Bilder: heima24 Das Beste aus zwei Welten
Verbundwerkstoffe haben sich in vielen Industriebereichen etabliert, auch in der Gebäudetechnik. Auf dem Gebiet der Wasserinstallation kommt immer öfter das Alu- oder Mehrschichtverbundrohr zum Einsatz. Kein Wunder, vereint es doch die besten Eigenschaften von Kunststoff und Aluminium. Luftdicht und alterungsbeständig einerseits, leicht und flexibel andererseits, erlaubt es den Einsatz sowohl in der Trinkwasser-, als auch in der Heizungstechnik. Sein spezieller Aufbau macht’s möglich: Der äußere Schutzmantel sowie die wasserführende Innenseite bestehen jeweils aus Polyethylenröhren (PE). Dazwischen verläuft eine dünnwandige Aluminiumröhre. Zwischen diesen drei Materialschichten sorgen spezielle Haftvermittler für engsten Zusammenhalt, sodass man im Ergebnis eine fünfschichtige, sehr belastbare und leistungsfähige Struktur erhält.
Diese Struktur bringt entscheidende Vorteile mit sich: Der weiche, glatte Kunststoff sorgt für Korrosionsbeständigkeit und reibungsarmen Durchfluss. Das Aluminium wiederum hält das Rohr luftdicht und leicht. Dabei lässt sich das Verbundrohr geschmeidig biegen, ohne im Vergleich mit klassischen Metallrohren an Formstabilität einzubüßen. All das zusammen macht das Alu-Verbundrohr attraktiv für Neubau und Sanierung.
Metall oder Kunststoff? Eines für Alles
Bei Rohren hatten Bauherren und Sanierer früher nur die Wahl zwischen Metall (Stahl, Kupfer) oder Kunststoff. Beide Werkstoffe haben ihre Vorzüge, aber eben auch Nachteile: Verkalkung und Korrosion auf der einen, Diffusion und Druckverlust auf der anderen Seite. Außerdem gab und gibt es Grenzen in der Anwendbarkeit, denn weder Metall noch Kunststoff sind universell einsetzbar. Für jeden Einsatzzweck musste daher neu überlegt werden, welches Material am besten geeignet ist. Solche Beschränkungen kennen moderne Aluminium-Verbundrohre nicht. Sie haben sich seit mittlerweile mehr als 30 Jahren in der Praxis bestens bewährt und lassen auch in puncto Dauerbeanspruchung keine Wünsche offen. Sofern sie über entsprechende Zertifikate anerkannter Institutionen wie dem Kunststoffzentrum SKZ oder des DVGW verfügen, reicht ihr Einsatzspektrum vom Trinkwasser über die klassische Zentralheizung bis zur Fußbodenheizung. Mit anderen Worten, das Alu-Verbundrohr ist ein echter Alleskönner – Eines für Alles!
Bauherren, Sanierer und Selbermacher lieben es
Abgesehen von seiner universellen Eignung für alle Bereiche der Wasserinstallation punktet das Alu-Verbundrohr mit drei Vorteilen, die es zur ersten Wahl für Bauherren machen: Es ist leicht zu verarbeiten, sehr wirtschaftlich und dank seiner vielfältigen Verbindungsvarianten über Schraub-, Steck- oder Pressfittings auch mit etwa bereits vorhandenen Kupferrohren problemlos kombinierbar. Letzteres macht es gerade auch für Sanierungen im Altbau attraktiv. Durch sein geringes Eigengewicht, die hohe Robustheit und unkomplizierte Biegefähigkeit bewältigen auch begabte Heimwerker die Verlegung. Die geschmeidigen Verarbeitungseigenschaften befördern weiterhin auch die hohe Wirtschaftlichkeit des Verbundrohrs, da man beim Verlegen im Vergleich zu Kunststoff- oder Metallrohren weniger zusätzliche Form- und Spezialteile benötigt. Damit behält man die Kosten letztlich besser im Griff.
Immer die richtige Verbindung
Um Alu-Verbundrohre miteinander zu verbinden, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die drei gängigsten Methoden sind Pressen, Schrauben und Stecken. Alle drei Arten haben sich millionenfach in puncto Dichtheit, Sicherheit und Stabilität bewährt.
Dabei bietet jedes Fitting gewisse Vorzüge:
Pressfittings lassen sich schnell, günstig und in gleichbleibender Qualität verarbeiten. Außerdem sind sie leicht, bruchsicher und hochwiderstandsbeständig und passen somit perfekt zum Alu-Verbundrohr.
Schraubfittings haben den Vorzug, dass sie ebenfalls ohne Löten und Schweißen auskommen. Außerdem benötigen sie kein teures Werkzeug - so lassen sich Alu-Verbundrohre schnell, einfach und sicher verbinden. Ein weiterer Vorteil: Schraubverbindungen können leicht wieder gelöst werden und sind daher flexibel einsetzbar.
Steckfittings schließlich ermöglichen eine schnelle und sichere Rohrverbindung ohne teures Profi-Werkzeug; die passenden Alu-Verbundrohre lassen sich einfach von Hand verbinden.
Welche der drei Verbindungstechniken die beste Wahl ist, hängt von den Anforderungen Ihres Projekts und sicherlich auch von den persönlichen Vorlieben des Installateurs ab.
