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Brunnenwasser stinkt nach "faulen Eiern"
Verfasser:
Brunnenbohrer
Zeit: 02.09.2007 11:32:37
0
685084
Vor ca. 2 Monaten haben ich einen 10m tiefen Brunnen bohren lassen (Feldrandlage). Das Grundwasser steht bei etwa 4 m Tiefe. Ich verwende eine Tauchpumpe. Das Brunnenwasser soll hauptsächlich für die automatische Gartenbewässerung verwendet werden, die noch nicht in Betrieb ist, d.h. im Moment wird kaum Wasser verbraucht.

Seit einiger Zeit stinkt das Wasser nach faulen Eiern, also irgendeiner Schwefelverbindung. Wenn man das Wasser einige Zeit laufen läßt, wird der Gestank weniger. Aber am nächsten Tag ist es wieder sehr intensiv.

Hatte irgendjemand eine Idee, was die Ursache sein kann ?

Verfasser:
jobas
Zeit: 02.09.2007 11:51:17
1
685096
Hi Brunnenbohrer

Is wahrscheinlich gleich der Flüßigdünger mit im Grundwasser dabei.


Verfasser:
meStefan
Zeit: 02.09.2007 12:26:54
0
685125
Im Wasser gelöster Schwefelwasserstoff!?

Einfach mal ein Labor beauftragen eine Probe zu ziehen!

Kostet nicht die Welt!


Mfg. meStefan


Verfasser:
lotothar
Zeit: 02.09.2007 12:55:34
0
685152
Oder blankgeputztes Silberstück nehmen.


besser sofort als gleich


Gruß und Erfolg


Lolothar

Verfasser:
VETS-BJ
Zeit: 02.09.2007 13:07:09
0
685168
Hallo Brunnenbohrer,
schau mal hier und auch hier nach.

Eine kostengünstige Lösung für Deinen Anwendungsfall sehe ich aber nicht (-> Speicherung in einer Zisterne mit Belüftung vielleicht - aber danach ist wiederum eine Druckerhöhung nötig).

Vielleicht ist die Suche nach der Ursache ein Lösungsansatz (unverbindlich): Ist z.B. Gülle auf die Felder oberhalb der Grundwasserfließrichtung aufgebracht worden ? Oder ist ein Misthaufen oder Komposthaufen angelegt worden oder vorhanden ? Oder ist oberhalb eine Klärgrube oder Güllegrube übergelaufen oder undicht ? Oder - Oder - Oder wo kommt der Schwefel und die umwandelnden Bakterien her ?
Gibt es noch mehr Brunnen in der Nähe und welche Wasserqualität besteht dort ?
mfg Benno

Verfasser:
Brunnenbohrer
Zeit: 03.09.2007 10:53:59
0
685659
kann es etwas damit zu tun haben, dass das Brunnenrohr nicht 100% luftdicht ist ?
Die Kabeldurchführung im Brunnenrohrdeckel ist nur eine einfache Bohrung ohne Verschraubung.

Misthaufen bzw. Komposthaufen, Klär- oder Güllegruben gibt es nicht in der Nähe. Dass auf den umliegenden Feldern Gülle aufgebracht wurde, ist uns nicht aufgefallen. Ein Bauernhof liegt etwa 100m weiter, der hat allerdings außer ein paar Pferde keine Tiere auf dem Hof.

Verfasser:
Fearless
Zeit: 03.09.2007 11:22:37
0
685679
Hi

Brunnenrohre und dergleichen sollten nicht dicht sein. Dort können sich sonst unter Umständen Gase sammeln.

Als erstes eine Wasseranalyse machen und denn Brunnenhersteller fragen.

Verfasser:
Matthias 1
Zeit: 01.10.2007 08:14:57
0
704224
Hallo
Da ich eine Hersteller Firma kenne ,
die diese Filteranlagen bauen und auch Preiswert sind ,
empfehle ich Dir unter www.kewa-wasseraufbereitung.de nachzuschauen,Ich denn eine Wasserprobe an die Firma KEWA Wasseraufbereitung gesendet und eine kostenlose Wasseranalyse bekommen.
Und danach haben die Firma eine Wasseraufbereitungsanlagen auf das Problem erstellt.
MFG
Matthias1

Verfasser:
Brunnenbohrer
Zeit: 17.10.2007 09:11:05
0
715640
Das Brunnenwasser wird nur zur Bewässerung eingesetzt. Deshalb will ich keinen Aufwand, wie z.B. Filterung oder Wasseranalysen betreiben.

