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Schornstein abreißen / Loch im Dach schließen - Kosten / Aufwand?
Verfasser:
PaulSch
Zeit: 16.02.2020 10:43:01
0
2915018
Hallo,

vorweg: Da ich dazu kein passendes Unterforum gefunden habe und es sich um eine Planungsarbeit handelt versuche ich es mal in diesem Forum.

Ausgangslage: Wir sanieren gerade unser zweigeschossiges Nebenhaus, welches eine alte Scheune ist, die zu DDR Zeiten zu einem Wohnhaus umgebaut wurde. Seit ca. 20 Jahren wurde es jedoch nicht mehr als solches genutzt, jedoch immer halbwegs gut in Schuss gehalten. Vor 10 Jahren wurde z. B. das Dach erneuert (neue Deckung, Dampfsperrbahn usw.).

Als das Dach neugemacht wurde, ließ man den alten Schornstein, obwohl damals schon nicht mehr genutzt, noch stehen. An diesem war früher ein Kohleofen im ersten Geschoss angeschlossen - der Schornstein wurde auch nur (auf Dielenboden) vom ersten Geschoss an aufgemauert. Im Zuge der Sanierung ist uns aufgefallen, dass im oberen Bereich des Schornstein, praktisch im Übergang Dach/Schornstein, der Schornstein bzw. das Mauerwerk des Schornsteins feucht ist.
Ob es daran liegt dass der Schornstein nicht abgedeckt ist, die Abdichtung Schornstein/Dach vielleicht beschädigt ist oder es nur dem vielen Regen der letzten Wochen geschuldet ist wissen wir nicht, nur: Dass wir den Schornstein sowieso nicht mehr benutzen wollen.

Problem: Wir würden
1. Den Schornstein gerne abreißen und
2. das entstehende Loch im Dach verschließen.

Frage:
1. Braucht es dafür irgendeine Genehmigung? Bauanzeige?
2. Welche Arbeiten müssten hierfür wahrscheinlich ausgeführt werden? Sparren, Dampfsperrbahn, Ziegeln? (Abriss des Schornsteins mach' ich selbst.) Zu erwartende Kosten = ?
3. Würdet Ihr für sowas ein Gerüst stellen? Oder würde einem Dachdecker auch eine breite Leiter reichen? Das Loch wäre ca. 0,5 x 0,5 cm in 5m Höhe. Sicherheit geht klar vor, ich frage nur bevor ich mir unnötig Umstände mache und es ja nur um 0.25+ m² Ziegeldeckung geht.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 16.02.2020 10:54:54
1
2915028
Bei uns ist das im Frühjahr 2019 problemlos erledigt worden - die erforderlichen Ziegel waren noch vorhanden - ein paar Quadratmeter Unterspannbahn und nötige Meter Dachlatten hat der befreundete Dachdecker besorgt und er hat für die Arbeiten, inklusive Abbruch des Schornsteins bis auf Höhe der obersten Geschossdecke, nicht mal einen vollen Arbeitstag gebraucht.

Das Loch ist über der obersten Geschossdecke mit etwa 360mm Mineralwolle überdeckt:


Verfasser:
Peter 888
Zeit: 16.02.2020 13:41:22
3
2915186
Hallo

ob der Dachdecker ein Gerüst benötigt hängt vom Dachdecker ab.....
Wenn er nach Vorschrift arbeitet benötigt er ein Gerüst.

Ob man Balken, Sparren oder sonstiges braucht hängt von der Situation ab. Lage des Schornsteins zum vorhandenen Gebälk usw.
Da das entstehende Loch aber anscheinend klein ist 0,5 x 0,5m kann es sein, dass auch schon entsprechende dachlatten reichen. Was Du sonst noch benötigst weiß keiner, da keine Bilder eingestellt sind und kein Mensch Deine Gegebenheiten kennt.

Kann gut sein, dass Du eine Genehmigung benötigst, da Du die Aussenansicht änderst. Aber dabei kann Dir Deine Komune Auskunft geben.

Zu erwartende Kosten: Viel.
Aber viel ist ein nicht mengendefinierter Begriff. Was für einen Viel ist, läuft für einen anderen unter Peanuts....

ciao Peter

Verfasser:
ThomasShmitt
Zeit: 16.02.2020 14:04:02
1
2915197
Bei uns wurde sowas letztes Jahr gemacht mit noch ein paar anderen Arbeiten.

