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14.11.2004 14:13:10 |
Hallo Forum! Nachdem heute morgen in meiner Toilette von einem Familiemitglied ein "größeres Geschäft" verrichtet wurde, gluckert diese Toilette jetzt, wenn gespült wird. Ich hab jetzt schon ein paar mal kräftig durchgespült, aber irgendwie wird das nicht besser. Ein anderes WC, das auf dem gleichen Kanalstrang hängt funktioniert problemlos, so dass ich ein Problem mit der Kanalbelüftung ausschließe. Kann es sein, dass in dem betroffenen WC in den "Windungen" des Greuchsverschlusses was hängen geblieben ist? Sollte man die Schüssel mal mechanisch reinigen? Gibt es irgendein "Abflussfrei" für WCs? Danke für die Antworten
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16.11.2004 19:35:37 |
Wenn es nur im Siffon des WC ist, dann hilft der gute alte Pümpel. Aber heufig liegt des Pudels Kern etwas weiter hinten am Anschluss, Bogen, Abzweig, Anschluss an die Ensorgungsleitung, dann ist mit Pümplen nicht viel auszurichten. Also erst mal den guten alten Pümpel versuchen, wenn du keinen im Hause hast frag mal bei Nachbarn oder Bekannten, oder zur not kaufe dir einen, kostet nicht die Welt und hat fast jedes Haushaltswarengeschäft. Klapp´s nicht damit, dann den Installateur deinen Vertrauens zu Rate ziehen, der hatt in der Regel entsprechendes Equippment um dir dann professionell weiter zu helfen. Gruß Alfons
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16.11.2004 20:50:03 |
Danke für den Tipp!
Aber irgendwie hat sich die Sache von selbst erledigt. Die Toilette läuft wieder ohne zu glcukern ab. Nen Pümpel werd ich mir wohl mal zulegen müssen.
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18.11.2004 20:20:36 |
Liebe Redaktion, jetzt reicht es langsam.
Hier stand vor ca. 20 Minuten ein sehr humorvoller Beitrag von einem Dr.Sani.T.Ter oder so ähnlich.
Ich wollte grade mit einem freundlichen "Zwinkern" darauf antworten, zwischendurch klingelte bei mir das Telefon und nun ca. 20 Minuten später ist der Beitrag gelöscht.
Was soll denn das.
Etwas Humor schadet doch wohl niemandem.
Gruß Alfons
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18.11.2004 20:28:50 |
Ich fordere ebenfalls Rechenschaft, da nicht gelesen!
Schon der Begriff PÜMPEL ist ja der Hammer... Vor Lachen in die Tastatur gebissen...
Alfons - hart bleiben! Übrigens Anerkennung für Deinen Umgang mit dem Viessi Kunden vor 3,5 Jahren/Installation. Bist aber vermutlich vom "Aussterben bedrohte Rasse", leider.
Trotzdem, schön, dass es auch solche noch gibt.
