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Fragen zur Optimierung Fußbodenheizung
Verfasser:
DJBeatMaster
Zeit: 04.08.2019 11:39:35
0
2810043
Hallo zusammen,

wir wohnen seit 3 Jahren in unserem Neubau mit ca. 140 qm Wohnfläche und überall Fußbodenheizung. Als Heizung haben wir eine Nibe Solewärmepumpe F1245 (6 KW) mit Grabenkollektoren in ca. 1,20m Tiefe.

Wir haben in allen Räumen ERR verbaut.

Bei der Hausübergabe sagte uns der Heizungsbauer dass wir sämtliche ERR voll aufdrehen sollen (30 Grad) und so lassen sollen, da die Raumtepmeratur ja über die Vorlauftemperatur in Abhändigkeit von der Außentemperatur geregelt wird mit der entsprechenden Heizkurve.

Außerdem sei unser Heizungssystem hydraulisch abgeglichen und für die Wärmepumpe sei dies am effektivsten.

Wir haben lediglich 3 Räume die wir weniger beheizen (u.a. Schlafzimmer). Hier haben wir die ERR auf ca. 17-20 Grad eingestellt.

Ich habe mich auch ehrlich gesagt nie weiter um die Fußbodenheizung gekümmert weil ich es für nicht notwendig hielt. Lediglich die Heizkurve habe ich um einen Punkt erhöht, weil meine Frau es gerne etwas wärmer mag (ca. 22-23 Grad).

Mit dieser Einstellunng fahren wir nun schon seit 2 Winter gut und fühlen uns auch wohl. Alle ERR (bis auf 3 Räume) sind voll geöffnet und die Wärmepumpe läuft im Automatikbetrieb.


Da ich gerade ein paar Homematic IP Produkte installiere, habe ich gesehen dass diese auch einen Fußbodenaktor haben. Ich weiss aber ehrlich gesagt nicht ob das auch wirklich notwendig ist wegen der Wärmepumpe. Wie bereits erwähnt sagte man uns dass es die Wärmepumpe nicht mag wenn zu wenig Kreise offen sind.

Wir sind tagsüber alle außer Haus beim Arbeiten / Schule etc und kommen erst spätnachmittag/abends nach Hause.

War hier am Überlegen ob man nicht evtl. die Temperatur nachts und tagsüber absenken könnte und nur wenn wir zuhause sind etwas erhöht.

Habe dann gesehen dass es bei Fußbodenheizungen 2 Typen von Stellantrieben gibt (NO / NC).

Als ich dann meine Fußbodenheizung mal näher betrachtete stellte ich fest, dass bei mir Stellantriebe vom Typ NC (Salus T30NC230) verbaut wurden. Das heisst sie benötigen 365 Tage im Jahr Strom weil die ja immer geöffnet sind.
Habe 15 Stellantriebe verbaut. Dies macht Stromkosten von ca. 110 Euro pro Jahr (SCHOCK).
Meine Fußbodenklemmleiste ist ebenfalls von Salus Typ KL06. Alles in 230V Ausführung.

Warum hat man hier keine vom Typ NO verbaut wenn die Kreise eh alle offen sein sollen ?

Ich habe nun mal meinen Heizungsbauer angeschrieben und bin über seine Meinung sehr gespannt.

Ansonsten bin ich echt am überlegen ob ich die Stellantriebe abklemmen soll oder könnte ich auf NO umrüsten ??

Kenne mich hier aber nicht aus ob man evtl. an den ERR was umklemmen muss.

Die ERR sind vom Typ "Salus RT100". Es wurden 2 adrige Kabel von den ERR zum Verteiler (im Flur) gelegt. Ein Kabel ist auf "COM" angeschlossen, das andere auf "NO" (normally open).

Warum ist in den ERR ein Kabel auf NO angeklemmt, obwohl ich Stellantriebe vom Typ NC habe ??


Tut mir leid falls es ein bisschen durcheinander ist, bin aber momentan echt geschockt pro Jahr ca. 110 Euro für nichts ausgegeben zu haben,


Was meint ihr ? Was ist sinnvoll bzw. wie sollte ich nun weiter vorgehen ??

Stellantriebe abbauen ?
Stellantriebe auf NO tauschen ?

Wie sinnvoll wäre eine smarte Fußbodenheizung von Homematic IP ?
Ist das gut (effektiv) für die Wärmepumpe ??
Da nur 2 adrige Kabel zu den ERR verbaut wurden, würde ich eh Funkthermostate
benutzen.


Danke im Voraus für Eure Antworten.

