Wie viel Eis wird wohl übrig bleiben? Eine Tonne Eis wurde vor kurzem in der Freiburger Innenstadt in ein Miniaturpassivhaus gesteckt und verbleibt darin vier Wochen lang ohne zusätzliche Kühlung.
Die Pinguine Anja Hoh (28) und Noemi Lachenmaier (25) lieben Eis.
Passanten können bei einem Gewinnspiel schätzen, wie viel Eis innerhalb dieser Zeit schmilzt.
Hier können Sie mitwetten. Das Aktionshaus soll Klimaschutz greifbarer machen, die Zielsetzung der "Freiburger Eiswette" ist die Aufklärung zum Thema Wohnraum-Dämmung und die damit verbundene Energiekosteneinsparung.
Die Freiburger Eiswette wird von zwei Pinguinen begleitet. Seit einer Woche ist das Duo von 14 bis 18 Uhr unterwegs. Dabei informieren sie Passanten über die Aktion. So zeigt die Energieagentur Regio Freiburg gemeinsam mit der Firma Götz + Moriz unter der Schirmherrschaft der Stadt Freiburg auf unkonventionelle Weise, wie gut Wärmedämmung wirkt. Wie denken die Pinguine darüber? Hier einige Fragen an die Kältespezialisten:
Was haltet Ihr von Wärmeschutz? Wer im Eis lebt muss sich gut gegen Kälte schützen, deswegen finden wir Wärmeschutz generell toll. Aber im Ernst: Weil eine Dämmung nicht nur Heizkosten spart sondern auch die Energievorräte schont und dem Klimaschutz dient, finden wir die Aktion sehr gut. Auch deshalb, weil Klimaschutz einem Abschmelzen der Polkappen entgegenwirkt.
Wie sind Eure Erfahrungen aus den ersten Tagen? Sehr unterschiedlich. Manche freuen sich, wenn sie uns Pinguine sehen. Wir werden oft als Maskottchen wahrgenommen. Es gibt ein großes Gesprächsbedürfnis bei den Menschen, die gebaut haben oder gerade dabei sind. Oft werden wir auch mit Kindern fotografiert.
Was bewirkt die Aktion bei Euch? Wir schwitzen und wären über gute Dämmung froh! Sollten wir selbst mal bauen, käme nur ein Passivenergiehaus infrage. In Gesprächen haben wir erkannt, dass es bei manchen Menschen anders aussieht. Sie sind sich aber oft der Möglichkeiten bewusst, aber tatsächlich handeln tun sie dann doch nicht.
Inwieweit sind dann Info-Kampagnen sinnvoll? Wir finden es wichtig, die Menschen zum Handeln zu bringen und dass sie über die Förderprogramme Bescheid wissen. Da ist Kommunikation wichtig, wie es die Stadt Freiburg zum Beispiel macht. Wir finden es toll, wenn Menschen spontan am Aktionshaus über das Thema diskutieren. Auch das ist Information. Hier werden Erfahrungen ausgetauscht.
Wir danken den beiden Pinguinen für das Gespräch: Anja Hoh (28), Diplom-Forstingenieurin, und Noemi Lachenmaier (25), Sonderpädagogik-Studentin.