EG
Bad 20m Flur 60m Gast 72m Wohn. 58m Wohn. 63m Essen 90m Küche 90m

KG
Flur 35m

Wohn, Essen und Küche sind ein großer Raum mit 4 Heizkreisen

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 14.06.2019 17:36:29
0
2794882
Oh Fuck ... die Längendifferenzen der 14 Flächenheizkreise sind definitiv nicht wirklich optimal ... aber ihr habt in eurem Neubau in 2018 nicht wirklich auch noch diese verflixten Hühnerleitern in den Bädern installiert bekommen?

Dann wird das Thema TA unter anderem wegen der Gefahr von thermischen Kurzschlüssen übelst wichtig und Du musst unbedingt in der nächsten Heizperiode damit beginnen!

Wird sicherlich nicht leicht und ob das mit für effiziente Betriebsweise einer Wärmepumpe einigermaßen passendem Heizwassertemperaturniveau funzen wird ist abzuwarten.

Also schonmal ein ordentliches IR-Thermometer besorgen!

Sind die Hühnerleitern eigentlich auch ohne Thermostate?

Verfasser:
schmidtz78
Zeit: 14.06.2019 17:59:38
0
2794889
Würde da dann misst gebaut? Die zwei Heizkörper in den Bädern haben Thermostate. Ist die Wärmepumpe evtl. falsch dimensioniert? Ich kenne mich da nicht wirklich aus.

Verfasser:
schmidtz78
Zeit: 14.06.2019 18:13:39
0
2794894
Ich habe bei den Fotos ein Foto ser verbauten Heizkörper hinzugefügt

Verfasser:
schmidtz78
Zeit: 14.06.2019 18:38:58
0
2794906
Ich habe noch aktuelle Fotos hinzugefügt

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 15.06.2019 08:21:54
1
2794983
Das die Installation von Handtuchtrocknern (Hühnerleitern) in Kombination mit Flächenwärmeverteilung und Wärmepumpe aus mehreren Gründen der allergrößte Bullshit ist, dass hätten dir die Planer Deiner Wärmepumpenanlage sagen müssen und der ausführende Installateur, hätte der Ahnung von Wärmepumpentechnik, hätte zumindest Bedenken anmelden sollen!

Zudem sind diverse Details, die auf https://photos.app.goo.gl/2qRQScU8Hr4C7zyu8 per Bild nachvollziehbar sind, genau so wie in den vielen anderen Fällen, in denen die Hausheizkreishydraulik zwar optisch schön aussieht, aber nicht für wirklich effiziente und materialschonende Betriebsweise beim Wärmepumpen geeignet ist.

Beispielsweise die fehlende Belegung der Fläche im Bad ...



... nicht nachvollziehbar warum das immer noch so gemacht wird, obwohl doch eigentlich mittlerweile jedem Laien klar ist:

http://aquarea.smallsolutions.de/index.php?title=Wie_sollte_die_W%C3%A4rmeverteilung_im_Idealfall_aussehen%3F#Jeder_Quadratmeter_ist_wertvoll_...


Aber was soll's - es ist wie's ist - mach das beste draus!

In den kommenden Heizperioden beginnst den thermischen Abgleich und optimierst die Anlage so gut es geht.

Bzgl. der Trinkwassererwärmung kannst ja sofort das Optimum versuchen.

Weißt Du zufällig die Größe der Wärmeaustauschoberfläche des im Trinkwasserspeicher integrierten Rohrwärmetauschers in Quadratmetern?

Verfasser:
schmidtz78
Zeit: 15.06.2019 09:42:01
0
2794994
Die freien flächen im Bad sind die Bodentiefen Duschen. Die Heizkörper kann ich ja zur Not abstellen. Als Wasserspeicher ist ein Ochsner PU300 verbaut. Bei dem TA muss ich mich einlesen da habe ich noch keinen Plan.

Verfasser:
JoRy
Zeit: 15.06.2019 09:48:55
0
2794996
Tja low ---
Es gibt halt Punkte, da redet man viele Jahre gegen Wände.
Auch hier im Forum habe ich schon dumme Kommentare bekommen, wenn ich
gepredigt habe unter Wanne und Dusche auch eng zu verlegen.

Es gibt halt immer noch Archis und HB die Thermodynamik nicht kennen.

Wer in 2019 noch mit VL von 40° fährt ist unbelehrbar.
Erlebe ich aber häufiger.

Wie du ganz richtig sagst sollte man eine Spreizung von 5 K im schlimmsten Winter
nicht brauchen.

Flächentemperierung funktioniert am besten als Ganzjahrestemperierung.
Wer mit 26-28° VL die Bodenbeläge auf 24-25° hält , hat sogar bei > 30°
AT im Hochsommer einen messbaren Kühlefekt.
Aber das ist eben Thermodynamik und für viele zu hoch.

