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Datenschutzhinweise

Sanierung der Wasserleitungen im EFH
Verfasser:
kelups
Zeit: 03.09.2007 20:42:01
0
686106
Einfamilienhaus, Bj. 78. Kaltwasserinstallation mit verzinktem Eisenrohr, Warmwasser Kupferrohr, Wasserhärte 36 franz. Grad H. Wasserfilter vorhanden.
In der Kaltwasserleitung stelle ich an einer Stelle harte braune, höckerige Ablagerungen fest. Ich stelle in der oberen Etage auch einen Druckabfall fest (z.B. in der Dusche), sobald im Haus ein zweiter Wasserhahn geöffnet wird. Ich habe mich deshalb nach Reinigungssystemen erkundigt. Gemeinsam ist allen, dass sie sandstrahlen und die gereinigten Rohre dann mit Epoxidharz beschichten. Es gibt Systeme, die mit hohem Druck und andere, die mit dem normalen Wasserdruck arbeiten. Der Installateur nennt als Möglichkeit auch das "säuren". Was ist vorzuziehen?
Welche Erfahrung hat man mit diesen Beschichtungen? Können solche Rohre gegebenenfalls später erneut gereinigt und beschichtet werden? Ich kenne mich in diesem Gebiet nicht aus und bin dankbar für Ratschläge.
Kurt

Verfasser:
R.B.
Zeit: 03.09.2007 20:59:23
0
686124
Hallo,

ich hab´ keine Erfahrung mit den Beschichtungen, aber man sollte darauf achten, daß diese für TW Installationen zugelassen sind. Meines Wissens ist dies nicht immer der Fall.

Vielleicht sollte man auch einen Austausch der Leitungen in Erwägung ziehen. EInmal Chaos, aber dann wieder für Jahre Ruhe.

Gruß
Ralf

Verfasser:
kelups
Zeit: 03.09.2007 21:13:35
0
686135
Danke. Die Beschichtungen sind für Trinkwasser zugelassen. Ersatz der Leitungen habe ich mir auch überlegt, dieser ist aber sehr viel teurer. Man sagt mir auch, dass das nur sinnvoll sei, wenn man gleichzeitig auch die Küche und die Bäder erneuere - "keine alten Einrichtungen auf neue Leitungen". Kosten sind für mich auch ein Kriterium.
Kurt

Verfasser:
Manfred W,
Zeit: 03.09.2007 23:10:45
0
686228
Mal ne Wasseranalyse gemacht?
Was sind 36 franz. Grad H?
In Kaltwasser harte braune, höckerige Ablagerungen ...
Warum mit Epoxidharz beschichten? Gibt's nen Grund? Ist doch nix undicht, oder?
Was war der Grund, dass man nur die Warmwasserleitung erneuerte (mit Kupfer) und Kaltwasser nicht?

Fragen über Fragen ...

Haber aber immer noch nicht kapiert, warum Du innen abdichten willst, wenns nur braune, höckerige Ablagerungen gibt. Leitungen durch einen Fachbetrieb innen gereinigt und gut ist.

Verfasser:
kelups
Zeit: 03.09.2007 23:34:57
0
686245
Ich habe mich vielleicht nicht deutlich genug ausgedrückt.
Bisher wurde keine Leitung - weder warm noch kalt - saniert und es ist bis jetzt kein Leck vorhanden. Ich will aber einer Verschlechterung der Situation vorbeugen.
Meine Frage ist gerade - genügt das Reinigen oder muss ich die Leitungen auch noch innen beschichten lassen? Wenn ja, welche Technik ist da vorzuziehen? Ich nehme an, dass man dann neue Ablagerungen in Kauf nimmt und halt in weiteren 30 Jahren wieder reinigen muss (wird dann nicht mehr mein Problem sein).
36 französische Härtegrade entsprechen etwa 22 deutscher Härtegrade. Eine Wasseranalyse wurde keine gemacht, die Angabe stammt von der Gemeinde.
Kurt

Verfasser:
Weiß manchmal auch was
Zeit: 04.09.2007 01:01:46
0
686267
@kelups

Wir reden hier offenbar über eine Trinkwasser-Installation, die sich nicht im Zugriff deutschen Rechts befindet? Sprich - nicht in Deutschland! und nicht der TrinkwV unterliegend?

... Bisher wurde keine Leitung - weder warm noch kalt - saniert und es ist bis jetzt kein Leck vorhanden. Ich will aber einer Verschlechterung der Situation vorbeugen. ...

Weshalb dann der Aufwand? Eine mittlerweile fast 30 Jahre alte Installation aus verzinktem Stahlrohr wird irgendwann auch mal in die ewigen Jagdgründe eingehen. Wenn man Glück hat, funktioniert sie aber auch noch nach 50 oder 80 Jahren. Welche Verschlechterung befürchtest du denn? Welche Beobachtungen hast du in den letzten Jahren/Jahrzehnten gemacht?
Gab es früher keinen Druckabfall? Hast du nur eine Stelle im Rohr gesehen oder wurde das mal eingehender untersucht? Liegen nennenswerte Querschnittsverengungen vor? Rostwasser?

... Die Beschichtungen sind für Trinkwasser zugelassen...
Was heißt das genau? Welche Nachweise werden dazu angeführt? Hersteller, Anbieter etc.... In Deutschland gibt es kein Beschichtungssystem, das für Trinkwasser zugelassen ist. Lediglich ein System, welches die Anforderungen der Epoxid-Leitlinie des UBA erfüllt. Das ist etwas völlig anderes.