Grüße Schwabenalf
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Verfasser: Dr. Sani T.Ter | Zeit:
18.11.2004 21:00:22 |
Lieber Me. Alfons Hoffrogge, Schwabenalf. Mit Freude las ich Eure Bitte und möchte Euch, meine lieben Fans, nicht enttäuschen. Daher nochmals der Versuch: "Nachdem heute morgen in meiner Toilette von einem Familiemitglied ein "größeres Geschäft" verrichtet wurde, gluckert diese Toilette jetzt" Vorbewmerkung: Das betroffene arme Familienmitglied sollte keine Sanktionen wegen seines nicht kleinen und nicht großen, sondern (etwas?) "größeren Geschäftes" erfahren müssen oder sonstwie öffentlich bloß gestellt werden. Es kann nichts dafür, wie untenstehend näher erläutert. Abgesehen davon, dass ich es absolut bewundernswert finde, sofort am selben Morgen nach diesem verunglückten größeren Geschäft, einen Hilferuf ins Internet abzusetzen, ist es hier mit einem "Pümpel" wie Me. Alfons Hoffrogge leichterdings empfiehlt, bei weitem nicht getan. (Der Name "Pümpel" für dieses Gummigerät ist übrigens mehr als fraglich) Plötzlich auftretendes Glucksen, dass nicht als mangelnde Ent- bzw. Belüftung der Fallrohre zu verstehen ist, ist oft ein sehr ernstes Problem, welches schnelles und, vor allem, gezieltes Handeln erfordert. Ich wundere mich übrigens gar nicht, dass sich der Spuk des glucksenden Toilettentopfes scheinbar in Luft aufgelöst hat. Ich bin fast sicher, dass nach drei bis vier Tagen das Phänomen erneut auftritt. Meist handelt es sich hierbei nämlich um eine somatotechnisches Problem. Nur eine fast kriminalistische Erhebung der Ausgangslage vermag die richtige Diagnose und Therapie zu erstellen. Was hat das Familienmitglied nicht nur vor der letzten bekannten Defäkation zu sich genommen? (5-7 Tage Zeitraum) War es schlackenreiche Kost (besonders an Popcorn denken), war es außergewöhnlich fettreiche Nahrung oder war es gar wieder einmal das Kohlgericht (gerne mit etwas Griebenschmalz). Gerade letzteres ist die allerhäufigste Ursache der in vitro Flatulenz, wie das beschriebene Phämomen sanitärwissenschaftlich heißt. Bakterielle Zersetzung der Kohlblätter führt zu Gasbildung, welche sich nach Absetzen des Stuhls im Sigmoid des Toilettentopfes fortsetzt. Es bildet sich ein Gaspfropf der besonders bei Spülversuchen eruptiv mit Geräuschbildung, oft übelriechend, entweicht (Glucksen, Gluckern, Blubbern). Bei der kohlbedingten und häufigsten Ursache der gasbedingten relativen Kloverstopfung gibt es nur zwei erfolgversprechende Behandlungen: 1. Den Toilettentopf für mind. 10 Tage stilllegen. Danach ist der Spuk von selbst vorbei. 2. Mit gewellter Doppelkniebürste (Fachhandel) und drei Tropfen Spülmittel und einem Esslöffel Haushaltsessig gut reinigen. Die früher übliche Anwendung von unterchloriger Säure ist heutzutage obsolet. Eine gleichzeitige Darmsanierung des betroffenen Familienmitgliedes (bakterielle lipophile Kohlverwertungsstörung) wirkt prophylaktisch, gehört aber in fachmedizinische Hände. Das anderweitig vorgeschlagene "Pümpeln" führt allenfalls nur zu vorübergehender Befundbesserung und muss als gefährlich eingestuft werden. Es kommt dann fast immer zu einer gefährlichen Verschleppung der Gasbildner, sodass das Glucksen alsbald an jedem Abfluss der Wohneinheit auftreten kann und extrem belästigend sein kann. Eine Sanierung ist dann meist außerordentlich schwierig, wenn nicht gar unmöglich, weil meist alle Fallrohre befallen sind.
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18.11.2004 21:13:59 |
@Dr. Sani T.Ter
Besser konnte ich heute nicht mehr "ablachen". Herrrrrlichhhh.
Der menschliche Körper lässt sich halt nicht UNTERWERFEN und reagiert auf chemische Inzuflußnahme relativ...
Da hilft dann nicht mal der "Pümpel" voll wegschmeiß...
Den "Pümpel" werde ich morgen mal beim Großhändler anfragen... Doof nur, dass die mich alle kennen.
