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Kollektoren, können sie Wärmedämmung bewirken?
Verfasser:
nesnaika
Zeit: 27.03.2020 10:56:37
0
2938094
Vor 5 Jahren Altbau aus 1973 gekauft. Die Außenwände sind einigermaßen gut gedämmt. Aber die Dachschrägen schlecht. Kopfende des Bettes zur Schräge hin. Man kommt bei der Kälte von alleine auf die Idee, eine Mütze (Schlafmütze!) zu tragen. Die Dachschräge ist, an der Innenseite gemessen, 2,65m lang. Das ganze Schlafzimmer ist 4m breit.

Im Sommer ist es natürlich sehr heiß.

Frage: Kann irgenein Kollektor so montiert werden, dass die Wärmedämmung der Dachschräge davon profitiert?

Das Dach weicht 25° von Süden nach Westen ab und ist 45° geneigt.

Danke für konstruktive Beiträge im Voraus.


Verfasser:
winni 2
Zeit: 27.03.2020 11:30:14
1
2938116
Wenn man so was montiert, könnte man auch die Wärmedämmung
darunter ertüchtigen, aber das wäre ja auch ohne Kollektoreinbau
in Grenzen von oben möglich:
https://www.meinhausshop.de/SUNEX-Indach-Flachkollektor-Typ-SX-2-85-qm?campaign=google_shopping.de&spartner=google_shopping.de&utm_source=google_shopping.de&utm_medium=cpc&gclid=EAIaIQobChMI5Z2Utri66AIVBLTtCh0_owcIEAQYAyABEgJmCfD_BwE

https://www.photovoltaik.org/montage/indach

Grundsätzlich wäre es natürlich besser das ganze Dach von oben
energetisch zu ertüchtigen...

Grüsse

winni

Verfasser:
Didi-MCR52
Zeit: 27.03.2020 13:52:21
3
2938199
Eine Solaranlage, egal ob Solarthermie oder Photovoltaik, ersetzt keine Dämmung. Da ist Abstand zu den Dachziegeln wo Außenluft durchgeht, und unter den Dachziegeln ist ohnehin schon mit Außenluft hinterlüftet.

So eine Anlage zu montieren wäre aber der passende Anlass, eine Dachdämmung von außen zu machen.
Abdecken, Zwischensparrendämmung "auffüllen" oder gleich ganz ersetzen, Aufdachdämmung (weil Zwischensparren nach heutigen Maßstäben nicht mehr genügt, zumindest nicht mit Sparrenhöhen wie sie Anfang der 70er üblich waren), neue Eindämmung. Unter die Zwischensparrendämmung muss noch eine geeignete Dampfbremse, die dann auch gleich für Luftdichtheit sorgt.
Verbessert Wärmeschutz im Winter genauso wie Hitzeschutz im Sommer. Für letzteres ist "schwere" Dämmung von Vorteil (z.B. Holzfaserdämmung).

Dämmung nicht nur nach heutigem Mindeststandard (U-Wert 0,24 W/m²K) sondern 0,15 oder besser. Du willst das Thema in deinem Leben nicht nochmal ein zweites mal angehen müssen. Und ob die Aufdachdämmung ein paar Zentimeter dicker ist oder nicht macht preislich eher wenig aus. Gerüst, Eindeckung, Verlegearbeit bleibt das gleiche, nur die Materialkosten werden ein wenig höher.

Empfehlenswert außerdem, den Dachüberstand an der Giebelseite etwas zu erhöhen, um später mal noch problemlos eine Außenwanddämmung machen zu können. Aktuell hast du zwar schon einen Dachüberstand von geschätzten 15cm, aber einerseits begrenzt der die mögliche Dämmdicke, andererseits wäre danach der Dachüberstand Null. 15cm drauflegen wäre kein Fehler.

Dann auf das fertige Dach eine Photovoltaikanlage machen sollte den Hitzeschutz im Sommer noch weiter verbessern, da die Sonne nicht mehr direkt auf die Dachziegel scheint, und zwischen PV und Dachziegel ist noch Luft ist. D.h. die Dachziegel werden nicht mehr heiß, sondern vielleicht noch etwas wärmer als Umgebungsluft.