Im Wasser gelöster Schwefelwasserstoff! ist die wahrscheinlichste Variante. Ist in keiner Weise bedenklich -aber etwas unangenehm. Gibt es irgendetwas, was man dagegen unternehmen kann ?

Etwa eine größere Menge Wasser abpumpen ?

Verfasser:
Franki
Zeit: 17.10.2007 09:51:21
0
715672
Im Zuge des Abbaus von Biomasse ( man sagt auch Fäulnis durch organismeneigene Enzyme und durch Mikroorganismen) wird Schwefel reduktiv aus organischen Stoffen als Schwefelwasserstoff (H2S) freigesetzt. Unter anaeroben (kein Sauerstoff vorhanden) Bedingungen, wie sie in schlecht durchlüfteten Böden oder in sauerstoffarmen Gewässern herrschen, stellen anaerobe Bakterien Schwefelwasserstoff (H2S) auch aus Sulfaten her.
Dies verursacht auch z. B. Sulfatkorrosion an Stahlteilen.

Brunnen auf organische Masse (Regenwürmer, Kleinnager, Blätter etc.) prüfen und reinigen, belüften, d. h. Sauerstoff reinbringen, Wasser fördern!


Verfasser:
soonfortytwo
Zeit: 30.12.2007 19:12:30
0
777495
Die Lösung der Geruchsprobleme ist recht einfach - erfordert aber die Installation einer kleinen Aquarien- oder Teich-Belüftungspumpe. Ich hatte das gleiche Problem mit dem stinkenden Wasser. Nach der Installation der kleinen Luftpumpe, die jetzt jeden Tag per simpler Zeitschaltuhr 4 mal eine viertel Stunde pro 24 Std. Luft in die Zisterne pumpt, war das Problem in 2 Tage behoben und ist seitdem nicht mehr aufgetreten. Erklärung: Ein kleiner Bodensatz von Schlamm wirkt wie eine Kläranlage. Voraussetzung: die Bakterien im Wasser werden mit Sauerstoff versorgt. Wenn nicht - stinkts.
Die "Anlage" erfordert finanziell rund 20 Euro - dafür aber entsprechend mehr Zeit und Geschick beim Einbau.Tipp: den kleinen Sprudelstein nicht direkt im Schlamm positionieren, sonst wühlt er diesen auf und belastet so die Pumpe.
Das Ganze hab ich übrigens aus einem anderen Forum.

Gutes Gelingen!
Und guten Rutsch!

Verfasser:
mdartworx
Zeit: 10.12.2018 23:19:53
0
2717974
Ich habe das H2S Problem in unserem Brunnen so gelöst:
Nach dem Hausanschluss ein Schnüffelventil welches bei starkem Durchfluss Luft ins System zieht. Danach ein MAG mit 100 Liter. Nach dem Rückspülfilter kommt ein selbsttätiger Entlüfter der die Luft wieder entweichen lässt bevor sie in die Hausverteilung kommt.
Das Problem war aber dass das Schnüffelventil eine Mindestdurchflussmenge an Wasser braucht um Luft anzusaugen die durch einen normalen Wasserhahn nicht erreicht wird.
Die Lösung war eine am Rückspülfilter fest angebrachte Entwässerungsleitung und ein zeitgesteuertes Magnetventil welches ein mal am Tag 2 min den Rückspülfilter rückspült und dabei so viel Wasser benötigt dass das Luftpolster welches sich im MAG sammelt ausgetauscht wird. Nun riecht nichts mehr nach faulen Eiern.
Eisen und Mangan sind bei uns allerdings unter der Nachweisgrenze. somit benötigen wir keinen Eisen-Mangan-Filter der nebenbei auch Schwefelwasserstoff belüftet.

Verfasser:
Thorfinn Hansen
Zeit: 11.12.2018 13:09:45
0
2718143
Wasserwerker belüften Rohwasser um den Schwefelwasserstoff auszutreiben.
Früher sah das so aus:
https://www.hamburgwasser.de/privatkunden/themen/interview-mit-joerg-grossmann/

Verfasser:
Dieter C.
Zeit: 12.12.2018 17:44:24
1
2718733
Leute, das ist ein Uraltthread von 2007 - Nur zur Info !!

Verfasser:
Marynee
Zeit: 15.02.2019 10:27:31
0
2751950
Hallo zusammen. Seit zwei Tage. Ist unser Brunnenwasser dunkelgrün bis braun-schwarz. Stinken tut es nicht wirklich, riecht etwas moosig. Was könnte das sein? Unser Nachbar hat das gleiche Problem. Ich hoff mir kann jemand weiter helfen.Danke schon mal im Voraus!

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