Verfasser:
Tommeswp
Zeit: 04.08.2019 11:47:41
6
2810046
Und täglich grüßt das Murmeltier.

Stellantriebe an den HKV abschrauben, gesamte Raumregelung samt Stellmotoren stromlos machen, hydraulisch / thermischen Abgleich machen, fertig.

Zeitweise am Tag die FBH absenken ist Unsinn.
Ebenso ne angeblich smarte Fußbodenregelung.

Verfasser:
DJBeatMaster
Zeit: 04.08.2019 12:21:26
0
2810059
Hallo Tommeswp,

tut mir leid wenn dies hier ständig wiederholt wird, aber je mehr ich hier im Forum gelesen habe, desto unsicherer wurde ich.


Was mache ich aber mit meinen 3 weniger beheizten Räumen ?

Eigentlich könnte ich doch alle Stellantriebe bis auf diese 3 abbauen.

Die 3 verbleibenden Räume regle ich dann eben nur in der Heizperiode und im Sommer wird die Sicherung gezogen.

Verfasser:
Tommeswp
Zeit: 04.08.2019 12:31:20
1
2810061
Die 3 Räume bekommen einfach weniger Volumenstrom.

Verfasser:
OldBo
Zeit: 04.08.2019 12:38:02
0
2810063
Aber die 3 Stellantriebe können bleiben, müssen aber bei dem Thermischen Abgleich mit einbezogen werden. Danach kann dann ruhig einmal ein Raum gedrosselt werden.

Verfasser:
Tommeswp
Zeit: 04.08.2019 12:52:08
1
2810064
Zitat von OldBo Beitrag anzeigen
Aber die 3 Stellantriebe können bleiben,

Wenn die 3 Räume permanent etwas weniger beheizt werden sollen, wozu sollen die 3 Stellantriebe dann unnütz Strom verbraten?
Wie schon gesagt, den 3 Räumen einfach weniger Volumenstrom geben und sämtliche ERR deaktivieren.

Verfasser:
OldBo
Zeit: 04.08.2019 13:06:09
0
2810071
Okay, wenn es dann sein soll. Aber dann werden die Räume irgendwann nicht wärmer >))

Verfasser:
DJBeatMaster
Zeit: 04.08.2019 13:11:24
0
2810072
Bei den 3 Räumen handelt es sich um Schlafzimmer und 2 Kinderzimmer.

Wie bereits erwähnt habe ich eine Heizkurve gewählt so dass wir ca. 22-23 Grad erreichen.

Diese Temperatur möchten wir aber in den 3 genannten Räumen nicht haben.

Im Schlafzimmer haben wir ca. 17 Grad und in beiden Kinderzimmern reichen ca. 21 Grad voll aus da diese 3 Räume vorrangig nachts genutzt werden. Unsere Kinder spielen noch nicht überwiegend in Ihren Zimmern.

Folglich könnte ich den Stellantrieb im Schlafzimmer ebenfalls entfernen und den Volumensstrom reduzieren. Wird zwar bestimmt eine zeitlang brauchen.

In den beiden Kinderzimmern möchte ich das aber eigentlich nicht machen und hier flexibel bleiben.

Aber das wären dann eben 6 Watt wärend der Heizperiode.

Oder es gibt doch noch eine Möglichkeit die Stellantriebe auf NO umzurüsten.


Achja, noch eien Frage. Wenn ich die Stellantriebe entferne muss ich dann irgendetwas auf den HKV anbringen um die "Stifte" zu schützen ? Eigentlich nicht oder ??

Verfasser:
Kajjo
Zeit: 12.08.2019 22:01:29
0
2812469
Interessant!

Sehen das alle anwesenden Profis hier so? Dass man Einzelraumregler eigentlich gar nicht braucht und eventuell abweichende Temperaturen in einzelnen Räumen anders erreichen kann?

Ich möchte in meinem zukünftigen Haus ohnehin alle Räume gleich temperiert haben. Türen sind sowieso oft geöffnet, Lüftung verteilt sowieso zusätzlich. Schlafzimer wären 2 Grad weniger gut und Bad gerne 2 Grad mehr, alle anderen Räume einfach konstant 22 °C.

Also gar keine ERR verbauen und stattdessen Volumenstrom abgleichen? Wirklich?

Dann gibt es gar keinen Thermostaten im System? Ist das sinnvoll? Man verlässt sich dann zu 100% auf die Heizkurve der Heizung? Richtig?

Bitte äußert euch noch mal konkret dazu!

Verfasser:
ThomasShmitt
Zeit: 12.08.2019 22:08:19
1
2812474
Das wäre hier normalerweise die vertretene Meinung.