Solarthermie lohnt sich finanziell nicht. Bringt dann am meisten Wärme, wenn man sie nicht braucht. Strom kann man dagegen immer brauchen. Dach voll mit Photovoltaik, bringt am meisten Strom, und im Sommer am meisten Hitzeschutz.
Und wenn dann beides (Dachdämmung und Photovoltaik) gleichzeitig machen, nicht PV später. Nur einmal Kosten fürs Gerüst.

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 27.03.2020 18:16:23
0
2938295
Zitat von nesnaika;2938094 Frage: Kann irgenein Kollektor so montiert werden, dass die Wärmedämmung der Dachschräge davon profitiert?[break

Das Dach weicht 25° von Süden nach Westen ab und ist 45° geneigt.


Ja !
Sogenannte Indachkollektoren.

Diese werden direkt auf der Dachlattung montiert und mit einem zugehörigen Rahmen in die Dachziegelumgebung eingebunden,

Übersicht Indachmontage


Dietmar Lange

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 27.03.2020 18:24:08
7
2938303
Ja, Indachkollektoren.
Die sind aber so teuer dass du besser gleich das ganze Dach neu machst.

Es sollte kein Problem sein das Dach von innen zwischen den Sparren zu dämmen.
Eine PV verbessert den Hitzeschutz im Sommer deutlich.

Grüße
Frank

Verfasser:
Didi-MCR52
Zeit: 27.03.2020 23:07:50
1
2938461
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
Es sollte kein Problem sein das Dach von innen zwischen den Sparren zu dämmen.

Im bewohnten Zustand halt ne scheiß Arbeit, wenn du von innen die Decke komplett aufmachst. Kostet Geld, macht Dreck.
Mehr Dämmen als bestehende Sparrenhöhe geht nur unter Inkaufnahme von Raumverlust. Deckenhöhe ist im Dachgeschoss oft eh schon geringer. Abzusehen, dass es also eher nicht so ein Dämmwert wird, dass man die nächsten 100 Jahre sicher nicht mehr ranmuss, sondern knapp unter Mindestanforderung.
Zudem die Frage, ob man das Thema Winddichtheit bei Raum-für-Raum-Arbeit 100%ig hinbekommt.
Die Wände werden nach obenhin auch nicht überdämmt, wie bei Aufsparrendämmung.
Nebenbei hast du dann die alte Dämmung - mutmaßlich Glaswolle, aus dem Baujahr noch karzinogen - im Wohnraum.

Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
Eine PV verbessert den Hitzeschutz im Sommer deutlich.

Wenn man dann eh ein Gerüst hinstellt zum PV montieren, ist das Gerüst schon bezahlt.
Stell dir die Frage: Halten die schon fast 50 Jahre alten Dachplatten noch mindestens die PV-Lebensdauer von mindestens 20, eher 30 Jahre?
Wenn nein, dann darfst du während der PV-Lebensdauer nochmal Gerüst hinstellen, PV abmontieren, Dach neu Decken, PV wieder montieren. Unnötig rausgeschmissenes Geld.

Dann dämm ich von außen und spar mir den Dreck innen.
Dabei spart man sich, innen die vorhandene Deckenverkleidung runterzureißen und neu erstellen, mitsamt Malern etc. Das Geld dafür zahlt schon n Teil der neuen Dachplatten.

Kurz: Wenn innen alles fertig und bewohnt ist, ohnehin PV geplant ist, und die Dachplatten knapp 50 Jahre alt sind, würd ich nicht unter Raumverlust und viel Umbaudreck von innen dämmen, sondern von außen. Ersparnis bei Innenverkleidung zahlt ein Teil der Dachplatten, Risiko die PV vorzeitig de- und neumontieren zu müssen wegen Dachplatten-End-Of-Life ist weg, keine Wärmebrücken an Wänden, kein Raumverlust, mehr Dachüberstand für spätere Außenwanddämmung.
Und du hast schon neue Dachplatten und musst nicht kurz vor der Rente nochmal am Dach was machen, sondern hast für die nächsten 50+ Jahre Ruhe.

Verfasser:
Didi-MCR52
Zeit: 27.03.2020 23:13:15
0
2938463
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Sogenannte Indachkollektoren.

