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News vom 23.10.2009

Neue Marktchancen für das Handwerk

Im Oktober 2009 ist die Änderungsverordnung zur Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft getreten. Sie enthält gegenüber der von der Bundesregierung im Juni 2008 beschlossenen Fassung einige entscheidende Verschärfungen: Die energetischen Anforderungen an Neubauten und bei wesentlichen Änderungen im Bestand wachsen weiter. Und einzelne Nachrüstpflichten bei Anlagen und Gebäuden werden ausgeweitet. Nicht zuletzt zeigt die Verordnung Nachtspeicherheizungen in größeren Gebäuden, die älter als 30 Jahre sind, nach und nach die Rote Karte.

Der gesamte Energiekonsum in Deutschland resultiert zu rund 40 Prozent aus dem Verbrauch in den Gebäuden. Ohne deutliche Verbesserungen bei den Immobilien werde die Bundesrepublik ihre Klimaziele nicht erreichen, betont Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee. Ziel der jüngsten EnEV-Novellierung ist, den Energieverbrauch für Heizung und Warmwasser im Gebäudebereich um etwa 30 Prozent zu senken.
Der gesamte Energiekonsum in Deutschland resultiert zu rund 40 Prozent aus dem Verbrauch in den Gebäuden. Ohne deutliche Verbesserungen bei den Immobilien werde die Bundesrepublik ihre Klimaziele nicht erreichen, betont Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee. Ziel der jüngsten EnEV-Novellierung ist, den Energieverbrauch für Heizung und Warmwasser im Gebäudebereich um etwa 30 Prozent zu senken.
Der Teufel liegt hier wie so oft im Detail - und einer, der ihn bändigen kann, ist der versierte SHK-Fachhandwerker. "Er ist längst nicht mehr nur Verarbeiter, sondern Berater und Dienstleister", betont Diplomingenieur Matthias Wagnitz, Referent für Energie- und Wärmetechnik beim Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK). In dem Maße, wie er den latenten Informationsbedarf der Endkunden in Bezug auf neue Vorschriften und anspruchsvolle Technik bedient, eröffnet sich der SHK-Handwerker selbst neue Marktchancen. "Solche Beratungsgespräche sind Türöffner mit einer hohen Wahrscheinlichkeit für Folgegeschäfte", weiß Wagnitz aus eigener Erfahrung.

Unter dem Motto "Wir checken für Deutschland - Neue Marktchancen für das SHK-Handwerk am Beispiel des ZVSHK-Heizungs-Checks" informiert er dazu am 29. Oktober im Rahmen des Leipziger SHKGforums 2009. Dieses steht unter dem Arbeitsthema "Effizientes Handwerk und zukunftsorientierte Gebäudetechnologien" und findet im Rahmen der Leipziger Messe für Sanitär, Heizung, Klima und Gebäudeautomation - SHKG (28. bis 30. Oktober 2009) statt.

Der Fachmann muss flexibel und kompetent sein
Ein SHK-Fachmann müsse auf alle Nachfragen der Endkunden flexibel und kompetent reagieren können, erwartet Wagnitz. Wie aber sieht konkret der Markt aus, für den der Betrieb sich aufstellt? Wo liegen typische Einsparpotenziale der Gebäude? Welche Motivation veranlasst Hausbesitzer zu einer Modernisierung - oder was hält sie davon ab? Welche Rolle spielen Fördermittel und wie lassen sich diese in der Argumentation einsetzen? Den Antworten auf diese und weitere Fragen werden sich seine Ausführungen zuwenden. Sein Vortrag geht auf Entwicklungstendenzen für das Handwerk in den nächsten Jahren ein, er beleuchtet praktische Auswirkungen auf den Alltag und gibt Hinweise auf notwendige Fortbildungen. Staatliche Programme, sagt er, lösen Modernisierungsentscheidungen nicht aus, unterstützen diese aber.

Der nach einer Sanierung empfehlenswerte Energieausweis weist schließlich die verbesserte Energieeffizienz und damit die Wertsteigerung der Immobilie aus. "Das zehn Jahre gültige Dokument ist inzwischen Pflicht für alle Hausbesitzer, die verkaufen, verpachten oder neu vermieten wollten. Der Energieausweis dokumentiert den Energieverbrauch des Gebäudes oder des Bewohners und macht für Mieter und Käufer die Nebenkosten kalkulierbarer", verweist Wagnitz auf ein auch politisch unterfüttertes Marktpotenzial.

Der gesamte Energiekonsum in Deutschland resultiert zu rund 40 Prozent aus dem Verbrauch in den Gebäuden. Ohne deutliche Verbesserungen bei den Immobilien werde die Bundesrepublik ihre Klimaziele nicht erreichen, betont Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee. Ziel der jüngsten EnEV-Novellierung ist, den Energieverbrauch für Heizung und Warmwasser im Gebäudebereich um etwa 30 Prozent zu senken.