Ob die 2 Grad mehr im Bad bzw. 2 Grad weniger im Schlafzimmer erreichbar sind ist auch noch fraglich, hoffe die liegen nicht nebeneinander.
Dämmwerte deiner Innenwände sind meistens nahe 0, daher gleichen sich die Werte an und der warme Nachbarraum heizt den kalten Raum mit.

Verfasser:
Kajjo
Zeit: 12.08.2019 22:23:47
0
2812481
Zitat von ThomasShmitt Beitrag anzeigen
Das wäre hier normalerweise die vertretene Meinung.

Danke für die schnelle Antwort. Sehr interessant, würde ja sowohl Geld sparen als auch die Technik vereinfachen.

Ihr seid also der Meinung, dass es ohne Thermostat klappt und die Heizungsregelung alles erledigt. Wäre toll, wenn das so wäre.

Zitat von ThomasShmitt Beitrag anzeigen
Ob die 2 Grad mehr im Bad bzw. 2 Grad weniger im Schlafzimmer erreichbar sind ist auch noch fraglich, hoffe die liegen nicht nebeneinander.]

Ha-ha, ja, tun sie natürlich. Die Räume sind benachbart. OK, aber überall 22 °C wäre auch nicht so schlimm. Vielleicht bekommt man ja eine gewisse Spreizung doch hin.

Andere kurze Fragen: Habe ich es richtig verstanden, dass es sinnvoll ist, alle Kreise etwa gleich lang (z.B. 80 m) auszulegen und größere Räume notfalls zu teilen? Dann wäre der hydraulische Abgleich besonders trivial und die Druckverhältnisse besonders gleichmäßig, oder?

Sollte man immer den ganzen Raum mit FBH auslegen, auch unter Einbauküche, Einbauschränken usw?

Ist ein enges Raster wie 10 cm Abstand überall immer günstig?

Verfasser:
Kristine
Zeit: 13.08.2019 00:00:36
0
2812515
Auf fast alle Fragen die Antwort Ja.

Mit dem 10cm Verlegeabstand würde ich eher als Bauernregel sehen, wenn man keine raumweise Berechnung anstellen will. Irgendwann wird es ja vielleicht auch mal zu viel Rohr. Aber wie gesagt, oft ist es andersrum und eher nicht so gut, wenn man z.B. das Schlafzimmer kälter ausgelegt hat und es dann in 15Jahren zum Fernsehzimmer macht.

Im Bad eher noch ne Wandheizung hinzufügen, weil dort meisten die Bodenfläche im Verhältnis zum besonders warmen Raum nicht ausreichend ist.

Um keine Raumthermostate zu haben benötigt man eine Freistellung von Amtswegen. Die bekommt man aber, da schwirrt hier auch irgendwo so ein Vordruck rum.

Im übrigen gibt es auch Wärmepumpen, die haben den Hauptregler z.B. an einer Wand im Wohnzimmer. Dieser misst dann die tatsächliche Innentemperatur und steuert dann bei Bedarf die Außentemperatur-geführte Heizkurve nochmals nach. Das ist dann noch einen Ticken genauer, muss aber beim Kabelzug mitgedacht werden.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 13.08.2019 06:13:43
0
2812522
Verfasser:
sunday747
Zeit: 13.08.2019 08:48:45
1
2812555
Morgen Kajjo,

bin zwar nur interessierter Laie, aber aufgrund von unfähigem HB musste ich vor 6 Jahren sehr viel lernen und selber bauen.

Aber auch meine Meinung ist, dass bei FBH ist keine ERR nötig bwz. sogar sinnlos ist. Ich hab damals 2 oder 3 Winter Feinjustage betrieben und seit dem heißt es nur, im Herbst einschalten und Heizung vergessen.

Die Dinger schlucken nur Strom und mir fällt mittlerweile kein sinnvoller Grund mehr ein, eine FBH mit diesen Teilen zu verschandeln. Selbst der selten genutzte Hobbyraum, sofern er denn innerhalb der Thermischen Hülle ist, kann ruhig durchgehend auf Temperatur gehalten werden. Frisst fast kein Brot und und man muss sich keine Gedanken machen, dass man in 24 Stunden mal da rein will und zieht los um den Raum vorzuheizen.

Grüße
Frank

Verfasser:
Thorfinn Hansen
Zeit: 13.08.2019 09:14:21
0
2812564
Zitat von Kajjo Beitrag anzeigen
Interessant!

Sehen das alle anwesenden Profis hier so? Dass man Einzelraumregler eigentlich gar nicht braucht und eventuell abweichende Temperaturen in einzelnen Räumen anders erreichen kann?