Diese werden direkt auf der Dachlattung montiert und mit einem zugehörigen Rahmen in die Dachziegelumgebung[...]

Und hinter den Indachkollektoren ist keine Hinterlüftung?
Die HInterlüftung ist doch alleine schon für die bauphysikalische Funktion der vorhandenen Dämmung (trocknung) erforderlich, die kannst du auch mit Indachkollektoren nicht einfach zumachen.

Und solange da eine Hinterlüftung ist, helfen die IMHO nicht zur Dämmung.

Verfasser: Dietmar Lange
Beitrag entfernt. Grund: Unbelegte Tatsachenbehauptung (siehe Forumsregeln)
Verfasser:
delta97
Zeit: 28.03.2020 07:34:30
2
2938517
Problemanalyse:
Im Sommer ist die Sonnenstrahlung das Problem. Die Strahlungsenergie heizt das Dach aussen auf 50°C auf. Und innen hast du dann quasi einen Flächen Heizkörper.

Im Winter ist der Uwert das Problem: Zuviel Wärmeverlust, also wird es kalt.

Potentielle Lösungen:
a.) 10 m2 Solarthermie Kollektor. Der Kollektor kann die Sonnenstrahlung im Sommer abschirmen. Nur bleiben immer noch >20m2 die von der Sonne aufgeheizt. Bringt einfach zuwenig.

b.) Das Dach vollflächig mit Aufdach PV zubauen. Die Aufdach PV schirmt im Sommer die Sonnenstrahlung weitgehend ab. Aufdach PV ist hinterlüftet. Die Ziegel werden weniger aufgeheizt und dadurch wird es im Sommer innen weniger heiss. Im Winter verbessert sich der Uwert minim, weil PV dann quasi eine hinterlüftete Fassade bildet.

Knackpunkt bei Aufdach PV: die PV hält 25 Jahre. Das Ziegeldach wohl kaum mehr 25 Jahre halten. Und bezüglich Isolation kommt dann nur noch Zwischensparren Dämmung innen in Frage - würde ich nicht machen vgl Didi-MCR52. Vorteil dieser halbpatzigen Lösung: Kostengünstig, wenig Aufwand, viel PV Ertrag.

Gruss delta97

Verfasser:
delta97
Zeit: 28.03.2020 07:55:17
0
2938520
Meine Empfehlung - mach das gleiche wie ich gemacht habe: Dach Totalsanierung: Dh Aufsparrendämmung, neues Ziegeldach und neue PV Anlage. Bei mir war das Dach Bj 1965 in einem maroden Zustand und musste sowieso gemacht werden.

Bei mir sieht das so aus : HTD ../p/2480088 HTD ../2492505

Eine PIR Aufsparrendämmung ist relativ einfach zu bewerkstelligen und bringt eindeutig den besten Nutzen. Im Sommer und im Winter. Innen bleibt alles beim Alten. Und auf dem Dach vollflächig PV verbauen. Das Gerüst steht ja schon.

Gruss delta97

Thema z. Bsp hier. Themensuche fördert viele Infos zu Tage:
HTD ../Aufsparrendaemmung-Hitze-Kaelte-Schutz

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 28.03.2020 11:27:51
0
2938633
Zitat von delta97 Beitrag anzeigen
Problemanalyse:
Im Sommer ist die Sonnenstrahlung das Problem. Die Strahlungsenergie heizt das Dach aussen auf 50°C auf. Und innen hast du dann quasi einen Flächen Heizkörper.

Im Winter ist der Uwert das Problem: Zuviel Wärmeverlust, also wird es kalt.

Potentielle[...]


Ein Dach ohne Kollektoren wirkt in jedem Fall wie eine große Absorberfläche, die sich in Abhängigkeit von Farbe und Material durch Licht- Wärmeumwandlung aufheizt.

Was davon in des Innere des Hauses gelangt ist abhängig von der Dämmung unter der Dachhaut

Bei einer Indachmontage werden die Dachziegel am vorgesehenen Montageort entfernt und die Kollektoren direkt auf die Dachhaut gelegt.

Das einfallende Licht wird in den Kollektoren in Wärme umgewandelt, die in einen Speicher abgeführt wird. Der Kollektor ist an seiner Rückseite mit einer eigenen Dämmung versehen. Die Temperatur an der Rückseite kann dadurch nie wärmer werden als die Innentemperatur des Kollektors.

