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Altbau Bodenplatte gegen aufsteigendes Wasser isolieren, geht das?
Verfasser:
Rafnickes
Zeit: 25.08.2019 15:27:20
0
2816257
Hallo Community,

ich habe mich durch die Suche gearbeitet, aber leider nichts wirklich vergleichbares gefunden.

Ich habe folgendes " Problem ".
Im Keller würde ich gerne ein neues Badezimmer aufbauen.
Jetzt habe ich die Abwasserrohre verlegt und dabei gesehen, dass meine Bodenplatte direkt auf dem feuchten Erdreich aufliegt und keinerlei wasserabweisendes Material dazwischen ist, nicht mal eine Kiesschicht.

Leider kann ich auch nicht viel Erdreich abtragen, und dies nachträglich alles einbauen. Denn ich habe momentan an einer Stelle vom Abflussrohr bis Oberkante der Bodenplatte gerade mal 3,5 cm, leider kann ich den Abfluss aufgrund des Gefälles zum Abwasserkanal auch nicht einfach tiefer einlassen.

Ich habe die Befürchtung, wenn ich nun den Boden nun wieder zu mache,
ihn ausgleiche und dann einen Bodenbelag ( Fliesen, Vinyl etc.) aufbringe,
dass sich dann Feuchtigkeit sammelt und ich nachher Schimmel im Bad habe.
Der Raum soll nicht zum Schluss eine Gefahr für die Gesundheit werden.

Ist halt ein altes Sandsteinhaus was gut 90 Jahre alt ist.

Wenn jemand einen Rat für mich hat, wie ich diese Sache angehen kann,
damit doch noch ein trockenes Badezimmer entstehen kann, wäre ich sehr dankbar.

VG Raffi

Verfasser:
Rafnickes
Zeit: 25.08.2019 15:34:19
0
2816258
Nachtrag:
Wegen der geringen Deckenhöhe kann ich auch nicht den Aufbau einfach höher machen, denn dann bekomme ich keine Dusche mehr hinein.

Verfasser:
silence63
Zeit: 25.08.2019 16:10:42
0
2816266
Moin,

dann bringe eine vollwertige Abdichtung rein und ziehe diese ca. 50 cm an den Wänden hoch.

Gruß von Thomas

Verfasser:
winni 2
Zeit: 25.08.2019 16:50:27
0
2816273
Bodendämmung ist nicht vorgesehen?

Keine Gefahr von Wasseraustritt im Keller durch Rückstau im Kanalsystem?

Kellerwände stehen vermutlich nicht auf der Bodenplatte und die ist eher dünn
ausgeführt?

Ohne die Situation jetzt im Detail zu kennen, würde ich dazu neigen den ganzen
Boden rauszuhauen un eine ordentlichen neuen Aufbau mit Dämmung und
Abdichtung zu machen...
Vielleicht auch dabei den Boden tiefer legen und eine kleine Hebeanlage, wie
z.B. Sanibroy, installieren.

Grüsse

winni

Verfasser:
Rafnickes
Zeit: 25.08.2019 18:10:59
0
2816305
Hallo,

vielen Dank für eure Beiträge.

Doch die Sandsteineaußenwände stehen direkt auf der Bodenplatte.
Die Wände sind auch ca. 40 cm hoch etwas feucht.
Die Außenwand ist außen frei, also es ist keine Erde außen an der Wand.

Was eine vollwertige Abdichtung sein soll ist mir leider nicht bekannt,
vllt könntest du mir dies etwas genauer beschreiben.

Gegen den Rückstau im Kanalsystem wird eine Abwasserrückstauklappe
angebracht.

Die Außenwände sind ca 50 cm dick und die Bodenplatte ist 6-8 cm dick.

Wie würde eine ordentlicher Aufbau aussehen?

Erdreich -> Kies (2cm)-> Beton (5cm) ->Styrodur(5cm) -> Estrich(5cm)?
Das wären 17 cm - 20 cm Aufbau.

