Wir berichteten am Montag per Eilmeldung über die geplante Übernahme von Schulte durch GC. Seit Tagen arbeiten die Beteiligten mit Hochdruck an einer Lösung für die insolvente Schulte Gruppe.
Heinz Wippich - Sprecher der GC Gruppe.
Nicht leicht für Redaktionen an wirkliche Informationen für die Leser zu kommen, Vermutungen gibt es genug zu diesem Thema. Die Redaktion HaustechnikDialog konnte in einem kurzen Gespräch mit Heinz Wippich, dem Sprecher der GC Gruppe, einige Fragen klären.
Die gute Nachricht lautet - der Fortbestand als Schulte scheint gesichert und dabei werden die Mitarbeiter der Schulte Gruppe in ganz großer Anzahl übernommen. Über genaue Zahlen hinsichtlich Mitarbeiterübernahmen oder beispielsweise auch der Kaufsumme wollte und konnte sich Wippich für GC zum jetzigen Zeitpunkt, auch zum Schutze der Mitarbeiter, nicht äußern. Schließlich muss man sich auch über viele Details noch informieren und entsprechende Strategien entwickeln. Nur in Ausnahmefällen soll es zur Schließung von Stellen kommen.
Das Kaufinteresse von GC ist ganz klar zweigeteilt:
Man möchte in Deutschland zum Wohle der Hersteller und der Großhändler unter sich bleiben und hat deshalb drohende ausländische Konkurrenz abgewehrt. Und selbstverständlich geht es dabei auch um die Vergrößerung des eigenen Marktanteils, wie Wippich klar formulierte.
Da die Standorte der GC- und Schulte Gruppe nahe beieinander liegen, stellt sich die Frage nach dem Erhalt der einzelnen Niederlassungen und Läger. Laut Wippich wird es in der nächsten Zeit Gespräche mit allen Schulte Häusern geben, wie man zukünftig kostenmindernd zusammen arbeiten kann. Wippich macht deutlich, dass GC die Identität von Schulte in den Regionen erhalten will. Das bedeutet, dass GC auch die bisherigen Schulte-Lieferanten möglichst alle behalten möchte. Ziel ist es dabei Schulte mit einem eigenen Produkt Portfolio neben GC zu präsentieren.
„Bei allem was wir jetzt tun“, macht Wippich deutlich, „soll die Schulte Idee erhalten bleiben.“ Den Mitarbeitern, die seit langem sehr unsicheren Verhältnissen ausgesetzt sind und mit denen man zukünftig arbeiten wird, will man Sicherheit geben. Derzeit werden die Lohnlisten abgestimmt, denn klar ist für Wippich, dass Überbezahlungen der Markt straft – aber Unterbezahlungen auch keinen Sinn machen. „Wir wollen hochmotivierte Mitarbeiter haben und die werden dann auch entsprechend ihr Geld verdienen.“
Inzwischen gibt es
hier auch eine offizielle Presseerklärung aus dem Hause Schulte zu dem Verhandlungsstand.