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Einsparung Buderus GB212 vs. Weisshaupt WG5N1A
Verfasser:
Jakko
Zeit: 25.01.2020 14:38:36
0
2898904
Am Jahresende war ja wieder "Zahltag" beim Gasversorger...
Unsere Anlage im 3 Fam. Haus (Altbau), Solarthermie, 720l Puffer, wird von einem Weisshaupt WG5N1A (aktuelle Leistung 24kW) befeuert. Geregelt wird das Ganze mit einer UVR1611.
Tuckert einfach so vor sich hin, ohne Probleme.
Der Heizungsbauer meinte nun, dass allein durch den Austausch von Brenner/Kessel ,gegen einen modulierten, nicht unerhebliche Einsparungen zu erzielen wären.
Er empfiehlt den GB212.
Ich habe leider keine Gesamtlaufzeiten des Brenners übers Jahr, kann aktuell nur sagen, dass er bei ca 5° Aussentemp. 50/50 Einschaltdauer hat. Läuft eine Stunde, steht eine Stunde. Der Kessel ist 1994 eingebaut worden, der Brenner wurde 2014 erneuert. Wäre nett gewesen wenn der Experte mir damals auch den Hinweis mit dem modulierten Brenner gegeben hätte.
Lässt sich mit den dürren Angaben eine Einschätzung der Lage machen ? Es geht mir nicht um absolute Werte, sondern nur darum ob die relative Einsparung wirklich relevant ist, denn der Brenner ist ja erst 5 Jahre alt.

Verfasser:
sukram
Zeit: 25.01.2020 15:19:23
1
2898928
Angaben über den Kessel wären interessanter, aber beim Tausch eines -monovalenten- NT-Kessels diesen Alters gegen einen modulierenden Brennwerter sind >= -15% drin, die Branche wirbt gerne mit "bis zu" -30% ;-)

Wobei zum Ausgleich bis 2026 dann wieder 1,6ct/KWh Co2-Bepreisung auf den Brennstoff draufgeschlagen werden...

Der GB212 ist nebenbei mit dem geringen Wasserinhalt eher eine bodenstehende geringmodulierende Therme, wenn's ein Kessel sein soll, haben andere hübschere Töchter, bei denen gar der Schorni nur alle 3 Jahre auftaucht.

Verfasser:
interessierter65
Zeit: 25.01.2020 15:21:30
2
2898929
Es wird niemand seriös beziffern können ob und wie viel Brennstoff eingespart werden kann.
Ein wichtiges Kriterium beim Umstellen von Heizwert auf Brennwert ist, ob das dahinter installierte System passt und ob die Nutzer bereit sind, ihr Heizverhalten zu hinterfragen und gegebenenfalls auch zu ändern.

Verfasser:
Jakko
Zeit: 25.01.2020 16:37:11
0
2898978
Danke Euch beiden

@ sukram
Der Kessel ist eine Weishaupt Thermo Unit. Falls es einen Upgrade gibt sollte daher der neue auch wieder bodenstehend sein, dann ist zumindest der Installations-technische Aufwand zum Tauschen minimal.
Welche hübschen Töchter gäbe es denn noch ;o) ?


@interessierter1965
Was sind die Knackpunkte des "dahinter installierten Systems ?
Hydraulischer Abgleich wurde z.B. gemacht. Und das Heizverhalten der Nutzer habe ich "im Griff". Das zu Ändern ist sicher möglich, denn das ist nur unsere Familie.

Verfasser:
interessierter65
Zeit: 25.01.2020 17:25:47
1
2899019
Zitat von Jakko Beitrag anzeigen
Danke Euch beiden

@ sukram
Der Kessel ist eine Weishaupt Thermo Unit. Falls es einen Upgrade gibt sollte daher der neue auch wieder bodenstehend sein, dann ist zumindest der Installations-technische Aufwand zum Tauschen minimal.
Welche hübschen Töchter gäbe es denn noch[...]


Knackpunkt ist vor allem eine möglichst tiefe Systemtemperatur, um die Vorteile der Brennwertheizung voll auszuspielen. Große Heizflächen sind da von Vorteil.
Mit welcher Systemtemperatur wurde der hydr. Abgleich berechnet/ durchgeführt.
Das typische Vollgas/Vollbremsungheizen der meisten Heizwertnutzer darf es nicht mehr geben. Wenn ihr das schon im Griff habt umso besser.

Verfasser:
Jakko
Zeit: 25.01.2020 17:34:52
0
2899025
Bei welcher Temperatur der Abgleich gemacht wurde weiß ich leider nicht. Muss mal nachschauen ob ich da noch was finde.
Das typische Vollgas/Vollbremsungheizen habe ich nur durch Thermostate in den Griff bekommen, die ich per Hausautomatisierung zwangsteuere. Alles Reden hat da nicht geholfen.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 25.01.2020 17:46:50
1
2899032
An sich : TOP Kessel (aber halt HEIZwert) und TOP Brenner (aber halt einstufig)

Wenn die Anlage ECHT bei 5°C so 50/50 ausgelastet ist, dann wäre sie genau passend dimensioniert! "Eine Stunde brennen / eine Stunde stehen" deutet auf reinen Pufferbetrieb hin ?!