EnEV besitzt hohes Umsatzpotenzial
Allerdings verfügen laut einer aktuellen Umfrage der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) erst 35 Prozent der gewerblichen Nichtwohngebäude in Deutschland über einen Energieausweis. Denn in der Regel ist der Energiepass ein Verbrauchsausweis. Ein Bedarfsausweis ist nur für Wohn-gebäude mit weniger als fünf Wohneinheiten Pflicht, für die der Bauantrag vor dem 1. November 1977 gestellt wurde und die noch nicht dem Niveau der 1. Wärmeschutzverordnung entsprechen. So sind laut dena von den bisher ausgestellten Energieausweisen für Gewerbeimmobilien 66 Prozent verbrauchsorientiert und lediglich 34 Prozent bedarfsorientiert. In Nichtwohn-gebäuden wird neben dem Energiebedarf für Heizung, Warmwasser und Lüftung auch der Bedarf für Kühlung und Beleuchtung berücksichtigt.

Im Übrigen muss in öffentlichen Gebäuden über 1.000 Quadratmeter Nutzfläche der Energieausweis gut sichtbar aushängen. Anders sieht es auf dem Wohnungsmarkt aus. Hier muss der Pass nur "auf Verlangen" vorgezeigt werden, und der Gebäudeinhaber ist rechtlich zur Vorlage verpflichtet. Allerdings wird der Ausweis nur für das gesamte Gebäude, nicht aber für Gebäudeteile ausgestellt. Er enthält den Energieverbrauchskennwert des Objekts sowie Vergleichswerte mit anderen Gebäuden. Lediglich Baudenkmale benötigen keinen Energieausweis.

Wesentliche Eckpunkte der neuen EnEV enthalten laut Wagnitz ein hohes Umsatzpotenzial für Sanitär-, Heizungs- und Klimaexperten. So gelten ab Oktober um 30 Prozent höhere energetische Anforderungen an den Jahres-Primärenergiebedarf und die Wärmedämmung energetisch relevanter Außenbauteile. Nunmehr müssen auch oberste Geschossdecken, sofern begehbar, unter bestimmten Voraussetzungen gedämmt werden. Für Klimaanlagen wird darüber hinaus die Nachrüstung mit selbsttätig wirkenden Be- und Entfeuchtungsanlagen Pflicht.

Auch in Bezug auf die Kontrolle dieser Maßgaben ziehe der Gesetzgeber die Daumenschrauben an, so der ZVSHK-Experte. Es werde künftig verstärkt Stichproben geben, inwiefern geforderte energetische Sanierungen im Gebäudebestand erbracht wurden. Bei Zuwiderhandlung drohten Bußgelder. Bereits im Januar 2009 trat das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) in Kraft, auf das Wagnitz in Leipzig ebenfalls eingehen wird. Auf dessen Basis muss in allen Neubauten ein Teil des Energiebedarfs für Heizung und Warmwasser fortan durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Auch dahinter verbirgt sich eine Art Konjunkturprogramm für die SHK-Branche. Denn die Nachfrage nach Wärmepumpen, thermischen Solaranlagen und Möglichkeiten für die Verstromung von Biomasse wird deutlich steigen.

Bis 2020 müssen 13,6 Millionen Anlagen erneuert werden
In einem weiteren Schritt will der Bund dann ab 2012 die energetischen Anforderungen an Neubauten wie auch die Modernisierung von Altbauten nochmals um 30 Prozent erhöhen. Ziel ist es, die die CO2-Emissionen in Deutschland weiter deutlich zu verringern. Wie Wagnitz erläutert, ist die EnEV 2009 quasi ein Zwischenschritt. In einem anschließenden zweiten Vortrag im Leipziger SHKGforum 2009 wirft er einen Blick nach vorn.

Dr. Martin Viessmann, Geschäftsführer des SHKG-Ausstellers Viessmann, weist darauf hin, dass in den nächsten zwölf Jahren alle Bestandsanlagen mindestens auf den heutigen Stand der Technik gebracht werden müssten, wenn Deutschland die politischen Klimaziele bis 2020 erreichen will. Von 17 Millionen Heizungsanlagen erfüllten vorerst maximal 20 Prozent diese Anforderung. Dementsprechend wären 13,6 Millionen Anlagen bis 2020 zu erneuern. Das erfordert fast eine Verdoppelung des Marktvolumens von derzeit rund 600.000 Wärmeerzeugern. Immerhin habe der Wärmesektor "das Potenzial, mehr als 30 Prozent Energie einzusparen und damit allein die halbe Wegstrecke zum klimapolitischen Ziel der Bundesregierung zu bestreiten", so Viessmann.
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P G schrieb: Hallo, ich hab irgendwie ein Verständnis Problem, ich möchte...
Sonnenschein123 schrieb: Hallo zusammen, ich habe einen älteren ETA PE 25, Baujahr...
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