Letzte Woche war ich in der Schweiz in MFHern und auch in einem Hotel.
Die fuhren jetzt im Juni mit Zeitprogrammen und mit "Aufholheizung" schoben sie
35-40° in die Böden.
Die Planung und der HB fährt also Flächentemperierung genauso wie HK-Anlagen.

Da erreicht man wenig mit Aufklärung.

Gruß JoRy

Verfasser:
schmidtz78
Zeit: 15.06.2019 10:11:55
0
2795002
Unter der Wanne wurde bei uns verlegt. Wir haben ja letzten Winter schon einiges an der Heizung nach unten reguliert da es einfach zu Warm im Haus war. Der unterschied zwischen VL und RL war letzten Winter 4k.Uns ist einfach wichtig effizient zu Heizen

Wurde evtl. die falsche Wärmepumpe gewählt?

Wir hattten nur Ochsner o. Rotex zur auswahl.

entschuldigt bitte die vielen Fragen, ich habe hier nur null Plan. Wir haben im Alten Haus mit einem Holzofen/Kamin geheizt ;-) und Watmwasser mit einem großen Elektroboiler.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 15.06.2019 11:58:48
0
2795033
Ähm ... PU 300 kann nicht sein, dass ist lt. Ochsner ein Pufferwasserspeicher!

Aber auf Deinen Fotos ist ganz klar zu erkennen, dass es ein Speicher ist, in den die thermische Energie per integriertem Rohrwärmetauscher ins Trinkwasser eingebracht wird.

Schau bitte nochmal genau nach dem Typenschild!

Ist's ein sp350mrWp1f, wäre das okay, denn der hat 4,5 qm Wärmeaustauschfläche.

Ist's aber ein sp300mTrs1f, wäre das kagge, denn der hat nur 1,5 qm Wärmeaustauschfläche!

Verfasser:
schmidtz78
Zeit: 15.06.2019 13:25:32
0
2795063
Ist ein SP300

Das nächste ist jetzt das warscheinlich eine zu laute Wärmepumpe verbaut worden ist.

Die ELW8 hat ja laut Ochsner 62dB(A)

Da wir in einem allgemeinen Wohngebit leben dürfte sie ja nur

Tag 55dB und Nachts 40dB haben.

Oder liege ich da falsch?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 15.06.2019 13:47:12
0
2795073
Neiiiin ... das mit dem SP300 ist bitte nicht wahr!

Du bist dir wirklich ganz sicher, dass die dir wirklich den Trinkwassererwärmer mit nur 1,5 qm Wärmeaustauschfläche installiert haben?

Bitte unbedingt nochmal prüfen - solch eine mickrige Oberfläche vom Rohrwärmetauscher wäre nämlich echt ein fataler Fehler!

Verfasser:
schmidtz78
Zeit: 15.06.2019 13:58:35
0
2795074
Doch ist der SP300

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 15.06.2019 14:05:31
0
2795077
In welcher Form ist denn diese Anlage beauftragt worden?

War das in der Art "Lieferung und Montage einer Wärmepumpenanlage"?

Falls nicht, würde ich den Planer und auch den Installateur um Stellungnahme zu den einzelnen Punkten bitten!

Der bei dir verbaute Trinkwasserspeicher z.b. ist definitiv nicht für's effiziente Wärmepumpen tauglich!

Verfasser:
schmidtz78
Zeit: 15.06.2019 14:14:12
0
2795079
Das Haus wurde über KMH geplant. Ürsprünglich war für das Haus eine Rotex HPSU compact mit 11kw vorgesehen. Der uns zugeteilte Instalateur hatte aber nur Ochsner.
In der Bauleistungsbeschreibung steht Rotex oder vergleichbar.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 15.06.2019 15:49:22
0
2795097
Ihr habt doch sicherlich eine EnEV-Berechnung bekommen!

Gib bitte mal die Daten im folgend verlinktem Tool ein: https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/enev-heizlast.html

Verfasser:
schmidtz78
Zeit: 15.06.2019 18:05:09
0
2795123
das ist rausgekommen,

Transmissionslast: 4493 W
+ Lüftungslast: 362 W
+ Warmwasserlast: 500 W
= Gesamte Heizlast: 5356 W

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Probleme mit Ochsner LWP
Verfasser:
schmidtz78
Zeit: 15.06.2019 18:05:09
0
2795123
das ist rausgekommen,

Transmissionslast: 4493 W
+ Lüftungslast: 362 W
+ Warmwasserlast: 500 W
= Gesamte Heizlast: 5356 W
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