Zum hydraulischen Abgleich MUSS es Unterlagen geben, da diese ja die Grundlage dafür sind. Aber Du kannst auch die eingestellte Heizkurve auslesen und uns mitteilen welche Vorlauftemperaturen sich bei +10, 0, -10 ergeben.

Vermutlich ist Euer Schornstein bereits mit einem Edelstahlrohr ausgestattet, DAS ist aber NICHT für einen Brennwertkessel geeigtnet!

Wieviel Gas wird so im Jahresdurchschnitt verbraucht?

Wieviel m² hat das Haus, Baujahr und seit dem ergriffenen Energiesparmaßnahmen?

Gibts Abgaswerte vom Schornsteinfeger oder Kundendienst?

allein durch den Austausch von Brenner/Kessel ,gegen einen modulierten
kann man realistisch 10-15% einsparen

Verfasser:
Jakko
Zeit: 25.01.2020 18:41:48
1
2899094
Ich habe die Unterlagen leider nicht gefunden, wurde damals nicht von mir geregelt.
Die Heizkurve der UVR ist aktuell 47°C bei -10°C und 64°C bei -20°C

Ja, da ist ein Edelstahlrohr drin :o( Das wäre dann die dritte Sanierung wenn da wieder was anderes rein muss.

Wieviel Gas wird so im Jahresdurchschnitt verbraucht?
32.000 kWh

Wieviel m² hat das Haus, Baujahr und seit dem ergriffenen Energiesparmaßnahmen?
Beheizbare Wohnfläche ca. 230m², wobei es Räume mit über 4m Höhe gibt. Dort wird hauptsätzich mit FBH geheizt, Radiator nur als Zusatz.
Baujahr ist 1930, Alle Altbauräume "in den 70ern mit Rigips/40mm Styropor innen isoliert. Dach komplett neu incl. Dämmung 1995, Fenster 2u.-3fach verglast.
Anbau 30er ThermoplanZiegel
Wärmebilder, lassen wir regelmäßig im Winter machen, zeigen keinerlei signifikante Lücken in der Außenhülle.

Gibts Abgaswerte vom Schornsteinfeger oder Kundendienst?

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 25.01.2020 19:01:21
1
2899118
Wenn die Weishaupt Heizung so zuverlässig und gut war, warum dann Fremdgehen.

Der HB hat bisher ja auch schon Weishaupt gewartet...
Hinsichtlich Service (werkskundendienst) wirst du nichts besseres als Weishaupt in DE finden....
Am Ende des Tages ist der HB auch ein Verkäufer.
Manchmal sind die Empfehlungen auch Vertrieblöcher Natur :-)

Verfasser:
schorni1
Zeit: 25.01.2020 19:14:51
0
2899131
Eben. Selbst der Gußkessel kann an sich gar nie kaputt gehen, der ist a) aus EINEM Guß b) absolut logisch aufgebaut c) eben genial

Die Abgaswerte sind "ok". Wobei man meiner Meinung nach den Brenner noch besser abstimmen könnte, denn 9,2CO2/4,9 O2/Lambda 1,3 is bissle mau.....entweder kei Zeit oder kei Lust gehabt.....besser wären 10-10,5CO2/ca 3% O2/Lambda 1,15....[b]denn das bringt doch glatt nochmal 20% weniger Abgasverlust!......[/b]also 1% weniger von den 5, dann simmer bei 4% qA !!

;-))

Verfasser:
schorni1
Zeit: 25.01.2020 19:15:58
0
2899134

Wieviel Gas wird so im Jahresdurchschnitt verbraucht?
32.000 kWh


Dann reichen 15kW

Die Heizkurve der UVR ist aktuell 47°C bei -10°C und 64°C bei -20°C


DAS is guuuuut. Weil man DAMIT viiiiel zusätzlichen Brennwertnutzen gewinnen kann!



Welche PLZ ist das? Welche tiefste Außentemperatur gilt bei Dir?

Verfasser:
Jakko
Zeit: 25.01.2020 19:29:15
0
2899157
@Mastermind1
..da hast Du schon Recht, ist ja noch nicht raus mit dem Fremdgehen.
Muss sich "irgendwie" rechnen, und eigentlich sollte sich der Brenner erst mal noch amortisieren. Ich hole mir ja noch gerne Tipps hier.
Vielleicht schmeiß ich auch die 8m² Vakuumröhren runter und lege neue und ein paar mehr Flachkollektoren drauf. Geht aber etwas Off Topic, dazu mach ich nen anderen Fred auf.

Verfasser:
Jakko
Zeit: 25.01.2020 20:04:11
0
2899188
Hmmm,..das hört sich ja auch ganz gut an :o)
Wenn das mit den Einstellungen am Brenner besser geht dann muss ich am Montag den Werkskundendienst doch nochmal anrufen.
Dann könnte er ja auch die Leistung noch von den 24kW auf 15kW justieren.

