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Hygienespülung im EFH am Leitungsende
Verfasser:
Mirocco
Zeit: 05.11.2019 20:12:47
0
2850589
Guten Abend allerseits,

für unsere Kernsanierung sollen sämtliche Wasserleitungen KW und WW erneuert werden.

Es sollen Reihenleitungen eingebaut werden, um Stagnation in Einzelzuleitungen zu vermeiden. Auf die Zirkulationsleitung wollen wir komplett verzichten.

Da die Küche von den Bädern weit entfernt liegt und ich außerdem nicht alle Verbraucher vom Hauptbad und Gäste-WC/DU+HWR an eine Reihenleitung hängen möchte, läuft es auf insgesamt 3 Reihenleitungen hinaus.

Da wir jedoch gerne für längere Zeit in Urlaub gehen (3-4 Wochen) und z.B. das Gäste-WC/DU auch sonst nur selten benutzt wird, mache ich mir Sorgen um die Hygiene.
Hierzu möchte ich dem Installateur vorschlagen, eine Hygienespülung an den jeweiligen „Enden“ der Reihenleitungen zu installieren. Da mir die fertigen Lösungen (z.B. Kemper KHS HS2) für alle 3 Stränge zu teuer sind, habe ich an „einfache“ Magnetventile oder motorgesteuerte Kugelventile gedacht, welche in festgelegten Intervallen bei Abwesenheit automatisch für eine kurze Zeit öffnen und somit die Leitungen spülen.
Was haltet ihr von dieser Möglichkeit zur Hygienespülung im EFH? Gibt es weitere Alternativen?

Verfasser:
Heidemann
Zeit: 06.11.2019 15:47:43
0
2851046
Infrarotgesteuerte Armaturen besitzen heutzutage ein Spülprogramm welches man aktivieren kann. Nach einer vorher definierten Nichtnutzung spülen diese automatisch.

Gibt es auch als Küchenarmatur.

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 06.11.2019 16:43:39
0
2851075
Ringleitung bauen und die Nachbarn bitten, zweimal die Woche die Klospülung zu betätigen. Der Briefkasten leert sich schließlich auch nicht von allein, oder habt ihr einen Schredder hinter den Schlitz montiert?

Verfasser:
Schorschi81
Zeit: 07.11.2019 08:07:28
1
2851450
Bitte nicht DAS Spülen mit einem Wasseraustausch in den Leitungen vergleichen, denn nichts anderes machen diese (die meisten) "Spül-"Armaturen.

Auch ein Durchschleifen schützt nicht komplett vor Stagnation, denn in den kurzen Zuleitungen zu den Armaturen und auch in den Armaturen selbst gammelt dein Wasser trotzdem noch munter vor sich hin. Auch gilt es zu beachten, dass sich selbst ohne Zirkulation und bei längerer Warmwasserentnahme (denn PWH nach Norm/VDI hat 60 °C zu haben) eine Erwärmung der vorgeschalteten Armaturen nicht gänzlich ausschließen lässt (Legionellenwachstum in den Armaturen, Erwärmung PWC, etc.).

Ein Allheilmittel für eine einwandfreie TW-Anlage gibt es aber trotz der ganzen Helferlein nicht so richtig und so wirst du als Betreiber deiner Anlage nicht umherkommen diese nach dem bestimmungsgemäßen Gebrauch auch entsprechend regelmäßig zu betreiben.

Verfasser:
Karl Napf
Zeit: 07.11.2019 08:27:39
2
2851459
Bei dem ganzen Aktionismus und dem Übertragen von Lösungskonzepten von Großanlagen ins EFH frag ich mich immer wieder wie die Menschheit bisher überlebt hat.

Was in nem großen weitläufigen Krankenhaus beispielsweise angebracht sein kann führt in nem EFH nicht unbedingt zur Risikominimierung. Eine Verdoppelung der Rohrleitungsmenge durch Ringleitungen mindert nicht das Risiko sondern erhöht es.
Zudem ist durch das Ringkeitungskonzept nicht zwangsweise sicher gestellt dass die Ringleitung oft und regelmäßig den Wasserinhalt ausgetauscht bekommt, da entsprechende Mindestwasserentnahmen nicht zwangsweise garantiert werden können.

Die *aus Kostengründen* angedachten *faulen Kompromisse* bieten auch ein weites Feld für Fehlfunktionen. Bei einem längeren Urlaub wird bei mir die Hauswasserversorgung am Hauseingang abgestellt und je nach Dauer der Abwesenheit entleert und danach wieder in Betrieb genommen und gespült.

Wer *garantiert* dass die Spüleinrichtung *immer* korrekt wieder abstellt ?
Schon mal dran gedacht, dass die auch 14 Tage locker flockig vor sich hin laufen kann bei ner Fehlfunktion ?

In ner *Großanlage* gibts regelmäßig Servicepersonal die solche Einrichtungen prüft.
In nem EFH bei Urlaubsabwesenheit fällt das eher aus ....

Nicht jeder mögliche technische Overkill bringt in Kleinanlagen Vorteile.
Neben den Kosten für die Erstellung sollte man auch die laufenden Unterhaltskosten und den Nutzen nicht aus dem Blick verlieren.

Weniger Technik kann manchmal mehr sein ....

Verfasser:
Mirocco
Zeit: 08.11.2019 18:46:58
0
2852345
Die Argumentation bezüglich dem Wasser, dass in den (kurzen) Zuleitungen zu den vorgeschalteten Armaturen durch den Spülvorgang nicht zuverlässig ausgetauscht wird, ist einleuchtend.

Zusammen mit der angesprochenen Problematik, dass die Spüleinrichtung eventuell während einer längeren Abwesenheit nicht vollständig schließt, habe ich mein Konzept verworfen.

Ich werde somit dem Vorschlag von Karl Napf folgen, und im Falle einer mehrwöchigen Abwesenheit die Hauswasserversorgung zudrehen und das Leitungsnetz leerlaufen lassen.

Danke für eure Hilfe!

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