Die Schweizer Bädermarke LAUFEN inszeniert ihren Auftritt in einem neuartigen Ausstellungs- und Besucherzentrum.
Die Schweizer Bädermarke LAUFEN inszeniert am Standort Laufen, Schweiz, ihren Auftritt in einem neuen Ausstellungs- und Besucherzentrum, dem LAUFEN Forum. Foto: Laufen
In den vergangenen Monaten entstand im Laufental im Kanton Baselland ein Gebäude von grosser Symbolkraft: Das neue LAUFEN Forum ist eine Definition der Markenarchitektur und ein kraftvoller Ort des Bades. LAUFEN, grösster Schweizer Hersteller von Badezimmer- Ausstattung und auch international von Bedeutung, feiert hier sein Produkt – und das ist heute weit mehr als Keramik; es ist das Bad als Komplettlösung. Von LAUFEN sind in den vergangenen Jahren zusammen mit namhaften Designern international richtungsweisende Badkonzepte entwickelt worden. Gefertigt werden die Bäder in der Nachbarschaft zum neuen Forum: Es entstehen Mikro-Naherholungsgebiete für die eigenen vier Wände und von hohem Designanspruch – für Kunden in aller Welt. Jetzt hat LAUFEN seinen Produkten auch einen architektonischen Rahmen gegeben: Das LAUFEN Forum ist ein in Beton gegossenes Postulat ganzheitlicher Architektur, in dessen Mittelpunkt das Bad steht. Und ein deutliches Bekenntnis zum Firmen- und Produktionsstandort Schweiz.
Laut Baugesuch war es ein Kunden- und Besucherzentrum, das an der Wahlenstrasse entstehen sollte. Das Basler Büro Nissen Wentzlaff Architekten hat in Zusammenarbeit mit der Art Direktion des Unternehmens aus einer funktionellen Idee ein emotionales Gebäudekonzept entwickelt. Aus der Vogelperspektive erinnert der Grundriss an einen bekannten LAUFEN-Waschtisch, vom Boden aus betrachtet an eine organische und in Sichtbeton gegossene Skulptur, die wie ein emanzipiertes Verbindungsglied zwischen dem modernistischen Verwaltungsbau der Unternehmenszentrale aus den 60er-Jahren und den modernen Fertigungsstätten wirkt. Aus einem Guss – ganz so wie die Keramik – entstand das Gebäude in Beton. Statt Wasser – wie das Produkt – umfasst es die Produkte des Unternehmens.
LAUFEN ist seit rund zehn Jahren Teil der spanischen Roca-Gruppe und wird auf diesem Firmenareal demnächst auch noch eine Allianz mit dem Schweizer Armaturenhersteller Similor eingehen, der vor zwei Jahren zur Firmengruppe stiess. Similor, der grösste und traditionsreichste Armaturenhersteller der Schweiz, wird seine Fertigungsstätten sukzessive ins Laufental verlegen. An der neuen Armaturenfabrik nebenan wird schon gebaut. Sie macht den gemeinsamen Badauftritt komplett. Bereits heute steuert Similor seine hochwertigen Produkte designabgestimmt den LAUFEN-Komplettbädern bei.
Damit schlägt das Herz der Schweizer Badwelt künftig in Laufen: Hier soll, so die Unternehmenslenker Luis Sabanés und Klaus Schneider, der Takt vorgegeben werden, in dem sich „Bathroom culture made in Switzerland“ fortentwickelt. Das stark international orientierte Unternehmen ist in seinem Heimatland Marktführer – die kraftvolle Symbolik des Betonbaus unterstreicht den Führungsanspruch.
Der Bau ist architektonisch wie haustechnisch ebenso einzigartig wie anspruchsvoll. Der nahezu fensterlose Baukörper aus Beton entstand nach einem Entwurfsprinzip, das dem Brückenbau verwandt ist: Die weit auskragende monolithische Freiform ruht auf einer Hangkante. Als hochgedämmtes Niedrigenergiehaus kommt es mit minimaler Zuheizung über eine Betonkernaktivierung und ohne Klimaanlage aus. Beleuchtet wird der Veranstaltungstrakt auf natürliche Weise durch Oberlichter auf dem Dach. Die gute Ökobilanz des Bauwerks ist LAUFEN Verpflichtung und Anspruch zugleich. Im Bad treffen sich schliesslich Mensch und knappe Ressourcen wie Wasser und Energie – und gehen eine revitalisierende, sensible und bisweilen zärtliche Beziehung ein.
Das LAUFEN Forum soll Menschen eine Begegnung mit Marke und Produkt ermöglichen. Es steht Architekten, Haustechnik-Planern, Grosshandel und Handwerk als Plattform genauso offen wie dem Endkunden, der sich hier nach Anmeldung einen Einblick in zeitgenössischen und avantgardistischen Badbau verschaffen kann. Selbst ein Probebaden wird möglich sein.