Heizöl behauptet sich als vergleichsweise preisgünstiger Wärmeenergieträger. Im Mittel der ersten fünf Monate dieses Jahres war Heizöl bundesdurchschnittlich um rund 60 Prozent billiger zu beziehen als beispielsweise Erdgas.
Brennstoffkostenvergleich von Heizöl EL und Erdgas. Quelle: IWO-Berechnungen bis Dezember 2002 auf Basis der Daten des Statistischen Bundesamtes, Fachserie 17, Reihe 7 und Internet-Zeitreihenservice (www.statistik-bund.de), alte Bundesländer, bei Abnahme von 3.000 l Heizöl bzw. 2.300 kWh (Hs) Erdgas/Monat. Ab Januar 2003 auf Basis der Erhebungen des "Brennstoffspiegel" bei Abnahme von 3.000 l Heizöl EL bzw. 33.540 kWh (Hs) Erdgas/Jahr inkl. Grundpreis. Ein Gesamtkostenvergleich zwischen der Ölheizung und anderen Heizsystemen sind die individuellen Gegebenheiten zu berücksichtigen. Die laufenden Energie- und Betriebskosten einerseits, sowie die einmaligen Kosten für die Anlagentechnik und deren Installation andererseits, sind hierbei abzuwägen.
Im Schnitt kostete eine 3000-Liter-Partie Heizöl im Zeitraum von Januar bis Mai 2009 rund 911 Euro weniger als die entsprechende Menge Erdgas (33.540 kWh einschließlich Grundgebühr).
Auch nach den Tarifanpassungen zahlreicher Erdgasversorger im Gefolge der Ölpreisbindung zum April und Mai erweist sich Heizöl weiterhin als die deutlich günstigere Energie. Zum Stichtag 13. Mai 2009 waren 3000 Liter Heizöl im bundesweiten Mittel für 1533 Euro zu haben, die äquivalente Menge Erdgas kostete 46,5 Prozent mehr, nämlich 2246 Euro. Auf den Liter umgerechnet lauten die Vergleichszahlen: 74,9 Cent für Erdgas und 51,1 Cent für Heizöl.
Einer Familie in einem ölbeheizten Haus blieben also bei einem Energieeinkauf im Mai rund 713 Euro mehr in der Haushaltskasse als ihren Nachbarn mit einer Gasheizung.
Dabei ist nicht berücksichtigt, dass Ölheizungsbetreiber aufgrund ihrer individuellen Energiebevorratung im eigenen Tank oftmals deutlich unter den Durchschnittspreisen einkaufen können. So haben zahlreiche Haushalte mit einer Ölheizung den Preistiefstand Mitte März genutzt, um zum Literpreis von ungefähr 46 Cent noch einmal vollzutanken. Je nach Lagerkapazität haben sie damit schon bis in den übernächsten Winter gut vorgesorgt.