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Entlüftungsleitung Heizöltank
Verfasser:
ickem
Zeit: 02.04.2020 09:36:12
0
2941314
Hallo an die Experten

Nach Austausch meiner Heizölbatterietanks, habe ich kein Gefälle mehr in der Entlüftungsleitung der Tanks.

Welche Probleme können enstehen?

Eventuell Kondenswasseransammlung im Rohr ?

Dadurch Vakuum durch Ölentnahme der Heizung?

Kann man eventuell am tiefsten Punkt einen Wasserabscheider installieren?

Können noch andere Probleme entstehen und wie kann man diese lösen.

Bin dankbar für jeden konstruktiven Vorschlag

Verfasser:
Dieter C.
Zeit: 02.04.2020 10:41:00
0
2941356
Und warum bekommst Du nicht wenigstens 1-2 cm auf 3 oder 5 m Länge hin?
Wasserabscheider ?? Was soll der abscheiden, wenn durch einen Fehler HEL in die Entlüftungsleitung gelangt?

Verfasser:
Schmitt
Zeit: 02.04.2020 11:09:04
0
2941377
Zitat von ickem Beitrag anzeigen
Eventuell Kondenswasseransammlung im Rohr?

MfG. Schmitt

Verfasser:
meStefan
Zeit: 02.04.2020 12:36:08
1
2941427
Ich würde mich bei dem Fachbetrieb der das so installiert hat melden und eine Mangelanzeige machen!
Der soll seinen Mangel eben beheben! Da mußt Du Dich ja nicht drum kümmern!
Deswegen dürfen in DE an solchen Anlagen nur Betriebe arbeiten, die entsprechende Bescheinigungen (z.B.: vom TÜV oder Überwachungsgemeinschaft WHG) haben.

Verfasser:
OldBo
Zeit: 02.04.2020 12:45:17
2
2941437
Von einem Fachbetrieb hat er nichts geschrieben.

Verfasser:
meStefan
Zeit: 02.04.2020 13:09:27
0
2941459
Zitat von OldBo Beitrag anzeigen
Von einem Fachbetrieb hat er nichts geschrieben.

Oha, dann hat er die Arschkarte! ;O)

Wenn er dann noch irgendwo wohnt, wo eine solche Anlage abgenommen werden muß… Darf eben nicht jeder bauen!

So ein Rückbau macht garkeinen Spaß! :O)

Verfasser:
Dieter C.
Zeit: 02.04.2020 20:30:49
0
2941745
Von einem Rückbau ist doch gar keine Rede. Der soll uns doch erst mal erklären warum er keine Minimalsteigung herbekommt, am besten unterlegt durch ein Bild damit man sich über die Örtlichkeit informieren kann.

Wenn z.B. ein unter der Decke liegender Träger eine durchgehende Leitung verhindert, muss man halt 2 Entlüftungsleitungen hochziehen. Nicht schön, aber halt eine Lösung.
Manchmal kann man auch mit sondergefertigten Formteilen eine wirksame Entlüftung erstellen. Aber um da raten zu können, muss man Details wissen.

Verfasser:
Gundmaster
Zeit: 02.04.2020 20:53:00
0
2941763
Sinn und Zweck der Tankentlüftung:

Beim Tankvorgang muß die Luft entweichen können, damit der Grenzwertgeber abschaltet.
Wenn das nicht funktioniert, bekommt der Tank Überdruck und Öl tritt aus, bevor der Grenzwertgeber abschaltet.
Du hast eine Riesensauerei im Keller und einen kostenpflichtigen Feuerwehreinsatz.
Und auf sehr lange Zeit Ölgeruch im Keller.

Jetzt darfst Du überlegen, ob du alles daran setzt, ein Gefälle in die Entlüftungsleitung zu bekommen und immer darauf achtest, daß die frei ist.

Sehr erfahrene Öl-Tankwagenfahrer verlassen sich nicht auf den Grenzwertgeber und auch nicht auf die Tankentlüftung. Die öffnen am Tank, was sich öffnen läßt und beobachten den Tank beim Füllen. Und schalten dann auch mal vor dem Grenzwertgeber ab.

Übrigens ist jetzt, bei der Erstbefüllung vom Öltankl eigentlich die einzige Möglichkeit, die neuen Rohre auf Dichtheit zu prüfen (Sichtkontrolle).

Egal wer die Tanks montiert hat, der muß beim Erstbefüllen dabei sein.

Verfasser:
Andi_27
Zeit: 02.04.2020 21:52:46
0
2941793
Ich vermute mal die Tankanlage ist wahrscheinlich über 1000 l.

Nach AwSV die seit 01.08.2017 gültig ist und eine Bundesverordnung ist (gilt für alle Bundesländer), muss eine Neuerrichtung oder eine wesentliche Änderung der Tankanlage sechs Wochen vor Beginn der Maßnahme gemeldet werden, ( bei uns im Landratsamt ) egal ob sich die Tankanlage im Wasserschutzgebiet, Überschwemmungsgebiet etc. befindet.