Grüße Schwabenalf
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| | Zeit:
18.11.2004 21:21:48 |
Ich danke Ihnen, Herr Dr. Ter für diese segensreiche Aufklärung. Seit jenem unheilvollen Montagmorgen, wo ich unser WC, genauso wie immer, benutzte, wurde auch ich jahrelang von meiner Familie schlecht behandelt. Ich sollte an dem furchtbaren Gluckern unseres WC´s schuld sein. Es gluckerte immer wieder, oft am Tag und manchmal in der Nacht. Ein schlimmes Gluckern. Selbst unser Meerschweinchen bekam auf Dauer schreckliche Angstzustände. Ich glaubte schon selbst daran schuld zu sein und das war furchtbar. Erst später erfuhr ich, dass ich gar nicht schuld bin. Ich weiß jetzt, ich bin Betroffene der KVWS. Ja, und ich sage das mit Stolz. In der KVWS Selbsthilfegruppe haben wir gemeinsam alle Pümpel gesammelt und mit befreiendem Lachen weggeworfen.
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18.11.2004 21:41:54 |
@jenny
Das Befreien scheint wohl für Eure SH-Gruppe gelten. Aber was ist mit Mitmietern, wenn die regelmäßig Eure "Pümpelpartys" finanzieren?
Ich hoffe, Ihr habt die "Pümpels" nicht im Ausguß entsorgt.
Getreu dem Motto, ne 45 HT-Leitung ist immer ausreichend.
Schrei und beiß, lang nicht so gefeiert Euer Schwabenalf
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18.11.2004 21:47:08 |
Leute ihr seid sowas von Genial. Herr Dr.SaniT.Ter, darf ich von ihren Ausführungen auch einen Umkerschluss ableiten. Wenn also ein Kunde mich anruft, wegen einem Gluckern im WC, dass ich ihm sodann zunächst eine Analyse und gegebenenfalls eine Umstellung seiner Ernährungsgewohnheiten empfhelen darf. ;-) Leute wegen euch gehe ich heute abend gut gelaunt ins Bett. Mit Schmunzelnden Grüßen Me. Alffons Hoffrogge
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| | Zeit:
18.11.2004 22:04:34 |
@alfons Da kannst Du "AMWAY"- Ernährungsergänzungsprodukte als geprüfter Meister verkaufen. Damit bist Du bald Diplomat, oder wie das bei denen heißt. Wenn die dann nicht mehr "pupsen", sparen die sich im Passivhaus sogar die WRG-Lüftung. Also besser geht`s net. Da hast Du den SL schneller als Du denkst. Obwohl der CLS natürlich praktischer ist und noch besser aussieht. So, jetzt noch mal gefeiert, ein Stück Tastatur herausgebissen und dann ins Bett. Grüße Schwabenalf
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Verfasser: Dr. Sani T. Ter | Zeit:
19.11.2004 00:21:08 |
@Me. Alfons Hoffrogge Vorweg: Mich ehrt es sehr, einem echten Meister seines Faches eine Fachfrage beantworten zu dürfen: Ihre Frage: "Herr Dr.SaniT.Ter, darf ich von ihren Ausführungen auch einen Umkehrschluss ableiten. Wenn also ein Kunde mich anruft, wegen einem Gluckern im WC, dass ich ihm sodann zunächst eine Analyse und gegebenenfalls eine Umstellung seiner Ernährungsgewohnheiten empfehlen darf?" Antwort: Ja, genauso ist es richtig. Aber, Theorie und Praxis sind oft unterschiedliche HT-Rohre. (Kleiner Scherz) Im Ernst: Ich muss Sie ausdrücklich warnen. Sie müssen bedenken, dass diese Kunden, eigentlich sind es ja Patienten, oft außergewöhnlich hartnäckig an gewissen Vorstellungen kleben. Z.B.: Eine bislang ungekannte Materie habe sich -Zitat- in den "Windungen" des Toilettentopfes -Zitatende- festgesetzt. Gerne werden auch wahllos andere harmlose WC-User (oft sogar Mitglieder der eigenen Familie) verantwortlich gemacht, die den Toilettentopf aber zuvor völlig