Dort wo keine Kollektoren liegen, ändert sich nichts am Wärmeeintrag in das Haus.

Moderne Solaranlagen werden mit einer Kollektorschutzfunktion gefahren, die ein Aufheizen der Kollektoren über 100°C bei richtiger Auslegung sehr lange verhindern kann.

Die Rückseite der Kollektoren liegt dann ebenfalls auf einem Temperaturniveau < 100°C.

Im Winterhalbjahr wirken die Kollektoren durch ihre Verlustwärme an der Rückseite wie ein großes auf das Dach gelegtes Heizkissen. Damit verringern sich die Wärmeleitungsverluste vom Hausinneren in Richtung Umgebungstemperaturniveau.

Das ist genau der vom TE angefragte Effekt. Je größer die Kollektorfläche, desto besser wirkt dieser Effekt.

Die meisten Markenanbieter haben Indach- Kollektoren in ihrem Lieferprogramm. Bei Ausführungen mit Holzrahmen sind die Preise /m² meist günstiger als bei normalen FK.

Zusatzkosten verursachen nur die zugehörigen Bausätze für die Übergänge Kollektorfeld zur Dachdeckung.

Dietmar Lange

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 28.03.2020 11:35:09
2
2938638
Im Winterhalbjahr wirken die Kollektoren durch ihre Verlustwärme an der Rückseite wie ein großes auf das Dach gelegtes Heizkissen.

Wie viele Stunden im Winter trifft das denn zu?
Nicht so arg viele.
Und im Sommer? Du kannst mit der Wärme nichts anfangen. Die Anlage stagniert bei hohen Temperaturen vor sich hin. Und wenn du z.B. 10 m² Indachkollektor installierst gibt die restliche Fläche immer noch gleich viel Wärme ab im Winter und wird genauso heiß im Sommer.

Mit einer PV würde man die ganze Fläche abdecken. Im Sommer wird es viel weniger heiß. Bei 30° AT und voller Sonne haben die Dachziegel nur noch 30-35° statt 50-60.
Und die PV erwirtschaftet Gewinn.

Grüße
Frank

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 28.03.2020 12:08:09
2
2938651
Zitat von Didi-MCR52 Beitrag anzeigen
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
[...]

Im bewohnten Zustand halt ne scheiß Arbeit, wenn du von innen die Decke komplett aufmachst. Kostet Geld, macht Dreck.
Mehr Dämmen als bestehende Sparrenhöhe geht nur unter Inkaufnahme von Raumverlust. Deckenhöhe ist im Dachgeschoss oft eh schon geringer. Abzusehen, dass es also eher[...]
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
[...]

Wenn man dann eh ein Gerüst hinstellt zum PV montieren, ist das Gerüst schon bezahlt.
Stell dir die Frage: Halten die schon fast 50 Jahre alten Dachplatten noch mindestens die PV-Lebensdauer von mindestens 20, eher 30 Jahre?
Wenn nein, dann darfst du während der PV-Lebensdauer[...]


Vor 1.5 Jahren gemacht.

Pfanne runter
Lattung runter
Dampfsperre eingezogen
Dämmung neu zwischen die Sparren
Aufdach Holzfaser
Lattung
Neue Pfanne

Pudelwarm in Winter
Erträglich im Sommer


Jetzt erster Sommer unter PV


.bin gespannt

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 28.03.2020 12:13:52
1
2938652
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
Im Winterhalbjahr wirken die Kollektoren durch ihre Verlustwärme an der Rückseite wie ein großes auf das Dach gelegtes Heizkissen.

Wie viele Stunden im Winter trifft das denn zu?
Nicht so arg viele.


Das ist ein Denkfehler.

Die Licht - Wärme Umwandlung geht von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Das gilt auch im Winterhalbjahr.

Damit entsteht im Kollektor immer Wärme über dem Temperaturniveau der Dachumgebung.

Ob dieses Temperaturniveau über dem Temperaturniveau im Speicher der Anlage liegt oder nicht, ist eine ganz andere Frage.

