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Regendrainage stilllegen
Verfasser:
pepsi 31
Zeit: 20.10.2019 18:37:38
0
2842282
Guten Tag,über unser Baugrundstück verläuft eine nicht genehmigte Regenentwässerung. Diese möchten wir stilllegen da wir evtl. Schäden durch Unterspülung an unseren Fundament befürchten. Unsere Nachbar wurde schon vor geraumer Zeit informiert. Meine Frage, reicht es die Leitung (KG Leitung) an den jeweiligen Enden fachgerecht zu verschließen oder muss die Leitung vollständig entfernt werden?

Verfasser:
Dieter C.
Zeit: 20.10.2019 20:40:01
1
2842341
Erste Frage: Was hat der Nachbar dazu gemeint? Informieren reicht nicht, wenn Du ihm etwas wegnehmen willst - wie kommt sein Tagwasser jetzt weg?

Zweite Frage: Ist die Leitung auf deinem Grundstück als Dinglichkeit im Grundbuch Deines Grundstückes eingetragen?

Und dann kannst Du zum technischen Teil übergehen. Rausreissen musst Du sie nicht, Dort, wo die Leitung Dein Grundstück betritt, unterbrechen , das reicht. Den Teil des Rohres vom Nachbarn zu Dir an der Grenze durch einen Stopfen abdichten, damit kein Wasser mehr zu Dir rüberkommt.
Bedenke Frage 1, wenn es dem Nachbarn egal ist, dann macht er seinen Rohrteil einfach auf und das Wasser läuft ungeregelt über Deinen Grund.

Verfasser:
Do Mestos
Zeit: 20.10.2019 21:41:45
2
2842376
Wenn das Wasser in einem Rohr entwässert wird... Wie soll es denn dann da zu Unterspülungen kommen?

Und hast Du mal überlegt wo das ganze Niederschlagswasser dann bleibt, wenn es nicht mehr entwässert werden kann?

Bevor Du da jetzt überstürzt iegendwas zurückbaust, was gut funktioniert und keinen Schaden anrichtet würde ich einen Gutachter einschalten, der sich das mal anschaut.

Gruss
Dom

Verfasser:
pepsi 31
Zeit: 20.10.2019 21:53:43
0
2842384
Für die Leitung gibt es kein Wege und Leitungsrecht,sie ist also illigal. Wir planen einen Neubau und die Leitung verläuft genau unter unserem Fundament. Laut Vorgaben der Gemeinde muss jeder Hausbesitzer sein Regenwasser auf seinem eigenen Grundstück versickern lassen. Die Einleitung, in diesem Fall in einem an unserem Grundstück anliegenden Bach, ist verboten. Warum reicht in diesem Fall informieren nicht?

Beste Grüße

Verfasser:
KleinTheta
Zeit: 20.10.2019 21:59:40
1
2842386
Der TE schreibt:
Zitat von pepsi 31 Beitrag anzeigen
[...]eine nicht genehmigte Regenentwässerung[...]

Dafür gibt es eine Wasserbehörde! Die kann durchaus den Rückbau der ungenehmigten Leitung fordern. Darüber hinaus kann diese vorschreiben, wie die Entwässerung künftig auszusehen hat. Und nur den Weg würde ich gehen!

Hier in der Straße gibt es einen Nachbarn, dessen Architekt / Bauleiter in vergleichbarer Situation nur das Rohr auf dem Grundstück seines Kunden hat entfernen lassen. Der ersäuft im Wasser. Sanierungs-, Gutachter-, Anwalts- und Gerichtskosten übersteigen mittlerweise die 150000 € -Marke.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 20.10.2019 22:49:09
1
2842408
Im vorliegendem Fall scheint offensichtlich kein Notleitungsrecht vorzuliegen, da die Entwässerung anderer Grundstücke auch entsprechend erfolgt. Daher sollte
https://www.dresdner-fachanwaelte.de/rechtsgebiete/immobilienrecht/zur-nutzung-fremder-grundstuecke-leitungen-und-ueberbauten/
zutreffend sein.

Das heißt, die Leitung kann IMHO stillgelegt werden. Persönlich würde ich in jedem Fall den Nachbarn schriftlich per Einschreiben informieren und Frist für den Widerspruch setzen. Gegebenenfalls direkt mit ihm reden und von ihm interschreiben lassen, dass er keine Einwände gegen die Stilllegung hat. Wenn er nicht unterschreibt Wasseramt, Liegenschaftsamt und Gemeinde informieren.

