
Heizungsbaumeister Klaus-Jürgen Scheerer aus Aichhalden will möglichst wirtschaftliche Solaranlagen einbauen. Sein einfacher und zugleich strenger Maßstab: "Ohne Nachheizen muss die Anlage warmes Wasser für ein Wannenbad liefern!" Seit Jahren suchte er für diese Anforderung vergeblich eine zuverlässige und vor allem auch bezahlbare Lösung. Jetzt hat er ein Produkt gefunden, das ihn nach eigenen Angaben voll überzeugt: Den stufenlosen Schichten-Wärmespeicher Hybrid des Herstellers Sailer Solarsysteme in Schelklingen.
Patentierte Strömungskanäle ohne störungsanfällige bewegliche Teile gewährleisten eine präzise Wärmeschichtung über die gesamte Speicherhöhe. So gelangt heißes Wasser aus den Kollektoren auf direktem Weg in den oberen Bereich zum Wärmetauscher für die schnelle und hygienische Aufbereitung von frischem Brauchwasser. Bei einer Speichertemperatur von 60° C erwärmt er pro Minute 20 Liter von 10 auf 45°C.
Nach dem Wärmeentzug schichtet sich das Speicherwasser über die Strömungskanäle im unteren Bereich ein. Dadurch fließt stets stark abgekühltes Wasser in den Kollektor. Es kann dort wesentlich mehr Energie aufnehmen als lauwarmes Wasser aus herkömmlichen Solar-Speichern ohne Schichtleittechnik. Die Hybrid-Speicher von Sailer sorgen also für einen höheren Wirkungsgrad und damit für eine deutlich bessere Solar-Ernte. Selbst an weniger heißen Tagen entstehen allein durch Sonnenenergie nutzbare Temperaturen.
Viele unwirtschaftliche Anlagen
Nach den Erkenntnissen von Klaus-Jürgen Scheerer lässt die Wirtschaftlichkeit bei einer Fülle von Solaranlagen sehr zu wünschen übrig. Die Ursache dafür sind herkömmliche Pufferspeicher, in denen sich das Wasser aufgrund der fehlenden Einschichttechnologie vermischt. Dieser Mangel bleibt jedoch bei den Kunden in der Regel unbemerkt, weil mit einem Gas- oder Ölkessel beziehungsweise mit einem Elektroheizstab automatisch nachgeheizt wird.
Falsche staatliche Förderpolitik
Der fortschrittliche Heizungsbauer aus Aichhalden weiß von vielen Kollegen, die versuchen das Problem ungenügender Leistung durch mehr Kollektorfläche zu lösen. Die staatliche Förderpolitik unterstützt diese Vorgehensweise auch noch. Nach Scheerers Meinung sind hier dringend Korrekturen erforderlich. Der Staat sollte nicht Billig-Lösungen unterstützen, die in erster Linie das Gewissen beruhigen, sondern darauf bestehen, dass die geförderten Anlagen auch wirtschaftlich sind. Voraussetzung dafür ist nach Scheerers Überzeugung eine ausgereifte Speichertechnologie.
Klaus-Jürgen Scheerer hat in den vergangenen Jahren etliche Schichtenspeicher getestet und immer wieder Enttäuschungen erlebt. So war entweder die Warmwasserleistung zu schwach oder der Preis zu hoch. Ein weiteres Problem seien schlechte und schwierig zu montierende Isolierungen gewesen. Teilweise musste er dafür drei Mitarbeiter einsetzen. Mit dem "Hybrid" von Sailer Solarsysteme hat Scheerer jetzt endlich eine Lösung gefunden, die ihn technisch überzeugt, die ein Mitarbeiter im Alleingang isolieren kann und deren Preis durchsetzbar ist.
Einleuchtende Klärung für den höheren Preis
Die Kunden betrachten nach den Erfahrungen dieses Heizungsbauers einen Speicher zunächst nur als Wasserfass und wollen wissen, warum es bei der Firma Scheerer 6000 statt 2000 Mark kostet. Mit folgendem Beispiel beantwortet der clevere Heizungsbaumeister diese Frage überzeugend: Er zeigt, wie kühle Milch in heißem Kaffee nach unten sinkt und rührt dann um. Die beim Kaffee erwünschte Durchmischung gilt es bei Solarspeichern selbst dann zu vermeiden, wenn mehrere Umwälzpumpen laufen, um gleichzeitig Energie einzuspeisen und zu entziehen. Die Lösung für dieses Problem ist ein ausgereifter Schichtenspeicher. Dafür geben die Kunden nach dieser auch für Laien einleuchtenden Erklärung gerne etwas mehr aus.
Klaus-Jürgen Scheerer empfiehlt den Hybrid von Sailer auch als Pufferspeicher, der längere Brennerlaufzeiten und weniger Brennerstarts ermöglich. Wenn es das Budget erlaubt, können sie die Anlage später völlig problemlos um Sonnenkollektoren und/oder einen Holzkessel erweitern.
Erfolgreiche Sanierung
Bei einem Kunden hat der fortschrittliche Heizungsbauer mit einem Sailer-Speicher eine untaugliche Kombinationsanlage saniert. Wegen der Durchmischung in einem herkömmlichen Pufferspeicher brachte der Holzkessel im Alleingang keine ausreichende Warmwasserleistung. So musste häufig zusätzlich der Ölbrenner laufen. Inzwischen ist diese Problem gelöst, und der Kunde ist vollauf zufrieden.
Wirtschaftliche Sonderlösung
Überglücklich ist auch Gerhard Wössner, Inhaber einer Edelobstbrennerei in Aichhalden-Rötenberg. Seinen großen Heißwasser-Bedarf deckt er überaus wirtschaftlich mit einer Kombinationsanlage aus Holzkessel, Solaranlage und einem Ölkessel, der nur für den Notfall gedacht ist. Als Stellfläche für den Speicher stand lediglich ein Quadratmeter zur Verfügung. Weil Wössner dennoch ein Volumen von 1700 Litern wünschte, fertigte die Firma Sailer eine drei Meter hohe Sonderlösung. Sie ist jetzt das Herz einer komplexen, einwandfrei funktionierenden Anlage, die demnächst erweitert wird: Der Spirituosenhersteller möchte den Maischebehältern am Ende des Gärprozesses die bislang ungenutzt verpuffende Restenergie entziehen und in den Hybrid-Speicher zurückführen. Dann läuft seine Heizungsanlage noch wirtschaftlicher.