Vor Inbetriebnahme muss die Tankanlage durch einen Sachverständigen abgenommen werden.

Lass die Tankanlage abnehmen, dann bekommst du einen Mängelbericht und der Verursacher kann nachbessern.

Verfasser:
ickem
Zeit: 03.04.2020 06:49:39
0
2941874
Möchte einfach nur ausloten welche Risiken bestehen, bzw.was passieren kann wenn die Entlüftungsleitung Gegengefälle hat.

Durch eine neue Kernbohrung nach draußen lässt sich das Problem ja lösen.

Das Gegengefälle ist ja nicht riesig ,nur ca.3cm bei einer DN40 Entlüftung.

Neue Kernbohrung durch ca.60cm Mauerwerk und Beton ist ja auch kein Spaß.

Darum einfach eine Abwägung.

Kann sich den soviel Kondenswasser sammeln, das es die Entlüftung verstopft oder wird das Kondenswasser nicht durch Unterdruck sowieso in den Tank gesogen?

Verfasser:
ickem
Zeit: 03.04.2020 07:05:32
0
2941878
Noch ein kleiner Nachtrag.

Bei der neuen Leitungsführung durch die zu setzende Kernbohrung wäre die Entlüftung nicht ohne weiteres von der Befüllungsöffnung einzusehen.

Dies entspricht ja auch nicht den Vorschriften.

Natürlich wurde die Anlage von einem zertifizierten Betrieb deinstalliert, entsorgt und neu gebaut.

Natürlich kann ich auf Nachbesserung bestehen, aber man versucht ja mit den Handwerkern eine konstruktiven Lösung zu finden.

Nach allem was ich so gelesen habe, würde das Gegengefälle als geringer Mangel eingestuft.

Verfasser:
ickem
Zeit: 03.04.2020 07:24:02
0
2941882
Hallo Grundmaster

Vielen Dank für Deinen fundierten Beitrag.

Gibt es denn eine Möglichkeit zu prüfen ob die Entlüftungsleitung frei ist, mir fällt da leider nichts ein.

Mein Heizöllieferant ist sehr erfahren und geht genau so vor wie beschrieben, aber leider kann es ja ja sein, das mal ein anderer kommt.

Verfasser:
Schmitt
Zeit: 03.04.2020 07:31:45
2
2941884
Zitat von ickem Beitrag anzeigen
Kann sich den soviel Kondenswasser sammeln
Davon ausgehend, dass die Leitung im Tankraum verlegt ist und eine gleichbleibende Umgebungstemperatur gegeben ist stellt sich die Frage:

"Kann innerhalb des Entlüftungsrohres überhaupt Kondenswasser entstehen?.


MfG. Schmitt

Verfasser:
Prüfer
Zeit: 03.04.2020 09:06:04
3
2941918
An viele, die zu solchen Themen immer antworten:
Warum wird immer gleich „Knüppel aus dem Sack“ gespielt?
Warum kann man nicht einfach die Frage beantworten, anstatt ins Blaue hinein zu spekulieren und nicht gestellte Fragen beantworten?


Hier einige Richtigstellungen:

Zitat
„Sehr erfahrene Öl-Tankwagenfahrer … öffnen am Tank, was sich öffnen lässt und beobachten den Tank beim Füllen.“

Bemerkung
Das ist sehr pragmatisch und vielleicht auch vernünftig, aber nicht wirklich zulässig.
Eigentlich darf er nicht am Tank rumfummeln und irgendetwas aufschrauben – außer den Befüllanschluss.

Zitat
„Sehr erfahrene Öl-Tankwagenfahrer … schalten dann auch mal vor dem Grenzwertgeber ab.“

Bemerkung
Das ist ein Grundsatz, den auch Neulinge gelehrt bekommen.

Zitat
„Egal, wer die Tanks montiert hat, der muss beim Erstbefüllen dabei sein.“

Bemerkung
Dieses Muss gibt es nicht, manche Fachbetriebe machen das aber aus Vernunftsgründen.

Zitat
„… muss eine Neuerrichtung oder eine wesentliche Änderung der Tankanlage sechs Wochen vor Beginn der Maßnahme gemeldet werden,…“

Bemerkung
Das ist richtig, aber diese Vorschrift ist bezüglich Heizöltanks ein „zahnloser Tiger“.
Im Privatbereich muss vernünftigerweise davon ausgegangen werden, dass dies nicht bekannt ist.
Deshalb gehen viele Wasserbehörden damit pragmatisch um und sehen den später eingehenden Prüfbericht der Inbetriebnahmeprüfung (deren Wahrscheinlichkeit deutlich größer ist) als (nachträgliche) Anzeige an.