Ein ewig neugieriger
Wmaw

Verfasser:
kelups
Zeit: 04.09.2007 18:25:08
0
686777
Die Anlage liegt in der Schweiz, genauer gesagt im Jura, wo wir sehr hartes Wasser haben (Kalksteingebirge).
Epoxidbeschichtungen sind in der Schweiz für Trinkwasserleitungen (und Getränketanks etc.) zugelassen und werden von verschiedenen Unternehmen angeboten. Mit Verschlechterung meine ich eine zunehmende Verengung der Leitungen infolge von Ablagerungen bis zur Verstopfung. Diesem Extremfall will ich vorbeugen. Eine Verengung habe ich an einer mir zugänglichen Stelle gesehen. Die Ablagerung besteht aus braunem, steinhartem Material.
Früher gab es keinen Druckabfall.
Natürlich kann ich noch aufwendige Analysen machen lassen. Alles was ich im Augenblick wissen möchte ist das, ob es genügt, die Ablagerungen zu entfernen ohne anschliessend die Leitungen zu beschichten.
Kurt

Verfasser:
Weiß manchmal auch was
Zeit: 04.09.2007 23:20:20
0
687042
Hallo Kurt,

... Alles was ich im Augenblick wissen möchte ist das, ob es genügt, die Ablagerungen zu entfernen ohne anschliessend die Leitungen zu beschichten ...

Soweit du die Ablagerungen durch "verschärftes" Spülen mit Wasser oder Wasser/Luft-Spülung aus den Rohrleitungen entfernen kannst - was ich nach deiner Angabe aber stark bezweifle - könntest du die Installation ohne weitere Maßnahme, vielleicht von einer Dosierung (evtl. ortho-Phosphat - bei Rostwassererscheinung, alternativ kombinierrt mit Härtestabilisierung/poly-Phosphat) mal abgesehen, weiter betreiben.

Bei der "brutalen" Reinigung mit abrasivem Mittel (strahlen oder Säure [wovon ich persönlich gänzlich abrate] entfernst du die komplette Deckschicht und legst das blanke Eisenrohr frei. Nach 30 Jahren ist von der Verzinkung eh nichts mehr vorhanden (im Zweifelsfall wird ein Rest weggestrahlt).
Ungeschütztes Stahlrohr und Trinkwasser vertragen sich aber nicht. Unter den Bedingungen in einer Hausinstallation bildet sich permanent Rostwasser. Das bedeutet, ohne einen Schutz der Innenrohroberfläche kommst du nicht aus. Und das ist dann, wenn du die alten Rohre nicht erneuern willst, derzeit natürlich nur noch mit der Epoxidharzbeschichtung möglich.

Ob du dieses Material einsetzen willst, muß ich dir überlassen. Ich persönlich kann davon nur abraten. Nicht mal so sehr, wegen des Kunststoffes generell (ich nehme mal an dass du auch ein berühmtes schweizer Verfahren einsetzen würdest), sondern eher wegen der Probleme bei der Reinigung der Rohrleitungen und dem anschließenden Aufbringen der Beschichtung. Es mag ja sein, dass die ausführende Firma das gut beherrscht; genauso gut kann es aber auch total schief gehen. Beispiele dafür gibt es etliche.

Hier ein Beispiel aus so einer mißlungen Installation. Die Farbe der Beschichtung ist dabei ohne Bedeutung.



Gruß
Wmaw

Verfasser:
Kaskade
Zeit: 05.09.2007 11:03:11
0
687198
Schau an, so ist das wahre Leben, nicht so wie in Hochglanzprospekten dargestellt!
Diese Harzbrühe zu entfernen halte ich für unmöglich. Schätze, das bedeutet RAUSSCHMISS!

Da bleibt die Erkenntnis, das RAUS-(Ablagerungen) und REIN-(Epoxidharz)PUSTEN bringt die Rohrleitungswelt nicht in Ordnung. Die Geldausgabe und Arbeit hätte der Auftraggeber sich ersparen können.

GRUß und DANKE an Weiß manchmal auch was, Dein Bild ist sehr informativ, weiter so!

Verfasser:
kelups
Zeit: 05.09.2007 18:34:23
0
687569
Danke, Das ist sehr aufschlussreich. Ein Glück, dass wenigstens im Keller die Rohre offen verlegt sind. ;-)
Andere Frage: Kann man denn in bestehende Rohre Kunststoffrohre einziehen, in meinem Fall mindestens dort, wo die Rohre in der Wand sind?
Kurt

Verfasser:
R.B.
Zeit: 05.09.2007 18:53:04
0
687574
Andere Frage: Kann man denn in bestehende Rohre Kunststoffrohre einziehen, in meinem Fall mindestens dort, wo die Rohre in der Wand sind?

Wäre theoretisch denkbar, wenn die alten Rohre viel viel zu dick dimensioniert wurden und auch keine Bögen oder sonstige Engestellen (oder Abzweige oder was auch immer) vorhanden wären.

Das wird jedoch in der Praxis nicht vorkommen. Ich würde mich von dieser Idee verabschieden.

Gruß
Ralf

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Ruediger1931 schrieb: Du musst doch nur denen obersten Schluck des Kessels ablassen....
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