Zugang war mit Steiger möglich, also kein Gerüst. Passende Einfahrt vorhanden?
Für den Schornsteinabriss und Verschluss ca halber Arbeitstag mit zwei Personen. Preise kommen dann halt primär auf den Stundenlohn an.

Verfasser:
PaulSch
Zeit: 18.02.2020 00:51:15
1
2916099
Super, danke Euch! Das hilft mir extrem weiter bzw. wenn es jetzt an die Anfrage beim Profi geht.

Die Ziegel habe ich vielleicht nicht mehr da, zumindest nicht in der Menge, aber das Dach ist wie gesagt recht neu und es sind 08/15 Ziegel, die ich so schon in jedem Baumarkt gesehen habe. Für den Profi sollte das also kein Problem sein.

Den Abriss wollte ich fast erst selber machen, aber davon bin ich - wegen hier - abgekommen, da das der Profi wohl schneller und besser erledigt. Bevor ich da mit dem Bohrhammer auf dem Dach rumhampel...

Das Loch innen wäre egal, bei uns sieht der Dachboden ähnlich aus - Balken mit Latten verkleidet, Lehm dazwischen - und soll ohnehin später rausgerissen werden. Dann will ich auch ein paar Dachfenster einsetzen, aber das hat noch Zeit.

Das mit der Genehmigung erfrage ich dann auch direkt, mir ging's nur schon einmal um eine grobe Vorabeinschätzung der Lage, dass ich ungefähr die Kosten kalkulieren kann. Wenn es "nur" der Abbruch mit dem Material (Ziegel, Plane, Latten) ist, sowie Arbeitsstunden ist das für mich gut kalkulierbar bzw. würde das Stellen eines Gerüstes wohl ähnlich viel kosten. Daher die Frage, denn dann würde ich versuchen so viel wie möglich selbst zu machen, und den Profi nur für's Ziegeldecken anrücken zu lassen. So halt nicht.

Bilder stelle ich morgen mal ein, das macht die Beurteilung natürlich einfacher. Heute ist es schon recht spät. ;)

Verfasser:
JoRy
Zeit: 21.02.2020 11:51:59
2
2918482
Sowas überlegt man 3mal.
Über viele Generationen hat man immer gesagt:
"Ein Haus ohne Schornstein ist kein richtiges Haus "

Bei der Sanierung eines EFH das früher Nachtstrom-Speicher hatte habe ich
extra einen Schornstein eingezogen.

Das Haus hat komplett Flächenheizung bekommen und fährt mit einer Geisha
und PV.

Aber alle Interessenten wollten für den Fall, dass es trotz Klimawandel doch mal
einen weisen Winter gibt , einen guten Ofen für ihr Romantikfeuer haben.

Gruß JoRy

Verfasser:
toemu
Zeit: 23.02.2020 18:16:34
2
2919815
Ich hatte genau dieselbe Situation. Wegen der Bewilligung habe ich gefragt, es ist keine nötig (Schweiz).
Bei mir war es so, dass der Dachdecker eine Leiter gestellt hat. Dann neben dem Kamin einen Haken rein zur Selbstsicherung. Unter dem Kamin machten sie eine Auffangeinrichtung. Dann hatte der Maurer Angst, weil er noch nie auf 'nem Dach war. Also bin ich hoch und zu zweit in einem halben Tag wars erledigt. Der Maurer hat unten den Schutt aus dem Kamin geholt und ich von oben abgebrochen. Das sind recht dünne Ziegel, geht fast einfacher mit nem Vorschlaghammer als mit dem Abbruchhammer.

Selbstsicherung würde ich unbedingt empfehlen weil man einfach aus dem Gleichgewicht kommt, wenn der Widerstand mal kleiner ist als erwartet. Und dafür sollte man sicher sein im Umgang mit dem Seil. Wenn es nicht übertrieben warm ist, eine tolle Arbeit mit viel Aussicht!

Eine Auffangeinrichtung braucht man, weil es sich kaum verhindern lässt, dass Abbruchstücke nach aussen brechen. Wenn die ungehindert über das ganze Dach rutschen, sind Dachziegel kaputt und im dümmsten Fall gibt es am Boden unter der Dachkante auch noch einen Schaden.

Arbeit der Dachdecker inkl. neu decken ~ein tausender.

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