Ab 1. September gelten für Haushaltslampen neue Produktanforderungen aufgrund einer EG-Verordnung. Lampen mit besonders hohem Energieverbrauch dürfen in Europa nicht mehr verkauft werden.
Einsparmöglichkeiten mit Energiesparlampen. Grafik: dena
Geplanter Ablauf des Glühlampenausstiegs. Grafik: BMU
Energieexperten sind sich einig: Kosten- und Umweltbetrachtungen zeigen gute Gründe, von der Glühlampe Abschied zu nehmen. Einige Verbraucher sehen das anders und kaufen noch wie wild jede Menge Glühlampen, um sie zu horten. Alte Vorurteile gegenüber Energiesparlampen haben sicher einen großen Anteil an diesen Hamsterkäufen. Stromsparexperten des Verbraucherzentrale Bundesverbandes und des Umweltbundesamtes räumen mit diesen Vorurteilen auf. Klar ist: Klassische Glühbirnen sind wahrlich keine Leuchten: Sie wandeln nur etwa fünf Prozent ihrer aufgenommenen Energie in Licht um. Besser sind moderne Energiesparlampen: Sie sparen Energie, halten länger und entlasten so die Haushaltskasse.
Ab 1. September 2009 dürfen Lampen mit einem besonders hohen Energieverbrauch in Europa nicht mehr verkauft werden. Durch die Umstellung auf Energiesparlampen können in der EU bis 2020 mehr als 15 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Verbraucher können jedoch auch in Zukunft eine passende Lampe für ihre Haushaltsbeleuchtung finden. Denn die stromsparende Alternative zur herkömmlichen Glühlampe - die Energiesparlampe - ist in vielen verschiedenen Formen und Farben erhältlich. Die Auswahl reicht dabei von Lampen in weißem, sachlichem Licht für die Verwendung im Arbeitszimmer bis hin zu Lampen, die warmes Licht verströmen etwa für die Beleuchtung im Wohnzimmer.
2008 fasste die EU den Beschluss, dass bei Lampen in Zukunft Mindeststandards bezüglich der Energieeffizienz gelten. In einem ersten Schritt werden deshalb zunächst alle Glühlampen mit matten Glaskolben sowie alle Modelle mit klaren Glaskolben und mindestens 100 Watt aus dem Handel verschwinden. Bis 2013 werden dann jährlich weitere Modelle mit niedrigerer Leistung folgen. Hintergrund für die Maßnahmen ist die Ökodesign-Richtlinie der EU, die Energieeffizienzstandards für zahlreiche Produkte definiert.
"Ein Modellhaushalt mit vier Personen kann seine jährlichen Stromkosten halbieren, wenn er konsequent auf energieeffiziente Elektrogeräte setzt. Das zeigt: Klimaschutz lohnt sich nicht nur für die Umwelt, sondern auch für jeden Einzelnen", sagte jüngst Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. Er verwies auf einen so eben veröffentlichten Bericht der unabhängigen Stiftung Warentest. Die Stiftung Warentest weist in ihrem aktuellen Sonderheft "test Spezial Energie" darauf hin, dass das größte Einsparpotenzial beim Einsatz von Energiesparlampen liege. "Verbraucher können mit einer einzigen Energiesparlampe über deren Lebensdauer mehr als 100 Euro Stromkosten sparen", sagte Gabriel. "Hamsterkäufe von alten Glühbirnen schaden nicht nur der Umwelt, sondern auch der eigenen Haushaltskasse."
Weitere Informationen finden sich
hier einen allgemeinen Broschüre des Umweltbundesamt oder
hier bei der Stiftung Warentest.
Die Verordnung (EG) Nr. 244/2009 der Kommission findet sich
hier im Internet.
Fragen und Antworten rund um das Glühlampenverbot hat das Bundesumweltministerium
hier aufgelistet.
Ein Online-Lampenaustausch-Tool findet sich
hier.
Der Verbraucherzentralen Bundesverband klärt
hier in einer Hintergrundinformation über falsche Argumente gegen Energiesparlampen auf.