Auf dem Dach liegt aber immer ein "Heizkissen", das wärmer ist als die Umgebungstemperatur

Dietmar Lange

Verfasser:
delta97
Zeit: 28.03.2020 13:12:37
0
2938670
Man muss einfach alle Varianten durchrechnen. PV liegt auf der Hand. Und als Sieger bezgl Dämmung kommt PIR Aufsparrendämmung oder ähnliches heraus. Bei mir reduzierte sich damit die Dachheizlast und den Faktor 5.

ST Flachkollektor kann jeder selber be-rechnen
Produkte sind weitgehend egal & Gruss delta97
www.energie-fachberater.de/../dach-..mit-aufsparrendaemmung-daemmen

Verfasser:
mdonau
Zeit: 28.03.2020 13:43:02
0
2938680
Dach abdecken und Zwischensparren / Aufsparrendämmung ggf. in Kombination
von aussen vornehmen.

Eindeckung nach gusto:
klassisch neue Pfannen mit Aufdach PV,
PV als Eindeckung (Solrifssystem z.B.)
Trapezblech oder PU-Sandwichplatten mit flächendeckender PV drauf.

Bei einem Satteldach ohne Gauben und wenigen Dachflächenfenstern
ist das alles recht einfach.

Eine großflächige, hinterlüftete PV-Anlage bewirkt im Sommer einen
enormen Rückgang des Wärmeeintrags im Dachgeschoss und die
Dämmung hält die Wärme im Winter drinnen.

Ich werde in kürze folgenden Aufbau vornehmen:
Dampfbremse (bei mir in Nut und Feder verklebtes 22mm OSB von innen)
Zwischensparrendämmung mit Mineralwolle (260mm)
Aufsparrendämmung mit Holzfaserdämmplatte (40mm)
Unterdeckbahn
Hinterlüftungsebene 64mm (Dachlatten 40*24mm von first zu traufe + 60*40mm quer zur Montage der Dacheindeckung)
Dacheindeckung mit Trapezblech und vollflächiger PV-Belegung.

Die Dachschrägen werden dann noch von innen mit Wandheizung belegt, wodurch
man die noch anfallende Wärme entziehen kann.

Der Hauptbaustein ist und bleibt aber Luftdichtigkeit und Dämmung.

Verfasser:
delta97
Zeit: 28.03.2020 13:54:10
0
2938687
OT.. Gruss delta97 .. Alternative wäre gewesen:
160 mm PIR Aufsparren & Gruss delta97

Verfasser:
mdonau
Zeit: 28.03.2020 14:24:15
0
2938700
bei 220mm*50mm Sparren und komplett entkerntem DG
würde ich den Platz nicht verschenken, zumal OSB innen
und Holzfaser aussen reichlich Masse und damit Schalldämmung bringen.

Verfasser:
Didi-MCR52
Zeit: 29.03.2020 04:13:50
1
2938956
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Die Licht - Wärme Umwandlung geht von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Das gilt auch im Winterhalbjahr.

Wie warm wird der Kollektor an einem trüben Tag? Also wenn keine Sonne scheint, sondern es gerade mal hell ist, und auch das sogut wie nicht?

Die Tage sind im Winter kurz. Eine Wäredämmung hilft auch in der Nacht.

Wenn Schnee auf dem Dach liegt, ist es sowieso vorbei mit der Sonnenlicht zu Wärme Umwandlung.

Und nicht zu vergessen: Auch die Dachplatten wärmen Sonnenlicht in Wärme um.

Und vergiss nicht die Hinterlüftung. Dächer sind hinterlüftet. Dann macht dein stillstehender Kollektor zwar (zumindest theoretisch) immer noch ein minimum an Strahlungswärme, die kalte Außenluft zieht trotzdem noch zwischen Kollektor und Dämmung durch.

Die von dir beschriebenen Effekte sind homöopathischer Natur. Ein Solarkollektor ersetzt keine Dämmung.
Wenn man einen Solarkollektor aufs Dach baut, muss man dämmen. Man ist gesetzlich verpflichtet, wenn man das Dach anfasst, auf einen Mindeststandard zu dämmen.
Wenn man schlau ist, dämmt man dann so, dass man auch in 50 Jahren nicht denkt "ach hätt ich doch nur 5cm mehr", und macht die Solartechnik drauf, von der man am meisten hat (also mutmaßlich Photovoltaik), und nicht die, von der man sich einen Pseudo-Dämm-Effekt erwartet.