bestimmungsgemäß und sachgemäß benutzt haben. Alles geschieht in dieser Phase der gasbedingten Peudo-WC-Verstopfung noch nach dem Motto: Nicht ich - sondern ein anderer oder etwas anderes! Es erfodert Fingerspitzengefühl, wenn Sie verstehen was ich meine, den Kunden erst einmal von dieser Vorstellung zu befreien. Bisweilen ist zur Überzeugungsarbeit sogar eine Probespülung unter Anwesenheit des Kunden notwendig. Ist das Problembewusstsein erst einmal hergestellt, dann dürfen Sie zielstrebig aufs Ganze gehen: Fragen Sie ohne Umschweife und Hemmungen nach den Ernährungsgewohnheiten und nach einer etwaigen Flatulenz. Sollten Sie diese entscheidende Frage jedoch vorschnell stellen, müssen Sie hier wirklich mit allem rechnen. Wüste Beschimpfungen sind noch das Harmloseste. Hübner berichtet, dass ein völlig unberechenbar gewordener Kohlverwertungsgestörter in dieser Situation mit einem Pümpel auf einen gestandenen Meister losging. Peinlich, denn er verfolgte ihn mit seinem Gummipümpel bis auf die Straße. Neuste Erkenntnisse weisen darauf hin, dass die Kohlverwertungsstörung auch zentralnervöse Symptome nach sich zieht. Damit erklären wir nicht nur die unberechenbare Impulsivität dieser Kunden sondern auch ihren notorischen Hang, die Umwelt am Gluckern ihres WC-Topfes für schuldig zu erklären und schließlich auch die ausgesprochen einfache mechanistische Denkweise hinsichtlich komplexer sanitärsomatischer Zusammenhänge. Also, mein lieber Hoffrogge, passen Sie auf! Ich möchte nicht versäumen, Ihnen zum Schluss noch meine ganze Hochachtung mitzuteilen. Sie, obwohl früher selbst begeisterter Pümpelianer, als der Sie sich zu erkennen gegeben haben, haben soviel an Sachverstand und Durchblick bewiesen, dass ich Sie jederzeit und gerne als den Heizungs- und Sanitärmeister meines Vertrauens bestellen würde.
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| | Zeit:
19.11.2004 10:02:35 |
Hallo Dr.Sani... Habe ich es denn jetzt richtig verstanden? Das Problem wird durch übermäßiges pümpeln noch verstärkt? Ist es also möglich, daß z.B. eine gluckernde Spüle nicht auf eine Verstopfung hinweist, sondern auf eine "Kohlinfizierte" Abflussleitung? Und daß die Ursache nicht an der Spüle zu suchen ist, sondern bei einem infizierten Toilettenbenutzer, der durch unsachgemäßes Pümpeln das Rohrnetz verseucht hat? Müssen wir Handwerker dann bei gluckernden Abflüssen nicht mehr im Blaumann mit der Sielfeder sondern im weissen Kittel und mit Pillendöschen anrücken? Fragen über Fragen, hoffentlich können Sie sie aufklären... Mit grinsendem Fragegruß aus Hamburg Andreas Wilkens
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19.11.2004 10:20:30 |
Ja Andreas diese Überlegung hatte ich auch schon.
Dr. Sani
Ich denke ich werde mir auch noch einen weißen Kittel anschaffen müssen. Muss mann da eigentlich, wie die Ärtze im Krankenhaus, dann auch so bunte Kärtchen au den Taschen schauen haben, sowas wie Fiebertabellen und Dosiertabellen für Medikamente und so, und wo bekommt man diese Dinge.
Auch Fragen über Fragen.
Dr.Sani
Sie haben uns die Augen geöffnet, bitte stehen sie uns jetzt auch bei, das wir diese neuen Erkenntnisse richtig umsetzen, im interesse unser Kunden, oder müssen wir jetzt sagen Patienten.
Mit schmunzelden Grüßen Alfons Hoffrogge
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19.11.2004 17:56:32 |
@ Redaktion Was soll denn das.