Dann müsste ich den Kies,Beton und das Styrodur unter den Rohren verlegen.
Damit die Rohre nicht zu hoch für den Abfluss kommen.

Gruß

Verfasser:
winni 2
Zeit: 25.08.2019 19:10:32
1
2816318
Bis Du wirklich sicher, das die Mauer auf der Bodenplatte steht?
6- 8 cm sind eigentlich keine Bodenplatte, sondern mehr eine Art Estrich.

Einer Rückstauklappe würde ich nur als Motorklappe vertrauen und die
sind gar nicht billig.

Ein ordentlicher Aufbau könnte m.M. eher konventionell so aussehen:
- Erde
- Kappilarbrechende Schicht, vielleicht 5 cm Schotter
- PE-Folie
- 10 cm Bodenplatte mit Bewährung
- Schweissbahn als Wanne ausgebildet, also ein Stück an den Wänden
hochgezogen
- Min. 12 cm alukaschierte PUR-Dämmung
- 5-6 cm Estrich mit Fussbodenheizungsrohren auf einer Gittermatte befestigt.
- Fliesen
Also eher ca. 35 cm Aufbauhöhe.

Wenn es kein drückendes Wasser gibt, könnte ich mir auch vorstellen:
- Erde
- 16 cm XPS-Dämmung
- PE-Folie
- 14 cm Betonplatte mit Bewährung und eingelegten Fussbodenheizungs-
rohren in Estrichqualität gefertigt, also für Fliesen direkt darauf geeignet.
("Schwedenplatte")

Alles Laienmeinungen....

Grüsse

winni

Verfasser:
silence63
Zeit: 25.08.2019 20:06:59
1
2816331
Moin,

eine richtige Abdichtung von innen bspw. mit einer guten Bitumen-Schweissbahn.

Wenn die Wände jetzt bis 40 cm hoch feucht sind, ziehst Du die Abdichtung eben etwas höher.

Bodenplatte und Wände bleiben feucht, aber der Innenraum bleibt trocken.

Btw. , ein Mauerwerk 50 cm stark kann ich mir auf einer so dünnen Bodenplatte auch nicht vorstellen.

Entweder ist die Platte dicker, oder da ist ein Streifenfundament drunter.

Gruß von Thomas

Verfasser:
Rafnickes
Zeit: 26.08.2019 08:22:44
0
2816425
Hallo zusammen,

erstmal vielen Dank für eure Hilfe!

@winni 2

Vielen Dank, so ähnlich habe ich es mir auch gedacht.
Ist aber leider sehr aufwendig.

@silence63

Dies wäre mein favorit, die Bitumenbahnen verlegen und
etwas höher an der Wand verlegen.

Was denkst du muss ich für einen Estrichaufbau über die Bitumenbahnen
geben? Ich gehe mal von min 10cm aus.


