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News vom 03.03.2010

„No-Name Einzelkomponenten“ eine preiswerte Alternative zu kompletten Fußbodenheizungssystemen?

Beim Einsatz von Produkten in der Haustechnik kommt es vor allem auf deren Sicherheit und Langlebigkeit an. Die beste Voraussetzung hierfür bieten nicht etwa einzelne Komponenten verschiedener Hersteller, sondern exakt aufeinander abgestimmte Komplettsysteme.

Bei der Installation einer Fußbodenheizung hat man die Wahl zwischen dem Kauf eines Komplettsystems, das ein Höchstmaß an Sicherheit bietet und dem Zusammenstellen eines eigenen Gewerkes aus Bauteilen verschiedener Hersteller auf der Baustelle.

Die Integration auf der Baustelle bietet auf den ersten Blick scheinbar den Vorteil der Kostenersparnis, meist kommt es dabei jedoch sehr bald zu Problemen hinsichtlich der Kompatibilität zwischen den einzelnen Komponenten.

Diese können sich auf die Sicherheit und Langlebigkeit des Systems auswirken, z.B. kann es bei wahlloser Kombination von Rohren und Rohrverbindern zu undichten Verbindungen kommen. Dies trifft auch auf die Anbindung an den Verteiler zu. Ebenso kommt es relativ häufig zu einer Fehleinschätzung hinsichtlich der Auswahl der geeigneten Dämmung unterschiedlicher Festigkeiten (Trittschallausführung) und Wärmeleitgruppen. Der problemfreie Betrieb einer Fußbodenheizung erfordert den Einsatz einer konsequent und akribisch abgestimmten Regelung (Stellantrieb, Anschlussleiste, Raumthermostat usw.).

Daher empfiehlt sich der Einsatz von Komplettsystemen, da deren Definition im Zusammenhang mit möglichen Toleranzen geprüft und ihre Praxistauglichkeit somit gewährleistet ist.

Wichtiger als der finanzielle Aspekt ist die Gewährleistung im Falle eines Schadens. Der Auftragnehmer hat für die Entstehung eines mangelfreien und zweckgerechten Werkes zu gewährleisten. Der Anlagenhersteller haftet somit für die sorgfältige Ausführung seiner Arbeiten nach den anerkannten Regeln der Technik.

Jeder Systemanbieter hat ein elementares Interesse Gesamtlösungen aus einer Hand anzubieten, um damit seinem Kunden ein Höchstmaß an Sicherheit zu bieten. Diese Lösungen und die damit verbundene Systemkompetenz werden in vielen Fällen über unabhängige und anerkannte Prüfinstitute (DIN CERTCO, RAL etc.) geprüft und überwacht. Weiter ist es so, dass der Fachhandwerker verwendet er eine Systemfremde Komponente erhebliche Probleme hat seinerseits irgendwelche Ansprüche gegenüber dem Systemgeber zu realisieren. Es handelt sich bei dieser „Vertragsschiene“ in aller Regel um einen „normalen Kaufvertrag“, bei dem ein Eingriff in das Komplettsystem faktisch bereits zum Erlöschen eventueller Gewährleistungsansprüche führen kann.

Denn nur einwandfreie Produkte und deren Zulassungsprüfungen gewährleisten eine umfassende Haftungserklärung seitens des Systemanbieters, welche im Regelfall auch ein unterstützendes Verkaufsargument zum Endkunden darstellt.

Bei der Verwendung von Einzelkomponenten ist dies nicht realisierbar. Daher empfiehlt es sich immer auf ein hochwertiges und komplettes Fußbodenheizungssystem zurückzugreifen. Nur durch die Verwendung eines vollständigen, aus allen Komponenten bestehenden und abgestimmten Systems aus einer Hand, ist gewährleistet, dass tatsächlich nur ein Ansprechpartner erforderlich ist.
„Systemintegration“ auf der Baustelle durch den Handwerker zerstört diese Einheit und schafft bezüglich der eingesetzten Einzelprodukte eine verwirrende Vielzahl von Zuständigkeiten und Verantwortungsbereiche.

Beim Angebot eines Komplettsystems und einer hiervon abweichenden Ausführung können für den Endkunden eventuell allein aufgrund dieser Abweichung bereits Ansprüche entstehen, selbst wenn die Anlage im Übrigen problemlos funktioniert (OLG Jena 1 U 897/04; OLG Köln 11 U 96/04; OLG Schleswig 7 U 23/99; OLG Celle 14 U 213/07).
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