Frei von Kalk, Korrosion und schädlichen Ablagerungen
Alu-Verbundrohre sind eine saubere Sache. Und das im wörtlichen Sinn: Denn materialbedingt können sie nicht korrodieren (rosten), und dank ihrer glatten Oberfläche in der wasserführenden Schicht bleiben sie auch weitgehend frei von sonstigen Schmutzablagerungen. Ein wichtiger Pluspunkt aus wirtschaftlicher wie hygienischer Sicht, nicht nur für Menschen mit Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten. Darüber hinaus gehört auch das Thema Kalk der Vergangenheit an, genauso wie die Anlagerung von Ionen an den Rohrwänden, da Mehrschichtverbundrohre elektrisch neutral sind. Sie passen nicht nur ideal zu jedem Bau- und Sanierungsprojekt, sondern auch zu unserem heutigen, zunehmenden Gesundheits- und Nachhaltigkeitsbewusstsein.
Installateure stehen drauf
Ob Frischwasserinstallation, Zentralheizung oder wasserführende Fußbodenheizung – was für Installateure ehemals eine materialtechnische Grundsatzfrage war, ist beim heutigen Stand der Technik mit Mehrschichtverbundrohren nur noch eine Frage des richtigen Querschnitts. Die verfügbaren Außendurchmesser reichen von 14 bis 110 mm, bei Wandstärken je nach Größe von 2 bis 10 mm. Damit ist die ganze Bandbreite der Wasserinstallation abgedeckt, auch in Bezug auf die wichtigen Themen Druck und Temperatur. Was auch immer benötigt wird: im Onlineshop von heima24 stehen Verbundrohre als Stangen- oder Rollenware mit passenden Fittings und erforderlichen Werkzeugen zur Verfügung.
Unschlagbar sind Verbundrohre zweifellos in puncto Verarbeitungsfreundlichkeit. So muss etwa bei einer Fußbodenheizung eine lange Rohrstrecke mit vielen Windungen auf dem Boden ausgebracht werden. Da das flexible Verbundrohr auch in engen Kurven problemlos mit wenig Kraftaufwand von Hand gebogen werden kann, erleichtert es die Aufgabe erheblich und spart eine Menge Zeit.
Hohe Temperatur- und Druckbelastungen, wie sie im klassischen Heizungsbau typischerweise auftreten, sind für moderne Mehrschichtverbundrohre ebenso wenig ein Problem wie hohe Durchflussleistungen. Auch für Schallemissionen, die bei Metallrohren manchmal in Form von störenden Fließ- und Pfeifgeräuschen auftreten können, sind Verbundrohre nicht anfällig. Um Druckverluste bestmöglich zu vermeiden, muss aber auf eine entsprechende Verbindungstechnik geachtet werden. Wichtig dabei ist, immer auf ein durchgängiges System (Hersteller) zu setzen, damit alles hundertprozentig dicht bleibt.
Wenn Verbundrohre nach DVGW geprüft und zugelassen sind, spricht nichts dagegen, sie in der warmen und kalten Trinkwasserinstallation einzusetzen. Im Gegenteil: dank 100% Diffusionsdichte können keine unerwünschten Geruchs- und Geschmacksstoffe eindringen, ebenso wie Verschlammung im Verbundrohr praktisch ausgeschlossen ist.
Für das Fachhandwerk bringt das Alu-Verbundrohr neben seinen technisch-praktischen Vorteilen nicht zuletzt auch Erleichterungen in Kundenverkehr und Verwaltung mit sich. Denn "Eines für Alles" ist ein starker Wert, der unmittelbar einleuchtet und im Gespräch mit dem Kunden nicht erst kompliziert verargumentiert werden muss. Gleiches gilt für die Themen Hygiene und Geräuschfreiheit. Unterm Strich kann die Konzentration auf eine Technologie den gesamten Kundenkontakt von der Beratung über die Kalkulation bis zur Leistungsabrechnung erheblich vereinfachen.
Worauf man beim Kauf achten sollte
Mehrschichtverbundrohre haben so viele Vorteile, dass es schwerfällt, sich in der Wasserinstallation für andere Materialien zu entscheiden. Sie sind leicht, robust, verarbeitungsfreundlich, vielseitig, hygienisch und alterungsbeständig. Last but not least sind sie auch noch wirtschaftlich. Das alles macht sie zur ersten Wahl in der Wasserinstallation. Für Bauherren und Selbermacher lautet der Rat, je nach Einsatzbereich (Heizung und/oder Trinkwasser) auf die notwendigen Zertifizierungen und Zulassungen, etwa von SKZ oder DVGW zu achten, ebenso muss in Hinblick auf das installationstechnische Umfeld die richtige Verbindungstechnik gewählt werden. Rohre und Fittings müssen immer ein durchgehendes System bilden, also von ein und demselben Hersteller stammen. Lassen Sie sich bei Bedarf vom SHK-Fachbetrieb Ihres Vertrauens eingehend beraten und studieren Sie den Onlinekatalog von heima24, wo Sie weitere wertvolle Informationen zum Themenbereich Verbundrohre finden.
Fazit
Das Alu-Verbundrohr ist ein wahres Multitalent, welches die Arbeit von Heim- und Handwerkern, aber auch von professionellen Renovierern und Sanierern erheblich erleichtert. Es bietet unschlagbare Vorteile gegenüber herkömmlichen Rohrmaterialien und sollte deshalb bei jeder modernen Installationsplanung ernsthaft in Betracht gezogen werden.
Über heima24
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