VG

Verfasser:
hildefeuer
Zeit: 27.08.2019 11:50:59
1
2816821
5-6cm das ist keine Bodenplatte. Ist ja auch keine Bewährung drin. Da sind Streifenfundamente vorhanden, auf dehnen die Wände stehen. So hat man früher gebaut.
Gut den Raum dicht kriegst Du mit Bitumen-bahnen die auf den Beton geklebt werden. Aber auf die kannst Du keine Fliesen kleben. Also bleibt nur Dichtschlämme. Aber bei Dichtschlämme bleibt immer das Risiko von Haarrissen die sich bilden und dann ist es wieder undicht. Normalerweise macht man beides. Dichtschlämme und Bitumen-bahnen.
Ich würde es so machen: 1. Dichtschlämme Boden und Wände ca. 15cm hoch und Duschecke 2m hoch. 2. Bitumen-bahnen die an den Wänden etwas hoch stehen 2-3cm. Da kannst Du dann große Wandfliesen einfach überstehen lassen an den Wänden, must aber etwas anspachteln, weil die Bitumenbahn mehr aufträgt, als Fliesenkleber. Separater Sockel geht dann halt nicht. Fussboden-Fliesen kannst Du nicht direkt auf Bitumen-bahnen kleben. Wenn Estrich 4cm schon zuviel Aufbau werden, bleibt dann nur Arcül Bodenbelag oder Laminat. Den kann man auch relativ einfach austauschen, falls es dann doch undicht ist.
Die Wände nachträglich abzudichten, gegen aufsteigende Feuchtigkeit, ist fast unmöglich. Wenn die Wände dünner sind, kann man die erste waagerechte Fuge mit Säbelsäge oder Sticksäge durchsägen immer einen Meter. Dann gleich steife Kunstofffolie einbringen. Danach den nächsten Meter. Aber das geht mit maximal 12,5er Wänden, weil die Sägeblätter für 17er und 24er Wände zu kurz sind. Da könnte man von beiden Seiten arbeiten. Ist aber eine Höllen Arbeit. Habe das selbst einmal gemacht bei 11,5er Wänden geht es ganz gut in altem Bauernhaus mit Kalk gemauerten Fugen. Als Folie habe ich Folie von Rohrisolierungen genommen. Die ist schön steif und lässt sich gut einschieben. Auf Überlappung achten.
Alles andere ist sehr teuer und unzuverlässig. Für diese Methode braucht man nur eine Säbelsäge oder Stichsäge und mehrere lange Sägeblätter für Stein. Brechen häufig ab und sind halt auch irgend wann stumpf.

Verfasser:
thunderhead
Zeit: 27.08.2019 17:39:24
0
2816949
wäre nicht Epoxidharz eine elegante Lösung, um bei so wenig Aufbauhöhe gleichzeitig eine Abdichtung und einen Bodenbelag herzustellen?
Bei den Wänden wäre damit noch nicht so viel gewonnen, aber erhlich gesagt hätte ich da Sorge, dass die Feuchtigkeit einfach weiter hoch steigt, wenn die Wand nicht wie bisher unten in den Innenraum abtrocknen kann.

Verfasser:
axel.rathey
Zeit: 28.08.2019 17:47:38
0
2817317
Bezüglich Schmutzwasserableitung rate ich dir dringend von einer Rückstauklappe ab. Selbst die motorischen müssen ständig gewartet werden, damit sie im Fall der Fälle auch schließen. Wenn der Akku bei Gewitter mit Stromausfall schlapp macht hast Du die Brille auf und darfs deinen Keller ausschöpfen.
Eine Hebeanlage mit Druckschleife über Rückstauebene kann bei Rückstau nicht versagen.

Bitte nicht vergessen, dass durch den Einbau Deines Bades auch vermutlich dichte Kellerfenster hereinkommen. Wenn Du jetzt schon feuchte Wände hast, führt das dann zu Problemen (Schimmel).

Wenn Dein Haus schon 90 Jahre auf demm Buckel hat würde ich an einer Stelle auch mal die Außenwand anschauen, wie tief dort gegründet ist. Früher wurde oft auch billig gebaut, da wurde je nach Bodenqualität die erste Steinschicht direkt auf den glatt gemachten Sandboden gelegt und dann gemauert. Kann dann u.U. schnell zu Grundbruch führen, wenn Du noch tiefer buddelst.

Lass das mal von einem Fachmann (Bauingenieur/Architekt) aus der Umgebung anschauen, bevor du da selbst was zusammenfriemelst.

Viele Grüße
Axel

Verfasser:
thunderhead
Zeit: 03.09.2019 13:50:32
0
2819333
Wichtiger Hinweis mit dem tieferbuddeln ! Da einfach drauf loslegen kann ganz böse enden... Wenn Tieferlegen, dann wohl nur im Pilgerschrittverfahren und nach Rücksprache mit Statiker

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