Die Roca Gruppe kündigt an, beim Obersten Gerichtshof der Europäischen Union in Revision zu gehen und sich gegen die Vorwürfe der Preisabsprachen zu wehren, die gegen ihre Niederlassungen in Frankreich und Österreich erhoben wurden.
Die spanische Unternehmensgruppe will die von der Europäischen Union auferlegte Strafe nicht akzeptieren. Roca widerspricht nachdrücklich den erhobenen Vorwürfen und der als unverhältnismäßig empfundenen Geldbuße von 38,7 Millionen Euro. In den kommenden Wochen wird das Unternehmen seinen Einspruch beim obersten Gerichtshof der Europäischen Union bekanntgeben.
Gegen 17 europäische Unternehmen in drei Produktsparten (Sanitärkeramik, Armaturen, Duschabtrennungen) war wegen Informationsaustausch und Preiskoordination in verschiedenen EU-Mitgliedsstaaten (Deutschland, Belgien, Italien, Holland, Österreich und Frankreich) ermittelt worden. Der HaustechnikDialog hat
hier darüber berichtet.
Die Europäische Kommission hat selbst eingeräumt, dass die beiden Niederlassungen der Roca Gruppe (Österreich und Frankreich) in ihrem jeweiligen Land nur in sehr geringem Maße in die genannten Vergehen involviert waren, da ihre Aktivitäten sich auf Sanitärkeramik beschränken und ihr Umsatz gemessen am gesamten Umsatz aller beteiligten Unternehmen unerheblich ist.
Kein anderes Unternehmen der Roca Gruppe war direkt oder indirekt an einer der oben genannten Praktiken beteiligt.