Bis zu 1.000 Euro Energie-Ersparnis pro Jahr durch Austausch des alten Heizkessels - eine stolze Summe, mit der SHK-Fachbetriebe in Sachsen derzeit beim Endkunden so richtig wuchern können. Die Abwrackprämie im Freistaat ist ein voller Erfolg: 5.000 Zuwendungsbescheide wurden bislang übergeben. Während der SHKG - Messe für Sanitär, Heizung, Klima und Gebäudeautomation informiert der Fachverband SHK Sachsen ausführlich über die Abwrackprämie.
Bis zu 1.000 Euro Energie-Ersparnis pro Jahr sind durch Austausch des alten Heizkessels möglich.
Seit dem 12. Mai gewährt der Freistaat Sachsen beim Austausch veralteter Heizkessel oder Thermen durch eine moderne Brennwertheizung eine Prämie von 1.250 Euro. Dieser Zuschuss macht immerhin bis zu 30 Prozent der Gesamtkosten aus. Die Abwrackprämie für Heizungen geht unter anderem auf die Initiative des Fachverbandes SHK Sachsen zurück. Dort ist man zufrieden und ein wenig stolz: "Anfang des Jahres haben wir in einem Brief an Ministerpräsident Stanislaw Tillich eine Abwrackprämie für Heizungen angeregt. Wenige Wochen später konnten bereits die ersten Anträge gestellt werden", erklärt Matthias Krüger, Geschäftsführer des Fachverbandes Sanitär-Heizung-Klima Sachsen. Eine erste Bilanz: Am 13. August wurde der 5.000 Zuwendungsbescheid zum Heizkesseltausch durch Staatsminister Frank Kupfer feierlich übergeben. Zurzeit bearbeitet die Sächsische AufbauBank (SAB) jeden Tag bis zu 150 Anträge.
Große Chancen für SHK-Betriebe
Die Chancen durch die Abwrackprämie sind für die sächsischen Innungsbetriebe enorm. Immerhin sind bundesweit vier Fünftel der Heizungen nicht mehr auf dem neuesten Stand. Auch im Osten sind nach der Wende vielerorts eingebaute Heizkessel mittlerweile technologisch veraltet. Diese Möglichkeiten zur Geschäftsrealisierung und Arbeitsplatzsicherung wollen gut genutzt sein. Seit dem Inkrafttreten der Förderrichtlinien werden deshalb die frohen Botschaften für Endkunden, SHK-Betriebe, Großhandel und nicht zuletzt die Umwelt durch TV, Presse und spezielle Info- Tage in den Handwerkskammer-Bezirken verbreitet. "Zudem informieren wir unsere Innungsmitglieder durch Newsletter und Blitzfaxe über den neuesten Stand zur Abwrackprämie", erläutert der Geschäftsführer.
Positives Image für die Branche
Noch attraktiver gestaltet sich unter Umständen die Kombination der Abwrackprämie für Heizkessel mit anderen Fördermöglichkeiten. "Wo sich der Einsatz regenerativer Energien wie Sonne oder Erdwärme lohnt, kann möglicherweise eine zusätzliche Förderquelle angezapft werden ", meint Matthias Krüger. Weit über den eigenen Nutzen und den der Endverbraucher hinaus prägt das SHK-Handwerk mit der Abwrackprämie sein Image als den Klimazielen verbundene Branche. Denn für Matthias Krüger ist klar: "Ein Großteil der Verbraucher hat sich noch nicht wirklich mit Energieeinsparung beschäftigt. Da stoßen wir mit der Abwrackprämie ein größeres Bewusstein für die Umwelt und das Klima an. "