Widerspricht er der Stilllegung, wird es wohl eine größere Sache. Wenn er aber clever ist, unterschreibt er lieber. Sonst steht vielleicht Wasseramt auf der Schwelle und erkundigt sich über die ungenehmigte Einleitung...

Grüße Nika

Verfasser:
muensterlaender
Zeit: 21.10.2019 07:36:58
2
2842461
Ihr wollt bestimmt länger dort wohnen. Dann würde ich erst einmal das Gespräch nutzen, bevor ich Behörden einschalte.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 21.10.2019 07:41:27
1
2842462
Das ist immer der beste Weg. Habe aber so verstanden, dass ein Gespräch bereits stattgefunden hat...

Nichtdestotrotz solltest du dich schriftlich absichern... Diehe das Beispiel mit 150k€ weiter oben...

Grüße Nika

Verfasser:
Martin24
Zeit: 21.10.2019 07:54:20
1
2842464
Zitat von pepsi 31 Beitrag anzeigen
Laut Vorgaben der Gemeinde muss jeder Hausbesitzer sein Regenwasser auf seinem eigenen Grundstück versickern lassen. Die Einleitung, in diesem Fall in einem an unserem Grundstück anliegenden Bach, ist verboten.

Unabhängig von dem eigentlichen Problem ist das vermutlich eine unerfüllbare Vorgabe.

Boden in dem ein Bach fließen kann ist meist nicht so besonders versickerungsfähig ...

Grüße
Martin

Verfasser:
muensterlaender
Zeit: 21.10.2019 08:57:37
0
2842480
Wenn das die Vorgaben sind, muss der Nachbar eine Versickerungsanlage nachrüsten. Ist blöd, weil der Garten verm. fertig ist. Aber er muss ja die Auflage gekannt haben.

Als Kompromiss wäre doch denkbar, das Abwasserrohr umzulegen, damit es nicht mehr unter dem Gebäude liegt und ggf. kaum zu reparieren wäre. Die Kosten einschl. Instandhaltung trägt natürlich der Nachbar.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 21.10.2019 09:25:17
1
2842484
Zitat von muensterlaender Beitrag anzeigen

Als Kompromiss wäre doch denkbar, das Abwasserrohr umzulegen, damit es nicht mehr unter dem Gebäude liegt und ggf. kaum zu reparieren wäre. Die Kosten einschl. Instandhaltung trägt natürlich der Nachbar.[...]

Die Kosten für die Instandhaltung ist klar.
Die Kosten für die Umlegung sind aber leider weniger klar.

Zudem sollte dem Nachbarn klar sein, dass der aktuelle oder der Neubesitzer, falls es verkauft wird, jederzeit die Durchleitung kündigen können, solange das nicht im Grundbuch eingetragen ist. An seiner Stelle würde ich mich jedoch hüten es ins Grundbuch einzutragen.

Grüße Nika

Verfasser:
KleinTheta
Zeit: 21.10.2019 10:41:49
1
2842503
Zitat von Martin24 Beitrag anzeigen
Unabhängig von dem eigentlichen Problem ist das vermutlich eine unerfüllbare Vorgabe.

Wie der Nachbar "sein" Entwässerungsproblem löst ist dessen Problem. Nur sollte das künftig im Rahmen der geltenden Vorschriften erfolgen.

Und, bei Geld hört die Freundschaft auf! D. h. so sehr ein positives nachbarschaftliches Verhältnis erstrebenswert ist; die schriftliche Fixierung sehe ich zwingend. Dafür würde ich heute auch wenigstens ein anwaltliches Beratungsgespräch, eventuell auch Entwürfe für erforderlichen Schriftwechsel in Anspruch nehmen. Natürlich ohne dass dem Nachbarn die anwaltliche Hilfestellung offenbar wird.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 21.10.2019 10:58:26
0
2842508
Zitat von KleinTheta Beitrag anzeigen
Zitat von Martin24 Beitrag anzeigen
[...]

Wie der Nachbar "sein" Entwässerungsproblem löst ist dessen Problem. Nur sollte das künftig im Rahmen der geltenden Vorschriften erfolgen.
[...]

Im vorliegendem Fall scheint es tatsächlich so zu sein. Jedoch ist es nicht immer der Fall, da es gegebenenfalls z.B. ein Notdurchleitungsrecht vorliegen kann.

Ansonsten 100% Zustimmung.

Grüße Nika

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