Etwas Humor schadet doch wohl niemandem. gilt auch für meine Antwort auf threads. ciao
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Verfasser: Dr. Sani T. Ter | Zeit:
19.11.2004 19:12:37 |
@A. Wilkens, @Me. Alfons Hoffrogge, @fuochista Ich bin begeistert soviel Zuspruch aus der Fachwelt der grünen Sterne für meine unbedeutenden Abhandlungen zu bekommen. Leider ist Fuochista´s Beitrag der Zensur zum Opfer gefallen zu sein und wir hätten alle gerne gewusst, was er zum Thema beizutragen hat. Leider, meine Herren, muss ich heute Abend noch zu einer Benefizveranstaltung, sodass ich momentan aus Zeitgründen nicht sehr ausführlich antworten kann. Aber: Aufgeschoben ist nicht Aufgehoben! Dennoch möchte ich es mir nicht nehmen lassen, kurz auf unseren hochgeschätzten Hoffrogge einzugehen, der sich ja in erstaunlich kurzer Zeit in die wesentlichen Dinge der anspruchsvollen Materie einzuarbeiten vermochte. Seine heutige Frage lautete u.a.: " Muss man da eigentlich, wie die Ärzte im Krankenhaus, auch so bunte Kärtchen aus den Taschen schauen lassen ... " Ja, ich muss schmunzeln, lieber, wertester Hoffrogge, ich glaube Sie sind zwar auf der richtigen Fährte, aber knapp daneben. Natürlich benötigen Sie auch etwas ähnliches wie Fiebertabellen und Dosiertabellen. Damit haben Sie ja aber auch keine Probleme, wie ich aus anderen Ihrer stets profunden Beiträge weiß, siehe bspw. "Ihle Bader Golla" als es um die 6000m³ Wasserbrauch ging. Die eigentlichen bunten Kärtchen der Ärzte sind aber doch diese kleinen rechteckigen bunten Plastikkärtchen, die sie gerne von ihren Kunden sammeln. "Ohne die Karte läuft erst mal gar nichts" sagt die Arzthelferin oft dazu. In unserem Fall würde der ganze Spruch im Angesicht des glucksenden WC-Topfes wie folgt lauten: "Aha, ein ganz typischer Fall von gasbedingter relativer Pseudoverstopfung" Im Augenblick des ungläubigen Erstaunen des Kunden schieben sie hinterher: "Ja, einfach nur blindes Rumpümpeln nutzt da gar nix!" und dann endlich: "Darf ich zunächst mal ihre Versichertenkarte einlesen!" Sind Sie bis dahin gelangt, ist das schon die halbe Miete. Wie rechne ich ab? Wie lese ich die Daten richtig ein? Diese wichtigen sanitärmedizinischen Fragen gibts in der nächsten Abhandlung. |
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19.11.2004 19:58:24 |
Wie es der Zufall so will, wurde ich heute zu einem Kunden gerufen, dessen WC auch so ähnliche Geräusche von sich gab. Ich war froh um das Wissen aus diesem Forum. So habe ich 2 Alcacil in die Schüssel geworfen, gut gerührt und dann gespült. Darauf habe ich dem Kunden gesagt, er soll 3 mal täglich 2 Alcacil in die Schüssel geben, umrühren und spülen. Am besten nach dem Essen. In 2 Wochen werde ich Ihn aufsuchen, um zu sehen ob es besser ist. Danach kann ich die Rechnung für mein Honorar schreiben. Mit freundlichen Grüssen Otto
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| | Zeit:
19.11.2004 23:31:01 |
schups...
