Die Solarion AG präsentierte auf der Messe Intersolar in München neu entwickelte teiltransparente Solarzellen. Sie sind eine Weiterentwicklung der flexiblen Dünnschichtsolarzellen auf Basis von Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid (CIGS), die das Leipziger Unternehmen in einem selbst entwickelten Rolle-zu-Rolle-Prozess produziert. Das flexible Kunststoffsubstrat als Trägermaterial ermöglicht ein Durchstanzen der Solarzellen, ohne dass deren Funktion beeinträchtigt wird. Die Leistung der einzelnen Zellen reduziert sich lediglich um das Potenzial der fehlenden Fläche.
Zum Einsatz kommen die teiltransparenten Zellen erstmals in einem etwa ein Quadratmeter großen Glas-Glas-Modul. Bei einer neunprozentigen Lichtdurchlässigkeit erreicht das rahmenlose Modul einen Wirkungsgrad zwischen acht und neun Prozent. "Mit dieser Technologie können natürliche Beleuchtung und solare Stromerzeugung ideal miteinander verbunden werden", erklärt Vorstandsvorsitzender Dr. Karsten Otte. "Anwendungen ergeben sich unter anderem im Bereich der Architektur, beispielsweise zur Verglasung von Gewächshäusern."
Die Markteinführung der Glas-Glas-Module ist für 2011 geplant. Zukünftig sollen die Zellen auch in flexiblen Modulen eingesetzt werden.
Die Leipziger Solarion AG entwickelt, produziert und vermarktet hocheffiziente und zugleich kostengünstige CIGS-Dünnschichtsolarmodule. Zur Produktion des Absorbers entwickelte das Unternehmen eine neuartige Beschichtungstechnologie im Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Der Vorteil liegt in der niedrigeren Beschichtungstemperatur, einem höheren Solarzellenwirkungsgrad, einer gesteigerten Prozessgeschwindigkeit sowie geringeren Energie- und Materialkosten. Die Verwendung eines flexiblen Trägermaterials ermöglicht völlig neue Anwendungen im Bereich der solaren Energieerzeugung.