Verfasser:
delta97
Zeit: 29.03.2020 08:26:39
0
2938974
nesnaika ... ist eh raus & Gruss delta97
Alle Varianten durchrechnen, Vorlagen gibt es hier viele.

Bei mir sieht das so aus: HTD ../2879762 ... HTD ../2770460
PU Dämmung .. https://daemmt-besser.de/

Verfasser:
Didi-MCR52
Zeit: 29.03.2020 12:43:33
1
2939111
Zitat von mdonau Beitrag anzeigen
Eine großflächige, hinterlüftete PV-Anlage bewirkt im Sommer einen enormen Rückgang des Wärmeeintrags im Dachgeschoss

Weswegen ich keine Indach-Anlage machen würde.
Also ja auch die Indach-Anlage ist hinterlüftet. Ist dann aber "nur" wie Dachziegel mit HInterlüftung.
Bei Aufdach hast du eine Hinterlüftung der PV, dann die Dachziegel, dann nochmal eine Hinterlüftung (wo das, was die Dachziegel noch an Strahlungswärme von den PV-Modulen abbekommen "weggekühlt" werden kann).

Nebenbei spart man zwar an Dachziegeln, aber sobald das erste Modul defekt ist (z.B. Hagelschaden) und man keinen identischen Ersatz mehr bekommt, hat man ein Problem.

Zitat von mdonau Beitrag anzeigen
Zwischensparrendämmung mit Mineralwolle (260mm)
Aufsparrendämmung mit Holzfaserdämmplatte (40mm)
Unterdeckbahn

Ich würde ja:
- Mehr Aufdachdämmung. Ob 40 oder 100mm macht von der Arbeit her keinen Unterschied.
- Homogen auch Holzfaser Zwischensparren. Erhöht die Masse und damit Hitzeschutz. Sofern du 032 oder 035 Mineralwolle nehmen wolltest ist das zwar schlechter - wenn du dann aber Aufsparren von 40 auf 80 gehst bist du in Summe wieder besser
- Ne Holzfaserdämmplatte die keine separate Unterdeckbahn braucht
Aber klar, hier ist viel Geschmackssache.

Zitat von mdonau Beitrag anzeigen
Hinterlüftungsebene 64mm (Dachlatten 40*24mm von first zu traufe + 60*40mm quer zur Montage der Dacheindeckung)

Meines Erachtens nach falschherum.
Die Lattung quer behindert den Luftstrom von unten nach oben, zählt daher nicht als Hinterlüftungebene.
Für die Hinterlüftungsebene sind 24mm zu wenig. U-wert.net sagt hierzu:
Zitat:
Die Stärke der Hinterlüftungsebene beträgt 2.4 cm. Als Faustwert gilt: Mindestens 3 cm. Ist die Neigung der Hinterlüftungsebene kleiner als 40°, z.B. bei (Flach-)Dächern, muss ein größerer Wert gewählt werden. Gleiches gilt wenn Lufteintritt und Luftaustritt besonders weit auseinander liegen.

Verfasser:
passra
Zeit: 29.03.2020 12:55:23
4
2939119
Also nach 18 Jahren mit einer Indach-Anlage: Nie wieder, irgendwann werden die Anschlüsse zwischen den Kollektoren undicht. Oder der Kollektor selbst, dann rinnt dir die Solarflüssigkeit über die Unterspannbahn...alles gehabt...

Und Kollektoren als Wärmedämmung, seltsame Idee, die einfach schon aufgrund der geringen Fläche nicht funktioniert. Lieber das Geld in vernünftige Dämmung investieren...

Verfasser:
nesnaika
Zeit: 08.05.2020 09:02:41
0
2958679
schade, links auf dem Foto oben fehlt das gerade erneuerte "VELUX-Fenster" des benachbarten Zimmers. Das macht alles schwieriger.

Ich habe einen zu geringen Abstand vom statistischen mittleren Lebensalter; da habe ich keine solche Lust mehr auf aufwändige Massnahmen wie z.B. ein 33-Jähriger.

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