Als einer der ersten guten Vorsätze, die im neuen Jahr gleich in die Tat umgesetzt werden
können, bietet sich ein Check der Energiebilanz im eigenen Haus an – im Idealfall gleich mit der monatlichen Erfassung der Zählerstände (z.B. für Strom, Gas, Fernwärme,…). Oft entdeckt man hier schon bei der Kontrolle des eigenen Energieverbrauchs das Potenzial für erste Einsparungen.
Ein effizienter und absolut wirtschaftlicher Sanierungsschritt: die Dämmung der obersten Geschoßdecke. Foto: Schurr, e3 architekten
eza!-Geschäftsführer Martin Sambale weist zum Jahresbeginn darauf hin, dass man darüber hinaus häufig schon mit wenigen Schritten Energiekosten einsparen kann:
Richtiges Lüftverhalten
Gerade in der kalten Jahreszeit ist richtiges Lüften gefordert, das heißt, die Luft im Raum regelmäßig schnell und vollständig auszutauschen. Das funktioniert nicht bei gekipptem Fenster über die dauernd wertvolle Heizenergie entweicht, sondern durch kurzes Stoßlüften bei vollständig geöffneten Fenstern – und das am besten mehrmals täglich, auch wenn es draußen sehr kalt ist. Aber bitte den Heizungsthermostat während des Lüftens unbedingt immer zurückdrehen.
Kleine und effiziente Sanierungsschritte
Auch wenn keine größere Sanierung geplant ist, so kann man doch schon mit kleinen Schritten schöne Einsparungen erreichen. Die folgenden Punkte bieten sich schon mal für die Liste der guten Vorsätze an:
• Optimierung der Heizung: - Heizungscheck mit Wartung der Heizung und Überprüfung der Regelungseinstellungen
- Hydraulischer Abgleich der Heizanlage, damit wird die Wärmeverteilung durch den Fachmann zwischen den einzelnen Zimmern und Heizkörpern optimal eingestellt – wertvolle Heizenergie kann dabei gespart werden
- Heizungspumpentausch: alte Heizungspumpe gegen eine neue austauschen, denn der Stromverbrauch der neuen hocheffizienten Pumpen ist deutlich niedriger als der einer alten Heizungspumpe Dafür gibt es auch Förderung von der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) wenn gleichzeitig weitere Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden.
• Dämmung der obersten Geschossdecke:
Wenn das Dach nicht ausgebaut ist, und die oberste Geschoßdecke noch nicht gut gedämmt ist, dann sollte man handeln. Auch mit Eigenleistung kann schnell eine gute Wärmedämmung auf dem Dachboden verlegt werden – diese warme Mütze für das Haus rechnet sich schnell.
• Dämmung der Kellerdecke:
Gegen Kälte vom Erdboden her sollte jedes Haus gedämmt sein: Am besten man dämmt die Kellerdecke von unten – und auch hier kann man es wie beim Dachboden selber machen oder den Fachmann engagieren. Prinzipiell förderfähig sind Dämmstärken ab etwa zwölf Zentimetern - aber nur wenn ein Handwerker die Leistung ausführt.
Der Weg zur energetischen Sanierung
Wenn für 2010 größere Sanierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen anstehen, dann heißt es erst gründlich informieren, dann gut planen und schließlich zielgerichtet handeln:
- Allgäuer Altbautage am 27. und 28. Februar 2010: Besonders anschaulich und umfassend kann sich jeder Hausbesitzer bei den Allgäuer Altbautagen von eza! und Allgäuer Zeitung in der Hochschule Kempten informieren. Programm und detaillierte Infos werden ab Ende Januar unter www.altbautage.de veröffentlicht.
- eza!-Energieberatung: Immer aktuelle, kompetente und unabhängige Informationen gibt es in den 50 Energieberatungsstellen, die eza! zusammen mit den Allgäuer Städten und Gemeinden meist in den Rathäusern betreibt. Für die Bürger der beteiligten Gemeinden sind die Beratungen kostenlos. Alle Beratungsstellen sind im Internet zu finden unter www.eza-energieberatung.de . Die Energieberatung im eza!-haus in Kempten und die telefonische Beratung bei eza! unter 0831 9602860 starten wieder am 11. Januar.
- Förderprogramme für energetische Sanierung nutzen: Der Staat bezuschusst viele Maßnahmen zur energetischen Sanierung von Gebäuden. Da die Förderprogramme mittlerweile sehr komplex sind und oft die Kombination mehrerer Sanierungsmaßnahmen besonders gut gefördert wird, lohnt sich hier eine gute Beratung immer. Als erste Anlaufstellen bieten sich dafür die eza!-Energieberatungsstellen an. Und im Internet informiert eza! mit einer tagesaktuellen Förderdatenbank unter www.eza-foerderung.de.
- eza!-partner für Detailplanung und Umsetzung: Wichtig bei der genauen Planung und bei der Umsetzung sind gute Architekten, Ingenieure und Handwerker als Partner. eza! führt mit den eza!-partnern eine Liste von über 130 Betrieben, die sich der strengen Qualitätssicherung und der regelmäßigen Weiterbildung von eza! unterziehen. Unter www.eza-partner.de kann hier jeder seinen passenden Partner finden.