Grüße Schwabenalf
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Verfasser: Dr. Sani T. Ter | Zeit:
20.11.2004 13:39:30 |
@Otto Lüthy "So habe ich 2 Alcacil in die Schüssel geworfen, gut gerührt und dann gespült ... soll 3 mal täglich 2 Alcacil ..." Lieber Otto, ich bin vollkommen entrüstet. Gerade Du, als Meister des grünen Sterns, gerade Du solltest bitte keine obskuren Hausmittelchen verwenden. Du hast nicht gut aufgepasst! Habe ich irgendwo etwas von ALCACIL, ALCSEL ALKASIL o.ä geschrieben? So bekommst du nie den goldenen Pümpel am Bande. Was ist überhaupt "ALCACIL"? (Ich selbst hatte mich in jungen Jahren dagegen mit "ALCASIL" beschäftigt und geriet prompt in einen Irrweg der Geschichte). Beachte bitte die unterschiedliche Schreibweise! Auch möchte ich hier gerne Me. Alfons zitieren, der immer wieder die Forumsregeln erinnert: "Keine Werbung für irgendwelche Produkte." 1. "ALCACIL", so wie Du es schreibst, ist spanisch und das ist nichts anderes als eine einfache Artischocke! Du willst Dich doch hier im Forum nicht etwa allen Ernstes damit brüsten, dass Du zwei Artischocken in die glucksende WC-Schüssel Deines Kunden geworfen hast? Zwar sind Artischockeninhaltsstoffe gut für Leber und Prostata, aber im sanitärmedizinischen Bereich völlig unbekannt und völlig ungeeignet. Hast Du etwa die Kolben einfach en bloc und in ungekochtem Zustand in die Schüssel geworfen? Du wirst jetzt ein weiteres Problem, nämlich eine ganz gemeine mechanische Durchflussverstopfung heraufbeschworen haben. Aber nehmen wir mal an, du hast nur die feinen, gedünsteten Artischockenherzen mit einer Spur Olivenöl und einem Hauch Zitronensaft genommen, auch dann hast du das Problem bestenfalls weiter verschärft: Die gefährlichen KVWS-Gasbildner-Bakterien lieben geradezu gedünstete Artischocken in jedweder Form. (Vom Rattenproblem, siehe anderen Thread in diesem Forum, ganz zu schweigen) 2. Das Handelsprodukt "ALCASEL" wird in der Viehzucht bei Fressunlust und Pansenübersäuerung eingesetzt. Solltest Du dieses Mittel genommen haben, dann ist Dein Gedankengang schon mehr als merkwürdig. Hast Du Deinem Kunden etwa noch erzählt, dass Du ein Mittel zur Pansenübersäuerung einsetzt? Du hättest ihn ja fast gleich als Hornochse bezeichnen können. Nein, nein. So bitte nicht! Das Problem des glucksenden WCs ist ein ernstes Problem. Bitte nicht die Kunden verunglimpfen. 3. Das Handelsprodukt "ALKASIL" ist ein Gleit- und Trennmittel auf Silikonölbasis. Im angloamerikanischen Raum gibt es hier auch einen Reiniger gleichen Namens. Ein Gleitmittel in die WC-Schüssel? Vielleicht noch zusammen mit den Worten "Das geht jetzt aber ab wie ein Zäpfchen!"? Ich denke, ich brauche dem nichts hinzuzufügen. 4. Über "ALCASIL" hat unser Institut lange geforscht und im Link findest Du ein Foto unserer Forschergruppe. Ich selbst stehe am rechten Bildrand (mit Hut in der Hand). Wie gesagt, es war ein Irrweg. http://www.elterreno.info/mallor10/terreno/2_ahir/htmls/fotos/trrassa4.htm 5. Manche Leute sollen zu dem Handelsprodukt "Alka-Seltzer" eine Kose-Abkürzung gebrauchen, die lautsprachlich an das herankommt, was Du schreibst. Solltest Du dieses Medikament gemeint haben, dann ist auch das falsch. Ein Überfressen liegt nicht vor, weder beim Kunden noch beim WC. Das WC stößt nicht auf, auch wenn dem Laien das Gluckern manchmal wie ein Rülpsen erscheinen mag. Es ist eher ein Flatus, wie bereits mehrfach ausführlich ausgeführt. Hättest Du Dir mal lieber die gewellte Doppelkniebürste (Fachhandel) besorgt. Also, mein lieber Lüthy, Sie sind grundsätzlich auf dem richtigen Weg, aber, aber, bitte, bitte beim WC-Gluckern nicht einfach unüberlegt drauf losmachen. In diesem Sinne und allzeits eine Handbreit Wasser unterm Pümpel Ihr Dr. Sani T. Ter
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