SHK-Betrieb lockt mit überdimensionaler Armatur Neugierige an.
Die Bundesstraße B8 führt direkt an dem SHK-Betrieb vorbei – für die vorbeifahrenden Autofahrer ist die Riesen-Armatur ein Hingucker. Foto: Hansa
Der Plattlinger SHK-Betrieb Krampfl macht vor, wie man mit kreativen, ungewöhnlichen Ideen erfolgreich von sich reden macht. Der neueste Coup ist eine fast eineinhalb Meter hohe, funktionierende Hansa-Badarmatur vor dem Geschäft. Der Erfolg der Aktion beweist: Kreativität im Handel lohnt sich.
Die Idee, eine überdimensionale Armatur aufzustellen, kam Gerhard Krampfl durch den Ausbau der Bundesstraße B8, die direkt an seinem SHK-Betrieb vorbeiführt. Täglich fahren rund 20.000 Autos an seinem Geschäft vorbei. Für Krampfl Grund genug, die Blicke auf seinen Betrieb zu lenken: „Die sollen ruhig wissen, dass es uns gibt, wenn sie schon bei uns vorbeifahren.“ Da Armaturen und Wasser mit Krampfls täglicher Arbeit zu tun haben, lag es nahe, eine funktionierende Riesen-Armatur vor dem Geschäft aufzustellen. „Ich habe die Hansastela deshalb gewählt, weil sie ein einzigartiges Design hat. Aus dem flachen, eckigen Auslauf kommt das Wasser schwallartig heraus – das sieht aus wie ein Wasserfall.“, erklärt der Geschäftsführer. „Umso besser, dass die Hansastela aufgrund ihrer Form einfach nachzubauen ist.“
Ein befreundetes Unternehmen hat für Krampfl die Armatur aus hochglänzendem Edelstahl im Maßstab 6,66:1 angefertigt. Die Produktion hat knapp vier Wochen gedauert. Das Straßenbauamt, das Krampfls Vorhaben genehmigte, sah in dem Projekt sogleich eine Bereicherung für die niederbayerische Stadt und führte kurzfristig die Erdarbeiten und notwendigen Installationen durch. Krampfl sagt :„Mit der großen Hansastela habe ich überall nur offene Türen eingerannt.“ Nicht zuletzt auch beim Partner Hansa, von dem wichtige Unterstützung kam. Der Außendienstmitarbeiter Christian Reil war von Anfang an in die Umsetzung involviert. „Nach dem Motto „wo Hansa draufsteht, ist auch Hansa drin“, habe ich Herrn Krampfl unterstützt, beispielsweise als es um die richtige Positionierung der Armatur ging“, sagt Reil.
Krampfl würde eine solche Aktion jederzeit wieder auf die Beine stellen. Ausgezahlt hat sich die ungewöhnliche Geschäftsidee für ihn allemal. Die Riesen-Armatur ist eine gute Werbung für das Geschäft. „Eine Anzeige wäre sicher teurer gewesen und hätte nicht für so viel Gesprächsstoff gesorgt. Ich werde immer noch täglich auf unsere “Skulptur“ angesprochen“, sagt Krampfl. Die Installation zieht Neugierige magisch an, und die Laufkundschaft hat zugenommen.
Die überdimensionale Armatur war nicht Krampfls erste Kreativ-Aktion. Dass er ein Händchen für “Hingucker“ hat, bewies er beispielsweise bei der Gestaltung seiner Ausstellung, auf der er Heizkessel auf selbst entwickelten Glaspodesten präsentierte. „Die Besucher fanden das toll und waren erstaunt, dass das Glas das aushält.“, berichtet Krampfl. Das positive Feedback bestätigt, dass die Einfälle des Geschäftsführers gut ankommen und ihn immer wieder ins Gespräch bringen – ein Grund mehr, auch in Zukunft originelle Ideen umzusetzen.