Weniger ist mehr. Das gilt in Zeiten der „Geiz-ist geil“-Mentalität zum Beispiel häufig für den Umsatz: Wenn am Ende nur noch Geld gewechselt wird, weil der Kunde zwar den Preis für eine Leistung kennt, nicht aber den dahinter stehenden Wert. Weniger ist mehr gilt aber immer bei medizinischen Drogen: Was in homöopathischer Größenordnung heilt, wirkt in größeren Einheiten genossen tödlich.
Ähnlich ist es mit Kupfer. Dabei soll hier nicht im Detail erörtert werden, welche körperlichen Folgen Kupfer als Kilo-Barren haben könnte. Vielmehr geht es um geringste Spuren von antimikrobiellen Kupfer-Legierungen in der Haustechnik. Dort sorgt das Metall dann für eine Reduzierung von Keimen auf Kontaktoberflächen, beispielsweise von Türklinken oder Lichtschaltern, genauso wie in Trinkwasserleitungen.
Träger dieser Botschaft war und ist das Deutsche Kupferinstitut (DKI), das im Rahmen des Technologieforums rund 80 Fachleute aus ganz Deutschland im „Fraunhofer-inHaus-Zentrum“ Duisburg dazu informierte.
Interessengeleitet natürlich, aber das ist legitim, weil letztlich die Aufgabe des DKI. Doch ebenso fußen die Erkenntnisse auf historischem und wissenschaftlichem Boden, denn erstens wussten schon die Altvorderen von diesen Wirkmechanismen. Und zweitens gibt es entsprechende wissenschaftliche Studien, etwa vom Hygieneinstitut der Uni Bonn oder der Universität Southampton.
Wirksamkeit in der Praxis geprüft
Infektionsfolgeschäden haben im Gesundheitswesen einen dramatischen Umfang angenommen. Das steht außer Zweifel. Bekanntestes Beispiel dafür ist der Erreger MRSA, eine gegen Methicillin und/oder Oxacillin resistente Variante des Bakteriums Staphylococcus aureus. MRSA sind heute mittlerweile so multi-resistent, dass die Ärzte bei derartigen Infektionen prinzipiell hilflos die Hände heben – und der Patient einfach nur noch leidet. Wer es schon einmal gesehen hat, weiß: Das ist nur schrecklich; vor allem dieses Gefühl der Hilflosigkeit in einer (medizinischen) Welt, in der vermeintlich alles machbar, „reparabel“ scheint…
Also muss deutlich mehr getan werden, um diesen Krankenhauskeim entweder in den Griff zu bekommen oder die Ausbreitung solcher Keime zu vermeiden, zumindest zu erschweren. Und genau an dieser Stelle setzen „die Kupferleute“ mit ihren antimikrobiellen Legierungen und Produkten an. Zu denen, neben den besagten Rohren in den Trinkwasseranlagen, beispielsweise Türklinken, Lichtschalter, die Ablagen von Rollwagen, medizinische Geräte sowie Sanitärarmaturen gehören. Was in dieser Richtung erforscht und bereits getan wird, lässt sich in diesem Beitrag der neuen
Werkstatt + Montagepraxis nachlesen.
Weitere Inhalte im neuen Heft:
Mit mehr Freiheit
Einfach eintreten, wohlfühlen und genießen! Was sich bei bodengleichen Duschen im ersten Moment so einfach und unkompliziert anhört, setzt ein qualifiziertes Maß an umfassender Planung voraus, um das Mehr an Komfort, Sicherheit und Eleganz im Bad später wirklich genießen zu können.
Mit wohnlichem Flair
Seitdem im Bad die individuelle Wohngestaltung mehr und mehr in den Fokus rückt, kommt auch den Badmöbeln ein immer höherer Stellenwert zu. Denn sie prägen stilbildend das Gesicht eines Bades als Bindeglied zwischen Keramik und Badewanne ganz entscheidend mit.
Mit passendem Luftwechsel
Wird die Gebäudehülle gedämmt, wird der von der DIN 4108 und EnEV vorgeschriebene Luftwechsel oft unterbunden. Die Folge: Feuchteschäden und Schimmelbildung. Daher ist bei der energieeffizienten Sanierung eine lüftungstechnische Maßnahme häufig erforderlich.
Mit passenden Lösungen
Geld regiert die Welt. Dies ist natürlich auch in der SHK-Branche nicht anders. Das fängt beim Kostenvoranschlag an und hört bei der Frage nach Rabatten auf. Wie Handwerksbetriebe geschickt mit solchen Konfliktpunkten umgehen können, das verraten die Experten in der W + M.
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