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News vom 29.09.2009

Nur effiziente Wärmepumpen ermöglichen niedrige Heizkosten und mehr Klimaschutz

Hausbesitzer sollten auf die Jahresarbeitszahl von Wärmepumpen achten - BAFA verschärft Anforderung an finanzielle Förderung von Wärmepumpen.

Anteile verschiedenere Heizungswärmepumpen am Wärmepumpenmarkt in 2008. Grafik: Bundesverband WärmePumpe(BWP) e.V.
Anteile verschiedenere Heizungswärmepumpen am Wärmepumpenmarkt in 2008. Grafik: Bundesverband WärmePumpe(BWP) e.V.

Hausbesitzer setzen immer öfter auf elektrische Wärmepumpen zur Beheizung und Warmwasserversorgung ihres Gebäudes. Was viele nicht beachten: In Altbauten arbeiten Wärmepumpen nur dann effizient, wenn das Haus gut gedämmt ist und eine Fußboden- oder Wandheizung verwendet wird, betont Claudia Rist vom Programm Zukunft Altbau des Umweltministeriums Baden-Württemberg. „Hausbesitzer können an der Jahresarbeitszahl erkennen, ob die Anlage effizient läuft oder hohe Stromkosten verursacht“, so Rist. „Die Zahl sollte zwischen 3,5 und vier liegen.“ Nicht verwechseln sollte man die Jahresarbeitszahl mit der Leistungszahl. Die Leistungszahl beschreibe die Gesamteffizienz auf dem Prüfstand, nicht in der Praxis.


Der effiziente Betrieb von Wärmepumpen wird auch bei der finanziellen Förderung immer wichtiger: Die BAFA hat seit 1.Juli die Anforderungen verschärft. Die Berechnungsgrundlage der Jahresarbeitszahl wurde geändert, außerdem sind Wärmemengenzähler obligatorisch.

„Erdreich, Grundwasser oder Außenluft dienen Wärmepumpen als Wärmequelle“, erklärt Dieter Bindel, erster Vorsitzender vom baden-württembergischen Landesverband der Gebäudeenergieberater, Ingenieure, Handwerker (GIH) e.V. „Die Umweltwärme wird mit elektrischer Energie auf ein höheres Temperaturniveau gepumpt.“ Je geringer der Temperatursprung ist, desto effizienter arbeiten Wärmepumpen. „Daher sind Wärmepumpen ideal geeignet für Fußboden- und Wandheizungen, da diese Heizflächen mit niedrigeren Temperaturen arbeiten“, so Bindel. Voraussetzung sei aber auch ein gut gedämmtes Haus und eine gute Einbindung in das gesamte Heizsystem.

Wie effizient Wärmepumpen in der Praxis arbeiten, zeigt die Jahresarbeitszahl JAZ. „Sie sollte nicht mit der Leistungszahl COP verwechselt werden“, rät Bindel. Der Coefficient of performance zeigt an, wie viel Strom benötigt wird, um eine Einheit Wärme für den Heizkreis zu produzieren. Der COP ist den Produktangaben der Wärmepumpe zu entnehmen. Doch: Der Wert ist nur ein theoretischer Laborwert für eine statisch festgelegte Temperaturdifferenz zwischen Wärmequelle und Nutztemperatur im Haus. „Die Jahresarbeitszahl hingegen gibt den Wirkungsgrad der Wärmepumpe im praktischen Betrieb wieder“, so Bindel.

„Hier sind die Ergebnisse eines Betriebsjahres nach der Installation enthalten.“ Ebenfalls berücksichtigt wird bei der Jahresarbeitszahl der Stromverbrauch von Regelungen und Pumpen.

Damit die finanziell geförderten Wärmepumpen tatsächlich effizient arbeiten, hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) jetzt nach einer Übergangsfrist die Förderbedingungen verschärft. Seit 1. Juli müssen neben dem Einbau eines Stromzählers für die Wärmepumpe und alle Zusatzaggregate auch alle durch die Wärmepumpe abgegebenen Wärmemengen gemessen werden können. Falls notwendig sind hierzu mehrere Wärmemengenzähler einzubauen. Die Zähler sind die Voraussetzung für die Überprüfung der Jahresarbeitszahl. Außerdem wurde die Berechnungsgrundlage der JAZ geändert. Nicht mehr nur der Heizungsbetrieb ist für die Ermittlung maßgeblich, sondern der Betrieb des Gesamtsystems inklusive Warmwasserbereitung.

Um eine finanzielle Förderung zu erlangen, müssen Erdreich- und Wasserwärmepumpen im Gebäudebestand eine Jahresarbeitszahl von mindestens 3,7 aufweisen. Luftwärmepumpen benötigen eine Jahresarbeitszahl von 3,3. Das dass nicht einfach zu erreichen ist, haben zwei Feldtests in Baden-Württemberg 2007 und 2008 bei neuen Ein- und Zweifamilienhäusern gezeigt: Erdreich- und Wasserwärmepumpen kommen hier auf Durchschnittswerte zwischen 2,7 und 3,7, Luftwärmepumpen auf Durchschnittswerte von 2,5 bis 3,0.

Anträge auf eine Wärmepumpen-Förderung können in der Zeit von der Herstellung der Betriebsbereitschaft bis sechs Monate danach gestellt werden. Die beim Förderantrag nachzuweisende Jahresarbeitszahl berechnet der Fachunternehmer im Voraus. Das BAFA überprüft die Richtigkeit, indem sie stichprobenweise Antragsunterlagen auswertet und Untersuchungen vor Ort durchführen lässt. Die Anforderungen sollen sicherstellen, dass die geförderten Wärmepumpen auch tatsächlich einen positiven Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Für besonders effiziente Wärmepumpen gibt es deshalb einen Bonus: Erreichen Wärmepumpen im Gebäudebestand eine Jahresarbeitszahl von mindestens 4,5, so erhöhen sich die Fördersätze und Fördergrenzen um 50 Prozent. Errichten die Hausbesitzer gleichzeitig eine thermische Solaranlage, gibt es einen Kombinationsbonus in Höhe von 750 Euro.

Informationen zur richtigen Nutzung von Wärmepumpen geben Energieberater und die gebührenfreie Hotline von Zukunft Altbau: 08000/12 33 33.

Zukunft Altbau informiert Wohnungs- und Hauseigentümer neutral über den Nutzen energieeffizienter Altbaumodernisierung und über Fördermöglichkeiten. Das Programm des Umweltministeriums Baden-Württemberg wird von der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA) in Karlsruhe umgesetzt.
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