Welche tiefste Aussentemperatur gilt (PLZ 88045) weiß ich nicht, habe aber selten länger Perioden unter -10/-12°C erlebt.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 25.01.2020 20:11:51
0
2899192
Ich GLAUB aber dass der WG nur bis 16,5kW runtergeht, aber DAS passst! Wegen der unvermeidlichen Abgasverluste etc muss das eh ein kW über der Kesselleistung etwa sein. Dann kommen wir aber beim Abgasverlust schon an 3Komma, guuuuut! (Dein schornstein hat einen Kondensatablauf??)

Friedrichshafen! Da hab ich "Konstanz mit -12°C NAT" nebendran, passt! Die "neue Auslegung nach der "Wärmepumpenkarte" sagt Friedrichshafen -10°C . Also alles guuuut!

Verfasser:
Green7
Zeit: 25.01.2020 20:50:43
1
2899224
Den WG5 kann man bis 12,5 kw runterschrauben ;)

Verfasser:
Jakko
Zeit: 25.01.2020 21:00:58
0
2899231
@ schorni1
Heisst ich kann die Kennlinie so lassen ?

und ja, Kondensat Ablauf hat der Schornstein

Verfasser:
schorni1
Zeit: 25.01.2020 21:24:05
0
2899243
@green

Danke. Dann geht der ÖL WL5 glaub nur bei 16,5kW...

@Jakko

Die Kennlinie kann so alleine nicht bewertet werden, sie ist DANN "richtig" wenn sie so tief wie möglich verläuft und alles noch ausreichend warm wird.

Guuut, ist der Ablauf auch durchgängig frei? ggf mal Wasser in den Schornstein leeren und prüfen obs abläuft. Die verbesserte Brennereinstellung bringt mehr Kondensat im Schornstein!

Verfasser:
Jakko
Zeit: 26.01.2020 14:40:38
0
2899667
Ablauf ist frei :o)
Dann werde ich zuerst mal den Werks KD rufen und die Einstellung bzw Änderung der Leistung machen lassen.
Danke Euch !

Verfasser:
schorni1
Zeit: 26.01.2020 15:00:30
0
2899685
Das Abgasrohr vom Kessel zum Schornstein ist auch aus Edelstahl und max. 1m lang?


Wir sind gespannt, bitte halte uns auf dem Laufenden.

Verfasser:
Jakko
Zeit: 26.01.2020 21:57:56
1
2900024
Ja, ist auch Edelstahl und deutlich unter 1m
Ich melde mich wieder

Verfasser:
schorni1
Zeit: 26.01.2020 22:13:35
0
2900037
Perfekt, (fast*) alles für Feuchtbetrieb vorbereitet.


* ideal wäre: Verbindungsstück mit Gefälle zum Kessel, "umgekehrt/rückwärts eingesteckte" Rohrteile (in Abgasrichtung das gehende Rohr in das kommende EINgesteckt), oder Steckstellen abgedichtet

Verfasser:
Jakko
Zeit: 04.02.2020 23:47:24
0
2906226
Heute war der Techniker vom Werks KD da. Er hat mir absolut davon abgeraten die Leistung weiter zu reduzieren. Brennerseitig ist das gar kein Problem, aber Kesselseitig ist die Untergrenze bei 26kW, mit 24 haben wir das also schon mehr als ausgereizt. Er geht davon aus, dass der Kessel durch die viel zu geringe Temperatur und das Kondensat Schaden nehmen würde was er nicht vertreten will. Man "könnte es testen" würde er aber nie bei einer Kundenanlage machen.

Zur modulierten Brennwertanlage würde er ca 10% max. Einsparung gegenüber dem Setup den wir jetzt haben. Allerdings seien die Wartungskosten aber deutlich höher als die eines simplen Brenners wie wir ihn haben.
Also lass ich das jetzt so.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 05.02.2020 00:05:06
1
2906234
Schade dass er nicht auf die sehr guten Qualitäten seines Produktes vertraut. An sich kann da nichts passieren, dazu ist der Kessel zu genial konstruiert, perfekt hergestellt und regelungstechnsich bestückt. Es kann an sich gar kein Kondensat anfallen aufgrund der Kesselschutzfunktion über seine Pumpe. Es DÜRFTE sogar Kondensat anfallen, aber das juckt den quasi so wie den dicken Bären der ne Biene im Fell hat. Dieser Kessel ist so dermaßen konsequent senkrecht symmetrisch aufgebaut, da gibts keinen Abgas-Kurzschluß wie bei einem liegenden Viessmann, somit keine toten Ecken. Und selbst wenn wenn wenn sich Kondensat bilden würde, dann liefe das im Kessel senkrecht herunter, kommt somit wieder in die heißeren Abgase und verdampft, fertig is. Innerhalb kurzer Zeit ist die dicke Gußwandung abgasseitig etwas höher temperiert und der Taupunkt ist durchfahren. Und selbst wenn zu den drei wenns noch ein viertes wenn kommt, also lang andauernde Kondensation: dann hat man immer noch eine sehr dicke Gußwandung.

Aber gut, der Versuch wurde wenigstens gemacht, mehr geht halt nicht.

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