Und nun zur Entlüftungsleitung

Die Leitungsführung sollte im Idealfall stetig steigend sein.
Eigentlich heißt das, sie soll kein Kontergefälle haben.
Ein Stück waagrechter Verlauf ist keine Gefahrenquelle.

Warum kann sich an einem Tiefpunkt Flüssigkeit sammeln und woher kann die kommen?
In Fachkreisen werden bei Störungen und Schadensfällen typische und manchmal abenteuerliche Ursachen erkannt, z. B.:
- Kondenswasser
Das scheint vernachlässigbar zu sein, aber im Verlauf von z. B. 30 Betriebsjahren vielleicht doch nicht.
- eingedrungenes Regenwasser (aufgrund entstandener Undichtigkeiten)
- Heizöl aus leichten nicht erkannten schwallartigen Fast-Überfüllungen
- Heizöl aus Schaumresten bei Tankvollfüllungen

Zitat
„Das Gegengefälle ist ja nicht riesig , nur ca. 3 cm bei einer DN40 Entlüftung.“

Antwort
Das ist riesig. 3 cm ist „DN 30“
Es bleibt im 40er Rohr im oberen Bereich nur noch eine freie Höhe von 10 mm.
Das ist vom Querschnitt der Kreisfläche so gut wie nix

Gruß
Prüfer

Verfasser:
Schmitt
Zeit: 03.04.2020 09:23:56
0
2941925
Zitat von Prüfer Beitrag anzeigen
Es bleibt im 40er Rohr im oberen Bereich nur noch eine freie Höhe von 10 mm. Das ist vom Querschnitt der Kreisfläche so gut wie nix
Ergänzung, ist aber für einen ausreichenden Luftaustausch während des Betriebes vollkommen ausreichend.

MfG. Schmitt

Verfasser:
Schmitt
Zeit: 03.04.2020 09:35:15
0
2941933
Etwas zu spät, soll aber nicht unerwähnt bleiben.
Zitat von Prüfer Beitrag anzeigen
aber im Verlauf von z. B. 30 Betriebsjahren vielleicht doch nicht.
Aber auch die Verdunstmenge berücksichtigen.


MfG. Schmitt

Verfasser:
Prüfer
Zeit: 03.04.2020 09:47:17
0
2941937
Zitat von Schmitt Beitrag anzeigen
Ergänzung, ist aber für einen ausreichenden Luftaustausch während des Betriebes vollkommen ausreichend.
Ja, hier geht es aber um die Vorschriften zum Gewässerschutz beim Befüllen der Anlage.

Gruß
Prüfer

Verfasser:
OldBo
Zeit: 03.04.2020 09:53:22
0
2941941
Zitat von Prüfer Beitrag anzeigen
An viele, die zu solchen Themen immer antworten:
Warum wird immer gleich „Knüppel aus dem Sack“ gespielt?
Warum kann man nicht einfach die Frage beantworten, anstatt ins Blaue hinein zu spekulieren und nicht gestellte Fragen beantworten?


[u][b]Hier einige[...]

Tja, so sind wir nun mal. Ich bemühe mich jeden Morgen wieder, mich nicht so zu verhalten. Aber es gelingt mir leider nicht immer.

Eigentlich bin ich kein Sabbelpott, aber leider manchmal auf Krawall gebürstet ;>))

Verfasser:
Prüfer
Zeit: 03.04.2020 10:17:23
0
2941951
Dich hatte ich nicht Visier - im Gegenteil.
:-)
Prüfer

Verfasser:
ickem
Zeit: 03.04.2020 14:18:17
0
2942087
Erst einmal vielen Dank für die Antworten und den netten Beschwichtigungshinweis.

Mir ist klar, das sich Kondenswasser bilden kann, ich frage mich nur was geschieht damit.

Bei Ölentnahme durch die Ölpumpe des Kessels entsteht im schlimmsten Fall ein Vakkuum, das aber das Wasser dann in den Tank saugt, wo es bei Gefälle sowieso landet.

Beim befüllen der Anlage wird wahrscheinlich das Wasser ausgeblasen.

Welche Szenarien gäbe es denn sonst noch.

Wie gesagt, bin ja bereit das Problem abzustellen, mir geht es nur um eine Risikobewertung

Verfasser:
Prüfer
Zeit: 03.04.2020 15:23:54
0
2942125
Nein, durch den entstehenden geringen Unterdruck und die klitzekleine fast nicht messbare Luftströmung beim Ölverbrauch wird keine Flüssigkeit abgesaugt.
Notwendig nachströmende Luft blubbert mit kleinen Bläschen durch die Flüssigkeit hindurch.
Noch nicht einmal das wird passieren.
In der Regel wird dann „Falschluft“ über die ganzen oberen Anschlüsse an den Tanks, angesaugt.

Beim Befüllen wird ein kleiner Schluck Flüssigkeit in der Regel ausgeblasen, zumindest teilweise.

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