Zur Bekämpfung des Klimawandel hat die EU zur Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden eine novellierte Richtlinie für Energieeffizienz in Gebäuden verabschiedet. Alle Gebäude die nach 2018 gebaut werden, sollen dabei ihre eigene Energie produzieren. Im Kölner Passivhaus Seminar kann man jetzt vielseitiges Wissen zur Passivhaustechnik erwerben und vertiefen.
Erstes Kölner Passivhaus Seminar: Vor vollen Zuschauerreihen überzeugten die Referenten Andreas Nordhoff, Edgar Heisler und Anna Erhardt. Foto: IBN
Die Europäische Union hat beschlossen, dass ab 2019 alle Neubauten so viel Energie erzeugen müssen, wie diese verbrauchen. Diese Entscheidung des Europäischen Parlamentes vom 23. April 2009 zeigt, wie der Referent Andreas Nordhoff im ersten Passivhaus Seminar unterstrich, „dass im Bereich der energetischen Effizienz von Gebäuden der Schwerpunkt für die Zukunft liegt.“ Der Lehrbeauftragter für effizientes Bauen an der FH-Dortmund stellte Passivhäuser vom Altenheimen bis zu Verwaltungsgebäuden dar. Die Beispiele bildeten die Grundlage für das an den folgenden Tagen veranstaltete Seminar bei dem die Planung eines Passivhauses an Modellprojekten durchgeführt wurde.
Heute sind Passivhäuser eigentlich schon Stand der Technik, so Edgar Heisler von der Bezirksregierung Arnsberg. In Nordrheinwestfalen wird diese Bauweise durch eine Modelförderung, die im Einfamilienhausbereich bis 7500 € als Zuschuss des Landes ermöglicht, zusätzlich unterstützt. Diese wird neben den unterschiedlichen Finanzierungshilfen aus Bundesmitteln gewährt.
In weiteren Referaten wurde das Passivhaus von der Gebäudehülle, die sich durch eine sehr gute Dämmung auszeichnet über die Haustechnik bis zu den Nachweisverfahren über die Luftdichtheit mittels der Blower-Door-Messung erklärt. Anhand der zahlreichen Beispiele aus der Praxis konnten sie die Teilnehmer auch am Veranstaltungsort über eine effiziente Sanierung von Gebäuden informieren.
Wer das erste Seminar verpasst hat, kann in Köln an einem weiteren teilnehmen. Das 2. Kölner Passivhaus-Seminar findet vom 27. bis 31.Okt.2009 statt. Die Module des Programms können auch einzeln gebucht werden. Unterlagen zur weiteren Information finden sich
hier im Internet.
Vielleicht wird Köln ja bald „Passivhaushochburg“.
Hintergrundinformationen:
Das Ingenieurbüro Nordhoff (IBN) für ökologische Gebäudetechnik wurde 1992 gegründet und beschäftigt 6 Mitarbeiter. Schwerpunkt des Büros ist die Entwicklung von energetischen Konzepten für die Sanierung und den Neubau in allen Leistungsphasen bis zur Baubegleitung und Qualitäts-sicherung. Schon bei der ersten Passivhaus-Siedlung in NRW 1997 im Bergischen Land führte das IBN die Planung und Bauleitung durch.
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