Full ACK Tommeswp

Einzelraumregelung ist eine eine Drossel ist und macht somit das Gesamtsystem ineffektiver.
Wenn die Unterschiede von Raum zu Raum des Wärmebedarfs zeitlich konstant sind und nur von Raum zu Raum variiert führt die statische Einregelung über den hydraulischen Abgleich zu höherer Systemeffizienz.

Bekommen die Räume andere Nutzungsprofile bedarf es eines neuen hydraulischen Abgleichs. Da Nutzungsprofile sich gerne mal ändern und man nicht jedes mal einen kompletten hydraulischen Abgleich machen will, ist Einzelraumregelung in Deutschland "Stand der Technik".
Wer schon mal ein hydraulischen Abgleich einer Anlage für 100+ bewohnte Wohnungen gemacht hat, weiss wie anstrengend das sein kann. Im EFH ist das natürlich einfacher. Ein Schlüssel und man ist an allen Ventilen.

In Schweden findest du selbst in Mehrfamilienhäusern Anlagen die einmal statisch hydraulisch Abgeglichen ihr Leben lang laufen. Da hängt selbst an Heizkörpern manchmal nur eine Ventilkappe.

@DJBeatMaster: Lass um Himmels willen das "Smart" Geraffel vor der Tür. Zeitprofile über den Tag kann man in modernen Häusern machen wenn man Luftheizung hat, also wenn du eine Lüftungsanlage mit Heizregister hast.
Luftheizung ist "over there" weit mehr verbreitet als hier. Mann muss aber nicht jede Mode die von "over there" kommt mitmachen.

Verfasser:
DJBeatMaster
Zeit: 13.08.2019 11:09:45
0
2812597
Hallo,

erstmal VIELEN DANK AN ALLE !!!

Habe nun alle Stellantriebe abgeschraubt und die komplette FBH stromlos gemacht.

Verfasser:
Kajjo
Zeit: 13.08.2019 21:18:03
0
2812824
Zitat von Kristine Beitrag anzeigen
Im übrigen gibt es auch Wärmepumpen, die haben den Hauptregler z.B. an einer Wand im Wohnzimmer. Dieser misst dann die tatsächliche Innentemperatur und steuert dann bei Bedarf die Außentemperatur-geführte Heizkurve nochmals nach. Das ist dann noch einen Ticken genauer, muss aber beim Kabelzug mitgedacht werden.

So klingt es optimal, ja. Weiß du, ob dass die neue Weishaupt Biblock kann?

Zitat von Kristine Beitrag anzeigen
Um keine Raumthermostate zu haben benötigt man eine Freistellung von Amtswegen. Die bekommt man aber, da schwirrt hier auch irgendwo so ein Vordruck rum.

Aha, OK, muss ich mit dem Heizungsbauer zu gegebener Zeit besprechen.

Zitat von Kristine Beitrag anzeigen
Im Bad eher noch ne Wandheizung hinzufügen, weil dort meisten die Bodenfläche im Verhältnis zum besonders warmen Raum nicht ausreichend ist.

Wenn ich das mit der Raumauslegung richtig verstehe, dann bedeutet das, dass man eigentlich die gesamte per Raum verlegte Rohrlänge auf die Heizlast des Raumes anpasst? Wenn man ein Zimmer wärmer möchte, muss man einfach nur übermäßig viel Rohrlänge verlegen?

Zitat von sunday747 Beitrag anzeigen
Aber auch meine Meinung ist, dass bei FBH ist keine ERR nötig bwz. sogar sinnlos ist. Ich hab damals 2 oder 3 Winter Feinjustage betrieben und seit dem heißt es nur, im Herbst einschalten und Heizung vergessen.

Ja, mich haben die Argumente alle überzeugt. Es ist eigentlich immer schlecht, wenn mehrere unabhängige Regelungen/Steuerungen gleichzeitig arbeiten, hier also Heizung gegen Einzelraumregler. Die oben von Kristine erwähnte Möglichkeit, dass eine außentemperaturgeführte Heizung auch noch einen Innenfühler verarbeitet, wäre in jeder Hinsicht optimal.

Zitat von sunday747 Beitrag anzeigen
Selbst der selten genutzte Hobbyraum, sofern er denn innerhalb der Thermischen Hülle ist, kann ruhig durchgehend auf Temperatur gehalten werden.

Richtig, sehe ich auch so. Innerhalb der thermischen Hülle gibt es quasi keine Dämmung und alles gleicht sich eh weitestgehend aus.

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