Cookies erleichtern die Bereitstellung der Dienste auf dieser Website. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden.

Alle
Foren
Auswirkung Einstellung der Tellerventile untereinander
Verfasser:
kadauz
Zeit: 31.07.2019 08:08:09
0
2808856
Hallo zusammen,

ich betreibe eine Zehnder Q350. Ich kenne mich mit Strömungslehre leider nicht so recht aus, hoffe mein Anliegen ist verständlich.

Meine Zulufttellerventile lassen sich in 24 Stufen einstellen. Nun stelle ich fest, dass je kürzer die Rohre sind, die Luft entsprechend mehr durchströmt (höherer Druck?). Dementprechend kommt an den längsten Rohren gefült weniger an.

Frage:
Wenn ich an den kurzen Rohren die Öffnungen der Tellerventile verringere, bekommen die längeren Rohre mehr Druck und somit mehr Volumen ab?

Ich habe leider keine Möglichkeit, mir teure MEssinstrumente zuzulegen. Mein Einbaubetrieb gibt es leider nicht mehr.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 31.07.2019 08:13:18
1
2808857
Hi

Einen Anemometer kann man für einen Tag zum Einmessen (im Internet) günstig ausleihen.

Mit Pi mal Daumen über Druckverlust wirst du nicht weit kommen, insbesondere da die Q350 sinnvollerweise den Druck dynamisch anpasst um den eingestellten Gesamtvolumenstrom sicherzustellen.

Grüße Nika

Verfasser:
passra
Zeit: 31.07.2019 08:16:13
2
2808859
Ja.
Bei den kurzen Verbindungen ist der Strömungswiderstand für die Luft niedriger als bei den langen Verbindungen. Du erhöhst durch das Zudrehen quasi den Widerstand der kurzen Verbindungen. Die Luft geht (wie Wasser auch) immer den Weg des geringsten Widerstands und verteilt sich neu; es geht nach den Zudrehen weniger durch den kurzen Weg, dafür mehr durch den langen.
Da die Zehnder gleichzeitig das Volumen konstant hält, kannst du durch Auf- und Zudrehen der Ventile die Luft umverteilen.

Wie Nika aber schreibt, ist das nur subjektiv, die Luftmengen weißt du dann immer noch nicht.

Verfasser:
kadauz
Zeit: 31.07.2019 09:11:20
0
2808864
Ok, danke mal für die Antworten. Heißt also, wenn man sich nicht nur auf seine Nase verlassen möchte, muss so ein Gerät her.

@Nika
Hast Du eine Bezugsquelle?

Verfasser:
gnika7
Zeit: 31.07.2019 09:17:31
0
2808867
Hi,

ich habe mein Gerät bei luftladen.com kostenlos ausgeliehen, weil ich auch Material von dort hatte. U.U. verleihen die es auch gegen Leihgebühr.

Grüße Nika

Verfasser:
kadauz
Zeit: 31.07.2019 11:12:34
0
2808896
Habe einen Shop gefunden, der mir das Teil für ca. 90€ pro Woche verleiht.

Kann mir noch jemand einen Rat geben, wie ich bei der Einmessung und daraus resultierenden Einstellung vorgehen soll?

Verfasser:
gnika7
Zeit: 31.07.2019 13:41:30
0
2808952
Zitat von kadauz Beitrag anzeigen

Kann mir noch jemand einen Rat geben, wie ich bei der Einmessung und daraus resultierenden Einstellung vorgehen soll?

Einfach die Anleitung von Zehnder befolgen.
Ich habe mit den Ventilen angefangen, die die kürzeste Anbindung hatten. Hat funktioniert. Keine Ahnung, ob man besser vorgehen kann.
Vielleicht meldet sich @KleinTheta dazu...

Verfasser:
NeuDLi
Zeit: 01.08.2019 22:08:34
1
2809432
Auch wenn die KWL-Hersteller etwas anders suggerieren (durch angeblich genaues Berechnen von Drosselscheiben etc.): man kann das realistisch nur messen! Wer will schon in einem so komplexen System wie einer KWL-Verrohrung den exakten Widerstand jeder Leitung berechnen... unmöglich. Und an sich gehört das für einen vernünftigen Installateur auch zur Leistung (macht aber keiner, ich weiß).

Dafür kann man sich natürlich für div. 100€ ein kalibriertes Messgerät kaufen. Für den Hausgebrauch kann man sich auch aus einem großen Trichter und einem günstigen Flügelrad-Anemometer so ein Messgerät bauen, das kostet dann weniger als 50€. Das ist dann natürlich kein bisschen kalibriert, d.h. man kann keine Absolutwerte ablesen (allerdings waren die, die mein Installateur mit so einem sauteuren Testo-Gerät gemessen hat, auch total unplausibel).

Auf den Absolutwert kommt es nicht an, die Relativwerte kann man so aber einstellen. Die Reproduzierbarkeit ist bei meinem Selbstbaumessgerät sehr gut, die Genauigkeit dürfte daher vollkommen ausreichen.

Verfasser:
kadauz
Zeit: 12.08.2019 10:24:23
0
2812233
Zitat von NeuDLi Beitrag anzeigen
Auch wenn die KWL-Hersteller etwas anders suggerieren (durch angeblich genaues Berechnen von Drosselscheiben etc.): man kann das realistisch nur messen! Wer will schon in einem so komplexen System wie einer KWL-Verrohrung den exakten Widerstand jeder Leitung berechnen... unmöglich. Und an sich[...]


OK, danke für die Info. Wenn ich so ein Teil selbst baue und aus der Windgeschwindigkeit das Volumen ausrechen möchte, muss ich doch den Querschnitt der Messöffnung (des Anemometers) mit der Windgeschwindigkeit multiplizieren, richtig?

Verfasser:
micha_el
Zeit: 12.08.2019 10:43:26
1
2812248
mann kann auch ganz einfach einen 200l "Müllsack" auf den Auslass kleben und stoppen wie lange es dauert bis sich die Tüte nahezu gefüllt hat.

Da sieht man schon mal die Größenordnung, ob 50l/min raus kommen oder 500l/min

Verfasser:
NeuDLi
Zeit: 12.08.2019 22:55:09
0
2812495
Zitat von kadauz Beitrag anzeigen
OK, danke für die Info. Wenn ich so ein Teil selbst baue und aus der Windgeschwindigkeit das Volumen ausrechen möchte, muss ich doch den Querschnitt der Messöffnung (des Anemometers) mit der Windgeschwindigkeit multiplizieren, richtig?


Vergiss das wieder... das kriegt man realistisch nicht genau genug hin, denn hier kommt das Trichtervolumen, div. Reibungskoeffizienten, Druckverluste und und und hinzu. Nicht umsonst sind die Kaufgeräte der Profis daher mehrere 100€ teuer. Nicht (nur) wegen der Hardware, sondern wegen der Kalibrierung! Und wie bereits geschrieben, mein Typ hatte so ein teures Testo-Trichter-Ding. Laut ihm kam im Wohnzimmer aus beiden Auslässen JEWEILS so ca. 60 m3/h raus... völliger Quatsch, bei 180 m3 Nennlüftung im ganzen Haus. Nach meiner Messung sind es jetzt bei beiden Ventilen insgesamt knapp über 50 m3. Wo da das teure Testo genau sein soll... Ein günstiges Anemometer (auf möglichst großen Durchmessen vom Rad achten!) und ein großer Trichter (ca. 200mm) reichen. Spitze abschneiden, Anemometer dicht ankleben, fertig. Foto gerne auf PN.

Mach es so: nimm die Luftmenge, die von der Anlage vorgegeben wird (hoffentlich konstantvolumengeregelt), die setzt du ins Verhältnis der jeweiligen Werte, hier kann man m/s nehmen. Also (Gesamt-Volumen / Summe Einzelwerte) * Einzelwert = in etwa Volumen pro Ventil. Das reicht für die Genauigkeit vollkommen aus und es ist völlig egal, welchen Wert vom Anemometer man nimmt. Wie man sowas grundsätzlich macht, also Vorgehen bei der Einstellung, ist hoffentlich bekannt, sonst gerne fragen.

Aktuelle Forenbeiträge
Mala1986 schrieb: Hej Gunar, danke für deine Antwort! Du machst mir Mut das DOM bald wieder auftaucht! Ich habe echt keine Ahnung was...
Sockenralf schrieb: Hallo, das passiert, weil die Therme gar nicht weiß, wie warm es in den Räumen wirklich ist, sie DENKT sich das nur Hast...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
Hersteller von Tanks und Behältern aus
Kunststoff und Stahl
Lüftungs- und Klimatechnik vom Produkt zum System
Website-Statistik